"einem Hartz 4 oder Sozialhilempfänger geht es heute noch genauso schlecht wie vor vor 10 Jahren oder ?"

Unter Umständen sogar schlechter, wobei man hierfür einerseits die Ausagaben und andererseits die sonstigen Umstände (die sich ja ggf auch bei Nicht Hartz 4 Empfängern widerspiegeln) zur Rate ziehen muss.

Die Armut nimmt, laut Statistiken, durchaus zu, vor allen Dingen hier natürlich der Unterschied zwischen arm und reich.

Bei den Straftaten gilt: manche nehmen ab, manche nehmen zu. Nähere Infos findet man in den jeweiligen Statistiken, die sich sogar regional (z.b. auf der Internetseite des jeweiligen Polizeipräsidiums) ansehen lassen.

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Direkt glauben das sicher nicht alle.

Indirekt unterliegen wir gewissen Wahrnehmungsmustern:

So halten wir ein positives Resultat in Bezug auf uns primär für unser Verdienst, wohingegen wir negative Resultate gerne auf die Umwelt abschieben.

Bei anderen Menschen ist es genau umgekehrt.

Prinzipiell ist unser Gehirn darauf geschult nach Kausalitäten zu suchen. "Es ist halt so" oder "manche haben Pech" ist für uns keine zufriedenstellende Erklärung und daher suchen wir zumindest unbewusst eine Erklärung, deren Wirkungsweise wir besser kontrollieren können.

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Manche haben sicherlich eine gewisse Mitschuld, z.b. schlechter Umgang mit Geld, Abhängigkeiten usw wobei man natürlich für z.b.psychische Krankheiten niemand schuld ist, aber man verantwortlich dafür, wie man damit umgeht.

Viele haben auch einfach nur das Pech in einem vllt ärmeren Land oder einer ärmeren Familie geboren zu sein und haben damit von vorneherein deutlich schlechtere Voraussetzungen.

" Ist es wirklich nur Faulheit"

Keineswegs, nicht jeder der fleißig ist, ist reich und viele Reiche auch nicht fleißig.

Grund für solche Gedankengänge ist, das wir die Kontrolle über die Situation haben wollen, Gerechtigkeit wollen.

Das das Leben unfair ist und manche einfach, ohne Grund, mehr Glück haben als andere, ist für uns eine unbefriedigende Erklärung, auch wenn diese oft der Realität entspricht.

"dass jemand wirklich arm sein will"

Manche schon, z.t. sogar aus Protest gegenüber der Gesellschaft. Wobei man natürlich arm definieren muss: Kaum jemand dürfte gerne unter Hunger und Krankheit leiden. Ein Leben ohne oder mit wenig Luxusgüter ist hingegen sicher möglich, je nach sozialem Umfeld.

Wiederum andere entscheiden sich für einen Wunschberuf oder mehr Freizeit oder Familie und geben dafür ein höheres Einkommen auf.

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Ob Tarnanzug oder nicht spielt dabei kaum eine Rolle :=)

Wenn körperliche Mittel alleine nicht ausreichen, so gibt es auch hier entsprechende Hilfsmittel, d.h. Pfefferspray, Schlagstock und in letzter Instanz auch die Schusswaffe.

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Ganz einfach: es ist das, was man glauben möchte. Eine Bestätigung des eigenen Weltbildes, eine Legitimation, eine Vereinfachung mit der man gut leben kann.

Niemand kann wirklich so dumm sein, so etwas zu glauben (was sich alleine durch 10 Sekunden googlen widerlegen lässt). Wohl aber kann man so etwas glauben wollen

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Niemand muss ins Gefängnis, wenn er nicht zahlen kann. (Eine Strafe wg Betrugs wäre ggf möglich, wenn es sich um einen ebensolchen handelt).

Ob du zahlen möchtest ist irrelevant, im Zweifelsfall kann gepfändet werden, dafür bedarf es deiner Zustimmung nicht.

Wenn du eine eine Vermögensauskunft ablehnst, kann diese mit Beugehaft erzwungen werden. Diese beträgt maximal 6 Monate.

Durch diese Beugehaft erlöschen natürlich nicht die zivilrechtlichen Forderungen gegen dich

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Gewissermaßen als Identifikation.

Dabei gilt zu berücksichtigen, das nicht wenige Attentäter keineswegs im klassischen Sinne islamistische Radikalisten sind, sondern mitunter das klassische Bild eines Amokläufers vertreten.

Hier dient eine solche Floskel oder Identifkation dazu, um sich mächtig und groß zu fühlen, Aufmerksamkeit und Macht zu erhalten, um die mitunter zuvor erlebte Kontrollosigkeit zu kompensieren. Hass und Angst zu erzeugen, um seinen Gefühlen eine Form zu geben.

