Ist es möglich das Kind zu taufen trotz Kirchenaustritt?

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18 Antworten

Schade das hier lieber der Glauben oder die grundsätzliche Richtigkeit der Taufe diskutiert und beurteilt wird, anstatt man einfach die Frage beantwortet. 

Unwissend bin ich der Meinung, dass es sich mit der Taufe ähnlich wie mit einer kirchlichen Heirat verhält. Wenn eine Zugehörigkeit fehlt, ist es nicht möglich. 

Man kann aber dann immer noch in Erwägung ziehen, dies in einer freien christlichen Gemeinde vollziehen zu lassen. 

Ich sehe auch einen Austritt nicht zwingend als Zeichen dafür, dass man grundsätzlich gegen die Kirche ist. Oftmals hängt es doch eher mit der "Zwangssteuer" zusammen. 

Und der Kommentar eines gewissen Protestanten hier, ist auch sehr christlich...aber von Weltfrieden und Harmonie zwischen den Menschen reden, selber aber voller Vorurteile und Intoleranz. 

Amen 

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Kommentar von Katharina323
20.04.2016, 23:20

VIELEN DANK!

Du sprichst das aus, was ich mir schon die ganze Zeit denke. Beste Antwort bisher, herzlichen Dank!

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Kommentar von hummel3
21.04.2016, 09:08

Man kann aber dann immer noch in Erwägung ziehen, dies in einer freien christlichen Gemeinde vollziehen zu lassen. 

Wenn ich diesen Satz richtig verstanden habe, eine falsche Auskunft!

Eine "freie christliche Gemeinde" wird aus gutem Grund noch weniger eine Säuglingstaufe vollziehen, als eine der großen Kirchen. Dort gilt nämlich als Voraussetzung für die Taufe im allgemeinen nur der Wille des Täuflings und damit die Glaubens- und Erwachsenentaufe. 

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Dann muss man für die kirchliche Dienstleitung halt bezahlen. Allerdings kann der Pfarrer entscheiden, ob er die Taufe durchführen will, wenn er doch merkt, dass den eltern die Kirche nicht am Herzen liegt, und der Täufling keine christliche Erziehung haben wird.

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Im Grunde ist das immer die Entscheidung des Pfarrers.
Sind beide Elternteile ausgetreten, wird es wohl sehr schwierig, gerade da die römisch-katholische Kirche ja doch immer noch eher konservativ ist.
Ist nur ein Elternteil ausgetreten, stehen die Chancen besser.
Die Frage ist wirklich, warum getauft werden soll, wenn doch die Eltern sich schon gegen die Kirche gewendet haben.

Klar bin ich auch keine Mama die sagt "Kinder sollen erst wenn sie selber entscheiden können, getauft werden" das halte ich für Quatsch! Schließlich feiert man ja auch mit einem 1 jährigen Kind schon Weihnachten und die Kinder dürfen mit 3 Jahren Eier suchen.
Ich finde es falsch dass Kinder nur nicht getauft werden weil sie sich selber entscheiden sollen. Ich mein wenn man dann hier anderes fragen liest, sind die die am lautesten brüllen "erst taufen wenn es alt genug ist" auch diejenigen, die Eltern sagen sie sollen ihre Kinder von der Kita beurlauben wenn den Kindern eine andere Religion nahe gebracht wird.
Kinder sind erst mit der Firmung und Konfirmation volle Kirchenmitglieder. Wollen die Kinder das NICHT, können Sie dass alleine entscheiden. Und austreten ist dann auch kein Problem.

Aber dieses heucheln finde ich ganz schlimm! Wenn es keinen Weihnachtsbaum gibt, keine geschenke zu Weihnachten, keinen Kranz und Kalender, wenn nicht Ostern gefeiert wird, dann gibt es in meinen Augen eine Berechtigung zu sagen "das Kind kann selber entscheiden" schließlich zwingt ihr den Kinder da ja auch Religion auf!

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Kommentar von Katharina323
20.04.2016, 23:18

Bin ich ganz deiner Meinung!

Ich persönlich finde ja ein Kind sollte getauft werden (liegt natürlich in der Hand der Eltern) & die Firmung mitmachen, falls es dann doch nicht bei der Kirche bleiben will kann es ja immer noch austreten. 

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Kommentar von Zicke52
26.03.2017, 19:22

@GroupieNo1: Thema verfehlt. Hier geht es nicht darum, in welchem Alter ein Kind getauft werden soll, sondern WARUM Eltern, die selbst aus der Kirche ausgetreten sind, aus ihren Kindern "volle Kirchenmitglieder" machen wollen, bevor die das selbst entscheiden können. Wenn die Eltern selbst gläubige Kirchenmitglieder sind, verstehe ich das ja - aber so?

