Kirchenaustritt: Rückmeldung auf pastorales Schreiben?

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8 Antworten

Nein, Du musst Dich der Kirche gegenüber nicht rechtfertigen. Dein Austritt ist allein mit Deiner Erklärung beim Amt rechtskräftig. 

Tipp am Rande: Verwahre Deinen Austrittsbeleg sehr gut auf. Oft versuchen unsere Kirchen noch Jahre später, Kirchensteuer auch rückwirkend einzutreiben. Da kommen schnell etliche tausend Euro zusammen. Spätestens dann benötigst Du den Beleg unbedingt, um Deinen Austritt rechtssicher belegen zu können. 

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Man muss auf gar kein Schreiben reagieren, denn es ist nicht Bestandteil des Austritts. Die Kirche kann nicht bestimmen oder filtern, wer austreten will und darf.

Du warst beim zuständigen Standesamt, hast dort deinen Austritt erklärt, der Standesbeamte hat kurz mit dir geredet und das war es dann. Das Standesamt informiert alle weiteren Stellen. Hebe die Bestätigung des Austritts auf.

Da die Standesämter alle Austritte aufheben müsen, kannst du dir bei Verlust deines Zettels vermutlich einen neuen Zettel besorgen, falls du dann nachweisen wolltest, wann du ausgetreten warst.

http://www.kirchenaustritt.de/bayern (unten lesen)

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Du musst nicht darauf reagieren, aber du kannst: entweder schriftlich, telefonisch oder persönlich.

Wenn die Kirchensteuer der (einzige) Grund ist, würde ich eine Rückantwort sogar empfehlen.

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1. Du musst nicht reagieren.

2. Die Austrittsbescheinigung würde ich an Deiner Stelle aufheben. Bestimmte Akten werden nur einen bestimmten Zeitraum aufgehoben. Und danach kommst Du nicht mehr an den Nachweis dran. Ob das hier auch so gilt, weiß ich nicht. Aber sicher ist sicher.

3. Ich finde es schofelig, wenn Du andeutest, dass Ihr über die Kirchenmitgliedschaft Deiner Frau sehr wohl die Dienstleistungen der Kirche in Anspruch nehmen wollt, ohne dafür zu zahlen. Manche Kirchen fordern dann einen Anteil für Deine Frau ein. (Kirchgeld) Irgendwie zu Recht.

4. Warum ich finde, dass Du reagieren solltest:

Offenbar hat Dich die Kirche bislang nicht so überzeugt, dass es Dir das Geld wert ist. Vielleicht ist für die Kirche der Hinweis hilfreich, was Du in Ihr vermisst. Dann ist das Schreiben vielleicht weniger ein Rückholversuch (das natürlich irgendwie immer auch), sondern eher die Bitte um ein Feedback Deinerseits. Verstehen wollen, was zu Deinem Austritt geführt hat, und verstehen wollen, was man hätte besser machen können.

Wenn Du Dich darauf einlassen möchtest, und wenn es Dir etwas Wert ist - nicht in Kirchensteuern aber in Zeit für ein ehrliches Gespräch, dann lass Dich drauf ein. Und schreib hier vielleicht mal, wie Du die Reaktion des Pfarrer empfunden hast.

Viel Glück!

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Steht in dem Schreiben, dass Du nochmals was bestätigen mußt?

Ich vermute - so war es bei mir - eine Umstimmung zu Deinem Kirchenaustritt.

Ein persönliches Gespräch würde ich auch nicht führen, wenn dann nur schriftlich.

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Du musst kein persönliches Gespräch führen. Soll nur nochmal dazu dienen die spendablen Schäfchen zurückzubekommen!👎👎

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Hallo zusammen,

So schnell die Antworten - der Wahnsinn! Vielen Dank euch!

Der Standesbeamte meinte, dass ich mir die Bescheinigung sparen kann, da mittlerweile alles automatisiert läuft. Ich hoffe auch, dass sie die Erklärung irgendwo archivieren...

Das Schreiben vom Pfarrer habe ich noch nicht bekommen. Das hat mir nur der Standesbeamte auf nachfragen von mir erwähnt, dass da etwas kommen könnte.

Ich denke das Schreiben sieht in etwa so aus - habe ich gerade gefunden:

http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse/2012-145b-Allgemeines-Dekret-Kirchenaustritt_Pastorales-Schreiben.pdf

LG

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Kommentar von priesterlein
25.03.2016, 16:16

Ja, toll, alles automatisiert, aber das Finanzamt will für Nachweise immer Papier haben, daher: Immer den Schein geben lassen.

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Kommentar von Margita1881
25.03.2016, 16:17

Ich kann mich noch sehr gut an den damaligen Drohbrief eines Dekan erinnern.

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Hast du keine Rundablage?

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