Im Mittelalter kein Vitamin B12?

21 Antworten

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Die meisten Menschen im Mittelalter haben nur sehr selten Fleisch gegessen. Jagen war dem gemeinen Mann bei Todesstrafe verboten, und Fleisch von Nutztieren war sehr teuer. Das Hauptnahrungsmittel war Getreidebrei.

Allerdings waren die hygienischen Verhältnisse damals ganz andere. Vitamin B12 wird von Mikroorganismen produziert. Diese finden sich im Darm jedes Tieres, und auch in den Fäkalien, und gelangen von dort überall hin. Auch auf Pflanzen findet man geringe Mengen, wenn sie nicht gewaschen und mit Pestiziden behandelt werden, was im Mittelalter nicht der Fall war. Auch in jedem Gewässer findet man diese Organismen. Selbst zur Mundflora des Menschen gehören diese Mikroorganismen und versorgen uns über die Mundschleimhaut mit gewissen Mengen Vitamin B12, wenn wir sie nicht durch tägliches Zähneputzen ständig dezimieren würden (was nicht heißt, dass man nicht Zähen putzen sollte, das ist durchaus sinnvoll).

Fazit: Im Mittelalter brauchte man sicher weder Fleisch noch Milch noch Eier zu konsumieren, um den B12 Bedarf zu decken. In unserer modernen hygienischen Welt sieht das anders aus. Dafür haben wir nicht mehr die Seuchen und Epidemien des Mittelalters.

Es also diesbezüglich auch leider noch eine andere Seite der Medaille. Hm verstehe :)

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Danke für die gute Info. Eine Ergänzung: Die Menschen im Mittelalter wurden etwa 50 Jahre alt.

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Vitamin B12 wird nicht von Pflanzen und schon gar nicht von Tieren hergestellt, sondern von Bakterien welche am Boden oder im sauberen Wasser leben. Menschen haben damals kein Problem B12 aufzunehmen, das Problem ist mit der essfertigen, verpackten Lebensmittel gekommen, diese werden entsprechend gewaschen, dadurch geht B12 verloren, heisst aber nicht völlig.

Nebenbei gesagt: der B12 Bedarf für 70 Jahren Lebenszeit beträgt ca. 40 g, in unsere Zeit besteht die Wahrscheinlichkeit B12 Mangel zu bekommen bei 1:1.000.000, demnach dürften in DE ca. 80 Personen darunter leiden.

Erstmal Vorweg, Vitamin B12 wird von Tieren zwar hergestellt aber erst im Endarm und wird somit ausgeschieden,, den Tieren bringt das also nichts. Vitamin B12 wird daher weder von Pflanzen noch von Tieren produziert sondern von Mikroorganismen wie Bakterien hergestellt, dies findet man meistens in Gewässer oder auch auf Pflanzen. Der Mensch oder auch Tier konnte das also entweder über Pflanzen oder über das Tier zu sich nehmen. Wir Leben aber mittlerweile in einer Sterilen Gesellschaft, das heißt, das Wasser und die Pflanzen werden vorher gereinigt, dadurch sterben unter anderem Bakterien, Keime, Viren ab auch das sogenannte Vitamin B12. Daher ist es empfehlenswert das Vitamin zu sich zu nehmen.

Danke ^^

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Zitat FS:
Wie sah es mit Menschen aus, die sich vor Fleisch in der frühen Zeit der Menschen geekelt haben? Sind solche Menschen an Mangelernährung gestorben?

Was für eine absurde, fast kranke Vorstellung.

Seit Beginn ihrer Entstehung haben Lebewesen eine Strategrie entwickelt, die auf Überleben und Fortpflanzung ausgrichtet war und ist.

Da war Ekeln keine Option.

Woher ich das weiß:Hobby – Kooperation mit Archäologen und Landesämtern

Aber Tiere auf offener Straße enthaupten ist nicht absurd und eine kranke Vorstellung sondern gehört zu einer langjährigen Kultur. Planet der Affen

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@DonaldWatson

Lies Deinen, von mir zitierten, Zusatztext. Allein darauf habe ich geantwortet, auf die frühe Zeit des Menschen.

Und da war schlicht und einfach kein Platz für Ekel. Sie ernährten sich von dem was vorhanden war.

Es gab auch noch keine Straßen.... vor mehr als 4 Millionen Jahren.

Was willst Du mir also sagen? Menschen haben sich unterschiedlich entwickelt, hatten schon früh unterschiedliche Kulturen und das ist auch heute noch so.

Ob Du oder ich das gut oder schlecht finden interessiert sowieso irgendwann keinen mehr.

In einigen tausend Jahren können Teile Deutschlands wieder unter mehreren hundert Meter Eis liegen, wie es vor 25.000 Jahren war.

Was werden die Menschen wohl zum Überleben vorfinden? Können sie wählen zwischen Fisch, Fleisch oder Pflanzen?

Die vergangene Geschichte kann man nicht mehr ändern (sie hat uns geprägt) und wir werden die zukünftige Geschichte nicht autark beeinflussen.

Die Welt kommt ohne uns aus.

PS was meintest Du nochmal mit den Tieren...?

