Kann man eine Globuli Schüttellösung von ca. einem Liter machen, so dass diese noch wirksam ist?

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4 Antworten

Hallo ralphbraun,

muss ich dann einfach mehr Globuli einmischen

Du merkst jetzt aber schon, dass hier der naturwissenschaftlich geschulte Verstand den guten, alten (und korrekten) Paracelsus hervorkramt: Die Dosis macht das Gift...

Im Bilde der Naturwissenschaft müsstest Du natürlich mehr Globuli nehmen als für wenig Wasser, damit unten dieselbe Verdünnung rauskommt.

Gut. Wenn Du das Ganze z.B. mit C12 oder höher verdünnten Globuli machst, dann ist es völlig egal, wie viele Globuli Du auflöst: Die Globuli waren niemals wirksam, also wird es die Schüttellösung auch nicht sein. Sie wird nur süßer.

Im Bild der Homöopathie ist das zur Herstellung von Homöopathika eh nicht der richtige Weg, da muss man streng nach HAB vorgehen.

Das von manchen Homöopathen empfohlene "Verquirlen" von ein paar Globuli in Wasser setzt dagegen imaginäre geistartige Kräfte frei, die bekanntlich nicht an die Dosis gebunden sind, sondern nur an das imaginäre innere Wesen der Arznei. Genau deshalb gibt es hierfür auch keine exakten Dosierungsanleitungen. Sondern höchstens Tipps, welches Material der Löffel nicht haben sollte und wie oft man in welche Richtung rühren sollte. Von daher brauchst Du also vor allem einen kräftigeren Kochlöffel und mehr "Energie" beim rühren. Wie viele Globuli Du auflöst, darüber schweigt sich die Homöopathie aus.

Grüße

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Kommentar von ralphbraun
14.12.2015, 19:57

Oh mann....du bist ja eine intelligenzbestie. Hast du mal etwas von intuition gehört? Bauchgefühl? Was das logische denken bzw. das wissenschaftlich belegbare weit aus überschreitet? Kannst du Intuition auf ein blatt papier malen? Homöopathie ist genauso viel intelligenter als man denkt..so intelligent dass die meisten zu dumm sind es zu glauben. Aber macht nur was ihr wollt...stopft euch voll mit medikamenten :) gruss

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Natürlich geht das.

Nach den Regeln der Homöopathie ist das ja prinzipiell gleich.

Du musst für eine entsprechend große Lösungsmenge natürlich auch entsprechend mehr Globuli nehmen, damit das die gleiche Konzentration ergibt. Wenn Du das dann weiter potenzieren willst ist das ebenfalls möglich, nur ist das Schütteln von sehr großen Gefäßen (größer als 1 Liter) etwas unhandlich.

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Man könnte natürlich auch "halb-wissenschaftlich" an diese Sache herangehen.

Wenn man an die (unbewisenen) Wirkungsmechanismen der Homöopathie durch Wirkungssteigerung mittels Verdünnung und Verschüttelung glaubt, dann ist es natütrlich viel einfacher nur 1 einziges Globuli (weniger geht ja kaum) für Deine größere Flüssigkeitsmenge zu nehmen. Denn durch die dann größere Verdünnung (= Potenzierung) wird ja die Wirkung nochmals gesteigert. Wichtig: Nach dem Lösen des Globuli darf das Schütteln nicht vergessen werden !!!

Und durch den geringeren Einsatz der teuren Globuli erhälst Du damit sogar mehr Heilwirkung für weniger Geld.

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Kommentar von BurkeUndCo
15.12.2015, 09:27

Hallo Ralphbraun

Nachdem hier ja auch immer wieder über Bauchgefühl und Intuition diskutiert wird, muss ich Dir sagen, dass ich obige Antwort natürlich in Deinem Sinne, also unter Berücksichtigung der homöopathischen Glaubens-Grundsätze formuliert habe.

Mein persönliches Bauchgefühl und meine Intuition sträuben sich natürlich dagegen, denn in der realen Welt gibt es meist keine Geschenke. Eine höhere Wirksamkeit von einer gleichzeitig höheren Wirkungsmenge (also quasi quadratische Wirksamkeitszunahme) gibt es in der realen Welt einfach nicht.

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Hallo ralphbraun, völlig unbenommen, ob man jetzt an die Wirksamkeit von nicht existenten Stoffen glauben will oder nicht - ich würde dir gerne, bevor du dich an die Arbeit machst, einen kleinen Film empfehlen, in dem gezeigt wird, wie man selbst Globuli herstellen kann. Das Verdünnen und Verschütteln wird ab Stelle 39.30 gezeigt. Dies ist kein Werbefilm für die Homöopathie, sondern stammt aus einer Vortragsreihe, die für sachliche Informationen steht:

http://blog.gwup.net/2015/12/19/die-globulisierungsfalle-video-von-skeptics-in-the-pub-wien-mit-dr-norbert-aust/

Du wirst sehen, dass es ab einem bestimmten Punkt überhaupt keinen Unterschied macht, welcher Wirkstoff wie oft noch verdünnt und potenziert wird. Es ist gut, Informationen zu bekommen, die nicht nur auf Umsatz für diese Produkte zielen. Was du daraus machst, ist selbstverständlich deine Sache.

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Du meinst sicherlich das stufenweise hochpotenzieren. Bei der großen Menge an Flüssigkeit ist es sicherlich schwierig Schüttelschläge mit der Flüssigkeit zu machen. Falls du die lösung für ein großes Tier anwenden willst, auch hier genügt eigentlich ein kaffelöffel voll potenzierte Flüssigkeit um seine Wirkung zu entfalten. Meines Wissens existieren keine Versuche mit einer solch großen Menge an Flüssigkeit. Da müsstest du selber Experimente machen.

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