Da in einem solchen Fall das Kind wohl kaum religiös erzogen wird und deshalb später in den meisten Fällen kein Kirchenmitglied sein möchte, muss es sich seinerseits dann wieder die Mühe machen, auszutreten...

Aber warum einfach, wenn's kompliziert auch geht.

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Kommentar von GroupieNo1
27.03.2017, 20:19

Weil austreten schwer ist?
Ein Schriftstück an die Gemeinde, fertig.

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sicher. Wenn die Kirche eine Taufe verweigern würde, dann müssten sie den Laden zu machen. 

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Kommentar von Eosinophila
19.04.2016, 09:51

:) Da ist wohl der Wunsch Vater des Gedanken, hm?

Ich muss dich enttäuschen, es ist nicht so. Viele entscheiden sich erst im höheren Alter, (wieder) einzutreten. Und dann ganz bewusst. Auf einer Erwachsenenfirmung kürzlich waren ganz viele dabei, die damit auch in die Kirche aufgenommen wurden, der Älteste war 80.

Und nachdem ich mit diesem Pater auch Kontakt habe, lässt er mir durchaus wissen, wie sich das so entwickelt. Es werden mehr, die in die Kirche (zurück) wollen.

Pjüah...so ist das! :)

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Ja scher. Überall,nur nicht römisch-katholisch.

Besser, du wartest bis das Kind mit 14  religionsmündig ist. Dann soll es selbst entscheiden.

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Wieso?

Wenn man selbst aus der Kirche ausgetreten ist, hat man ja deutlich gezeigt, dass man nicht hinter diesem "Konzept" steht, ob nun in Teilen oder im Ganzen. Möglicherweise lag es auch nur an der Kirchensteuer, was ja viele dazu veranlasst (hat), auszutreten.

Wie schon ein Vorschreiber anmerkte, es birgt einen ordentlichen Widerspruch in sich, wenn die Eltern aus der Kirche ausgetreten sind, aber möchten, dass das Kind getauft wird.

Zweifellos wird der Pfarrer vorab fragen, wieso er also das Kind taufen lassen soll? Geht es nur um das Event? Ich war in den letzten Monaten auf drei Taufen. Auf keiner dieser drei Taufen ging es darum, dass Kind in die Kirche aufzunehmen, sondern nur darum, das Kind zu präsentieren und genauso zu zeigen: "Hey, seht euch an, was wir uns alles zur Taufe für euch geleistet haben. Sind wir nicht toll?" Also doch sehr zweifelhaft.

Letztendlich wird der Pfarrer entscheiden, ob er die Taufe durchführen wird. Das kommt auf die Gründe der Eltern an, warum das Kind getauft werden soll. Dennoch mutet es sicher auch für einen Pfarrer sehr merkwürdig an, wenn Eltern, die ausgetreten sind, ihr Kind taufen lassen wollen.

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Kommentar von Nadelwald75
19.04.2016, 11:23

Hallo Eosinaphila,

umfassend und korrekt beantwortet!

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Kommentar von Katharina323
20.04.2016, 23:13

Zuerst einmal war es nur eine Frage ob es möglich ist, was nicht gleich darauf schließen lässt ob ich von der Kirche ausgetreten bin oder nicht. 

Sind persönliche Gründe mit der Frage verbunden, die ich hier nicht unbedingt offenbaren möchte. 

Trotzdem danke für die lange Antwort!

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Das entscheidet der jeweilige Pfarrer.

Je nachdem,w ie er das sieht, kann er die Taufe anbieten oder ablehnen. Viele sagen,d ass zumindest einer der Eltern der Konfession angehören sollte.

Erkundigt Euch mal bei der Wunschgemeinde. ggf. fragt auch noch anderswo.

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Wenn ein Kind, dass nicht selbst über seinen Glauben entscheiden kann, getauft werden soll, dann werden in der Taufliturgie die Eltern in festgefügten Formeln nach ichrem Glauben gefragt. Eben so werden sie gefragt, ob sie ihr Kind in diesem Glauben erziehen wollen. Sollen sie dabei lügen?

Die Taufe ist nicht nur irgendein Segen für das Kind, sondern gleichzeitig die Aufnahme in eben diese Kirche.

Wenn die Eltern diese Kirche und den damit verbundenen Glauben ablehnen, dann wäre eine Taufe eine Farce.

Deshalb geht das nicht.

