Hundekaufvertrag per email oder foto?

14 Antworten

Naja...wenn das kein seriöser Züchter ist, dann ist das egal, ob du da einen Kaufvertrag erstellst oder nicht. Nach dem Überweisen wirst du in dem fall nix mehr hören.

Bei einem seriösen Züchter scheint mir der Preis samt Überführung schon sehr günstig. Verdächtig günstig.

Ansonsten kann man das da schon im Kaufvertrag festhalten. Aber den eben per Post in zweifacher Ausführung unterschrieben hinschicken und dann ein Exemplar vom Vertragspartner ebenfalls unterschrieben zurückschicken.

Du hast Dich natürlich vergewissert, dass es eine seriöse Zucht ist, warst einmal vor Ort und hast Dir die Situation angeschaut, um auf keinen Fall die Massenproduktion von Welpen für naive Käufer zu unterstützen und auch keinen dauerkranken, verhaltensgestörten Hund zu bekommen.

Dazu wird der Hund natürlich nicht von irgendeinen LKW-Fahrer über viele Stunden eingepfercht in irgendeiner Kiste per Foltertransport rübergeholt, sondern über Tage mit vielen Pausen und Übernachtungen schonend allein mit kompetenter Begleitperson transportiert.

Bei Ansprüchen gegenüber russischen Vertragspartnern musst Du vor einem staatlichen russischen Gericht klagen. Das heißt, ein russischer Anwalt, Übersetzer, eventuell sogar Deine Anwesenheit als Zeuge. Damit lohnt sich das erst bei viel höheren Beträgen bei zweifelhaften Erfolgsaussichten.

Erspare das Ganze also Dir und den Hund.

Hallo!

Über die (wahrscheinliche) Unseriösität "russischer" und anderer "Hundezüchter" aus den (zumeist) osteuropäischen, bzw. direkt russischen Regionen wurde bereits so einiges geschrieben.

Leider entspricht dies oftmals der Wahrheit. Dort hat man ein völlig anderes Verständnis zu dem bei uns so beliebten Haustier und Begleiter.

https://www.youtube.com/results?search_query=hunde+verkauf+russland

https://www.youtube.com/results?search_query=welpenhandel+russland

Allerdings wäre auch rechtlich sehr viel zu beachten, selbst wenn man an einen seriösen Züchter geraten sollte:

https://www.google.com/search?q=hunde%20import%20russland

Mein alternativer Vorschlag wäre:

Schau Dich mal hier in Deutschland um. Vor allem in Tierheimen und in den diversen Kleinanzeigen von Tier-Zeitschriften.

Mein Vater hat bereits zwei tolle (erwachsene) Hunde über ein äußerst klassisches "Blatt", bzw. dessen Internet-Portal gefunden. Und "Computer" und erst recht das "Internet" sind eigentlich so gar nicht sein Ding ...

https://www.deine-tierwelt.de/

Dort gibt es viele tolle Hunde, deren bisherige Halter in den allermeisten Fällen wirklich wollen, daß diese Tiere in gute und fürsorgliche Hände kommen. Denn sie hängen oftmals sehr an ihnen.

Da kann man dann persönlich hin und sich die Tiere und deren bisheriges Umfeld ansehen.

Vor allem wenn man bereits einen Hund hat, muß darauf geachtet werden, daß diese auch miteinander klar kommen.

Es müssen auch nicht immer Welpen sein. Ein bereits erwachsender Hund kann auch sehr viel Freude bereiten. Und ältere Hunde sind ebenfalls sehr oft treue Begleiter und Familien-Hunde.

Also unterschätze unsere Tierheime nicht. Dort gibt man sich sehr viel Mühe mit den Tieren in deren Obhut.

Und gibt diesen Tieren ebenfalls eine faire Chance!

Gruß

Martin

Ein Vertrag per E-Mail oder Foto? Ein Vertrag ist nur gültig, wenn er im Original vorliegt und BEIDE Parteien den unterschrieben haben. Sonst wird ja nicht eingewilligt.

