Was kann ich tun, damit ich mich nicht mehr wgn meiner Lernprobleme hasse?

8 Antworten

Ich möchte mich ganz bewusst aus dieser  Diskussion heraushalten, die Schule zu verlassen. Es mag Leute geben, die sich speziellen Gruppierungen anschließen und ihre Kinder entsprechend unterrichten lassen - dazu gibt es immer wieder auch Gerichtsverfahren; einfach ist so etwas nicht - über den Sinn kann man nur wirklich etwas aussagen, wenn man Details kennt. Ob das Ganze praktikabel und sinnvoll für dich als Fragesteller ist, kann ich nicht beurteilen. Aber ich möchte dir gern meine persönliche Sichtweise dazu schreiben. Ich arbeite selbst mit Kindern und Jugendlichen, die von ADS bzw. ADHS betroffen sind.

Es fällt dir schwer, deine Aufmerksamkeit lange aufrecht zu erhalten, wenn es um Themen geht, die dich nicht ganz besonders interessieren. Das ist im Schulalltag selbstverständlich problematisch. Du ermüdest schneller und es fällt dir schwer, am Thema zu bleiben. Ich gehe dennoch davon aus, dass du einen Schulabschluss schaffen möchtest. ADS hat schließlich nichts mit Intelligenz zu tun. Es handelt sich um eine Eigenheit, die du hast, und die viele andere auch haben. Das passt nicht ganz in unser Schulsystem, aber das Syndrom ist bekannt und die Schulen lernen, damit umzugehen. Das ist auch für die Lehrer nicht einfach, denn sie haben ihren Schulstoff, den sie möglichst allen Schülern vermitteln sollen - und je größer die Klasse ist oder je mehr Schüler aus dem Durchschnitt fallen, desto schwieriger wird das. Manche Lehrer ignorieren diese Problematik, weil sie nicht wissen, wie sie in der Praxis damit umgehen sollen oder schlicht von den Schülern überfordert werden, die in ihren Augen den Unterricht stören. Denn je mehr Schüler mit Null-Bock-Mentalität den Unterricht boykottieren, desto mehr wertvolle Zeit geht denjenigen Schülern verloren, die etwas mehr Zeit bräuchten, wie zum Beispiel die Schüler mit ADS. Denn ihnen kann man helfen, wenn man die Möglichkeit dazu hat. Ich kenne mehrere Lehrer, die sich hier sehr für ihre Schüler einsetzen und sich bemühen, zu helfen. Das geht am Besten im Zusammenschluss von Pädagogen, Ärzten/Therapeuten, Eltern und natürlich dem Schüler. Einer allein erreicht wenig. Zusammen kann man aber viel erreichen. Denn es darf nicht passieren, dass der Schüler aufgrund einer ADS einen Selbsthass oder eine Depression entwickelt. Und deshalb klingelt da die Alarmglocke, wenn ich deine Frage lese. Es ist Zeit, dass du sinnvolle und realistische Hilfe bekommst.

Für die ADS kannst du genauso wenig wie für deine Augenfarbe oder deine Schuhgröße. Die ist angeboren; es gibt dafür verschiedene Ursachen. Dazu gibt es verlässliche Studien, auch wenn Verschwörungstheoretiker diese ablehnen.

Es ist sehr wichtig, dass du dir fachliche Hilfe holst. Diese gibt es, und sie steht dir zu. Bitte wende ich an deinen Haus- oder Kinderarzt und bitte darum, dass du in fachärztliche Behandlung kommst. Deine ADS muss richtig diagnostiziert werden, falls sie das noch nicht ist. Dann muss eine Gesprächs- und Verhaltenstherapie für dich kommen. In dieser kannst du über deine Sorgen, Ängste und den riesengroßen Frust, der sich da anstaut, sprechen. In einer Verhaltenstherapie kannst du lernen, die Dinge anders anzugehen. Es sind meist die gleichen Dinge, die immer wieder für Ärger sorgen - das kann man trainieren. Bei vielen Jugendlichen ist von der ADS nach der Pubertät nichts mehr zu bemerken. Das liegt aber nicht daran, dass diese weg oder gar "geheilt" sei. Der Grund ist vielmehr, dass diese Menschen gelernt haben, mit schwierigen Situationen umzugehen. Für manche Sachen braucht es Selbstdisziplin, das kann jeder leisten und ist zumutbar. Auf der anderen Seite wirst du erkennen, dass du enorm viele Stärken und Fähigkeiten hast, die du nutzen kannst und solltest. Jeder Mensch hat diese Stärken, und es ist ein Jammer, wenn diese dann in ihrem Tunnelblick nur noch das sehen, was sie nicht so gut können. Lass dir zeigen, dass du ein wertvoller Mensch bist, der viele Sachen viel besser kann als andere. Die Vielfalt macht uns Menschen aus. Du hast ein Recht darauf, glücklich zu sein und nicht mit deinem Schicksal zu hadern. Aber sei auf der Hut, dass du in die richtigen Hände kommst - es gibt leider viele Gruppierungen und Sekten, die auf der Suche nach solchen Menschen sind, um diese mit falschen Versprechungen für ihre Sache zu ködern.

