Hund knurrt und schnappt nach Baby?

5 Antworten

Hier wird niemand helfen können. Wie auch? Wir sehen es nicht.

Ihr müsstet die Ursache herausfinden, wieso der Hund das macht. Ist er unsicher und kann es nicht einschätzen? Weiss er keine Alternative? Ist früher (vor euch) mal was passiert? Ist gesundheitlich alles in Ordnung?Und so weiter. Das sind wichtige Aspekte.

Ohne es sehen zu können: Scharfe Korrektur bringt nichts, wenn der Hund keine Alternative kennt und das aus Unsicherheit tut. Der Hund muss wissen, was er stattdessen tun soll und dass er sicher ist. Bedeutet: Hund an eine Hausleine. Wenn er zum Baby will, führ ihn davon weg zum Beispiel an seinen Rückzugsort, da gibt es dann was.

Und findet heraus, was genau es auslöst. Bewegt sich das Baby da? Sagt es was?

Ganz wichtig: Entweder ein Trainer/eine Trainerin mit moderner Erziehung suchen, die sich damit wirklich auskennt (kein Alpha-Gerede, das ist Blödsinn) oder den Hund in erfahrene Hände abgeben, bevor etwas passiert.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Hund mit Verhaltensauffälligkeiten

Also wenn ich sowas lese läuft es mir kalt den Rücken runter...

Ihr müsst hier ganz klar verstehen was da abläuft. Ein unsicherer, schnell gestresster Hund der sich nicht auf das "Urteil" seiner Menschen verlässt und versucht Dinge selbst zu regeln (Menschen anbellen etc.). Oder ist es eher ein Hund der eigentlich sehr selbstbewusst ist und sich "nichts sagen" lässt ? Das müsste zunächst geklärt werden um die Motivation des Hundes zu verstehen. Hier stimmt ja schon in der "Mensch/Hund" Beziehung schon was nicht wenn sich der Hund von Euch nichts sagen lässt.

Aber Ich gehe jetzt mal von einem unsicheren Hund aus...

Da ist plötzlich ein Wesen das komische Geräusche macht und sich auch noch bewegt. Dem Hund ist das unheimlich und er versucht es zu vertreiben. Du gehst dazwischen und reglementierst den Hund "scharf". OK - das wird er vielleicht aktzeptieren - solange Du quasi die "Besitzansprüche" auf das Baby stellst. Aber ich würde mich nicht darauf verlassen was passiert wenn Du mal nicht da bist oder kurz den Raum verlässt. Das Kind wird irgendwann anfangen richtig schnell zu krabbeln und zu laufen. Was dann ? Du kannst die beiden nicht ständig im Auge haben.

Du musst Dich ganz klar entscheiden was du tun willst. Den Hund abgeben in ein ruhiges Zuhause ohne Kinder wäre sicherlich für alle Beteiligten die schnellste und einfachste Lösung.

Wenn Du aber wirklich daran arbeiten willst dann musst Dir klar sein dass es ein langer Weg wird und Du das Kind einem immensen Risiko aussetzt.

Ich kann Dir nur sagen was ich tun würde. Ich würde zunächst mal auf Sicherheit setzen. Den Hund an einen weichen Maulkorb gewöhnen (Kein Drahtmaulkorb weil er das Kind auch damit verletzen kann wenn er nur mal damit zustösst).

Dann würde ich jeden Tag eine Stunde Zeit einplanen in der ich den Hund sichere (Maulkorb, Hund festbinden etc.) und mich zwischen das Kind und den Hund auf den Boden setze. Ruhige friedliche Stimmung schaffen. Eine Schale tolle Leckerchen sollte nicht fehlen.

Dem Hund ruhig zeigen, dass das Kind ungefährlich ist. Du beschäftigst Dich mit dem Baby und wirfst dem Hund nebenbei immer mal ein Leckerchen hin wenn er ruhig bleibt. Wenn er nach vorne geht darfst Du ihn ruhig zurück schicken aber versuche möglichst nicht zu grob zu werden. Sonst verknüpft der Hund das negativ mit dem Baby. Ziel wäre dass der Hund neugierig wird, den Geruch den Babies aufnimmt und die Situation verarbeiten kann (das kann er auch aus ein paar Metern Entfernung - lass ihn erstmal natürlich nicht an das Kind heran). Ganz ganz wichtig ist dass eine ruhige und entspannte Stimmung entsteht. Viel Lob für den Hund wenn er ruhig bleibt. Aber auch wenn er friedliches Interesse zeigt - nicht gleich panisch werden sondern Du musst genau abschätzen können in welcher Absicht der Hund handelt. Aber da Du ja Hundeerfahrung hast sollte das nicht so schwer sein. Du musst quasi rund um die Uhr die beiden beaufsichtigen aber den Hund nicht ausschliessen sondern immer wieder versuchen ihm ruhig und friedlich klarzumachen dass das Kind jetzt dazugehört. Man sollte auch nicht jeden Versuch des Hundes Kontakt damit aufzunehmen zu unterbinden - aber man muss halt extrem auf Sicherheit achten.

