Bei der Ukrainischen Fremdenlegion.

https://fightforua.org/

Nachdem sich zu viele Amateure und Touristen gemeldet hatten, die unter Anderem mitverantwortlich für den bekannten Raketenschlag auf die Basis in Lviv waren, werden nun aber nur noch Leute mit nachweisbar soliden Kenntnissen gesucht.

Ich setze mal voraus, daß Du kein Afghanistanveteran bist.

...zur Antwort

Es sieht gemäß verschiedener Experten so aus, als hätten die Russen in ihrer grenzenlosen Paranoia vor starken Militärs bisher nicht mal einen Generalkommandeur der Invasion im Felde eingesetzt. Zumindest sollen das die konfusen Aktionen der einzelnen Invasionsarme und Teilstreitkräfte nahelegen.

Ob dieser Mann selbst jetzt "besser" ist, sei mal dahingestellt. Es kann ihnen jedoch theoretisch helfen, wenn Sie es nun mal mit einem zentralen Kommando der ganzen Invasionsstreitkräfte versuchen.

Eine andere Theorie ist, daß Putin sich damit einen Sündenbock einkauft.

...zur Antwort

Ukraine kann erst nach Jahren der gemeinsamen Heranführung EU-Mitglied werden.

Beispiel: Der kürzeste Zeitraum zwischen Kandidatur und Mitgliedschaft waren etwas unter 3 Jahre für Finnland.

Für die meisten der Ostländer waren es 8+ Jahre.

Für Ukraine: zwischen sowjetischen Altlasten und den Zerstörungen des Krieges sollte man sich nicht der Illusion hingeben, daß der Prozess deutlich kürzer sein könnte.

Edit - ich verdeutliche nochmal: Ursula von der Leyen hat Ukraine gestern die schnelle Annahme der Kandidatur für einen EU-Beitritt versprochen. Eine tatsächliche Mitgliedschaft Ukraines wird erst nach dem oben angedeuteten Prozess von Jahren möglich sein.

Der entscheidende Punkt ist, daß dieser Prozess für Ukraine bald beginnt.

...zur Antwort

Nicht wirklich, nur vermischt sich der Vorgang in der öffentlichen Wahrnehmung zu einem Brei, der nicht mehr der Realität entspricht.

vdL spricht ausschließlich davon, die Annahme der EU-Kandidatur Ukraines bevorzugt zu behandeln. Das ist keine leere Geste, denn damit beginnt ein formaler Prozess der Heranführung an eine EU-Mitgliedschaft. Doch die eigentlich Arbeit fängt damit erst an.

Dieser himmelweite Unterschied zwischen Kandidatur und Mitgliedschaft geht leider im öffentlichen Diskurs sehr leicht verloren.

Es werden viele Jahre der systematischen Heranführung erforderlich sein, und Ukraine muss ihr Land und ihre Institutionen komplett renovieren, bevor eine Mitgliedschaft überhaupt denkbar ist. Das war auch schon vor dem Krieg so. Das bleibt so, selbst wenn man der Ukraine ein beschleunigtes Verfahren zubilligen sollte.

Als Beispiel: Es müssen ca. 85.000 Seiten von EU-Regularien in Ukraine umgesetzt werden, und das sind nur die Wichtigsten.

Richtig ist aber, daß ein Kandidatenstatus für Ukraine unmittelbar Vorteile und Hilfen in Form von Handelserleichterungen, Geldmitteln und der direkten Assistenz durch EU-Institutionen ermöglicht. Möglicherweise erleichtert es auch den Rüstungsexport, da bin ich mir nicht sicher.

...zur Antwort

Definiere "rechtfertigen".

Natürlich hat Russland Gründe für diesen Überfall, die zumindest für die Russen viel Sinn machen.

Dazu gehören eine imperialistische Grundeinstellung wie aus 1800;
die Illusion, immer noch eine Weltmacht zu sein und danach ihre Rolle in der Welt definieren zu müssen;
die Gier nach Land und Bodenschätzen;
die Angst der Russen vor Konkurrenten, Blockaden bis hin zur Invasion;
auch die inneren Probleme Russlands, die es mit der Übernahme der neuen Länder zu bremsen versucht.

In der Weltordnung von 2022 ist jedoch nichts davon eine auch nur annähernd hinnehmbare Rechtfertigung. Und wenn man den Russen mal für eine Sekunde ihre absurden öffentlichen gemachten Kriegsgründe glaubt, diese schon gar nicht.

...zur Antwort
Nein

Natürlich gibt es zwischen zwei Kulturen, die so lange nebeneinander existiert haben, gewisse Überlappungen. Aber Polen und Deutsche sind keine eng verwandten Länder.

Die polnische Sprache als kulturstiftendes Merkmal ist nur entfernt mit Deutsch verwandt. Deutsche Geschichte ist weniger durch Polen geprägt. Das gilt nicht für Preußen, aber das existiert ja nun mal schon lange nicht mehr.

