Wo steht warum Kains Opfer abgelehnt wurde?

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Der Unterschied zwischen den beiden bestand in der Herzenshaltung (Hebr. 11,4).

Kain und Abel wussten beide daß es einen Gott gibt, aber nur Abel glaubte auch, nicht Kain! Von daher hatten sie nicht dieselbe Gesinnung Gott gegenüber. Wir müssen unterscheiden zwischen der Annahme, daß es einen Gott gibt und den Glauben an IHN. Jakobus macht das mit seinem Vers mehr als deutlich - ''Du glaubst, dass nur einer Gott ist? Du tust recht daran; die Teufel glauben's auch und zittern'' (Jakobus 2,19). Aus eben diesem Grund hat Gott das Opfer Kains (als Ackerbauer) auch nicht anerkannt (1. Mose 4, 4-5). Kain tat vielleicht äußerlich ähnliches wie Abel (als Viehzüchter), aber ohne Glauben und Erkenntis seiner Schuld vor Gott. Abels Opfer zeigte, daß er es verstanden hatte (ein Tier musste sterben). Entsprechend gilt, was in Römer 14,23 steht: ''Was aber nicht aus dem Glauben kommt, das ist Sünde''). Der Glaube, so sagt die Bibel (Römer 10,17) kommt aus der Verkündigung - das hat zu allen Zeiten seine Gültigkeit, solange es den Menschen auf Erden gab und gibt. Also haben auch Kain und Abel von ihren Eltern das Wort Gottes gehört. Daß Sünde den Tod zur Folge hat, wussten auch Adam und Eva (1. Mose 2,17). Abel verstand, daß er die Erlösung aus Gnade nötig hatte, Kain nicht. Die Liebe zu Gott und zu seinen Geschwistern (''Brüdern'') ist das vornehmste (''höchste'') Gebot (5. Mose 6, 4-5) und unseren Nächsten (wie uns selbst) sollen wir ebenso lieben (3. Mose 19,18). Das geht dem Bericht über Kain und Abel im 1. Johannesbrief unmittelbar voraus. Dort wird gezeigt, daß jemand (Kain) seinen Bruder (Abel) nicht liebt sondern hasst.

Hier geht es um die göttliche Liebe (Agape) die nicht aus uns selbst produziert werden kann. Es braucht Gott um Gott zu lieben. Es ging um Gerechtigkeit (1. Johannes 3,10: ''Daran wird offenbar, welche die Kinder Gottes und welche die Kinder des Teufels sind: Wer nicht recht tut, der ist nicht von Gott, und wer nicht seinen Bruder lieb hat''). Das Drama um Kain und Abel ist die klassische Version dieser biblischen Tatsachen. Kain hatte reichlich Ausreden - 1. Mose 4,9: ''Da sprach der HERR zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er sprach: Ich weiß nicht; soll ich meines Bruders Hüter sein''). Er hatte gelogen und versuchten seine Taten (vor Gott!) zu vertuschen. Kain war ''aus dem Bösen'' (1. Johannes 3, 11-12) und das war der Grund für seine ungerechten (bösen) Taten, seine Lügen und letztlich den Mord an seinem Bruder. Was er tat geschah definitiv nicht aus dem Glauben. Es spricht gar nichts dagegen, daß er das nicht auch genau wusste, was er tat. Seit Adam und Eva (den Eltern Kains und Abels) lag ein Schatten auf den Menschen durch die Sünde. Gott musste daher von Anfang an das Licht von der Finsternis trennen (1. Mose 1,4). In Kain und Abel sehen wir ein erstes Ergebnis. Über all dies sollten wir wissen, daß Gottes Gerechtigkeit immer überwiegt und auch stets ''besser'' ist als unsere eigene (moralische) Gerechtigkeit. Was mit Kain geschehen ist, dürfen wir Gott überlassen. Alles Gute.

In der "Kain und Abel"-Geschichte wird der Übergang vom Nomadentum zum sesshaften Bauern thematisiert, wobei das Leben des Abel als das vorbildlichere, weil ursprüngliche gilt, aber das Leben des Kain sich durchsetzt. Diese "Früher war alles besser"-Haltung gab es also schon immer. Kain gilt als der Städtebauer. In den Städten gedeiht die Sünde und so sind es dann auch folgerichtig nur wenige Generationen, bis Gott der Kragen platzt und er alle mit Mann und Maus ersäuft... also bis auf die auf der Arche.

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