Ist es okay als Atheist eine Davidsternkette zu tragen und ab und zu mal eine Synagoge zu besuchen?

8 Antworten

Ist doch nichts dagegen zu sagen. Ich kann mich an Zeiten erinnern das war es "in" einen Davidstern oder eine Kreuzkette zu tragen. Einen Davidstern hatte ich auch mal War Modeschmuck.und Rockbands hatten riesige Ketten umhängen. Manche hatten auch einen Rosenkranz oder irgendeine Gebetskette in ihrem Zimmer hängen. Die waren auch nicht zwangläufig katholisch oder buddhistisch. In vielen Kirchen gibt es einen Davidstern im Boden eingelassen als Fundament des Christentums. Jüdische Gemeinden bieten oft den Tag der offenen Tür an. Da kannst du auch eine Synagoge besuchen.

Ich denke eher, dass du damit schlecht ankommen wirst. Wenn dir diese Erfahrung wichtig ist, könntest du darüber auch lügen, was du glaubst ... Aber ich bin auch Atheist und trage z.B. keine Kreuze, da ich damit schlechte Erfahrungen gemacht habe

Ist es okay als Atheist eine Davidsternkette zu tragen 

Als Schmuckstück darf jeder einen Davidstern tragen. Das Judentum hat keinen Urheberschutz oder Alleinverwendungsanspruch darauf.

Allerdings stellt sich mir schon die Frage, warum man das tun sollte. Ich würde das in vielen Fällen (wenn auch bei weitem nicht immer) schon irgendwie als Provokation interpretieren.

und ab und zu mal eine Synagoge zu besuchen?

Ja, das ist im Regelfall erlaubt. Der Zentralrat der Juden schreibt dazu auf seiner Homepage:

"Grundsätzlich ist es jedem Interessierten möglich, an einem jüdischen Gottesdienst teilzunehmen. Voraussetzung im Besonderen ist aber, dass die Betergemeinschaft damit einverstanden ist. Daher empfehlen wir Ihnen, sich auf jeden Fall vor einem Besuch mit der jüdischen Gemeinde in Ihrer Nähe in Verbindung zu setzen. Bei der Gelegenheit können Sie auch die Gottesdienstzeiten erfragen und um Auskunft über die Gepflogenheiten beim Gottesdienst bitten."

Ich möchte einfach mal mit Jüdinnen und Juden reden

Das wird sehr positiv gesehen. Schau dir mal die Seite https://www.meetajew.de/ an, die vom Zentralrat für Juden unterstützt wird.

Sicherlich kannst du auch in fast jeder jüdischen Gemeinschaft Ansprechpartner für niveauvolle Gespräche finden.

Glaubt ihr, dass man mich als Atheist in die Synagoge lässt?

Reinlassen auf jeden Fall. Das sollte quasi nirgends ein Problem sein.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass das ein Problem ist.

Ist doch ne feine Sache, wenn man seinen Horizont erweitert und Fragen hat.

Da wir keine Ahnung über die Juden haben, kannst du auch nicht solch eine Aussage treffen

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Natürlich ist das okay.

Du kannst aber kein „agnostischer Atheist“ sein denn das eine schließt das andere aus.

Ein Atheist lehnt den Glauben Grundsätzlich ab.

Als Agnostiker glaubt man weder an einen Gott noch schließt man seine Existenz aus.

Du kannst aber kein „agnostischer Atheist“ sein denn das eine schließt das andere aus.

Das ist sachlich unzutreffend. Sehr viele Menschen bezeichnen sich als agnostische Atheisten.

Das soll bedeuten, dass sie erkennen, dass keine endgültige Erkenntnis über jenseitige Dinge möglich ist, aber sie vom faktischen Fürwahrhalten her nicht an einen Gott glauben.

Ein Atheist lehnt den Glauben Grundsätzlich ab.

Das ist falsch. Atheismus bedeutet, keinen Glauben an Gott zu haben. Dies kann zutreffen, weil man noch niemals von einer Gottesvorstelung gehört hat (z.B. in manchen Naturvölkern) oder weil man als Kind nie zu einem Glauben geführt wurde und einfach faktisch nicht dran glaubt.

Man kann darüber hinaus aktiv Gott ablehnen oder fürwahrhalten, dass er nicht exisitiert. Diese einengende Definition ist aber nicht grundlegende für Atheismus.

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