Ist Gott für den Tod Kains verantwortlich?

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In letzter Instanz ist Gott, jetzt kommt´s, für alles verantwortlich.

Ansonsten wäre er nicht allwissend, allmächtig und allgütig.

Denk mal drüber nach. ;-)

Zu 'Allwissenheit' habe ich Dir ja schon geantwortet.

Man sagt zwar auch, dass Satan von Gott erschaffen wurde und Gott somit auch für das Böse verantwortlich sei. Doch dem ist nicht so.

Ebensowenig, wie wir als uns von den Eltern gelöste mündige Menschen nicht unsere Eltern (oder andere Erziehungsberechtigte) für unsere Taten, wie auch Nichttaten und Untaten verantwortlich machen können und dürfen...

Satan hat sich von Gott getrennt, gelöst, weil er mit den Schöpfungen Gottes nicht einverstanden war...

Satan ist eine Dualseele von Gott; da er die erste Seele war, die sich von Gott getrennt hatte, wird er symbolisch als erster Engel bezeichnet, was er aber jedoch nicht ist...

Wir Menschen haben uns als Seelen ebenso von Gott sich gelöst, weil wir uns von Satan haben verleiten und verführen lassen (ist aber ein anderes Thema)...

Wie dem auch sei, es klingt ja alles unglaubwürdig für andere; und womöglich auch für Dich. Was ich nur mitteilen will, ist, dass auch die Allmächtigkeit bzw. Allmacht, die Gott besitzen soll bzw besitzt, nicht von Gott missbraucht wird, indem er nun Satan in die Schranken weist...

Warum dies so ist? Weil Gott die Entscheidungsfreiheit einer jeden Seele respektiert und über seine eigene Befindlichkeit, sollte Gott diese je haben, stellt...

...und zwar aus den Aspekten Allliebe und Allgüte heraus...

..so wie wir unsere Kinder ihr Leben selbst gestalten lassen wollen und müssen; schließlich haben (und sollten dies auch getan haben) wir unseren Kindern ua auch bestimmte Regeln, Gebote und Verhaltenskodizes mitgegeben. Ob sie davon Gebrauch machen (werden), oder nicht, liegt nicht mehr in unseren Händen...

Hinter dem freien Entscheidungswillen steht aber auch die Pflicht, die Konsequenzen nicht Gott zu überlassen, sondern selbst zu übernehmen...

Wir Menschen setzen zu sehr menschliche Maßstäbe an, wenn es um die 'Beurteilung' und das Wesen Gott geht...

Doch so einfach ist es nicht bzw. es ist viel einfacher, wenn man dabei das Denken aussen vor lässt ;-)

Gruß Fantho

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Hallo Manuel3D,

du schreibst:

Ich würde gerne eure Meinung zu der Geschichte von Kain und Abel hören.

Besser wäs ´s, wir lesen erstmal, was uns die biblische Geschichte sagt, in 1Mo 4,1-16.sowie einige andere Verse, die uns weiteres über Gründe und Motive der handelnden Personen erkennen lässt.

1 Adam hatte mit seiner Frau Eva geschlafen. Nun wurde sie schwanger und gebar Kain. Da sagte sie: "Ich habe einen Mann erworben1, Jahwe2." 2 Danach bekam sie seinen Bruder Abel3. 

Abel wurde ein Schafhirt4, Kain ein Landwirt. 

3 Nach geraumer Zeit brachte Kain vom Ertrag seines Feldes Jahwe ein Opfer. 4 Auch Abel brachte ihm ein Opfer, das Beste von den erstgeborenen Lämmern seiner Herde. Jahwe sah freundlich auf Abel und sein Opfer. 5 Aber auf Kain und seine Opfergabe achtete er nicht. 

Da geriet Kain in heftigen Zorn und senkte finster sein Gesicht. 6 Jahwe fragte ihn: "Warum bist du so zornig? / Was soll dein finsterer Blick? / Hast du Gutes im Sinn, / dann heb den Kopf hoch! 7 Wenn aber nicht, / dann lauert die Sünde vor der Tür / und will dich verschlingen. / Aber du, du musst sie bezwingen." 

