Evolutionstheorie Richtig oder Falsch?

11 Antworten

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Hallo SuggearDaddy,

Also ich lese gerade ein Buch über die Evolutionstheorie das viele Sachen als falsch empfindet

Und ich wette mit Dir, dass Du ein kreationistisches Buch vor Dir hast. Also ein Buch, das von religiösen Fanatikern geschrieben wurde und in dem die Biologie falsch dargestellt wird, DAMIT die Evolution zweifelhaft erscheint.

Hab' ich recht? Wie heißt denn Dein Buch?

Ernst Häckel, einer Darwins wichtigsten Supporter,

Das ist ein gutes Beispiel für eine solche Falschdarstellung:

Darwin ist 150 Jahre her. Es ist nicht mal mehr die von ihm formulierte Evolutionstheorie, die heute in der Biologie gültig ist. Seine Erkenntnisse sind vielmehr mit der Genetik "verheiratet" worden zur Synthetischen Evolutionstheorie.

Entsprechend ist es für die heutige Biologie völlig wurscht, wer damals Darwin unterstützt hat - und wer nicht so schnell von den damals neuen Thesen überzeugt wurde.

Entscheidend sind vielmehr die Befunde und Daten, die in den 150 Jahren seit Darwin angefallen sind. Und die sind einfach enorm: Die Evolution erklärt unser gesamtes Fossilienmuster, sie ergänzt sich mit der Genetik und erklärt eine wahre Fülle anderer Beobachtungen, auch aus anderen naturwissenschaftlichen Disziplinen.

Es ist ein typisch kreationistisches Ablenkungsmanöver, von all diesen Befunden abzulenken und das Augenmerk auf einen einzelnen Fall zu lenken.

die Embryozeichnungen von sich selbst gefälscht

Es gab diesen Vorwurf gegen Haeckel. Aus heutiger Sicht ist dies jedoch ziemlich unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist, dass Haeckel die strittigen Bilder aus anderen Quellen übernommen hatte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Embryonenkontroverse

Für die Frage nach der Evolution ist das aber auch deshalb völlig irrelevant, weil die von Haeckel als Evolutionsbelegt formulierte "Biogenetische Grundregel", sich ohnehin durch die Erkenntnisse der Genetik in der von Haeckel vermuteten Formulierung überholt hat. Die Ähnlichkeit der embryonalen Entwicklung hat vielmehr damit zu tun, dass sie bei nahezu allen Lebewesen von denselben Genen gesteuert wird (Hox-Gene).

Auch dies zeigt, wie irreführend kreationistische Schriften sind, wenn sie es so darstellen, als hätte die Biogenetische Grundregel eine große Bedeutung in der Biologie...

Stimmt die Evolutionstheorie Eurer Meinung nach teilweise oder ist es eher kritisch.

Es gibt keine Beobachtung in der Biologie, die im Widerspruch zur Evolution steht. Es gibt keine Befunde aus anderen wissenschaftlichen Disziplinen , die zur Evolution im Widerspruch sind. Es gibt eine Fülle von Befunden, die den Prozess der Evolution in der Natur belegen. Es gibt keinerlei rationalen Grund für einen Zweifel daran.

Geleugnet wird dies nur außerhalb der Naturwissenschaft von ideologischen Gruppierungen wie den Kreationisten.

Hier ein Auszug der falschen Einwände, die von solchen Gruppierungen gegen die ET erhoben wurden (samt der wissenschaftlichen Richtigstellungen):

http://www.talkorigins.org/indexcc/index.html

Du solltest, wenn Du etwas lernen willst, ein wissenschaftliches Buch über Evolution lesen, kein kreationistisches. Ich empfehle etwa von Neill Shubin "Der Fisch in uns". Biologie lernt man nicht bei religiösen Fanatikern. Genauso wenig, wie man sich Physik von seiner Friseuse erklären lässt...

Grüße

Danke für das Sternchen! Ich freu' mich! =D

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Die Evolutionstheorie ist vergleichbar mit dem ptolemäischen Weltbild, wonach die Erde im Mittelpunkt steht: Die Sonne und Planeten kreisen um sie herum, und sie steht sogar im Mittelpunkt des Universums.

"Das geozentrische Weltbild (altgiechisch γεοκεντρικόgeokentrikó „erdzentriert“) basiert auf der Annahme, dass die Erde und damit auch der Mensch im Universum eine zentrale Position einnehmen, so dass alle Himmelskörper (Mond, Sonne, die anderen Planeten und die Fixsterne) die Erde umkreisen. Das geozentrische Weltbild entspricht dem unmittelbaren Augenschein und wurde schon im klassischen Altertum in Griechenland, insbesondere bei Aristoteles (384–322 v. Chr.), detailliert ausgearbeitet. Es war dann in Europa für etwa 1800 Jahre die vorherrschende Auffassung. Auch im alten China und in der islamischen Welt wurde ein geozentrisches Weltbild gelehrt." (Wikipedia)

Dieses Weltbild war auch praktisch eine Theorie, und sie hat fast 2000 Jahre bestens funktioniert. Die komplizierten Schleifenbahnen der Planeten und die jahreszeitlichen Veränderungen des Sonnenstandes konnte man damit bestens berechnen, und es konnten die erstaunlichsten astronomischen Vorhersagen gemacht werden.

Also warum sollte man eine solche altbewährte Erkenntnis jemals anzweifeln?

Entsprechend verhält es sich mit der Evolutionstheorie. Sie hat sich seit 160 Jahren in der wissenschaftlichen Arbeit bestens bewährt. Veränderungen der Lebewesen im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte lassen sich damit zweifelsfrei erklären.

