Ist es nach einer Ausbildung zur Erzieherin sinnvoll Soziale Arbeit/Sozialpädagogik zu studieren?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Als Erzieher kannst du problemlos im Heim oder der Psychiatrie arbeiten. Für therapeutische Zusatzausbildungen wird in der Regel das Studium vorausgesetzt. Als Streetworker kann man zwar als Erzieher arbeiten, es werden aber in der Regel Sozpäds eingestellt. Ich würde dir raten auf jeden Fall die Fachhochschulreife mitzunehmen und später zu entscheiden ob du noch studieren willst. Aber halte dir die Möglichkeit offen.

Ich bin der gleichen Meinung, in vielen Bereichen werden die Sozpäds vorgezogen. Hier in der Schweiz werden sie außerdem wesentlich besser bezahlt.

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Hallo,

als ausgebildete Erzieherin hast du dir ein kompetentes und fachliches Wissen über Pädagogik und auch ein klein wenig in Psychologie angeeignet. Mit dieser Ausbildung kannst du in vielen, vielseitigen Einrichtungen tätig sein, aber nur begrenzt deinen Unterhalt verdienen. Der Tarifvertrag gibt da nicht so viel her und ist bald ausgereizt.

Mit einem Studium in dieser Fachrichtung kannst du dir auf jeden Fall viel mehr Hintergrundwissen in allen Bereichen erarbeiten und dein Arbeitsfeld enorm erweitern. Alle Stellenangebote auf diesem Gebiet, die auf dem Markt sind könntest du quasi annehmen. Deine Lohngruppe wird natürlich entsprechend höher ausfallen, als die einer gewöhnlichen Erzieherin.

Nun musst du selbst abschätzen, was dein Ziel ist.

Ich denke für deinen Traumberuf ist es wichtig auch Sozialpädagogik zu studieren, da du dort mehr mit Problemfällen zu tun haben wirst, wie im kindergarten.

Ähnliches gilt für Sozialarbeit. Und wenn du gut werden willst, studiere auch möglichst viel Sozialrecht.

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@sakura09

Meinst du mit Sozialarbeit Soziale Arbeit? Ist da denn ein Unterschied zwischen Sozialer Arbeit und Sozialpädagogik? Na ja also ich will im dritten Ausbildungsjahr gerne auf der Kinderstation in der Psychiatrie arbeiten, weiß aber nicht ob das von der Station aus geht und ob die Schule das als Praxisplatz akzeptiert, Aber wenn du meinst, dass man in der Ausbildung nichts oder wenig über problematisches Verhalten oder psychische Störungen lernt, dann ist das wohl richtig (bis jetzt zumindest) es heißt auch, dass in manchen Heimen, Jugend-und Heimerziehern den normalen Erziehern vorgezogen werden.

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@Indy14

Nur mal fürs Protokoll: Sozialarbeit und Sozialpädagogik wurde im Studiengang Soziale Arbeit vereint. Man darf mit diesem Studienabschluss in beiden Tätigkeitsfeldern arbeiten.

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@FrauWinter

Es gibt aber bis jetzt keinerlei Erfahrungswerte, ob die Tätigkeitsfelder dann tatsächlich so ausgelegt sind, dass zum Beispiel die Sozialpädagogik die gleichen Schwerpunkte hat, wie sie derzeit von einem Sozialpädagogen erledigt werden. Therapeutisch tätig sind ja die Sozialpädagogen und nicht die Sozialarbeiter, so dass meines Erachtens durch diesen neuen Studiengang eine Vermischung stattgefunden hat ohne klare Abrenzungen. Im stationären Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie hat der Sozialpädagoge ein völlig anderes Arbeitsgebiet als der frühere "Sozialarbeiter". Die Vermischung beider Fachgebiete führt bestensfalls dazu, dass die Träger der sozialen Einrichtungen sich weiteres Personal sparen, weil mit einer Person beide Arbeitsfelder abgedeckt werden können. Sicher wird es dafür aber auch kein doppeltes Gehalt geben.

Der Studiengang Sozialpädagogik bietet sehr viel mehr Möglichkeiten auch in Richtung Aufstieg.

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@sakura09

@sakura09: Sie will ja im therapeutischen Bereich arbeiten, da ist das Sozialrecht nicht so von Relevanz. Das wäre anders, wenn sie sich beim Jugendamt einer Kommune arbeitet als Sozialpädagogin.

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@Adlerblick

ACHTUNG!

