Woher bekamen die Menschen im Mittelalter und vorher das Vitamin C?

9 Antworten

Vitamin C findet sich in den unterschiedlichsten Pflanzen. Im Gegensatz zu dem, was hier viele Schreiben, waren die Menschen im Mittelalter nicht darauf angewiesen, ihre pflanzliche Nahrung zu sammeln. Landwirtschaft wird seit mehreren Jahrtausenden betrieben, im Mittelalter auch schon lange nicht mehr nur für den eigenen Bedarf. Skorbut war nur dann ein Problem, wenn über längere Zeit keine Vitamin C-haltigen Nahrungsmittel zur Verfügung standen, beispielsweise gab es auf Kreuzzügen Probleme damit. Da Vitamin C auch in vielen Wintergemüsen enthalten ist, trat Skorbut bei der normalen Bevölkerung nur bei langen Wintern auf.

Nein, sie aßen allgemein zu wenig...die Armen zumindest. Aber Vit. C ist auch in Kartoffeln und vor allem Kohl.

Ja, das habe ich gelesen das die meisten Wälder im Herbst in schlimsten Zeiten fast blitze blank geputz waren. Ich stelle mir gerade vor wie ich, nix zu essen im Wald stehe und die Zähne in die nächste Eiche haue...

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  1. Kartoffeln im Mittelalter, das wird nichts.

  2. Die Menschen im Mittelalter waren alles andere als unterernährt.

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@Jerne79

Ja stimmt die gabs nämlich noch garnicht genauso wenig wie Tomaten, Mais und Schoki

aber mit der Ernährungslage wäre ich etwas vorsichtiger

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@garryowen

Es gibt genug anthropologische Daten sowie archäologische Funde, die Aufschluß über die Ernährungslage im Mittelalter geben. Bis auf die alleruntersten Schichten war Hunger mit Ausnahme von Jahren mit Mißernten u.ä. nun wirklich kein Problem.

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@garryowen

Was Jerne da schreibt ist schon korrekt. Wenn die Bauern nicht das ganze Jahr über auf der faulen Haut lagen, hatten die schon genug zu essen. Die Menge von Abgaben wurde so gut wie nie verändert, dafür haben sich Landwirtschaftstechniken verbessert. Ab dem Hochmittelalter hatte ein Bauer den Hungertod nicht mehr zu fürchten, es sei denn die gesammte Ernte würde ausfallen, was dann tatsächlich sehr schlecht wäre. Das passierte aber, wenn ich mich nicht irre, nicht sehr häufig.

Die einzige soziale Gruppe bei der die Ernährung tatsächlich knapp werden könnte wären Bettler. Andererseits vor der Reformation bekamen die theoretisch genug Almosen um nicht zu verhungern, und dann gab es auch noch Bettlerzünfte, die sich um ihre Angehörigen kümmerten. Also selbst als Bettler musste man nicht umbedingt verhungern.

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@karolusmagnus

Das wäre in einem schönen und lieben Weltbild natürlich wahr. In diesem gibt es auch Einhörner und Prinzessinen. ABER NICHT IN EINEM FEUDALSYSTEM in das Lehen und Fron und Leibeigenschaft galten.

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@garryowen

Diese elende Mär vom verhungernden Menschen im Mittelalter geht mir auf den Zeiger. Lehrer, die in ihrem gesamten Studium ein oder zwei Seminare zur mittleren Geschichte gemacht haben, propagieren das finstere Mittelalter, Hollywood zeigt Menschen in erdfarbener Kleidung in windschiefen Dörfern mit matschigen Wegen, das glaubt man gern.

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@Jerne79

Naja hinter unseren Haus fand 1234 ein kreuzzug statt es ging nich nicht um essen davon gabs genug glaub ich. Es ging um Steuern und herschaft über bauern durch den klerus.

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@garryowen
  1. 1234 gab es keinen Kreuzzug.

  2. Die von dir genannten Dinge sind in der Regel nicht der Grund für einen Kreuzzug. Vielleicht gab es da einen Bauernaufstand, aber sicherlich keinen Kreuzzug.

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@garryowen

Da steht doch eindeutig und groß:

Bauernkrieg als Kreuzzug 1229 bis 1234 im Bistum Bremen

und das wichtige Wort in diesem Titel ist

BAUERNKRIEG.

MfG

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@garryowen
  1. Prinzessinnen gibt und gab es.
  2. Ein Lehen ist eine Leihgabe eines Lehnsherrn an seinen Vasallen, das hat an sich nichts mit der Ernährungslage der Bauern zu tun.
  3. Frondienste sind Dienste am Lehnsherrn, wie z.B.Bau- und Reparaturarbeiten an Häusern und Infrastruktur. Unter Umständen auch Abgaben von Naturalien. Trotzdem waren die Abgaben einmal festgelegt worden und danach nie geändert. Wenn du Bauer wärst, und dein Ururgroßvater dem Erzbischof von Köln ein Sack Korn abtreten musste, dann wurde das zu Zeiten deines Ururgroßvaters festgeschrieben. Nehmen wir mal an um einen Sack Korn zu produzieren musste dein Ururgroßvater täglich fünf Stunden auf dem Feld stehen, wenn er dann stattdessen sechs Stunden täglich arbeitet, dann hat er wenn er die Abgaben zahlen muss mehr für sich. Dann must du 4 Generationen später immer noch einen Sack Korn, nicht mehr nicht weniger, abgeben, auch wenn du dank besserer Techniken, längerer Arbeitszeit etc. mittlerweile 5 Sack Korn produzierst.
  4. Es war nicht im Interesse des Lehnsherren, wenn seine Bauern verhungern. Wenn die Bauern tot sind, können sie keine Abgaben zahlen. Und wenn die tot sind müsste man sie ersetzen, nur zieht man als Bauer ungerne zu einem Lehnsherrn der seine Bauern verhungern lässt, und so ließe sich dann kein Ersatz anlocken. Entsprechend wird ein Lehnsherr eher seinen Bauern einen Sack Korn erlassen, damit diese über die Runden kommen, als dieses zu verweigern und dann in der Zukunft Versorgungsprobleme zu haben.
  5. Es gab viele Freibauern, vor allem östlich der Elbe, und in unwirklichen Gebieten wie dem Hunsrück. Im Zuge der Besiedlung dieser Gebiete hat man den Bauern die sich dort ansiedeln würden die Freiheit zugesichert. Und der Großteil von denen ist, soweit ich weiß, auch freigeblieben.
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Auch andere Nahrungsmittel enthalten Vitamin C. Viele sogar mehr als Zitrone und Co.

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