Also warum sollte man die Evolutionstheorie auf einmal in Frage stellen?

Dieses Weltbild war auch praktisch eine Theorie

Nein, war es nicht. Es war ein mythologisch geprägtes Bild

und sie hat fast 2000 Jahre bestens funktioniert. 

Nein, auch schon im Mittelalterlichen Europa war man sich dem im klaren. Es war nur die Kirche, welche darin dogmatisch festhielt.

Also warum sollte man die Evolutionstheorie auf einmal in Frage stellen?

Weil es keinerlei wissenschaftsorientierten Ansatz dazu bietet.

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@wonno93

Die offizielle Wissenschaft hält dogmatisch fest an ihrem materialistischen Weltbild, obwohl es wissenschaftlich längst widerlegt ist.

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@Ubald

Du hast keine Ahnung was wissenschaftliche Arbeit überhaupt ist und nein. Die einzigen die ein komplett veraltetes, überholtes Dogma nach streben sind Fundamentalistische Kreationisten.

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@wonno93

Die Kugelgestalt der Erde war in der griechischen Antike schon bekannt. Das geozentrische Weltbild wurde erst von Kopernikus abgelöst. Du musst nicht alles in einen Topf schmeißen.

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Manche Leute zaubern aus ihrer rhetorischen Trickkiste die Behauptung heraus, sie würden statt an der Evolutionstheorie lieber an die Theorie von morgen glauben.

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@DarkSepia

Sehr richtig! Bleiben wir doch lieber bei Ptolemäus!

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Die Evolutionstheorie ist ein bestens belegter Fakt. Das ist keine Meinungsfrage.

Belege für die Evolutionstheorie stammen buchstäblich aus jedem Bereich der Biologe, von der Anatomie bis zur Genetik.

Wir haben nicht nur einen extensive Fossilienfunde welche die evolutionären Ursprünge der heute lebenden Spezies und deren Verwandtschaftsverhältnisse illustrieren, wir haben auch einen enormen Fundus an genetischem Wissen der es uns erlaubt unser Verständnis hier weiter auszubauen.

Methoden wie die Molekulare Uhr zeigen uns beispielsweise wann zwei Arten divergiert sind und welche Mutationen zu dieser Divergenz geführt haben:

https://www.nature.com/scitable/topicpage/the-molecular-clock-and-estimating-species-divergence-41971/

Rudimentäre Organe, wie beispielsweise Hintergliedmaßen bei Walen, Zehen bei Huftieren oder das Steißbein beim Menschen zeigen uns diese Abstammung ebenfalls.

Und auch wenn Häckels Skizzen nicht ganz akkurat waren: Auch die Embryonalentwicklung tut dies. Auch wenn der Prozess subtiler ist als durch Häckel illustriert: Menschliche Embryonen bilden Kiemebögen, die Embryonen von Schlangen Gliedmaßenknospen, die Embryonen von Bartwalen Zähne uvm...alles Relikte aus der Entwicklung dieser Spezies.

Die Evolutionstheorie hat sich seit Darwin allerdings auch verändert und sie tut dies weiterhin: Sie wird um neue Erkenntnisse erweitert und verbessert. Fakt ist sie dennoch.

Woher ich das weiß:Beruf – Wissenschaftler/Molekularbiologe

Eine effektive Möglichkeit, sich über die meisten Sachverhalte zu informieren, bleibt Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Evolutionsbiologie

Der Inhalt dieser Enzyklopädie wird nämlich strenger kontrolliert, als der Inhalt von Büchern oder Webseiten.

Falls du mir dabei nicht zustimmst, dann frage ich dich, was die Alternativen sind? Bücher? Aber Bücher, Webseiten und Reportagen kann jeder Mensch mit genügend Mitteln produzieren und sie verbreiten dadurch oft nur persönliche Meinungen und schlimmstenfalls Propaganda. Oder deinem Bauchgefühl? Nun, wie lange möchtest du zuerst über die Evolutionstheorie recherchieren, bevor du deinem Bauchgefühl vertraust?

Sagen wir mal so:

für viele ist diese Theorie "richtig" (Ps.53,1-2):

Sie glauben, dass alle Milliarden von Sonnensystemen aus einem Haufen explodiert sind, sich mit ständiger Entfernung bewegen und sich selbst umkreisen gelernt haben.

Zwischendurch sind dann auch die Sonnen entstanden, welche von sich entfernenden Planeten umrundet werden.

Und unser Planet (Erde) hat sogar "Luft entwickelt" und intelligentes Leben erschaffen.

"Wir wenigen" (Lk.12,32) glauben unserem ewigen Schöpfer (1.Mose 1,26; Jes.45,22),

dass Sein Sohn diese Welt überwunden hat (Mt.1,21) und uns in Gottes Reich als Seine Brüder mitregieren lässt (Offb.20,4).

Woher ich das weiß:Recherche
Sie glauben, dass alle Milliarden von Sonnensystemen aus einem Haufen explodiert sind, sich mit ständiger Entfernung bewegen und sich selbst umkreisen gelernt haben.
Zwischendurch sind dann auch die Sonnen entstanden, welche von sich entfernenden Planeten umrundet werden.

Hey, es ist ok, wenn man keine Ahnung hat, was Kosmologie wirklich sagt.... aber man sollte so fair sein und nicht falsche Aussagen unterstellen.

Nichts von dem, wie Du es darstellst, ist eine Aussage der Kosmologie.

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