8 Doch Kain sprach seinen Bruder an.5 Und als sie auf dem Feld waren, fiel er über Abel her und schlug ihn tot. 

9 Da sagte Jahwe zu Kain: "Wo ist Abel, dein Bruder?" Der entgegnete: "Ich weiß nicht. Bin ich etwa sein Aufpasser?" - "Was hast du da getan!", erwiderte Gott, 10 "Hörst du nicht das Blut deines Bruders aus dem Ackerboden zu mir schreien? 11 Verflucht sollst du sein, verbannt vom Ackerboden, den du mit dem Blut deines Bruders getränkt hast! 12 Wenn du ihn künftig bebaust, wird er dir keinen Ertrag mehr bringen. Als ruheloser Flüchtling wirst du auf der Erde umherirren." 

13 Da sagte Kain zu Jahwe: "Die Strafe ist zu schwer für mich. Ich werde sie nicht ertragen können. 14 Du vertreibst mich vom fruchtbaren Land, und auch vor dir muss ich mich verstecken. Als ruheloser Flüchtling werde ich umherirren, und jeder, der mich sieht,6 kann mich ungestraft töten." 

15 "Nein", erwiderte Jahwe, "ich ordne an: Wer Kain erschlägt, wird siebenfach bestraft!" Und er machte ein Zeichen an Kain, damit niemand es wagen würde, ihn zu erschlagen, wenn er ihm begegnete. 

16 So verließ Kain die Nähe Jahwes und siedelte sich östlich von Eden an, im Land der Heimatlosigkeit, in Nod. 

Soweit der ursprüngliche Bericht.

Warum sah Gott mit Freude auf das Opfer Abels und nahm es an, während er Kains Opfer nicht beachtete? Nun was ist für Gott das Wichtigste an einem Opfer oder auch einem Gebet, das  ihm dargebracht wird? Es ist der Glaube, den Gott sucht.

So ist es auch mit einem Opfer. Der Opfernde muss an Gott glauben. 

Kain hätte glauben können,

dass Jahwe (bzw. Jehova) ein liebevoller Gott istdass seine Eltern zu recht zum Tod verurteilt wurdendass die Nachkommen Adams und Evas nur das erben konnten, was diese nach ihrem Verrat noch besaßen: Unvollkommenheit, die Neigung zur Sünde, die Aussicht auf den Tod.dass Gott ihnen gegenüber keinerlei Verpflichtung hat (u. v. a. m.)

 

aber 

auch, an die Prophezeiung aus 1Mo 3, 15, mit der ihnen Gott einen Erlöser ankündigte

Kain hatte nichts davon. Er war stolz und nicht einmal für Belehrung aus Gottes eigenem Mund zugänglich (Verse 5b-8).Dann wurde er auch noch frech (Vers 9). Kain glaubte.... - sich im Recht, und er hatte sich innerlich schon dem Bösen, Satan, angeschlossen, und das bereits vor dem Brudermord. Judas, der Bruder des Jakobus nennt Kain im selben Atemzug mit Bileam und dem Leviten Korach. Alle drei widersetzten sich frech dem erkennbaren Willen Jehovas und dem Wirken seines heiligen Geistes und empfingen ihre gerechte Strafe.

Jud 11 ...Sie haben denselben Weg eingeschlagen wie Kain. Wie Bileam waren sie für Geld zu allem bereit und wie Korach gehen sie an ihrer Aufsässigkeit zugrunde.

Ganz anders als Kain zeigte  Abel durch  gerechte Taten seinen Glauben. Abel ein Mann des Glaubens. 

1Joh 3,12 Wir dürfen nicht wie Kain sein, der zum Bösen gehörte und seinen Bruder umbrachte. Und weshalb ermordete er ihn? Weil die Taten Kains böse waren, die seines Bruders aber gerecht.