Heutige Polen sind weitestgehend Slawen. Die Volksabstammung in Deutschland ist zwar weniger genau eingrenzbar, Slawen spielen jedoch nur eine mindere Rolle.

Polen sind überwiegend Katholiken, Deutsche mehrheitlich Protestanten. Das war zumindest bis zum Ende des 19ten Jahrhunderts ein wichtiger Unterschied.

Kurzgesagt - es gibt keine besonderen Gründe, warum "Deutschland so wie Polen drauf sein sollte", abgesehen von der geteilten generellen zentraleuropäischen Kultur und vielen Jahrhunderten Nachbarschaft.

Die Frage scheitert aber auch schon daran, daß sowohl Polen wie Deutschland über die letzten Jahrhunderte keine stabilen Nationen waren und sich sehr stark verändert haben.

...zur Antwort

Was soll er sonst machen ?

Das schöne ist, daß er so wenig machen kann .Die EU und Russland stecken sich gegenseitig die Heroinnadel in den Arm, die eine gefüllt mit Euros und die andere gefüllt mit Brennstoff.

Was hat Russland denn außer Rohstoffen, womit sie den Westen unter Druck setzen können? Pelmeni?

Erst wenn Russland mal tatsächlich mit Lieferstopp droht oder ihn angeht... das wäre aufmerksamkeitserregend.

Die Nuklearfrage halten wir mal außen vor, da sie auch zur Vernichtung Rußlands führt.

...zur Antwort

Russland ist das größte und bevölkerungsreichste Land Europas, einer der wichtigsten Rohstofflieferanten weltweit - auch ohne fossile Brennstoffe - und eine entwickelte Industrienation.

Klar ist das ein wichtiger Markt.

Im Nachhinein können wir dankbar sein, daß das Land so korrupt ist. Man stelle sich vor, das normale Volk dort würde mehr als Almosen verdienen und sie hätten eine kaufkraftstärkere Mittelschicht.

Dann wäre das mit den Sanktionen und dem Abnabeln längst nicht so einfach gewesen.

Aber Monsteryachten und Villen in London waren wichtiger.

...zur Antwort

Ukraine erobern bzw. unterwerfen können sie nicht mehr.

Russland kann aber Teilgewinne erzielen, von denen einige sicherlich auch ihre obersten Ziele waren.

Dazu gehören beispielsweise -

  • Anerkennung der Krim als Teil Russlands,
  • Anerkennung der Unabhängigkeit der Separatistengebiete (die sich prompt Russland anschließen dürften)
  • Ein Landkorridor zwischen diesen, damit die Sicherung des Asowschen Meers
  • eine Neutralitätsverpflichtung Ukraines
  • eine vorgetäuschte "Entnazifizierung" durch vernichtung oder politischer Auflösung einiger ukrainischer Organisationen, v.a. des sog. AZOV Batallions.

Das hängt aber hauptsächlich davon ab, wieviel Ukraine bereit wäre, für den Frieden aufzugeben. Man muss dabei bedenken, daß der Krieg nun zwar lokal begrenzter, aber um Einiges intensiver werden wird, da Russland nun bald den Vorteil der kürzeren Nachschubwege hat.

Ein Friedensvertrag wird sicherlich zur Aufhebung vieler Sanktionen führen, aber schon aus innenpolitischen Gründen können sie nicht alle fallen. Russland hat auch Schäden erlitten, die nicht wiedergutzumachen sind. Dazu gehören ein sich verschärfender "brain drain", ein langfristiger Verlust von ausländischen Investitionen, einschließlich wahrscheinlicher Gesetze gegen russische Partizipation in sicherheitsrelevanten Geschäftsbereichen. So haben die russischen Gasunternehmen ja bereits seit Monaten auf eine Gasverknappung hingearbeitet, um uns blauäugige Deppen an der Kandare zu halten.

Eine komplette Demaskierung ihrer vorgetäuschten Stärke, drastische Schäden an ihren internationalen Einflußmöglichkeiten, eine stark beschleunigte Abkehr der EU von russischen Rohstoffen.

Letztere werden zwar neue Abnehmer finden, aber Russland fehlt noch viel mehr als der EU die nötige Infrastruktur, um ihre Produkte überhaupt an andere Kunden liefern zu können.

Die Zukunft von Russland in allen Belangen ist in jedem Fall deutlich übler als bisher, und ein Paradies war es ja ohnehin nicht. Stichwort Lebenserwartung geringer als Irak, zum Beispiel. Und wie sehr sie nun durch China dominiert werden können, wird sich zeigen.

...zur Antwort

Definiere "Feind", bzw. die Umstände.

Im engeren militärische Sinne herrscht kein Krieg, wir sind keine Feinde.

Russland ist aber Feind unserer Interessen und Feind unserer Souveränität.
Das bezieht sich sowohl auf Deutschland selbst, als auch auf die EU als größeres Ganzes.

