Ontologischer Gottesbeweis

10 Antworten

Die Frage ist vielleicht wie der Mensch eine Vorstellung haben kann von Vollkommenheit und Güte und weil jeder von uns diese Vorstellung in sich wiederfindet, muss es wohl diese Vorstellung real geben, die wir Gott nennen. Insofern weist das Denken des Menschen in der Natur auf Gott hin. Gäbe es diese Realität nicht wäre sie auch nicht vorstellbar, der oben in einem Beitrag genannte Lottogewinn existiert ja, -nur das andere ihn gewonnen haben und nicht ich! Eine Analogie dazu ist vielleicht das Beispiel, dass der Mensch Leben nur aus Bestandteilen von Lebewesen neu konfektionieren konnte, nicht aber neues Leben aus chemischen Elementen von Grund auf neu erschaffen konnte. Er muss irgendwie immer von dem real Bestehenden nehmen und kann Nichts aus dem Nichts ins Dasein holen, nicht mal Ideen ohne Materie. Wir können uns nicht mal das Nichts als Solches vorstellen, hochstens als Mangel von Bestehendem.

Ontologie ist die philosophische Frage nach Sein und jedem Seienden und damit auch ein Bestandteil der Theologie. Während aber Ontologie eine bloß transzendentale Reflexion ist, geht die Theologie von der Erfahrung der gnadenhaften und äußeren Offenbarung Gottes her aus und bedeutet damit eine totalere Erfahrung der Gesamtwirklichkeit.Ontologie ist durchaus für Offenbarung und Theologie offen und beansprucht nicht, die absolute Erhellung des menschlichen Daseins zu sein.

Gott ist in allem und durch alles, das absolute Sein und dazu in jedem Seienden, aber in der Theologie ist er zugleich auch Wesen und Person. Der Glaube an Gott ist in der Theologie nicht ein Wissen wie Mathematik oder Physik, aber er ist auch nicht einfach irgendeine dunkle Sache, auf die ich mich einlasse. Es gibt schon einsichtige Gründe genug, ihm anzuhängen, aber er wird nie zu reinem Wissen. Der Glaube fordert die ganze Existenz ein, den Willen, das Lieben, das Sichloslassen. Für denjenigen, dem die Augen des Glaubens aufgegangen sind, wird es zum gnadenvollen Wissen, aber für den, der den Sprung nicht machen kann oder will, macht es Gott irgendwie widerlegbar. Man kann alles auch in Details auflösen und die Bibel so zerlesen, dass nur noch lauter Stücke übrigbleiben, so dass jeder behaupten kann, die Auferstehung ist erst später erfunden worden, alles ist hinzugefügt worden. Das alles ist möglich. Insofern wird der Streit um den Glauben nie aufhören. Dieser Streit ist ja immer auch ein Ringen des Menschen mit sich und ein Ringen mit Gott, das bis zum Ende der Zeit fortdauern wird.

Wiedermal sehr schön gesagt! Ich denke, Du bist eine begadete Schriftstellerin!

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Ja..., das klingt alles sehr schön "wolkig-theologisch"...

Ich aber muss mich immer wieder fragen. "Von welchem 'Gott' reden die da eigentlich immer? - Ist das derselbe, den ich meine?"

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Aus der Existenz des Begriffs bzw. des Gedankens "Gott" wird auf die Existenz Gottes geschlossen.Heißt also,aus der Existenz des Begriffs bzw. des Gedankens "mein Lottogewinn" wird auf die Existenz meines Lottogewinns geschlossen? Diese Art von Argumentation hinkt ganz gewaltig,Kollege.Ich kann nicht die Existenz von etwas mit dem Gedanken daran beweisen.Und mit einem Widerspruch ist auch noch kein Beweis angetreten.Verzwickte Sache,die Logik.

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