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@Hayns
Die vergangene Geschichte kann man nicht mehr ändern (sie hat uns geprägt) und wir werden die zukünftige Geschichte nicht autark beeinflussen.
  • Wenn es nur solche Menschen, so wie Du geben würde, hätten man heute noch ein Patriarch als Staatsoberhaupt. Dank der Aufklärung der Kirche sind Menschen gebildeter und liberaler geworden. Nur weil uns in der Vergangenheit stark geprägt hat, muss man nicht drankleben bleiben wie ein Kaugummi sondern sollte rational handeln und sich von den alten schlechten Gewohnheiten befreien. Prägung kann auch was Gutes bewirken in dem man erkennt, das es Fehler sind. Ekel hatten sehr viele Menschen schon vor der Geburt in den Genen inkludiert weil es evolutionsbedingt förderlich war sich vor Krankheiten zu schützen.
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@DonaldWatson

Wiederholt liest Du nur selektiv wie es Dir gefällt.

Ich zitiere mich selber: Ob Du oder ich das gut oder schlecht finden interessiert sowieso irgendwann keinen mehr.

Patriarch, Staatsoberhaupt? Ich lebe und klebe auch gar nicht in Deiner Welt...

Mit einem entsetzt Du mich, Zitat DonaldWatson: "Dank der Aufklärung der Kirche..."

Damit bin ich raus hier.

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@Hayns
  • Durch die Dominanz der Kirche wurden mehr als 1000 Jahre lang Wissenschaft und Forschung behindert und unterdrückt. Das meinte ich damit.

Wie meinst du das mit „ob wir es schlecht oder gut finden, interessiert es später keinen mehr“? Detaillierter bitte

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@DonaldWatson

Deutlicher als detailliert geht nicht, ich habe es doch klar begründet. Das scheint mir also keinen Zweck zu haben.

Im Übrigen, Donald Watson wäre nicht Donald Watson geworden und auch Du würdest nicht bis hierher gekommen sein, wenn es nicht unsere Altforderen gegeben hätte.

Sie haben uns den Weg bereitet. Dass in den letzten Sekunden der Erdzeit einiges schief gelaufen ist, ist bedauerlich.

Deine Gesinnung kannst Du behalten, die kratze ich nicht an.

Über die Kirche diskutiere ich dennoch nicht.

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@Hayns
Im Übrigen, Donald Watson wäre nicht Donald Watson geworden und auch Du würdest nicht bis hierher gekommen sein, wenn es nicht unsere Altforderen gegeben hätte.
  • Es sagt aber über die Stupidität der frühen Menschen nichts aus oder? Es gibt Millionen von Beispielen und Fehler was sie Menschen damals gemacht haben , das weißt du selber. Das mit der Verkettung der Homosexuelle in der Metropole oder der sinnlose Nationalstolz, Morde, Kriege Gier usw. Es ist den Umständen entsprechend besser geworden aber ist noch sehr viel zu machen. Massentierhaltung, Gier, Ungerechtigkeit halt tierische Instinkte die noch in einigen tief sitzen. Müssen zu Vollmenschen werden und das Spiel der Natur nicht mehr mitspielen.
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@DonaldWatson

Noch einmal weise ich Dich darauf hin, dass Du offensichtlich "selektiv" liest, also nur das liest, was Du lesen willst.

Zitat Hayns: "Sie haben uns den Weg bereitet. Dass in den letzten Sekunden der Erdzeit einiges schief gelaufen ist, ist bedauerlich".

Ehrlich - ich kann mir kaum vorstellen, dass Du das nicht verstehst?

Frühe Menschen erachte ich nicht als stupid!

Wenn Du über die Fehler der "damaligen stupiden Menschen" sprichst, dann liegt Dein "damals" in "den letzten Sekunden" die ich oben erwähnte, in denen einiges schief gelaufen ist.

Diese, Deine damaligen Menschen haben nichts mit den "frühen Menschen" zu tun.

Und nicht vergessen, der Begriff, die Bezeichnung "der frühen Zeit der Menschen" kam von Dir. Ich konnte nicht annehmen, dass Du die Bedeutung nicht kennst.

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@Hayns

Du redest hier unterschwellig (durch die Blume) über Vierbeiner also affenähnliche Menschen, unsere Vorfahren. Dann sag es so das man es versteht. Ich spreche ab dem Zeitpunkt der Homo Sapiens und Neandertaler, davor waren es sowas wie Affen und ist unerheblich.

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@DonaldWatson

Nein, ich spreche von unseren Altforderen. Von denen die Du benanntest. Die, die für Dich Werkzeuge verbesserten, das Feuermachen so aufzubereiten, dass es immer zur Verfügung stand, Jagdmethoden optimierten in dem sie die geeigneten Jagdutensilien (u.a. Pfeilspitzen aus Flint) herstellten um zu überleben - und es gibt sogar steinzeitliche Holzräder, womit wir uns nun im Neolithikum befinden.

Hammer, Beil, Löffel, Messer, Schaber, Bohrer und viele Altagsgegenstände die Du heute verwendest sind von den frühen Menschen geschaffen und haben sich in der Grundform bis heute erhalten.

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Vitamin B12 wurde erst 1926 , die weiteren Vitamine wurden ab dieser Zeit entdeckt.

Es wird im Mittelalter kaum Menschen gegeben haben, die sich vor Fleisch geekelt haben.

In der Normalbevölkerung war man nicht wählerisch , da die meisten- nach heutigen Gesichtspunkten- arm waren und froh sein mussten, genug Essen zu bekommen.

Vitamin 12 - Präparate werden heute aber nur von Vegetariern ,Veganern, z.T. chronisch Kranken und ggf. alten Menschen benötigt, wenn bei diesen vom Arzt ein Mangel festgestellt wurde.

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