Korrekt nach links/rechts reiten?

5 Antworten

1) "Nach links: Du nimmst den linken Zügel ...

aha... und wenn man den rechten Zügel vergisst, läuft das Pferd mit nach links verdrehtem Hals  einfach weitergerade aus. Ein ganz klassischer Anfängerfehler.

Ich bin keine gute Erklärerin der Hilfen, darum könnte ich auch nie RL werden. Aber letztlich ist Nummer zwei richtig. 

Beim Abwenden nach links lenkt - neben dem Sitz natürlich! - der RECHTE Zügel die Wendung ein. Das ist für Anfänger schwer zu verstehen, weil es so unlogisch klingt.

Der linke Zügel stellt das Pferd ein wenig - nur den Kopf im Genick und nur soweit, dass man das innere (linke) Auge etwas sieht. Der rechte Zügel aber wird benutzt, um in die Linkskurve zu gehen,  ohne allerdings die rechte Hand über den Widerrist/Mähnenkamm zunehmen.

Später mal, wenn du das verinnerlicht hast, kannst du mal deine RL bitten, mit dir folgende Übung zu machen. An der kann man gut sehen, ob das Pferd korrekt dem äußeren Zügel - also in deinem Beispiel dem rechten Zügel folgt. Wenn es anständig geritten ist, kannst du nämlich den inneren - hier den linken Zügel - abmontieren und kannst das Pferd trotzdem mit dem äußeren Zügel lenken.

Meine RL hat mal mit Stangen in der Halle ein Viereck gelegt. 10 mal 10 m. Wir hatten die Aufgabe im Schritt darin herumzureiten. Aber wir durften nur den äußeren Zügel benutzen und durften das Viereck nicht verlassen. Mein Pferd, einigermaßen korrekt geritten, konnte das problemlos.  Ein anderes Pferd, das "nur am inneren Zügel geritten war" (ein vernichtendes Urteil von RL) blieb trotz Bemühungen mit Sitz und Schenkeln der gut reitenden RB nicht innerhalb des Vierecks, weil es einfach mit dem äußeren Zügel nichts anfangen konnte. Sein Besitzer ritt es nur am inneren Zügel. (Ganz schlimm)

In deinem Beispiel ist der rechte Zügel der äußere Zügel.   Anfänger können sich merken, dass der äußere Zügel der Zügel ist, der zur Bande zeigt und der innere Zügel zur Bahnmitte. 

Später allerdings wird das komplizierter. Aber so weit bist du noch lange nicht.

Huhu,

beim normalem Englisch reiten (also dass was du auf den üblichen Turnieren siehst) ist die zweite Aussage völlig korrekt.

Inneren Zügel annehmen und nachgeben, äußeren Zügel durchhalten, innerer Schenkel treibt, äußerer Schenkel verwahrend, Gewichtshilfe innen belastend, Blick und Schultern in die gewollte Richtung. Das alles in richtiger Dosierung und mit richtigem Timing.

Der Schenkel rutscht in verwahrender Position ein winziges Stück zurück, das ist vollkommen korrekt.

Liebe Grüße

Das Pferd weicht dem Reiterdruck aus. Wenn dein Druck richtig ist geht es in die gewünschte Richtung.

Erstmal wird über die Zügel nicht gelenkt! Also nach links oder rechts gezogen. Nur ganz leicht angenommen.

du kannst ja auch mal folgende Übung beim Reiten machen. Du reitest mit langem Zügel und gibst eine Gewichtshilfe (Sitzbeinhöcker) in die Richtung, die du reiten möchtest und eine Schenkelhilfe. Dann sollte das Pferd diese Richtung einschlagen. Die Zügel läßt du in Ruhe. Jetzt kommt es natürlich drauf an ob dein Pferd dich versteht. Aber mit etwas Übung sollte das auch klappen.

Mit dieser Anleitung sollte es möglichst nicht abwenden, denn die Pferdeschulter folgt der Reiterschulter, die Pferdehüfte der Reiterhüfte. Wenn ich meine Schulter nicht nach innen in die neue Bewegungsrichtung drehe, darf das Pferd seine Schulter auch nicht da hin bewegen - und somit bleibt es gerade, egal, wie schief ich mich drauf hänge. Es wird dann zwar innen mehr Last stützen, aber immer noch an der Wand entlang gehen ;-)

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Schon eher die 2. 

Mit den Zügeln lenkt man nicht, niemals! 

Na ja, man lenkt nicht mit den Zügeln alleine.  Aber man sollte schon wissen und gelernt haben, wie man sie benutzt.  Sonst könnte man sie ja auch abmontieren.  Man braucht sie schon, wenn auch nie alleine.

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@Dahika

Wichtig dabei ist, dass man den Zügel zum Lenken niemals rückwarts zieht, sondern leicht  seitwärts bewegt. Denn man will ja keinesfalls bremsen .

Da liegt oft das Mißverständnis - daß viele meinen, sie lenken, indem sie innen ziehen, als sei das Pferd ein Ruderboot.

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Hallo

Ich mach das immer so wie beim 1) und zusätzlich dreh ich mich noch ein wenig (kaum sehbar) in die richtung. So belastest du auch automatisch den linken Sitzbeinhöcker. 

Das sich das bein dabei verlagert hab ich noch nie gehört O.O

LG

Westernreiter oder FN-Englisch?

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@WinniePou23

Macht keinen Unterschied, ob Western oder Englisch. In beiden Fällen ist 1. falsch, führt dazu, dass die Pferde sich überstellen, der Widerrist zwischen den Schulterblättern versinkt und die Pferde eben nicht abwenden, sondern irgendwie auf der Vorhand lastend eben einen seitlichen Schritt machen, um nicht umzufallen.

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