Könnte das Jugendamt Eltern die Kinder wegnehmen, nur weil man sie nicht impfen lassen will?

18 Antworten

Hey du!

Ich bin Erzieherin in einem städtischen Kindergarten in Bayern. Wir müssen seit diesem Kindergartenjahr (also seit September) von allen neuen Familien den Nachweis einer Impfberatung einfordern. Ursprünglich war geplant, dass die Eltern einen Schrieb vom Arzt bringen müssen, in dem er bestätigt, dass eine Impfberatung stattgefunden hat. Da die Ärzte sich (zurecht) gegen diesen zusätzlichen bürokratischen Aufwand wehren, reicht es jetzt, wenn im gelben U-Heft bei der letzten Untersuchung bei der Frage, ob eine Impfberatung stattgefunden hat, ein Kreuzchen bei "ja" gemacht wurde. 

Wohlgemerkt: Es geht nur um eine Beratung. Der kann sich ja jeder unterziehen, auch Eltern, die ihre Kinder nicht impfen lassen wollen. 

Was nun aber passiert, wenn keine Beratung stattgefunden hat, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. Also ob wir die Aufnahme des Kindes dann verweigern können/ sollen/ dürfen!? Keine Ahnung, den Fall hatten wir noch nicht. Denn einer Beratung, um das Kreuzchen zu bekommen, haben bislang auch die härtesten Impfgegner zugestimmt. 

Hoffe, das hilft dir weiter.

Liebe Grüße!

kleiner Tipp : wirf mal einen Blick in das Buch Eltern an die Macht von Gerlinde Unverzagt ! Lehrer, Erzieher, Kinderärzte!!!, ihr seid alle nicht ganz frisch im Kopf !

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@MARTINUSS

Glaubst du allen ernstes der bloße Akt des Eltern werdens ersetzt ein Medizin- oder Lehramtsstudium? Soviel Blauäugigkeit ist schwer zu fassen. 

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@dadita

Hast du nichts besseres zu tun , als mir zu Widersprechen ? Dein Hass auf Mamas und Papas ist wirklich grenzenlos !

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@dadita

@dadita:

Glaubst du, der bloße Akt einer "vollständigen medizinischen Rundum"versorgung"" ersetzt die Kraft des eigenständigen, kritischen Hinterfragens und Hinterdenkens?

Glaubst du tatsächlich, dass die Schulmedizin der Weisheit letzter Schluss ist?

Dass verantwortungsvolles Elternsein gleichzusetzen ist mit Hörigkeit dem gerade herrschenden medizinischen "Zeitgeist" gegenüber ist?

Dito!

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@adianthum

Nein. Aber wer eigenständig und kritisch denkt unterstützt Impfungen. Es ist die Minderheit der ignoranten Opfer der Impfgegnerpropaganda welche hier Probleme macht. 

Die Medizin (soetwas wie "Schulmedizin" gibt es nicht, nur Medizin und Scharlatanie) IST in der Tat das beste Mittel zur Erhaltung der Gesundheit. 

Verantwortungsvolles Elternsein ist gleichzusetzen mit der Befolgung medizinischer Ratschläge von Experten. 

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@MARTINUSS

Ich habe keinerlei Hass auf "Mamas und Papas", wie du es so eloquent formulierst. 

Allerdings liegt mir das Wohl von Kindern mehr am Herzen als das Recht der Eltern ihre unter Umständen schlicht schwachsinnigen Vorstellungen auf Kosten der Gesundheit ihrer Kinder umzusetzen. 

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@dadita

dadita du kannst meine Meinung nicht brechen ! gib auf !

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@dadita

Ich bin froh das es Freilerne und Impfkritiker gibt.

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@MARTINUSS

Ich habe nicht vor deine "Meinung zu brechen", selbige könnte mir egaler nicht sein. Ich finde Ignoranz aus rein akademischer Sicht faszinierend, weswegen ich mich ganz gerne mit deren Vertretern (Impfgegner, Kreationisten, etc) streite). 

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@MARTINUSS

Leider tut Ignoranz nicht weh, also wird es die genannten weiterhin geben.

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@MARTINUSS

Jetzt bin ich ehrlich gesagt gerade ziemlich perplex.

Du hast eine Frage gestellt und ich habe versucht dir mit meiner Antwort zu helfen. Ich habe nicht einmal meine Meinung zu dem Thema dargestellt, sondern lediglich versucht zu erklären, wie momentan der rechtliche Stand hier bei uns in Bayern ist. 

