Es gibt verschiedene Hypothesen. Ich fasse die fünf im englischen Wikipedia aufgelisteten zusammen.

Escape Hypothesis: Viren sind DNA oder RNA, die aus Zellen entkommen sind.

Virus First Hypothesis: Viren entstanden vor den Zellen aus komplexen Proteinen und Nukleinsäuren.

Reduction Hypothesis: Viren stammen von Zellen ab, die parasitär in anderen Zellen gelebt haben.

Koevolution: Einfache sich vermehrende Moleküle entstanden parallel zu Lipidblasen. Wenn ein sich reproduzierendes Molekül von einer solchen Blase eingeschlossen wurde, wurde daraus eine Zelle. Wenn das Molekül die Ressourcen der Blase ausbeutete und danach zu einer anderen Blase zog, wurde daraus ein Virus.

Chimeric-Origins Hypothesis: Eine Chimäre ist ein Organismus, der aus genetisch unterschiedlichen Zellen oder Gewebe besteht.

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Kosmologische Argumente zielen auf ein Ursache-Wirkungsprinzip ab. Sie ähneln dem Argument des Aristoteles, es müsse eine erste Ursache geben und fügen hinzu, diese Ursache sei Gott.

Teleologische Argumente verweisen auf die scheinbare Teleologie der Natur. Teleologie bedeutet Zielgerichtetheit. William Paley behauptete einmal: "Wenn wir eine Uhr am Strand sehen wissen wir, dass sie jemand gemacht hat." Laut ihm sei es genauso offensichtlich, dass jemand unser Universum oder wenigstens Teile davon erschaffen hätte.

Ontologische Argumente bedienen sich weitgehend der Logik. Wenn man "Existenz" und "Gott" auf bestimmte Weise definiert, kann man daraus, jedenfalls laut Anselm von Canterbury, daraus schließen, dass Gott existieren müsse, so wie eben Primzahlen unteilbar sind.

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2-3h

Ich übe nur noch selten über drei Stunden. Vor einigen Jahren noch waren es 4 Stunden oder mehr, natürlich über den Tag verteilt. Die Übung bestehen aus technischen Übungen, Durchspielen von bereits erlernten Stücken und das Üben neuer Stücke.

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Du meinst wahrscheinlich den Genius malignus.

https://de.wikipedia.org/wiki/Genius_malignus

Descartes glaubte nicht an so einen bösen Geist (falls du das meinst), sondern er entwarf dieses Szenario als ein mögliches Beispiel dafür, wie wir in (fast?) allem irren können, was wir glauben.

Die Idee stammt vielleicht von der christlichen Vorstellung eines guten Gottes, der sich darum kümmert, dass wir die Welt verstehen. Descartes hat den Plan einfach umgekehrt.

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Es kann durchaus sein, dass du zehn Jahre brauchst, um das Stück zu können, die Zeit zum Üben nicht mitgerechnet. Die Ballade ist lang und die einzelnen Teile sind auf unterschiedliche Weise anspruchsvoll. Insgesamt schätze ich das Stück sehr knapp leichter ein, als die Ungarische Rhapsodie #2 von Franz Liszt. Es ist nichts für Anfänger und für Profis ist es auch eine Herausforderung, aber keine so starke, dass sie viele abschrecken würde.

Ich spiele seit 10 Jahren, habe großes Talent und könnte die ersten vier Seiten von Chopins Ballade. Aber diese nicht einmal gut.

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Felix Mendelssohn-Bartholdy: Rondo Capriccioso op. 14

Camille Saint-Saens: Allegro Appassionato op. 70

Clara Wieck: Polonaise op. 6 #6

Domenico Scarlatti: Verschiedene Sonaten, fast alle von ihnen sind schnell.

Franz Schubert: Wanderer-Fantasie op. 15

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Vermutlich meinst du die Klavierversion von Serge Rachmaninov. Das Original ist nämlich ein Orchesterstück.

Die größten Schwierigkeiten sind wahrscheinlich das Legato in der rechten Hand un die Dezime-Akkorde in der linken. Da ich keine Ahnung habe, wie viele Vorkenntnisse du schon hast, weiß ich nicht, welcher Tipp dir nützlich sein würde.

Falls du ein Anfänger bist, such dir ein anderes Stück. Ich finde, du solltest fortgeschritten genug sein, um die Fingersätze selbst herauszufinden (die sind nämlich nicht so knifflig) und zu wissen, wie man Legato, Staccato und Pizzikato spielt. Für den Rest brauchst du viel Ausdauer.

Das Stück musst du wirklich nicht unter 60s spielen. Evgeny Kissin spielt in umgefähr einer Minute und das klingt zwar virtuos, aber in der romantischen Ära kommt es auch auf Gefühle an. 80s können auch okay sein.

