Haftung bei falsch zugestellter DHL Nachnahme?

7 Antworten

Das wäre ein Fall für einen Anwalt. Denen würde ich aber Dampf machen. Wenn Du einen Beleg hast, aus dem hervorgeht, das es sich um eine Nachnahme im Wert von 1700,-- Euro handelt, dann lass Dich nicht so abspeisen. Ein Paket ist zwar nur bis 500,-- Euro versichert, aber die Nachnahmesendung hebelt das wieder aus.

Den Einlieferungsbeleg habe ich zwar leider nicht mehr, aber wie gesagt die Online Versandmarke, die auch eindeutig als Nachnahme gelöst wurde. Da steht auch der besagte Betrag drauf.

Die Sendeverfolgungsnummer, die mir beim lösen der Marke mitgeteilt wurde, ist auch im System der Post als zugestellt eingetragen. An die Entsprechende Adresse.

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Ich bin zwar "nur" Speditionskaufmann und nicht aus der Paket-Branche, allerdings sagt mir mein Rechtsverständnis, daß Du DHL mit 2 Dingen beauftragt hast:

  1. mit dem Transport des Paketes
  2. mit dem Einzug eines Betrags

letzteren Vertragsbestandteil haben sie nicht erfüllt. In den AGB habe ich hier auch keinen Ausschluss gefunden.

Im Gegenteil, hier:

https://www.dhl.de/content/dam/images/pdf/dhl-agb-paket-express-national-022017.pdf

Die Haftung der DHL für den Service Nachnahme ist bei Fehlern bei der Einziehung oder Übermittlung des Betrages auf den Nachnahmebetrag begrenzt. Die Haftung der DHL für die fehlerhafte oder unterlassene Ausführung von Servicesist auf das entsprechende Zusatzentgelt beschränkt

Heißt, DHL haftet für den vollen Nachnahmebetrag.

Ich würde an Deiner Stelle mal mit den vollständigen Unterlagen zur nächsten (ggf. größeren) Filiale gehen und um ein Gespräch bitten.

Vielen lieben Dank schon mal. Habe eben morgen meinen Termin beim Anwalt.

Habe Monate damit verschwendet, das mit der Post zu klären. Habe mindestens 5 Schreiben hier, die mir sagen, dass mir vom Kundenservice leider keiner weiterhelfen kann. Einen wirklichen Ansprechpartner habe ich nie ans Telefon bekommen, sondern einfach nur den Standartsupport, der für mich die Sendeverfolgunsnummer eingegeben hat.

Bin auf jeden Fall sehr gespannt, was morgen raus kommt.

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@sefth99

Richtige Entscheidung. Nur so wirst du eine Klärung bekommen. Der Kundenservice der Post ist wirklich eine Katastrophe.

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Nein, die Sendung ist bei der Post nur bis zu 500 € versichert, wenn du keine Zusatzversicherung gemacht hast.

Es ist sogar so, das die Post die Auszahlung der Versicherung komplett Verweigert, wenn der Warenwert über dem Versicherungswert liegt.

Heißt: kannst froh sein überhaupt 500 € bekommen zu haben.

Du mußt das Geld bei deinem Kunden anmahnen und einklagen.

Da passt doch was  nicht zusammen!

Post sagt : nicht als Nachnahmepaket ausgeliefert.

Empfänger sagt : Geld wurde bezahlt.

Das würde bedeuten: der Zusteller hat sich das Geld eingesteckt, was auch ganz einfach möglich wäre.

Der Zusteller ändert morgens im Beladungsmodus die Option "Nachnahme"- in ein "normales" Paket. 

Ich würde jetzt sofort einen Anwalt einschalten, damit mal Licht ins Dunkeln kommt, wer denn nun den schwarzen Peter hat.




Woher ich das weiß:Beruf – Erfahrungen

Der Zusteller sicher nicht.

Das System weiß ja das es ein nachnahmepaket ist. Genauso wie es merkt wann der Status geändert wurde.

Das wäre ja viel zu einfach .

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@Pestilenz4

Das "System" interessiert es herzlich wenig, solange es eine ununterbrochende Zustellkette gibt. und die ist hier ja gegeben.

Nach der geschilderten Sachlage steht für mich der Zusteller im Focus. Wäre nicht das erste Mal, das Nachnahmebeträge nicht abgerechnet wurden.

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Für meine Begriffe handelt es sich bei der Erstattung von 500€
bereits um ein Schuldeingestädnis. Habe ich mit einem Anwalt die Chance
auch die restlichen 1200€ zu bekommen? Oder soll ich sogar den Käufer
bei der Polizei anzeigen? - Hat dieser eine Straftat begangen?

Meine Rechtsschutzversicherung hat mir eine Kostenübernahme zugesagt.

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