Ist Deutschland noch ein Christliches Land?

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17 Antworten

War es, ist es, bleibt es. Auch halte ich deine Zahlen für etwas gewagt.

Die Zahlen sind doch Realistisch, kann ja mal auf der Website des Innenministeriums nachschauen.

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kannst*

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@Kapfenberger

Demnach sind 30,8 % der Bevölkerung Katholiken und 30,3 % Mitglieder der evangeischen Kirche. Allein das übersteigt die genannten 40% - Orthodoxe und Freikirchen nicht mit eingerechnet.

Auch wage ich zu bezweifeln, daß das Innenministerium darüber urteilen kann, ob jdm. seine Religion praktiziert.

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@tryanswer

Trotzdem ist der Trend zum Atheismus populär und man kann davon ausgehen das vergleichsweise wenige Menschen in Deutschland ihre Religion praktiziert :D

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@Kapfenberger

Sehe ich nicht so. Die meisten selbsternannten Atheisten scheinen sich kaum mit Glaubensfragen auseinanderzusetzen - was sicher ein Wohlstandsproblem ist. Auch das Menschen ihre Religion nicht mehr praktizieren, sehe ich nicht. Es stimmt, daß die traditionellen Kirchen weniger anklang finden, als es evtl. 1950 der Fall war, das allein sagt aber noch nichts über den christlichen Glauben im Ganzen aus.

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Deutschland ist - wie ganz Europa - kein christliches Land.

Wir wurden im 7. Jh. AD christianisiert, die heiligen Orte (Eichenhaine, Bäume) zerstört.

Und wie später in Amerika war auch diese Christianisierung durchdrungen von Gewalt. Nicht umsonst wurde einer der britischen Missionare erschlagen - wer lässt sich schon gerne vorschreiben, was er zu glauben hat.

Religion - egal welche - muss konsequent Privatsache werden. Wenn dieser Staat sekulär sein will, dann muss er das auch durchsetzen (Abschaffung der Kirchensteuer, der christlichen Feiertage etc.).

Die Frage lautet: Ist Deutschland noch ein christliches Land?

Die Erläuterungen, die der Fragesteller gibt, beziehen sich nur auf die Zugehörigkeit der Bevölkerung zu einer Kirche und ihrer Aktivitäten im Rahmen ihrer Kirche.

Das ist zuwenig, um die Frage zu beantworten. Ich verweise nur auf eine nicht unbeträchtliche Zahl an Menschen, die zwar die Kirchen nicht zuletzt aus steuerlichen Gründen verlassen haben, aber sich trotzdem als Christen betrachten und sich auch im Alltag an christlichen Werten bewusst oder unbewusst orientiert verhalten. Auch ohne Kirchenzugehörigkeit darf man ihnen ihr Christsein nicht absprechen.

Was ist denn ein "christliches Land"? Diese Formulierung bedeutet nicht, dass auch der Staat "christlich" ist oder sein muss. Der deutsche Staat ist säkular, religionsneutral, von keiner Kirche gelenkt - es gibt Religionsfreiheit und keine Staatsreligion! Ein "christliches Land" ist ein Land, dessen Bevölkerung mehrheitlich in christlichen Glaubensgemeinschaften Mitglied sind und/oder christlich glauben, handeln und/oder sich von Werten leiten lassen, die dem christlichen Kulturkreis zuzuordnen sind.

In Deutschland sind rund 24 Mio. Menschen in der katholischen, rund 22 Mio. in der evangelischen, rund 3 Mio. in anderen christlichen Gemeinschaften (griechisch-orthodox, Freikirchen u. a.) Mitglieder. Allein 49 Mio. Menschen in Deutschland sind also noch Mitglied in den religiös-kirchlichen Gemeinschaften. Wenn man die in den letzten 15 Jahren aus den Kirchen - nicht aus dem Christentum! - ausgetretenen rund 5 Mio. Menschen hinzurechnet, dann kann man mindestens 66% der Gesamtbevölkerung noch als christlich ansehen.

Was die Werte angeht, die das Fundament unserer freiheitlichen Staats- und Gesellschaftsordnung bilden: Menschen- bzw- Grundrechte, Solidargemeinschaft, Friede, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit, dann muss man im historischen Rückblick feststellen, dass diese Werte zu einem überwiegenden Teil dem europäischen antiken und vorallem christlichen Erbe zuzurechnen sind. Diese Werte werden auch von den meisten Atheisten akzeptiert,

Ja, Deutschland ist und bleibt auf unabsehbare Zeit ein "christliches" Land.