Therapeutisch tätig sind nur ausgebildete Therapeuten!!! Ein Studium der Sozialen Arbeit, Sozialarbeit oder Sozialpädagogik ist KEINE therapeutische Ausbildung. Man kann später diverse therapeutische Weiterbildungen machen, wenn man eines der Studiengänge abgeschlossen hat (+ Berufserfahrung) aber ohne diese darf nicht therapiert werden.

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@Adlerblick

Allerdings ist der ganze Absatz stark zu kritisieren, das kann man so nicht stehenlassen. Ich frage mich, woher Du (@Adlerblick) diese Aussagen beziehst. Sie sind schlichtweg falsch.

Der Studiengang "Soziale Arbeit" enthält sowohl sozialpädagogisch als auch sozialarbeiterische Aspekte. Schon zu Zeiten, als Sozialpädagogik und Sozialarbeit noch getrennt waren, gab es an den Fachhochschulen viele Seminare, die von Studenten beider Studiengänge belegt worden sind. Der Unterschied lag zuletzt vor allem noch darin, dass die Schwerpunkte (in Form von Pflicht- und Wahlflichtfächern bzw. Stundenanteilen) der einzelnen Fächer anders verteilt waren.

Es macht einfach heute keinen Sinn mehr, nach Sozialpädagogik oder Sozialarbeit strikt zu trennen. In vielen Berufsfeldern hast Du Aufgaben zu erfüllen, die beides beinhalten.

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Wie wär es denn mit dem Studiengang der Heilpädagogik? Das ist auch ein höchst interessantes Betätigungsfeld. Eine Heilpädagogin ist ebenfalls therapeutisch tätig sowohl in der Kinder- und Jugendpsychiatrie als auch in heilpädagogischen Tagesstätten.

Ich weiß halt nich, ob ich dann totzdem alle wege offen habe, zu allen sozialen Berufen mit Kindern und Jugendlichen und ob dem oben stehenden die Studenten von Sozialpädagogik und Sozialer Arbeit nicht vorgezogen werden.

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@Indy14

Du mußt ganz genau differfenzieren, ob Du nun therapeutisch tätig sein willst oder eher im Bereich der Sozialarbeit.

Wenn Du natürlich Streetvorker machen willst, dann ist die Sozialpädagogik sicher besser, die wiederum auch in der Kinder- und Jugendpsychiatrie eine Rolle spielt.

So gesehen bist mit der Sozialpädagogik wesentlich flexibler, kommt auch Deinem Ursprungsberuf als Erzieherin sehr viel näher.

Informiere Dich einfach mal über die Inhalte der einzelnen Studiengänge, dann kannst schon erkennen, was Dir mehr liegt.

Mit dem Studium der Sozialpädagogik hast auf jeden Fall mehr Möglichkeiten als mit dem reinen Studium der Sozialen Arbeit. Soziale Arbeit bedeutet auch sehr viel Verwaltungskram.

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@Adlerblick

Auch das hier ist falsch. Mit einem Studium der "Sozialen Arbeit" bist Du quasi Sozialarbeiter/Sozialpädagoge in einem.

Zudem gibt es auch an den meisten Fachhochschulen keinen Studiengang "Sozialpädagogik" mehr. "Sozialarbeit" und "Sozialpädagogik" sind in den meisten Fällen vor einigen Jahren bereits zusammengelegt worden und dieser neue Studiengang heißt nun "Soziale Arbeit" (bitte nicht verwechseln mit "Sozialarbeit").

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Hallo,

nimm so viel mit, wie du kannst. Mach die Fachholschulreife und studiere Sozialpädagogik. Das ist eine sehr gute Entscheidung.

Das Problem ist, dass man in meiner Ecke nur Soziale Arbeit studieren kann und ich auch nicht ganz verstehe, was der Unterschied darin besteht. Ich hab schon oft gehört, dass darin kein Unterschied mehr ist, weil es Soziale Arbeit und Sozialpädagogik zusammen gelegt ist, andere sagen dann wieder, dass es was anderes ist.

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@Indy14

Es gibt keinen großen Unterschied zwischen Sozialer Arbeit und Sozialpädagogik. In seltenen Fällen machen einzelne FH´s da noch Unterschiede, aber bei der Jobsuche ist es total egal.

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@Indy14

Früher gab es an den FHs die beiden Studiengänge "Sozialarbeit" und "Sozialpädagogik" - diese sind nun fast überall zusammengelegt worden. Daraus entstanden ist der Studiengang "Soziale Arbeit". Du bist später damit quasi Sozialpädagogin u. Sozialarbeiterin in einem.

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