Hebr 11,4 Aufgrund des Glaubens brachte Abel ein besseres Opfer dar als Kain. Deshalb nahm Gott seine Gaben an und stellte ihm das Zeugnis aus, vor ihm bestehen zu können. Durch seinen Glauben redet er heute noch, obwohl er doch gestorben ist.

Du siehst Gott war nicht ungerecht zu Kain, weder, als er dessen Opfer ablehnte, noch als er ihn verfuchte.

Nicht wenige Menschen heute, verhalten sich Gott / Jehova / Jahwe gegenüber ähnlich herausfordernd wie seinerzeit Kain. Sie behaupten von:

"Wieso lässt Gott so viele Menschen leiden, wegen eines geklauten Apfels"

bis:

Wenn Gott allmächtig.... wäre...Wenn ich Gott wäre,.... Warum hat Gott..... Warum hat Gott nicht....

Jeder entscheidet für sich, ob er ein stolzer und frecher Mensch sein will, wie Kain, oder ein demütiger, für Gottes Gnade und seine Gerechtikeit dankbarer Mensch sein will.                        

Grüße, kdd

In der alten Version hieß es "Soll ich meines Bruders Hüter sein"

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Kain tötete seinen Bruder Abel aus Eifersucht. Diese Tat geschah aus freiem Willen, es war seine eigene Entscheidung, seinen Bruder zu erschlagen.

Dass Gott das Opfer von Abel annahm und das von Kain nicht, wird im Hebräerbrief recht gut erklärt: "Weil Abel an Gott glaubte, war sein Opfer besser als das seines Bruders Kain. Gott nahm sein Opfer an, und Abel fand Gottes Anerkennung. Obwohl Abel schon lange tot ist, zeigt er uns noch heute, was es heißt, Gott zu vertrauen" (Hebräer 11,4).

Gott schaute also auf das Herz und sah den Glauben an. Deshalb wurde das Opfer Abels angenommen. Auch heute ist es noch so, dass der Glaube allein rettet. Die Bibel macht an vielen Stellen deutlich,dass ein Mensch allein aus Glauben errettet wird (Joh 3,14; 5,24; Apg 16,31; Röm 3,21–26 u.a.) und nicht aus eigenen Werken (Eph 2,8–9; Röm 3,20; 4,5; Gal 2,16 u.a.).

Nach der Bibel ist der Weg zur Errettung der Glaube an Jesus Christus und die Annahme seines stellvertretendes Opfers am Kreuz zur Vergebung unserer Sünden.

Die Bibel sagt ganz klar, dass wir alle gesündigt haben in Worten, Gedanken und Taten (Prediger 7,20; Römer 3,10-23). Die Konsequenz daraus ist, dass wir es alle verdienen haben, in die Hölle zu kommen: "Sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer!" (Römer 3,12).
Aber Gott will nicht, dass überhaupt ein Mensch in die Hölle kommt: "Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verlorengehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe (2.Petrus 3,9)."

Deswegen ist Jesus stellvertretend für unsere Sünden am Kreuz gestorben. Das war notwendig, damit wir gereinigt und geheiligt vor einem völlig reinen und heiligen Gott stehen und das ewige Leben im Paradies erhalten können: "Das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde" (1. Johannes 1,7b).

"Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit" (1. Johannes 1,9).

Gott lädt uns ein, Jesus Christus als unseren Erlöser anzunehmen und Seinen Tod als vollständige und gerechte Bezahlung für unsere Sünden zu akzeptieren. Gott verspricht jedem, der an Jesus als seinem alleinigen Erlöser glaubt, dass er gerettet wird.

Jesus verkündigte: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich" (Johannes 14,6).

"Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen" (Johannes 5,24).

"Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat" (Johannes 3,16).

Kains Brudermord

"Es begab sich aber nach etlicher Zeit, daß Kain dem Herrn Opfer brachte von den Früchen tdes Feldes. Und auch Abel brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der herr sah gnädig an Abel und sein Opfer, aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnädig an."

Meine Frage: Warum wird Kains Opfer von Gott (ohne Grund) zurückgewiesen? Gibt es dafür eine theologische Erklärung (möglichst aus evangelischer Sichtweise).

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