MfG

Arnold

Eigentlich dürfte Deutschland kein christliches Land mehr sein. Ist ja n säkularer Staat. So säkular wie die Amis sind wir aber noch lange nicht: das Gros unserer Feiertage sind Christliche und der Staat treibt die Kirchensteuer ein. Detail am Rande: wenn in BW ein Kind keiner "geachteten" Konfession angehört, so muss es irgendwann mal automatisch evangelische Kirchensteuer zahlen. Oder nen 40ger und n Ämtergang um aus ner Kirche auszutreten, in der es wahrscheinlich nie war.

Allerdings sind unsere Werte und damit auch unsere Gesetze von christlichen Werten durchdrungen. Was ich persönlich aber eigentlich ziemlich gut finde, von Ausnahmen mal abgesehen.

So säkular wie die Amis sind wir aber noch lange nicht: das Gros unserer Feiertage sind Christliche und der Staat treibt die Kirchensteuer ein.


Das ist aber eine eigenwillige Erklärung.

Auch in Amerika sind ein Haufen Feiertage religiös motiviert, auf jedem Geldschein steht "God", ebenso in Nationalhymne und Pledge of Allegiance, die jedes amerikanische Kind regelmäßig rezitiert.

Im aktuellen Kongress gibt es keinen einzigen bekennenden Nichtreligiösen, obwohl sich mindestens 30% der US-Bürger als nichtreligiös bezeichnen.

Die spezifische Situation ist eine andere, aber garantiert nicht säkularer.

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@Agentpony

Die haben die Säklarität weiter gebracht, zumindest offiziell, als Deutschland. Was an meinen Beispielen erkannbar wird. Klar haben die Amis Fehler - Du hast vergessen, dass n Präsident auf die Bibel schwören muss - aber weniger Einschränkendere als wir.

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Hei, Kapfenberger, die Statistik bezweifle ich; es gibt sicherlich mehr Kirchenangehörige als 40 Prozent. Aber selbst, wenn: Unser Land ist tausend Jahre lang christlich geprägt, unser Denken, Fühlen, Handeln, unsere Moral und unsere Vorstellungen von Recht und Unrecht beruhen auf der Basis des Christentums, zwar manche überkommende Bestimmung wird heute lockerer oder gar nicht mehr gelebt ... aber wenn es denn so etwas wie eine Leitkultur gibt, dann die, woll? Grüße!

Einer der wenigen schlauen kommentare :-). Viele haben halt keine Ahnung von Deutscher Geschichte und der Prägung des Christentums im Land.

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Die Statistik würde ich gerne sehen, 40% ist sehr niedrig. Es sei denn, Du zählst diejenigen nicht mit die aus der Kirche ausgetreten sind. Auch ich bin ausgetreten, bleibe trotzdem ein Christ da christlich erzogen. Aus mir wird kein Heide mehr.

Ich würde sagen, dass in D Religionsfreiheit herrscht.

Das Grundgesetz basiert auf den allgemeinen Menschenrechten.

Insofern würde ich nicht sagen, dass D "christlich" ist. Die Religion darf heute nicht mehr so viel Einfluss haben...

Zum Glück(!) kann hier JEDER seinen Glauben für sich selbst definieren und sogar "seine"Partei danach benennen. Wenn es um besonders große Gotteshäuser mit mehr oder minder lautem Geläut geht, muß Deutschland fast schon christlicher als der Vatikanstaat sein. Schon lange stört mich der Kirchensteuerautomatismus, dem man als Bürger ungefragt unterliegt.

Von den religiösen Menschen in Deutschland kennen nur wenige die zentralen Glaubensinhalte ihrer Religion genau. 

Man muss nur mal die Menschen einer Religion fragen wie ihr Gott so ist, was er will, was er nicht will, ob und wie er bestraft, ob, was und wann er vergibt, was er von Schwulen hält, wie er zur Sterbehilfe steht..... und so weiter.

Man wird selbst von den Menschen, die aus dem gleichen Gotteshaus gelaufen kommen, höchst unterschiedliche Antworten erhalten.

Viele Christen wissen nichts von Dreifaltigkeit, glauben die Geschichten ihrer eigenen Bibel nicht mehr, am ende bleibt bei den meisten nur Jesus als Leitfigur übrig und selbst von ihm nur ein paar Fetzen, die sie sich raus gepickt haben.

Seit die Leute glauben dürfen was sie wollen, tun das auch immer mehr von ihnen und lassen ihre Religionen so nach und nach in einem Gemenge unterschiedlichster Glaubensvorstellungen verschwinden.