Ich habe mir die Zeit genommen, dir eine möglichst verständliche, sachlich richtige und freundliche Antwort zu schreiben. 

Und dafür bezeichnest du mich jetzt als "nicht ganz frisch im Kopf"!? 

Einen derart dreisten und unverschämten Kommentar habe ich hier lange nicht bekommen... Und das auch noch völlig ohne Grund. Unglaublich...

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@KS1987

Sorry KS1987 , aber ich habe deine Antwort nur flüchtig gelesen , und als ich Erzieherin sah , hat mich die Wut gepackt , auch weil dadita uns hier falsche fakten auftischt . Entschuldigung !

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@MARTINUSS

Hallo MARTINUSS,

Entschuldigung angenommen.

Ich finde es trotzdem traurig, dass du dich zu so einem Kommentar hinreißen lässt, wenn du meine Antwort nur überflogen hast. 

Das ist auch genau der Grund, warum ich mich aus solchen Diskussionen mit meiner Meinung heraushalte. Denn wenn ich die dargestellt hätte, hättest du mich vielleicht auch als "nicht ganz frisch im Kopf" bezeichnet. 

Solche Aussagen sind aber keine Diskussionsgrundlage. Wo soll das hinführen? Wenn jeder unbeirrbar glaubt er ist im Recht und jeder den anderen diffamiert, wenn er seine Meinung erklärt, kann keine zielführende Diskussion stattfinden. Nur gegenseitiges Beschuldigen. Das kostet alle nur Zeit und Nerven, die Fronten verhärten sich und am Ende fühlen sich beide Parteien nur noch mehr im Recht.

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@KS1987

Ja und es tut mir wie gesagt schrecklich leid ! Das mit der Impfberatung ist gar nicht so schlecht, aber sollte man ein ungeimpftes Kind deswegen von der Kita ausschließen ?

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@MARTINUSS

So weit sind wir ja wie gesagt noch überhaupt nicht. Im Moment fordert das Gesetz nur den Nachweis einer Beratung. Und wie du sagst, das ist doch gar nicht so schlecht. Damit soll lediglich sicher gestellt werden, dass die Eltern sich von einer medizinischen Fachperson zu möglichen Nutzen und Risiken von Impfungen aufklären lassen. Was die Eltern dann mit dieser Information machen, bleibt ihnen ja nach wie vor selbst überlassen (so zumindest der aktuelle Stand der Dinge hier in Bayern).

Ich habe durchaus auch eine persönliche Meinung zu dem Thema. Aber die habe ich absichtlich nicht deutlich dargestellt. Die Diskussionen, die ich dazu verfolge, sind sehr aufgeheizt und beide Seiten lassen wenig Raum für tatsächliche (!) Diskussionen. Ich lese meist nur Beschuldigungen und Beleidigungen, jeder wirft mit Argumenten um sich, aber kaum jemand hört sich wirklich an, was die Gegenseite da eigentlich sagt. Stattdessen geht man davon aus, dass der andere zu dumm ist, um die eigentlich Wahrheit zu erkennen. 

Ich diskutiere wirklich gern, nicht zuletzt deswegen bin ich hier auf gutefrage.net gelandet. Zum Diskutieren gehört aber auch, dass ich mir andere Meinungen anhöre und sie mir ggf. zu Herzen nehme, wenn ich den Sinn dahinter verstehe und einsehen muss, dass ich falsch gelegen habe. Schließlich bin ich auch mit meiner jetzigen Meinung nicht auf die Welt gekommen. Ich hatte Vorstellungen, wurde manchmal eines Besseren belehrt, wurde manchmal in meiner Meinung bestätigt, habe neue Impulse bekommen, usw. Ich will gern immer weiter lernen, denn mein heutiger Wissenstand ist mit Sicherheit kein absoluter, der nicht mehr verbessert werden kann. Ein konstruktiver Diskurs bringt da viel, um neue Sichtweisen kennen und verstehen zu lernen. Dazu bin ich immer bereit.

Ein Schlagabtausch, bei dem jeder dem anderen seine Meinung nur im die Ohren haut, hat wenig Sinn. Man sollte beim Diskutieren immer möglichst sachlich am Thema bleiben. Es geht nicht darum, ob die beiden Parteien sich mögen, es geht darum Meinungen auszutauschen. Und je besser es ihnen gelingt, auf der Sachebene zu bleiben, desto konstruktiver gelingt die Diskussion. Sobald es persönlich wird, kommen Befindlichkeiten ins Spiel, die vom eigentlichen Thema ablenken. 

