Kann wer Gottesbeweise erklären?

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Kosmologische Argumente zielen auf ein Ursache-Wirkungsprinzip ab. Sie ähneln dem Argument des Aristoteles, es müsse eine erste Ursache geben und fügen hinzu, diese Ursache sei Gott.

Teleologische Argumente verweisen auf die scheinbare Teleologie der Natur. Teleologie bedeutet Zielgerichtetheit. William Paley behauptete einmal: "Wenn wir eine Uhr am Strand sehen wissen wir, dass sie jemand gemacht hat." Laut ihm sei es genauso offensichtlich, dass jemand unser Universum oder wenigstens Teile davon erschaffen hätte.

Ontologische Argumente bedienen sich weitgehend der Logik. Wenn man "Existenz" und "Gott" auf bestimmte Weise definiert, kann man daraus, jedenfalls laut Anselm von Canterbury, daraus schließen, dass Gott existieren müsse, so wie eben Primzahlen unteilbar sind.

Der kosmologische Gottesbeweis geht so.

Die Vorstellung dass das Universum aus dem Nichts entstanden ist, verstößt gegen ein physikalisches Gesetz, nämlich gegen den Energieerhaltungssatz.

Die Vorstellung dass das Universum schon immer da war, egal ob zyklisch oder unendlich expandierend, verstößt gegen ein anderes physikalisches Gesetz, nämlich gegen den Entropievermehrungssatz.

Also verstößt die Existenz des Universums gegen die Physik, es sei denn das Universum hätte einen paraphysischen Ursprung. Und diesen nennen wir Gott.

Das ist ganz einfach. Es gibt keine Gottesbeweise. Was sich euphemistisch so nennt, ist allein Geschwurbel.

Sie gehen immer von Grundannahmen aus, die selbst beleglos sind. Daraus lässt sich kein Beleg ableiten.

Da das so ist, gilt es sich zuerst mit den Grundannahmen zu beschäftigen. Solange sich diese als beleglos erweisen, sind die daraus abgeleiteten "Beweise" irrelevant.

Woher ich das weiß:Recherche

geht klar, bitte komm nächsten Mittwoch mit in die Klasse und erklär das meiner Lehrerin, während ich mir schonmal selber einen Fetzen für nicht erbrachte Leistung gebe. Danke für die Antwort

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