Da stellt man sich die Frage wie viele der christlichen Glaubensinhalte man teilen muss, um noch als Christ durch zu gehen.

Dem entgegen steht der Atheismus. Viele Menschen wurden nicht als Kinder indoktriniert. Nur die Ungebildetsen, Leichtgläubigsten und Hoffnungslosesten von ihnen laufen noch Gefahr, in die Fänge einer Religion zu geraten.

Deutschland ist also auf einem guten Weg zu einer Gesellschaft, in der Religion nur noch Brauchtum und Randerscheinung ist.

Das könnte man methaperhaft und philosophisch sowohl mit ja als inzwischen auch mit nein beantworten und begründen.

Die politische Essenz müßte sein,das es eine Leitkultur gibt,die in der Verfassung verankert sein muß.Dazu gibt es eine Gastkultur,die .z.B.den Islam der als inkompatibel mit unserer Weltanschauung und unseren Gebräuchen und unseren Gesetzen zu gelten hat und so zu behandeln ist.

Die Entfernung zwischen Deutschen Christen zu den Atheisten,den wenig gläubigen,den gleichgültigen oder auch zu anderen Religionen ist nur gering.

An einem Beispiel will ich das festmachen.Selbsttötungsattentate sind nur in der muslimischen Welt üblich.Die Konsequenz daraus kann nur lauten,jeder Muslim ist fähig,religiöser Extremist oder Terrorist zu werden.Vor allem dann ,wenn z.B.eine Karikatur über Mohammed erscheint,oder über den Islam aus unserer Sicht berichtet wird.

Die Konsequenz daraus kann nur lauten,jeder einzelne Muslim ist in Deutschland nicht erwünscht und nur geduldet.Die Religionsfreiheit ist neu zu definieren.Zu Allah kann man still beten.Hierzu sind weder Gebetsräume noch Moscheen nötig.

Niemand ist aufgerufen ins" Feindesland " nach der Koranlehre zu fahren .Nicht um uns zu bekehren und auch nicht um eine Parallelgesellschaft hier zu errichten.

Da die Politik nicht bereit ist,diesen Schritt zu gehen,könnte es tatsächlich sinnvoll sein,das die Abkehr von der christlichen Religion nicht in diesem Ausmaß stattfände.Das schlimme daran ist,die Kirche propagiert den Abfall des Glaubens,schafft aber in einer linken Ersatzpolitik gleichzeitig ein Klima,das konservativen ,liberalen Menschen den Verbleib in der Kirche gar nicht ermöglicht.Das Praktizieren von Nächstenliebe muß auf anderer Grundlage geschehen ,und vordringlich dann,wenn Mißstände hier behoben sind.Die Propagierung für Flüchtlinge und Asyl treibt noch mehr Menschen aus den Kirchen. Aber wen interessiert das?

Deine Zahl stimmt nicht, wie ein Klick auf Wikipedia zeigt: 60 % Christen, davon 30 % Protestanten und 30 % Katholiken. 

D ist ein von 1500 Jahren Christentum geprägtes Land, dabei ein säkularer Staat ohne Staatskirche. 

Gute Frage erlich ,es kommt einen manchmal nicht mehr so vor um erlich zu sein!

Es ist nicht entscheidend, wer in der Kirche ist oder nicht, sondern die christlichen Werte, die gelebt werden. Aber sie sind in Gefahr.

Das Krebsgeschwür des Islam breitet sich aus. Aber eine entschlossene Reconquista kommt, da bin ich sicher.

Was nach wie vor Geltung hat, sind die christlichen Werte und das Abendland, auch wenn vor allem die Mainstreamparteien in ihrer Dummheit sie am verraten sind - aber vielleicht werden sie weise, sonst übernimmt die AfD.

Unsere humanen Werte haben enormen Fortschritt gebracht, und denn haben wir auch Jesus Christus und den Reformatoren zu verdanken.

Die islamische Welt versinkt in Chaos und ein partieller Reichtum ist nur dem Erdöl zu verdanken - das allerdings ohne Industrienationen wertlos wäre.

Und? Soweit ich weiß, herrscht hier Religionsfreiheit.

Das sind doch wunderbare Zahlen! Wenn wir es schaffen bis 2050 entlich ein Atheistischer Staat zu werden kann ich doch hier bleiben :D

Nein es gibt genug andere Religionen . Dennoch machen Christen noch einen Großteil aus Liebe Grüsse, Eierbernd9

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