Und dazu tragen auch Begriffe von dir wie "Elternhasser" und "Banditen" bei. Es gibt keinen Grund so emotional zu argumentieren, wenn man sachliche Argumente vorweisen kann. Ich kann ja verstehen, dass dich das emotional berührt. Ich kann auch verstehen, dass man dann sowas gerne sagen würde. Aber es bringt einfach nichts. Im Gegenteil, man zerstört damit jegliche Grundlage einer Diskussion. Die, auf der wir jede Meinung erstmal akzeptieren und den Menschen dahinter respektieren. 

Ich wünsche dir alles Gute!

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Hi,

nein, aber viele Ärzte informieren dann das Jugendamt und wenn man das Jugendamt am Hals hat dann wird man es manchmal schwer wieder los... Die Kinder weggenommen werden einem aber nicht, es sei denn man macht einen anderen gravierenden Fehler.

LG

Ärzte informeren das Jugenamt? Wie soll das gehen? Die wissen doch nicht, wer nicht impfen lässt - oder durchsuchen die die standesamtlichen Register, und schreiben dann die Eltern an?

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@Bitterkraut

Die Ärzte fragen die Eltern bei jedem Termin. Wenn es Impfgegner sind wird gleich das Jugendamt informiert.

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Unsinn, die Ärzte haben Schweigepflicht. Und der §8a, GEfährdung des Kindeswohls, der die Schweigepflicht unwirksam machen würde, greift hier nicht.

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@Dahika

.... auch nicht, wenn das Kind im Sterben liegt? Da bin ich mir nicht sooooo sicher!

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@Dahika

Doch, das kann tatsächlich passieren. Weiß ich aus eigener Erfahrung...

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@hamsterhamstiii

Die Thematik ist Ländersache. Und in manchen Bundesländern haben die Kinderärzte die Pflicht, zunächst die Eltern anzumahnen, wenn diese ihren Kindern Vorsorge verweigern. Reagieren die Eltern nicht auf die Schreiben der Fachärzte, wird das Jugendamt informiert. 

Eine Fachperson des örtlichen Jugendamtes wird dann die Eltern aufsuchen und zunächst das Gespräch suchen. Abhängig davon wird sich die Fachperson weiter verhalten. 

Es gibt einige infektiöse Erkrankungen, welche bei Schwangeren nicht nur zu einem Abort, also einer Totgeburt führen können. Und zwar dann, wenn die Mädchen als Kinder nicht gegen diese infektiösen Erkrankungen geimpft worden sind. 

Das ist nur ein Beispiel, warum manche Impfung mehr als ratsam ist. Und daran ändert auch alle esotherische Wahnvorstellung nicht das geringste. 

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@Dahika

Das Impfen allein nicht, die Verwahrlosung fällt dann dem einen oder anderen Arzt schon auf und der darf dann auch das Jugendamt informieren.

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Nicht nur, aber auch..

Bis das Jugendamt mit solchen Forderungen auf der Matte steht passiert einiges. Da kommt zur allgemeinen Verwahrlosung eben noch die nicht geimpften Kinder dazu.

Hier hier kann dann zum Glück das Jugendamt eingreifen. Das geht aber eigentlich immer mit dem Entzug des Sorgerechts einher, wenn Eltern nicht kooperieren. Mit den faulen Zähnen ist das ungefähr das Gleiche.

Es sind nun mal Indizien für die Verwahrlosung.

Kommt auf die Situation an.

Wenn eine Epidemie herrscht und die Eltern sich trotzdem weigern ihre Kinder impfen zu lassen, wenn die Kinder Verwahrlost sind, die Eltern geistig zurückgeblieben sind, wenn es zum Schulausschluss von ungeimpften Kindern kommt etc.

Da kommen immer mehrere Sachen zusammen bis es zur Wegnahme von Kindern kommt.

Eher aber kommt es zur vorübergehender Aussetzung des Sorgerechts und zur Anordnung der nötigen Impfungen durch das Gericht.

Das sind immer Einzelentscheide keine generellen Richtlinien.

Nein, das kann es nicht. Aber die KiTA kann die Aufnahme des Kindes verweigern.MIt Recht.

Genau, dann kommt aber wieder das Jugendamt zum Zug, weil man Kinder eben nicht schlau unterbringen kann.

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