Hier kannst du dir anhören, wie der Komponist es selber spielte:

https://youtube.com/watch?v=PaZqCfHouD0

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Spartacus ist die brutalste Serie, die ich kenne. The Walking Dead kann ihr noch das Wasser reichen, aber je nachdem, wie man Gewalt gegen Zombies mit Gewalt gegen Menschen vergleichen will. Dazu kommt auch noch viel emotionale Härte.

Hannibal ist auch brutal. Von einer Serie über Hannibal Lecter ist nichts anderes zu erwarten.

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Wenn Moral existiert, dann ist sie keine Illusion.

In der Metaethik gibt es einen Standpunkt namens Fehlertheorie (engl.: Moral Error Theorie), dessen bekanntester Vertreter J. L. Mackie ist. Laut der Fehlertheorie sind alle moralische Aussagen falsche Aussagen über die Welt.

Aber ich schätze, du meinst das nicht. Du scheinst zu meinen, dass Moral ein gedankliches Konstrukt ist und moralische Aussagen eigentlich Aussagen über einen gewissen Aspekt unseres Geistes sind. Möglicherweise meinst du Emotivismus. Laut Emotivismus sind moralische Aussagen Äußerungen über unsere emotionale Bewertung einer Handlung. Zum Beispiel sei "Mord ist böse" äquivalent zu "Buh Mord!".

Ich kann dir nur Raten, dich über die Begriffe Emotivismus, Irrtumstheorie und Metaethik zu informieren. Ich denke, das bringt mehr, als nur eine Antwort hier durchzulesen.

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Edward Griegs "Kobold" (op. 71 Nr. 3) ist vermutlich wirklich ein wenig schwerer. Grund dafür sind die Terzen in der rechten Hand am Anfang und das Pizzicato im Mittelteil. Also viel schwerer würde ich das Stück aber nicht einordnen, besonders wenn man es langsamer spielt.

https://youtube.com/watch?v=z8dIXBdouss

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Eine Liste von Kritikern und Verfechtern kannst du hier finden: http://plato.stanford.edu/entries/ontological-arguments/#HisOntArg

David Hume kritisierte a priori Argumente, was ontologische Argumente mit einbezieht. Seine Kritik findet sich in Dialogues Concerning Natural Religion Part IX.

Laut Paul Russell soll Hume auch geschrieben haben, dass Existenz keine Qualität ist (Kant kritisierte Anselms ontologisches Argument bekanntlich auf ähnliche Weise), aber ich finde dazu keine Angaben, wo Hume does geschreiben hat. (Quelle wird nachgereicht)

Leibniz war meines Wissens ein Verfechter ontologischer Argumente, auch wenn er alte Versionen kritisierte. Er versuchte, sie zu verbessern.

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> Es gibt tatsächlich einige Indizien dafür, dass wir tatsächlich in einer Simulation leben

Es gibt Indizien für vieles. Deswegen haben wir das Gesetz der Gesamtindizien (Law of total Evidence, deutsche Übersetzung von mir)

Zu deinen angeblichen Indizien:

1. Lässt sich nicht mit einer Computersimulationen erklären, da Computersimulationen vieles simulieren können, nicht nur Leben. Schlimmer noch: Wie sollte die Simulation denn zustande kommen? Durch einen lebendigen Programmierer? Dann hätten wir allerdings ein Regressproblem.

2. Was? Unscharf ist nicht das selbe, wie digital, eher das Gegenteil! Computer sind wegen ihrer Hardware digital. Meines Wissens könnte man theoretisch einen analogen Computer bauen. Jedenfalls wäre ein digitales Universum ein einzelner Hinweis auf eine digitale Computersimulation, aber alleine nicht überzeugend. Genauso wäre meine Garage ein Hinweis darauf, dass ich mit "Ich habe einen Drachen in meiner Garage." recht habe: Es steigert die Wahrscheinlichkeit, dass ich Recht habe, weil ich zumindest schon mal eine Garage habe.

3. Erstmal falsch. Elektronen haben z.B. mehr Masse, als Photonen. Zweitens sehe ich wieder keinen Zusammenhang zu einer Computersimulation.

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Beim kategorischen Imperativ kommt es auf die Definition des Verhaltens an, was schwierig ist.

Meine Maxime ist: Ich möchte bloß Hotels besuchen, die keine Kinder annehmen. Jetzt müsste man diese Maxime verallgemeinern und sich als Gesetz vorstellen. Also: Kann ich wollen, dass es ein Gesetz gibt, dass Leute ausschließlich in Hotels ohne Kinder fahren?