Tiere sind doch keine Ware, die man ebenso mal verschickt.

Lass dich bloss nicht darauf ein.

"Ein Vertrag per E-Mail oder Foto?"

Ja, sogar nur mit Gesten und ohne ein Wort zu sprechen sind Verträge gültig. Wenn du am frühen Morgen einen Kaufvertrag für einen Kaffee und eine Zeitung abschließt, bekommst du dann einen Kaufvertrag im Original und unterschreiben beide Parteien diesen? Das Zauberwort heißt konkludente Handlung.

Fazit: deine Aussage ist einfach nur falsch.

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@SirKermit

Bei einem schriftlichen Vertrag müssen trotzdem beide Parteien unterzeichnen. Vorallem in einer solchen Situation, die auch noch länderübergreifend ist, empfiehlt sich das!

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@Luardya

Bevor das verwirrend wird:

Ein Vertrag kann auf nahezu beliebige Weise geschlossen werden.

Du hast "Ein Vertrag ist nur gültig, wenn er im Original vorliegt " geschrieben, was zu kurz greift. Auch unterschreiben ist nicht zwangsweise nötig, selbst wenn er Schriftform hat. Soweit ich mich erinnere. Denn wenn durch Zeugen beweisbar ist, dass beide genau diesem schriftlichen Dokument zugestimmt haben, dann gilt der Vertrag.

Dass ein schriftlicher Vertrag grundsätzlich sinnvoll ist, steht auf einem ganz anderen Blatt. Aber mal zurück zum TE, selbst wenn beide Parteien dicke Vertragswerke unterschreiben, was ist dann? Wie willst du wissen, wer in Russland wirklich unterschrieben hat? Und wie willst du erfolgreich dein Recht durchsetzen, wenn das Geld verschwindet oder andere Probleme auftauchen?

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@SirKermit
Ein Vertrag kann auf nahezu beliebige Weise geschlossen werden.

Das ist mir bewusst. Der/Die FS will jedoch einen schriftlichen Vertrag. Besprochen haben sie dies bestimmt schon.

Wie willst du wissen, wer in Russland wirklich unterschrieben hat? 

Das kannst du nicht wissen und mir persönlich wäre dies zu riskant.

Aber WENN man eine Chance hätte, dann eher so.

Besser wäre es natürlich, alles vor Ort zu machen.

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@Luardya

Der Vertrag ist schon dadurch bewiesener maßen geschlossen, dass die Verkäuferin dem Käufer die Bankverbindung mitgeteilt hat und der Käufer den, vermutlich schriftlich geforderten Betrag, überwiesen hat.

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@Still

Aber der die FS wünscht einen schriftlichen Vertrag in Form eines Papiersstücks. Dann sollten schon beide Unterschriften drauf sein.

Ich kann dir ja auch nicht einfach ein Blatt Papier vor die Nase halten und sagen, der Vertrag ist so gültig. Ich brauch auch deine Einwilligung. Die Bestätigung, dass der Vertrag gelesen und akzeptiert wurde.

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@Luardya

Ds wäre die klassische Variante. Heutzutage wäre eine E-Mail-Korrespondenz oder Whats-Up-Verlauf ebenso rechtsverbindlich.

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Diese Betrugsmasche wird auch regelmäßig mit Autos abgezogen. Bei einem Vertragspartner in Russland nutzt dir ein Kaufvertrag überhaupt nichts. Den müsstest du nämlich notfalls vor einem russischen Gericht einklagen und wie du das hinkriegen möchtest, musst du erstmal erzählen.

Desweiteren ist das aus gutem Grund inzwischen schlichtweg verboten. Wenn die überhaupt einen Hund losschicken würden, was stark zu bezweifeln ist und wenn ja, wäre es eine Tierquälerei, müsstest du damit rechnen, dass der Hund an der Grenze beschlagnahmt und womöglich später sogar eingeschläfert wird. Wenn das passiert, wärst alleine du daran schuld und obendrein auch dein Geld los.

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