Beerdigung trotz Kirchenaustritt?

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16 Antworten

es gibt verschiedene friedhöfe, katholische, evangelische, städtische es gibt sogar tierfriedhöfe. Meistens bekommt jeder immer ein platz solange noch platz ist und du die miete zahlen kannst

Natürlich wird man beerdigt - nur vielleicht nicht auf dem kirchlichen Friedhof sondern auf dem städtischen.

Ein Plätzchen auf dem Friedhof bekommt man auf jeden Fall, allerdings ohne kirchliche Trauerfeier.

Aber dafür gibt es Trauerredner........

Natürlich bekommt man einen Platz auf dem Friedhof, je nachdem, ob und was im Vorfeld vereinbart wurde.Die meisten Friedhöfe sind von der Stadt oder Gemeinde verwaltet. Diese Beisetzung wird dann meist vom Bestatter ausgerichtet, wenn man kein christliches bzw. religöses Begräbnis möchte. Desweiteren kann man auch einfach anonym beigesetzt werden, falls erwünscht. Auf den meisten Friedhöfen gibt es schon "grüne Wiese"-Gräber... dort wird man bzw. die Urne mit der Asche beigesetzt.

Jeder bekommt einen Platz dem Friedhof. Der einzige Unterschied: es wird kein Pfarrer sprechen, statt dessen kann man einen "freien" Trauerredner bekommen.

Auf einem staatlichen Friedhof wird jeder beerdigt. Wenn man nicht in der Kirche ist, wird nur keine kirchliche Zeremonie abgehalten. Aber selbst das dürfte gegen ein gewisses Entgelt kein Problem sein.

Also ich kann dich beruhigen: Man bekommt nach wie vor ein Plätzchen auf einem Friedhof. Es gibt auch genug freie Trauerredner und auch freie Priester, die denjenigen würdig und wie jeden Christen beerdigen. Obwohl man als Ausgetretener eigentlich kein Anrecht auf eine Beerdigung hat, gibt es auch dennoch Priester die es für ehemalige Gemeindemitglieder aus Nächstenliebe machen. Eigentlich ein Grund mehr, aus der Kirche nicht auszutreten, denn mit dem an der Kirchensteuer eingesparten Geld kann man sich im Grab auch nichts mehr kaufen ;).

Obwohl man als Ausgetretener eigentlich kein Anrecht auf eine Beerdigung hat

Ich hoffe du meinst mit "Beerdigung" eine Rede eines Pristers, denn nur Christen ein Anrecht auf eine Beerdigung zuzusprechen wäre äußerst intolerant und würde mehr als gegen das Gebot der Trennung von Staat und Kirche verstoßen.

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Man bekommt natürlich trotzdem einen Platz auf einem Friedhof, meist auch, wenn dieser der Kirche gehört. Aber es gibt natürlich keine kirchliche Trauerfeier, mit Pastor und so.

Unter die Erde kommt man immer in einem gut organisierten Land wie Deutschland. - Das braucht nicht die Legitimation einer Kirche oder Religion. Schon der Staat sorgt dafür, dass du beerdigt wirst. - Die nicht unerheblichen Kosten für eine Bestattung zahlen deine Nachkommen oder Verwandten. - Sie bestimmen auch, ob du ein schöneres, oder weniger schönes "Plätzchen" bekommst.

Der Durchschnittshaushalt zahlt etwa 500 Euro jährlich an Kirchensteuer. Individuell kann es natürlich mehr oder weniger ausmachen.

Bei 40 Jahren Berufstätigkeit kämen da 20.000,-- Euro zusammen. Dafür kannst Du schon ein schönes Plätzchen finden.

Es drängt sich bei vielen auch die private Rentenversicherung als Alternative auf. Lass Dir mal ausrechnen wie viel da nach 40 Jahren á 500,-- Euro gezahlt wird.

Übrigens hat Jesus gesagt, als er seine Jünger anwies, die gute Botschaft zu predigen:

"Kostenfrei habt ihr empfangen, kostenfrei gebt."(Matthäus 10:8)

Da war das Heilen von Krankheiten schon inbegriffen !!

Was wenige wissen: Von der Kirchensteuer gehen nur etwa 10-20% in soziale Arbeit.

Was wenige wissen: Von der Kirchensteuer gehen nur etwa 10-20% in soziale Arbeit.