Bei radikalen Islamisten (die im Einzelfall sicher auch aus obiger Gruppe hervorgehen kann) ist das halt gewissermaßen ein anerzogenes Verhalten, das natürlich auch der Identifikation und dem Demonstrieren der Gruppenstärke dient.

Die Beweggründe können also fließend sein und sind es gerade in umserem Raum auch meist

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Nein. Einer rein polizeilichen Ladung musst du nicht einmal Folge leisten und dürftest sogar nicht erscheinen.

Im Rahmen der Höflichkeit ist ein kurzes Bescheid geben, falls möglich, aber sicher empfehlenswert

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Wäre natürlich möglich, dass man dir das unterstellt

Generell müssen solche Szenarien immer rekonstruiert werden und gerade bei Notwehr ist das mitunter "riskant" und niemand kann das Ergebnis im Vorfeld vorhersagen

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Nein, da Religionen auch als Erklärungsmodelle für z.t. beobachtete Phänomene eingesetzt wurden (siehe Naturreligionen) und sicher auch Teil unseres komplexen, abstrakten Verstandes sind.

So scheinen z.b. auch artverwandte Primaten ritualähnliche Handlungen durchzuführen.

Abschließend ist es natürlich schwierig zu beantworten, wie das alles ohne "Leid" aussehen würde, da solch eine Welt noch nicht einmal vorstellbar ist.

Religion als Institution dient und diente neben einer kontrollierten Aufbewahrund und Verbreitung natürlich auch dem Machterhalt und dem Ausüben politischer Tätigkeiten.

Daher ist es denke ich wichtig, Religion als Glaube oder Ritualform von einer politisch tätigen Institution zu unterscheiden

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Die Kultur und Erziehung und auch der Wunsch nach einem Sündenbock.

Gerade früher wurde alles was Konkurrenz war von der Kirche, als massiv politische Institution, verteufelt.

Widersprüche wurden nicht geduldet und selber nachdenken auch kaum - etwas, das leider die Kirche bis heute noch negativ beeinflusst.

Das typische Teufelsbild ist im Übrigen an den griechischen Hirtengott Pan angelehnt, den man, genauso wie Hexer und Magie als Konkurrenz betrachtet hat.

Gerade in früheren christlichen Traditionen gab es den Teufel so überhaupt nicht und in diversen abrahamitischen Strömungen wurde und wird Magie u.ä. praktiziert.

Interessant ist, das z.b. die katholische Kirche in ihren Ritualen und Praktiken viele Elemente "heidnischer" Religion verwendet, also genau die, die angeblich ja falsch und verwerflich sind/waren.

Um das zu verstehen muss man das ganze aus historisch politischer Sicht betrachten.

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Wir kommen nicht aus dem Nichts, was biologisch mit uns passiert ist gut nachvollziehbar (und das ist nicht Nichts, sondern eine Umwandlung bzw Abbau).

Was mit unserem Bewusstsein o.ä. passiert ist natürlich nicht nachweisbar und mangels objektiver Zugangs- und Prüfungsmöglichkeiten auch kein Gegenstand der modernen Wissenschaften.

Ist also letztendlich Glaubenssache

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Je nach Weltbild haben Götter z.t. durchaus Eltern, siehe griechische Mythologie. Wobei man hier natürlich auch eher interpretativ auf die vererbten Merkmale bzgl Personifikation, als auf eine tatsächliche Fortpflanzung, wie wir uns das vorstellen, eingehen kann.

Der Unterschied ist dabei mitunter fließend, siehe z.b. ägyptische Tradtionen, bei denen es Zeitalter und Gemeinschaften gab, die alle Götter als Aspekt eines einzelnen gesehen haben (vielleicht ganz ähnlich wie die Dreifaltigkeit, die es auch oder gerade in asiatischen Weltanschauungen gibt)

Aber auch dort gibt es dann irgendwann ein "Urstadium", der Ursprung von allen, was nicht zwangsläufig etwas lebendiges, sondern auch eine ursprüngliche Kraft oder Gesetzmäßigkeit sein kann.

Diese Frage nach dem "was war davor" kann man natürlich beliebig häufig fortsetzen und wird kaum zu einer zufriedenstellenden Antwort gelangen

"Aus nichts kann ja angeblich nichts enstehen."

Wer sagt denn, das es zuvor nichts gab? Und auch diese Kausalität ist etwas, an das wir gewohnt sind und die in unserem Universum essenziell ist. Das heißt aber nicht, das dies zwangsläufig so sein muss.

Wobei díes dann doch eher Richtung Naturwissenschaften geht: Letzetendlich können wir da nur das Universum beschreiben, in dem wir leben mit den Gesetzesmäßigkeiten und dem Aufbau, den es gibt.

Wie und warum das Universum entstanden ist, was es "außerhalb" desselbigen gibt usw sind Dinge, über die wir keine Informationen haben, da das Universum offenbar durchaus gut in sich geschlossen ist.

