IMPFGEGNER oder IMPFBEFÜRWORTER?

Das Ergebnis basiert auf 51 Abstimmungen

IMPFBEFÜRWORTER 88%
IMPFGEGNER 11%

15 Antworten

Uih - das ist genau so ein Pulverfass-Reiz-Thema wie Stillen vs. industrielle Säuglingsnahrung oder Pro-Choice vs. Pro-Life oder auch vegane Ernährung in der Schwangerschaft.

Da nimmt man sich am besten eine Tüte Popkorn, lehne sich entspannt zurück und lasse die Spiele beginnen...

Ich bin ein Impfbefürworter und auch meine Kinder sind geimpft. Wohl aber nicht nach dem vorgesehenen Impfplan.

Warum sollte z.B. mein Säugling mit 2 Monaten gegen Hepatitis B geimpft werden, die vor allem beim Geschlechtsverkehr sowie durch verunreinigte Spritzen und Zubehör übertragen wird. Mein Säugling hat aber noch keinen Sex und ist auch kein Junkie.

Ich bin aber gegen eine Impfpflicht, denn in einem demokratischen Rechtsstaat hat jeder Bürger ein Grundrecht auf Selbstbestimmung und auch auf freie und individuelle Impfentscheidung.

Die UNESCO hat 2005 einstimmig formuliert: „Jede präventive, diagnostische und therapeutische medizinische Intervention hat nur mit vorheriger, freier und nach Aufklärung erteilter Einwilligung der betroffenen Person auf der Grundlage angemessener Informationen zu erfolgen.“

Aufklärung tut Not, nicht Zwang.

Vielleicht ist aber eben genau dieser gesellschaftliche Druck unter anderem auch ein Grund für Impfgegner, sich Impfungen zu verweigern.

Alles Gute für dich!

Woher ich das weiß:Beruf – Ich bin seit über 30 Jahren Hebamme

Ich finde schon, dass eine Impfpflicht wichtig ist. Ungeimpfte Leute können auch nur überleben, weil der großteil der anderen Menschen geimpft ist

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Ich bin aber gegen eine Impfpflicht, denn in einem demokratischen Rechtsstaat hat jeder Bürger ein Grundrecht auf Selbstbestimmung und auch auf freie und individuelle Impfentscheidung.

Für mich hat das nichts mehr mit Grundrecht zu tun. Das ist fahrlässig seine Mitmenschen mit in möglichen Gefahren zu bringen.

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1) Es ist keine Geschlechtskrankheit.

2) Es ist nicht nur über das Blut übertragbar, sondern auch über diverse andere Körperflüssigkeiten. Allen voran Speichel und Tränen

3) HepB ist recht ansteckend. Ungefähr 30mal ansteckender als zB HIV und ist auch über Mundschleimhaut oder Bindehaut übertragbar. Es reicht also bereits infektiöses Material in die Augen zu bekommen um sich anzustecken.

4) Man sieht einem Erkrankten seine Ansteckungsfähigkeit nicht an. Die Symptome einer Infektion mit HepB korrelieren NICHT mit der Viruslast. Daher kann ein erkrankter in hohem Maße ansteckend sein, selbst aber keine Symptome aufweisen.

5) Aufgrund der eingeschränkten zellulären Immunantwort haben kleinkinder eine besonders hohe Chronifizierungsrate der HepB.

6) HBV(der Erreger der HepB) ist ein von der WHO anerkannter Auslöser des hepatozellulären karzinoms und zählt zu einem von mittlerweile 8 anerkannten, humanen onkogenen(krebs beim Menschen verursachenden) Viren.

Und eine chronifizierte HepB steigert das Risiko der Entwicklung eines hepatozellulären Karzinoms signifikant.

Auch eine Leberzirrhose(Folge der chron. HepB und Prädisposition eines hep.zell. KArzinoms)) ist nicht schön und auch mit dem LEben nicht langfristig vereinbar.

7) Eine Immunisierung im Kleinkindalter bietet höhere Erfolgsaussichten bezüglich der Ausbildung einer langfristigen, suffizienten Immunität bezüglich HepB.

8) Aufgrund der häufigen Immunisierungen im Kleinkindalter bietet sich die Immunisierung gegen HepB durch Mehrfachimpfstoffe an.

Weniger Stiche, weniger Tränen :-)

Hoffe das war einleuchtend.

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@Rubinella33

Tut mir leid - du erzählst mir als Hebamme nichts neues...

Nichtsdestotrotz sind die Hauptübertragungswege Sex und Drogenkonsum mit verunreinigten Spritzen und Zubehör.

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@isebise50

Ja du bist Hebamme. Darfst offiziell keine Impfempfehlungen angeben.

Wenn du das weißt, warum verschweigt du dieses dann und gibst nur die Hälfte an Informationen Preis?

Das Risiko ist gering, das streite ich nicht ab, aber es ist vorhanden. "Vorhanden" ist nicht "kein bisschen". Man kann in jedem Augenblick, wo man sich mit Kindern draußen bewegt, garantieren, dass es keine alte Kippe aufhebt und in den Mund stopft? Kannst du garantieren, dass niemand sich an der Hand verletzt und Blut hinterläßt? (Vor kurzem in einem Aufzug gesehen).

Nein! Deswegen Impfen!

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@Rubinella33

Ich weiß ehrlich gesagt überhaupt nicht, was du von mir willst.

Ich bin geimpft, meine Kinder sind geimpft (wohl aber nach eigener, reiflicher Überlegung und aus freiem Entscheid), ich gebe auch keinerlei Empfehlungen und "verschweige" auch nichts.

Ich finde, dass bei der Auflärung neben der Eigen- und Fremdgefährdung auch auf mögliche andere Folgen der Impfverweigerung (eingeschränkte Wahl des Kinderarztes, des Kindergartens, der Schule, des Reiseziels...) eingegangen werden.