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Kommentar von Katharina323
20.04.2016, 23:15

Ein Austritt aus der Kirche muss nicht bedeuten, dass man den Glauben ablehnt. Man kann auch ohne Mitglied davon daran glauben :-)

Trotzdem danke!

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Warum möchte man das denn dann?

Das Kind später selber entscheiden lassen.

Aber ja, es ist möglich (die Kirche ist froh über JEDEN Steuerzahler), manchmal müssen Eltern dann vorher Unterricht nehmen, oder aber der Pate muss der Kirche angehören.

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Kommentar von SiViHa72
19.04.2016, 09:40

Wobei Kinder ja erstmal bis zum Eintritt ins Berufsleben gar nicht zahlen.

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Welchen plausiblen Grund könnte es geben, ein nicht selbst entscheidungsfähiges Kind in eine Religion und Kirche hinein taufen zu lassen, wenn man selbst nicht an die Lehre glaubt und von Gott und Kirche nichts hält?

Wenn du mir darauf eine Antwort gibst, werde ich auf deine Frage antworten, wie dies jeder vernünftige Pfarrer wahrscheinlich auch tun wird.

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Kommentar von Katharina323
20.04.2016, 23:29

Von der Kirche ausgetreten zu sein muss nicht zwangsweise bedeuten den Glauben abzulehnen.

Will mich hier nicht rechtfertigen, habe schon genügend Antworten danke :-)

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verstehe ich das richtig: die eltern sind (beide) aus der kirche ausgetreten und nun moechten sie, dass ihr nachwuchs getauft wird? wenn ja, finde ich das extremst widerspruechlich. man sollte sich schon entscheiden, was man will: neben rechten gehoeren eben auch pflichten (kirchensteuern) dazu

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Kommentar von nordman48
19.04.2016, 10:01

Die Pflichten sind jetzt nicht Kirchensteuern nicht zahlen; ein Kind muss sowieso nicht, sondern das Kind im Glauben zu erziehen, was viel wichtiger und aufwändiger ist

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Eine seltsame Frage für jemanden, welcher sich selbst von der Kirche distanziert hat. Das wird sich auch im realen Fall der Pfarrer denken, wenn Eltern so an ihn herantreten und ihnen dann einige Gewissensfragen stellen.

Wenn schon etwas für die "passive" Kindertaufe sprechen soll, dann doch bitte  wenigstens der christliche Glaube der Eltern und die Überzeugung von ihrer Kirche.

Taufe ist, wenn sie Sinn machen soll, alles andere als eine bloße Familienfeier mit Kaffee und Kuchen.

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Meine güte diese antworten hier!
Ja du kannst dein Kind auch in einer Evangelischen Gemeinde Taufen würde ich sowieso empfehlen als bei den Römisch Katholischen

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Kommentar von Mistserx1
19.04.2016, 11:11

ach und noch etwas bitte warte mit der Taufe bis das Kind alt genug ist selber zu entscheiden!!!!

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Möglich schon aber lasse ihn doch mit 14 Jahren selber entscheiden ob er getauft werden möchte.

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Ja, das ist möglich.

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Egal ob möglich oder nicht: ich fände es falsch und deswegen unnötig. Dann ist es getauft, wird aber keinerlei religiöse erziehung von den eltern erfahren. Toll

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Kommentar von Katharina323
20.04.2016, 23:27

Ich wollte eine Antwort auf die Frage & keinen Moralapostel mit Tipps. :-)

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Kommentar von bauernmaedl
21.04.2016, 13:47

das ist eine antwort, weil die frage meiner meinung nach überhaupt nicht nötig ist (aus oben genannten gründen)

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Die Frage muss doch sein: warum will ich für mein Kind etwas, das ich für mich selber nicht will.

Eine generelle Antwort ist immer schwierig. Darum würde ich empfehlen, einen Pfarrer deines Vertrauens aufzusuchen und die Situation mit ihm zu besprechen. Dort - und nur dort - bekommst du kompetent Auskunft.

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Kommentar von Katharina323
20.04.2016, 23:26

Man kann auch gläubig sein ohne Mitglied der Kirche zu sein. Ich für meinen Teil bin froh getauft worden zu sein :-)

Danke trotzdem.

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Welchen plausiblen Grund könnte es geben, ein nicht selbst entscheidungsfähiges Kind in eine Religion und Kirche hinein taufen zu lassen, wenn man selbst nicht an die Lehre glaubt und von Gott und Kirche nichts hält?

Wenn du mir darauf eine Antwort gibst, werde ich auf deine Frage antworten, wie dies jeder vernünftige Pfarrer wahrscheinlich auch tun wird.

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