Andere Leute wünschen sich Hotels mit Kinder und könnten mit denselben Argumenten das Gegenteil verlangen. Zur allgemeinen Zufriedenheit sollte es also verschiedene Hotels geben: Einige ohne Kinder und einige mit.

P.S. Im Buch steht, dass der Ausspruch "Was wäre, wenn das alle täten" eine Verfälschung des KI ist.

Ja. Diese Frage wird gerne gestellt, wenn einem das Verhalten einer einzelnen Person nicht passt. Allerdings wirken sich Verhaltensweisen unterschiedlich aus, wenn sie nur eine Person macht, mehrere, oder alle. Stell dir vor, alle Leute würden als Feuerwehrmänner arbeiten: Das wäre schlecht. Aber umgekehrt wäre es auch schlecht, würde es niemand tun. Wie man sieht lässt sich die Regel, auf der die Frage beruht, ad absurdum führen.

Für moralische Fragen finde ich es ganz praktisch, zu sehen, ob man mit exakt denselben Argumenten zum gegenteiligen Schluss kommen kann. Man denke an religiöse Moral:

"Mein Gott findet X gut, also ist X gut." vs. "Mein Gott findet X schlecht, also ist X schlecht."

Beide Schlussfolgerungen sind genau gleich gerechtfertigt, nur mit unterschiedlichen Göttern. Und die eine Schlussfolgerung bedingt, dass die andere falsch ist.

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Natürlich ist er ein Beispiel für Evolution und obendrein ein sehr gutes. Beachten muss man 3 Dinge:

1) Die dunkle Färbung kommt von einer einzelnen Mutation in Chromosom 17.

2) Vor 1850 gab es kaum dunkel gefärbte Birkenspanner.

3) Die Zahl der Birkenspanner nahm in Industriegebieten (wie um London) stark zu.

Hier ist eine Grafik der Verteilung von 2002 bis 2007:

http://whyevolutionistrue.files.wordpress.com/2012/02/peppered-moth-figure1.png

Genauere finde ich leider nur in Büchern, nicht im Internet.

Ungeachtet des Grundes, warum die Zahl der dunklen Birkenspanner zunahm, ist dieses Phänomen bereits Evolution. Denn in der synthetischen Evolutionstheorie wird Evolution als die Änderung von Allelfrequenzen über Generationen definiert. Bekannte Mechanismen sind Selektion, Gendrift und so weiter. Als Ursache für die Evolution der Birkenspanner wurde Selektion durch Fressfeinde identifiziert. Sowohl Bernard Kettlewell, als auch Michael Majerus haben dies in 2 Langzeitexperimenten überprüft.

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Manche Religionen beinhalten Selbstgeißelung. Im Mittelalter gab es zum Beispiel Kasteiung: http://de.wikipedia.org/wiki/Kasteiung

Mit einer Machete habe ich das noch nie gesehen.

Da mir innerhalb von Sekunden kotzübel wurde, kann ich nur bis hierhin berichten.

Hast nicht viel versäumt. Nach dem ersten Mann sieht man einen zweiten, der sich mit an Schnüren befestigten Sicheln zu geißeln versucht, was aber nicht gut funktioniert. Denn die Sicheln treffen ihn natürlich nicht immer mit der schaften Seite. Danach sieht man die Verarztung der Wunden. Dann ist das Video aus.

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Emergenz bedeutet, dass ein Gesamtsystem andere Eigenschaften hat, als seine einzelnen Teile.

Was Augen damit zu tun haben, fällt mir nicht ein. Beliebte Beispiele für Emergenz sind Schwarmintelligenz und Bewusstsein.

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Als diese Mythen entstanden gab es noch eine Taxonomie und Menschen wurden gewiss nicht so definiert, wir sie heute biologisch definiert werden (zum Beispiel wusste man damals noch nichts von eukaryontischen Zellen). Wir können sie also nicht fragen. Mindestens Homo sapiens war wohl gemeint, denn alle Beispiele für Menschen aus der Bibel gehören dazu.

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William Wallace (Freieitskämpfer; gefoltert und hingerichtet)

Robert Francis Damiens (Attentäter; gefoltert und hingerichtet)

Saddam Hussein (Diktator; hingerichtet)

Giordano Bruno (Wissenschaftler, Kirchenkritiker; gefoltert und hingerichtet)

Atahualpa (König; hingerichtet)

Skorates (Philosoph; hingerichtet)

Sphie Scholl (Widerstandskämpferin; hingerichtet)

Claus Schenk Graf von Stauffenberg (Widerstandskämpfer; hingerichtet)

Dietrich Bonhoeffer (Theologe, Widerstandskämpfer; hingerichtet)

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