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Wie man sich in einer solchen Situation verhält, kann niemand vorhersagen.

Fakt ist natürlich, das insbesondere junge, alleinstehende Männer aufgrund des möglichen Statuserwerbs (also aus rein egoistischen Gründen) eher bereit sind, sinnlose Risiken auf sich zu nehmen.

Zu deinem Beispiel mit dem Kassierer: was ist mit deiner Familie? Und ist dem Kassierer eher geholfen wenn du vielleicht die Polizei rufst und ein guter Zeuge bist oder wenn du die Situation ohne Kontrolle eskalieren lässt und nicht nur deinen, sondern auch den Tod des Kassierers in Kauf nimmst?

Und bei einem Amoklauf: wäre es nicht besser anderen zu helfen zu entkommen anstatt sich selber sinnlos in Gefahr zu bringen, was den anderen mituntern gar nicht zu Gute kommt?

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Wann wurde die Füllung denn gemacht? Hat man die Farbe abgesprochen? Hast du gleich reklamiert?

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Psychisch könntest du versuchen dich auf deine Atmung oder die Ruhe dazwischen zu konzentrieren.

Körperlich wäre ein Eisspray (machen manche Zahnärzte generell) oder die oberflächliche Betäubung mit einem Lidocainspray (was normalerweise kaum notwendig ist, aber wenn du von OP sprichst: da kann es durchaus möglich oder sinnvoll sein)

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Dazu muss man wissen, das Religion und deren insitutionelle Bedeutung vor einigen Jahren noch anders und auch etwas umfassender war, als dies heute der Fall ist.

Keineswegs gleichzusetzen ist dies mit dem Glauben. So hat meine Oma mir früher öfters erzählt wie nach der Kirche über die gelästert wurden, die nicht in der Kirche waren (Nein, sie hat sich daran nicht beteiligt). Die Botschaft Jesu dürfte wohl anders ausgesehen haben...

Aber damit ist das ganze eigentlich recht gut erklärt: es waren Gewohnheiten, und eine gewisse gesellschaftliche Erwartung, z.t. auch daraus enstehende oder begründete Konflikte z.b. auch zwischen diversen Religionsrichtungen, die dann zur Separierung führen kann.

Das hat also nichts mit dem älter werden zu tun, sondern mit den Gewohnheiten, mit denen man aufgewachsen ist und die sich natürlich im Alter nur noch schlecht ablegen lassen.

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Nein, natürlich nicht.

Aber wie überall gilt: die Dosis macht das Gift. Bei manchen LM ist diese Dosis schneller erreicht, bei anderen dauert es länger.

Sojabohnen können, wenn man keine Allergie o.ä. hat, durchaus Teil der Ernährung sein. In höheren Mengen jedoch können sie mitunter bei manchen Menschen tatsächlich gesundheitsschädliche Wirkungen entfalten.

Kuhmilch kann ebenso Teil der Ernährung sein, aber in Massen ist auch diese, je nach Gesamtheit der Ernährung, mitunter wenig förderlich.

An einem einzelnen Lebensmittel lässt sich meist kaum festmachen, wie "gesund" etwas ist. Da muss man sich schon die gesamte Ernährung anschauen.

So können z.b. selbst Süßigkeiten in geringen Mengen Teil einer gesunden Ernährung sein, wohingegen natürlich die Nährstoffverteilung selber in diesen eher ungünstig ist (z.b. hoher Zuckergehalt)

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Arbeit kann toll sein, wenn Inhalt und Bedingungen stimmen.

Die meisten mögen ihren Job, aber das ist kein Kriterium. Bei vielen älteren Menschen stellt sich eine stagnierende Zufriedenheit ein, die nicht als positiv zu werten ist. Bei jüngeren hingegen kann es zu einer konstruktiven Unzufriedenheit kommen, die hingegen als positiv zu werten ist.

Die Art der Zufriedenheit ist also das Entscheidende, weniger der Pol derselbigen.

Nichts tun würde kaum jemand gerne - Menschen die am Ende ihrer Arbeitszeit ins Rentenalter eintreten können dir davon berichten. Man braucht natürlich nicht unbedingt einen Job um aktiv zu sein - Hobbys, Weiterbildung, freiwillige Dienste usw können auch bereichernd und produktiv sein.

Aber nichts zu tun ist spätestens mittelfristig eher belastend.

Mit viel Geld hat man natürlich unter Umständen die Möglichkeit das zu tun, was man tun möchte und muss nicht irgendwas machen, um über die Runden zu kommen. Das ist der entscheidene Punkt und letztendlich würde jede Gesellschaft davon profitieren, wenn jeder das tun könnte, in dem er erfolgreich und produktiv ist. Möglichkeiten dies zu machen wären z.b. offene Studienzugangsmöglichkeiten, gezieltere Förderungen, eine bessere Arbeitspolitik usw

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