Na ja, das kommt darauf an, wie die jeweiligen Statistiken erstellt wurden und später interpretiert werden. Ich erhalte mein gehalt auch von der Kirche, meine Arbeit zählt nicht als soziale Arbeit, auch wenn im "Alltagsgeschäft" 80% meiner Tätigkeit soziale Arbeit ist. Meine soziale Arbeit taucht in keiner Statistik als soziale Arbeit auf; und ich bin nur einer von vielen.

Außerdem:

"Kostenfrei habt ihr empfangen, kostenfrei gebt."(Matthäus 10:8)

Da hast du nur einen Teil des Satzes zitiert. Vollständig lautet eben genau dieser Abschnitt so:

Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben. Steckt nicht Gold, Silber und Kupfermünzen in euren Gürtel. Nehmt keine Vorratstasche mit auf den Weg, kein zweites Hemd, keine Schuhe, keinen Wanderstab; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Unterhalt. (Mt 10,8-10)

Mit dem letzten Satz hört sich das Zitat ganz anders an. Egal wie jemand zur Kirchensteuer steht, aber dieser Vers lässt sich nicht gegen die Kirchensteuer seriös verwenden. Da müsste man schon andere Bibelstellen zitieren....Aber was soll das?

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@wolfruprecht

In meiner Übersetzung heißt es:"...denn der Arbeiter hat seine Nahrung verdient." Außer Essen und Trinken, das Gästebett und vielleicht mal ein Kleidungsstück, mehr war für Christi Mitarbeiter damals nicht drin.

Wie gewünscht nun ein Zitat, an das Du vielleicht gedacht hast, als Du schriebst: "...gegen die Kirchensteuer. ..Da müsste man schon andere Bibelstellen zitieren." In 2. Korinther 9:7 wird über Spenden gesprochen und dann weiter:

"Jeder tue so, wie er es in seinem eigenen Herzen beschlossen hat, nicht widerwillig oder aus Zwang, denn Gott liebt einen fröhlichen Geber."

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Jeder Verstorbene in Deutschland wird - wenn es keine anderweitigen Wünsche wie eine Seebestattung - auf einem Friedhof beerdigt. Es besteht sogar ein sogenannter Friedhofszwang, bei dem jedoch auch Ausnahmen möglich sind. Zudem existieren nicht nur konfessionell gebundene Friedhöfe, sondern auch städtische.

Natürlich wird man beerdigt, man kann dich ja nicht irgendwo liegen lassen und warten, dass die Geier dich auffressen...

Du kannst dich nur nicht mehr katholisch beerdigen lassen, also mit allem drum und dran. Aber das muss ja kein katholischer Priester machen. Also ja.

:DDDDD

Die Friedhöfe sind doch eher städtisch. Aber vermutlich wird kein kath. Pfarrer am Grab stehen.

Das mag in großen Städten so sein. In ländlichen Gegenden sind fast alle Friedhöfe kirchlich.

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@ErsterSchnee

Das ist völlig Wurscht, denn in Deutschland besteht die Pflicht, dass man Tote beerdigt - sei es im Sarg oder verbrannt in einer Urne! Es MUSS also ein Plätzchen für JEDEN geben.

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@ErsterSchnee

Das kann ich bestätigen, wobei in ländlichen Gegenden die Kirche i.d.R. nicht auf die Religionszugehörigkeit schaut.

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@Christian1900

Auch das ist so nicht ganz richtig. Wenn es keinen städtischen (oder dörflichen) Friedhof gibt, dann gibt es Abkommen zwischen dem jeweiligen Ort und der Kirche, dass der kirchliche Friedhof quasi "von jedem benutzt" werden darf. D.h. "die Kirche" läßt es zwar zu, jeden (egal welcher Religionszugehörigkeit) auf dem Friedhof zu bestatten, wird aber nicht zwangsläufig den Priester bzw. Pastor zur Verfügung stellen. Die Rechnung für die Nutzung der Kapelle könnte auch höher ausfallen und die "angenehmen" Uhrzeiten sind für Kirchenmitglieder reserviert.

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Die von dir verschmähte christliche Nächstenliebe wird dir wohl am Ende doch einen Platz auf dem Friedhof verschaffen,in geweihter Erde .

Kurz und bündig:

Man bekommt trotzdem ein Plätzchen auf dem (städtischen) Friedhof der Gemeinde.

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