Alles Gute für dich!

@Bennykater:-)) Alle Achtung!  DH   LG

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Na das klingt doch schon deutlich sachlicher und ich bin froh, dass meine Reakton auf Deinen Kommentar zu meiner Antwort nicht gesendet wurde. Nicht, dass sie (die Reaktion) beleidigend war, aber überflüssig, nach dem ich das hier lese. (-;

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Hervorragend dargestellt, Bennykater, das ist vom praktischen Ansatz her die wohl beste Hilfe für eine(n) Fragesteller, der sich mit dieser Problematik erst mal arrangieren muss!   D.H.

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Ich gehe einmal davon aus, dass es um deinen Selbsthass geht, den du loswerden willst? Nun, hör zu: Ich selbst leide an Depressionen, nervösen Störungen, vielfältigen Persönlichkeitsstörungen und was weiß ich, meine besten Freunde sind manisch depressiv, leiden an Aggresionsstörungen, Minderwertigkeitskomplexen, NPS... Kurz gesagt, die meisten Leute die ich kenne, haben ihre geistigen Defekte und Eigenarten. Du hast vielleicht Probleme beim Lernen. Ob du sie mit harter Arbeit überwinden willst, oder ob du dir einen einfachen Weg suchst, bleibt dir überlassen, tu bloß nichts, dass du später bereust. Auf keinen Fall aber, solltest du dich dafür hassen, was du bist. Du bist du, mit all deinen Eigenarten und du bist mehr als die Summe deiner Leistungen in der Schule, verdammt noch einmal.

Wusstest du, dass die meisten ADS-Kranken eigentlich sehr intelligent sind? Finde etwas, dass dich nicht zur Konzentration zwingt, sondern zum Nachdenken. Hast du mal versucht, eine Geschichte zu schreiben, um nur ein Beispiel zu nennen?

Und such dir jemanden, mit dem du reden kannst. Geteiltes Leid...

@Implord: Lernprobleme haben nichts mit einem Selbsthass zu tun.

Depressionen oder auch eine Bipolarität, wie Du es von Deinen Freunden schilderst, haben sind bei einer ADS - wie es vom Fragesteller angeführt wurde  - nicht von Relevanz.

Außerdem ist in dem Fall nicht angebracht, analytische Untersuchungen anzustellen, hier hilft eine Verhaltenstherapie wesentlich besser.

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@Adlerblick

Entweder ich missverstehe dich, oder du hast meinen Punkt nicht verstanden.

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Du hast die Lernprobleme nur, weil Du Dich selbst hasst. Der Hass ist aber nur projeziert auf Dich - von Dir selbst. In Wirklichkeit hasst Du die Umstände, die Deinem Erfolg im Wege stehen. Und da man den Menschen absichtlich vorgaukelt, dass sie selbst allein für das verantwortlich sind, was mit ihnen geschieht, tendieren Leute dazu, den Hass eben auch auf sich selbst zu übertragen. Somit befindest Du Dich in einem Teufelskreis, den Du aber nicht selbst zu verantworten hast, sondern die Leute, die Dich in diese Form pressen möchten.

Warum wollen die Leute das?

Wenn man bei einem Wettrennen den Kontrahenden ein Bein stellt, ist man selbst schneller. Das Prinzip nennt sich Egoismus.

Jeder Mensch hat andere Fähigkeiten. Es ist nicht jedermanns Lerngeschick, dem bestehenden System zu folgen. Das System ist auf die Züchtung von Schafen ausgelegt, die sich manipulieren lassen. Andersdenkende sollen mit dieser Methode gezielt ins Abseits gedrängt werden.

Was kannst Du dagegen tun?

Beschäftige Dich mit Dingen, die Dich interessieren, nicht mit den Sachen, die man dir aufzwängen möchte.

Das schwere an der Aufgabe:

Bewahre Dir den menschlichen Respekt gegenüber den Anderen, den du leider missen musstest, und entwickle aus diesem Hass, der dich erfüllt eine positive Stärke gegenüber denen, die Dir das über die Zeit angetan haben. Streiche Rachegefühle von Deiner To-Do-Liste und nutze die freigewordene Energie, um etwas "sinnvolles" zu tun.

Möglichkeiten zu lernen erkennen:

Lesen, Schreiben, Hören, Nachmachen, Fühlen, Denken, Experimentieren, Konversation, Meditation - verlieren ihre negative Bedeutung über die Zeit, wenn man sie mit Dingen verbindet, die einem positive Gedanken bringen. Verbinde dies nicht mit Zwang, Pflicht, Leistungsdruck und dem blöden Gelaber von Menschen, die Dich von oben herab angrinsen.

Und hab etwas Geduld:

Deine Weltanschauung wird sich nicht von jetzt auf hier ändern. Das ist leider ein Prozess, der ähnlich viel Zeit in Anspruch nimmt, wie derjenige, der einen in diese Situation gefahren hat.

Trenn Dich von Menschen, die Dich von diesem Ziel abzubringen versuchen. Und sehe selbst, wie diese allmählich ihre negative Kraft verlieren. Daran kann man wachsen!

Liebe Grüße!

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