Wenn sich nach ein/zwei Wochen keine Änderung im Verhalten des Hundes zeigt - wenn er also immer noch versucht das Baby anzugehen - dann würde ich mich zum Schutz des Kindes von dem Hund trennen.

Das Kind wird grösser und fängt irgendwann an zu laufen und es wird der Tag kommen wo das Kind mal auf den Hund zuläuft oder irgendwas vom Boden nimmt das der Hund vielleicht als "Meins" ansieht und selbst wenn er dann nicht richtig zubeisst sondern nur "abschnappt" wie es Hunde untereinander tun - selbst dann kann das Kind schwere Verletzungen davontragen. Ich würde das nicht riskieren wollen.

Ich weiss jetzt nicht ob das bei Euch von Anfang an schon so war. Eigentlich sollte man gleich wenn man mit dem Baby nachhause kommt es dem Hund vorstellen und zeigen, ihm die Gelegenheit geben den Geruch aufzunehmen etc. Viele Eltern machen das halt aus Angst nicht. Und wenn man den Hund dann jedesmal panisch wegschickt wenn er sich nähert dann ist das Kind für den Hund schon "negativ" . Und das schaukelt sich dann natürlich hoch.

Du musst entscheiden ob Du DIr zutraust dem Hund noch eine Chance zu geben und in der Lage bist das Kind zu schützen.

lässt sich schwer begrenzen, bellt jegliche Menschen an. (Wir haben schon mehrere Trainer durch) Sie knurrt und fixiert mit ihren Augen unser Baby (6 Monate) seit ca 2 Wochen.

Die Sozialisation ist fehlgeschlagen. Der Hund hat es halt nicht gelernt, das ihr die Alpha Tiere seid und das euer Baby nun ein neues "Rudelmitglied" ist. Ja, Hunde sind Rudeltiere.

Schon im Welpenalter müssen sie lernen, dass es immer Menschen gibt, die neu ins 'Rudel' kommen. Dazu lässt man den Welpen mit möglichst vielen Menschen zusammenkommen. Der Welpe 'lernt' das die neuen Menschen keine Bedrohung darstellen, sondern man sich mit ihren gutstellen sollte, schließlich gibt es positive Streicheleingheiten und Leckelis, All das haben die Trainer sicher versucht.

Wenn die Trainer mit ihrem Latein am Ende sind, dann ist im wahrsten Sinne das Kind in den Brunnen gefallen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

„Der Hund hat es halt nicht gelernt, das ihr die Alpha Tiere seid und das euer Baby nun ein neues "Rudelmitglied" ist.“

Das ist halt veraltete Wissenschaft, die widerlegt wurde. Aber sonst ja: Der Hund muss lernen, dass Menschen keine Gefahr sind. Der Hund konnte das aber scheinbar als Welpe nicht lernen, sie haben ihn ja erst seit er 3 Jahre alt ist.

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Bitte beendet das Drama, bevor es zu einem Beissvorfall kommt. aus Sicherheit für euer Kind UND eurem Hund zuliebe, denn Hunde, die einmal gebissen haben, sind super schwer zu vermitteln.

Seht es mal so: In einem neuen Zuhause ohne Baby fühlt sich der Hund sicherlich wohler und die neuen Besitzer können gezielt an den Problemen des Hundes arbeiten, ohne Gefahr zu laufen, wegen der Fürsorgepflicht dem Baby gegenüber irgendwas zu übersehen.

Hey,

Sucht euch erstmal professionelle Hilfe... erst dann würde ich überhaupt über eine Vermittlung nachdenken

LG

Wir haben schon mehrere Trainer durch
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@LeBonyt

Ja aber anscheinend niemanden, der was gebracht hat.

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