Ich bin nur gegen eine Impfpflicht.

Denn eine vom Staat verpflichtend vorgeschriebene Impfung greift in das Recht auf körperliche Unversehrtheit, bei der Impfung von Kindern zusätzlich auch in das Erziehungsrecht der Eltern ein.

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@isebise50

Es hat auch niemand das Recht, andere Menschen mit schweren Virus-Erkrankungen anzustecken, die sich (noch) nicht impfen lassen können und deswegen keine andere Wahl haben. Wie im Falle der Masern. Wenn es ausschließlich die Impfgegner oder Kritiker betreffen würde, bin ich absolut bei dir.

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@Rubinella33

Was kommt dann als nächstes; "Zwangstest" auf HIV oder Zwangsentzug bei Rauchern oder Zwangssterilisation bei (wie auch immer gearteten) Nichterziehungsfähigen?

In Deutschland sind in den letzten 5 Jahren mindestens 2 Kinder nachweislich und vom zuständigen Paul-Ehrlich-Institut (PEI) veröffentlicht an der MMR-Impfung verstorben sind (Mentzer 2016) - weitere, dem PEI gemeldete Todesfälle nach MMR-Impfung konnten aufgrund unvollständiger Daten in ihrem Zusammenhang zur Impfung nicht abschließend beurteilt werden.

https://individuelle-impfentscheidung.de/

Was sagst du diesen Eltern - "Shit happens, aber Sie haben einen glorreichen Beitrag für die Gesamtbevölkerung geleistet."?

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@isebise50

Die beiden Kinder hatten eine schweren Immun defekt. Sie hätten nicht geimpft werden dürfen. Immun defekte sind immer eine kontraindikation. Diese Kinder sind auf den Herdenschutz angewiesen. Was denkst du was passiert, wenn solche Menschen an Masern oder Varizellen erkranken?

Deswegen ist es unbegreiflich, dass du mit der Individuellen Impfentscheidung ankommst. Steffen Rabe, welcher öffentlich zu Masernpartys rät (dies ist eine Straftat), Martin Hirte eben so. Damit werden Kinder gefährdet, welche aus oben genannten Gründen nicht geimpft werden können.

Was für ein Eigentor deine Aussage.

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@Rubinella33
Sie hätten nicht geimpft werden dürfen.

Warum sind sie es dann? Würde bei einer Impfpflicht niemand durchs Raster fallen?

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@isebise50

Hier kannst du dem Arzt Vorwürfe machen. Die Impfung kann nichts dafür.

Natürlich werden Kinder bei welchen ein Immun defekt vermutet wird, bei einer Impfpflicht nicht geimpft

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IMPFBEFÜRWORTER

Ganz klar dafür. Die aktuellen Fälle in Bayern zeigen ja wieder wie fahrlässig Eltern sind. Aber wenn sie bei ihren Kindern lieber eine Hirnhautentzündung riskieren wollen an der die Kinder sterben oder bestenfalls schwerst behindert bleiben, sollen sie weiter nicht impfen.

Genauso wie ich meiner Tochter wenn sie schwanger ist und ihr Kind wegen einer Röteln Infektion verliert nie erklären will, das ich schuld daran bin weil ich sie nicht impfen lies. Oder wenn meine Söhne später verzweifelt Kinder haben wollen es aber nicht können weil sie Mumps hatten und deswegen impotent sind. Nein daran will ich nicht schuld sein.

ich arbeite seit über 12 Jahren in sozialen Einrichtungen und ich habe noch nie einen impfschaden kennen gelernt. Höchstens mit impfreaktionen zu tun gehabt wie Fieber, schmerzen um die Einstichstelle die mal in das fange Gliedmaßen ziehen kann oder eben so ein typisches kränkliches Kind zu Hause.

ich hörte voneinander Fall In der Einrichtung meiner Mutter (und der ddr wurde in den Krippen noch geimpft, da kam regelmäßig ein Arzt vorbei) die Eltern verschwiegen, dass das Kind krank war am Wochenende und schickten es trotz Fieber mit Zäpfchen Indie Krippe und der Arzt impfte auf eine schwere Infektion. Dieses Kind hat einen schweren impfschaden davon getragen.

Meine Mutter hatte aber auch schon 10 Todesfälle in ihren Einrichtungen (sie arbeitet seit über 50 Jahren in sozialen Einrichtungen) sie an einer Meningokokken Meningitis starben.

Ganz klar lieber impfen als all das in Kauf zu nehmen! Ich will kein behindertes Kind wegen meiner Paranoia.

Früher dachte man auch, dass die Dummheit erst mal ausgerottet sein wird, sobald 95 % der Kinder eine Schule besuchen. Wir müssen heute erkennen, dass das Risiko, einem Vollhorst überden Weg zu laufen, immer noch so groß ist wie eh und je.

Spaß beiseite! Auch das Impfen wird nicht alle Krankheiten ausrotten, auch wenn es schlimme Epidemien natürlich zuverlässig verhindern kann.

So heiß dieses Thema auch diskutiert wird: ich bin immer noch der Ansicht, dass es den Eltern überlassen sein sollte ihre Kinder impfen oder nicht impfen zu lassen. Die meisten ungeimpften Kinder bleiben wohl nicht aus Überzeugung ungeimpft, sondern aus Nachlässigkeit.

Ich bin grundsätzlich gegen übermäßige staatliche Eingriffe und für Eigenverantwortung. Aber ich könnte mit einer Impfpflicht ebensogut leben wie mit Tempo 130 auf der Autobahn.

Von daher bin ich kein Impfgegener, sondern eher ein Impfpflicht-Gegner.

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