Nicht mehr "Rivale" oder "Gegenspieler"... Feind. Darüber bestehen keinerlei Zweifel mehr.

...zur Antwort

Nein, das ist kein "gutes" Einstiegsgehalt, aber auch nicht völlig indiskutabel schlecht. So ganz pauschal kann man das natürlich schlecht sagen, da es stark von der Branche und von Deinem Wohnort abhängt, wie ausreichend ein Gehalt ist.

Interessant wäre es, gerade am Anfang einen Upgradepfad zu besprechen, mit dem Du bald in ein ansprechendes Gehalt kämest.

Es ist nicht unüblich, daß man besonders am Anfang seiner Karriere größere Sprünge machen kann - zumindest Prozentual gesehen. Zum Beispiel nach der Probezeit, oder nach dem ersten Jahr.

...zur Antwort

Ich kenne die Situation in diesem Handwerk nicht direkt, doch erfahrungsgemäß gibt es grob 3 Kategorien für das Bauhandwerk in Deutschland:

  1. Die Dummen, die angestellt in der freien örtlichen Klitsche arbeiten, verdienen schlecht.
  2. Die Schlaueren, die in die etablierte Industrie gehen, verdienen schon respektabler
  3. Die noch Schlaueren machen sich selbständig, oder ackern für eine Weile auf Montage oder vielleicht sogar auf der Bohrinsel oder als "Contractor" im Auslandsdienst.
...zur Antwort

Bin zwar ein bissel spät hier... doch der entscheidende rechtliche Punkt ist, daß der hohe BGH entschieden hat, daß auch ungesetzlich gemachte Dashcamaufnahmen als Beweismittel zulässig sind, sofern zur Wahrheitsfindung nötig. (Az.VI ZR 233/17)

In der Praxis heißt das - ich selbst habe eine Dashcam installiert und zahle dann meinetwegen die paar Eier Geldbuße - wenn sie überhaupt jemand verlangt - wenn ich mir stattdessen tausende Euro Schaden oder sogar Strafen vom Leib halten kann.

Goldene Regel natürlich - niemals schon am Unfallort sagen, daß man Aufnahmen hat. Immer erst selbst bzw. mit Anwalt / Versicherung sichten.

...zur Antwort

Zusammenfassung der Zusammenfassung:

Es wurden keine Auffälligkeiten gefunden, die behandelt werden müssten.

Und meine völlig unärztliche, amateurhafte Interpretation des letzten Halbsatzes : "Wenn der Patient trotzdem unbedingt eine Behandlung will, gib ihm diese rezeptfreien Mineralpillen, damit er zufrieden ist".

...zur Antwort

Ein Bürge steht bei Zahlungsausfall in der vollen Höhe des Vertrags ein.

Im Regelfall also bis zum Ende des Leasings, bei Schäden bis hin zum Totalverlust müssen sie eben auch das leisten, was die Kasko nicht trägt.

...zur Antwort

Alle deutschen Autos lassen sich in den USA nur als Premiummarken verkaufen.

Ein nackter Dreier ist hier normal, in den USA kauft den kein Mensch. Deswegen werden die "nackten" Modelle da nicht mal angeboten. Und als Paket sind Ausstattungen dann immer noch günstiger, während Deutsche dafür bekannt sind, eher viele Optionen zu bevorzugen-

Nicht zu vergessen, sind die Preise immer ohne Steuer, während in der EU nur volle Endkundenpreise mit Umsatzsteuer ausgewiesen werden - wenn man nicht spezifisch als Geschäftskunde schaut.

Bei einem immer noch so großen Unterschied ist allerdings was faul, da müssen in der Ausstattung noch Unterschiede sein.

...zur Antwort

Nein.

Denn wenn Du wirklich doch Bluetooth haben willst, kannste das mit AUX-Eingang und BT-Adapter sowieso nachrüsten.

Tendenziell sogar mit besserer Tonqualität oder geringerem Stromverbrauch am Handy, weil die Bluetooth-Übertragungsstandards ja auch besser werden mit der Zeit.

Gibt es sogar mit Freisprechfunktion, weiß aber nicht, ob das was taugt.

...zur Antwort

Den höchsten Durchschnitt dürfte die Verwaltungsfachangestellte haben - das liegt aber nicht unbedingt an riesigen Top-Einkommen, sondern weil es durch den Flächentarif im öffentlichen Dienst keine Ausreißer nach unten gibt. Und man kann halt locker zur Rente segeln, funktionale Arbeitsplatzgarantie bis hin zur manchmal möglichen Verbeamtung, wenn man es nicht selbst versaubeutelt.

Das höchste Einkommenspotential dürfte die Industriekauffrau haben. Setzt natürlich voraus, daß man sich in entsprechende Unternehmen und Positionen arbeitet.

Kauffrau für Büromanagement wird meist nur eine beigeordnete Kraft sein. Normales Bürokraftgehalt und nicht mehr.

...zur Antwort