Glaubt ihr an Karma, das euch schlechte Dinge widerfahren wenn ihr schlechte Dinge tut?

17 Antworten

Karma hat so viel ich weiß auch etwas mit Wiedergeburt zu tun. Wenn du in einem früherem Leben etwas schlechtes getan hast wird dir dementsprechend in einem späterem Leben etwas schlechtes widerfahren. Da wir aber nicht sagen können was wir in diesen "früheren Leben" getan haben, falls überhaupt existent, kann man darüber wohl keine stichhaltigen Aussagen treffen.

Ob man daran glaubt oder nicht ist unerheblich.

Das kann jeder halten wie man mag und ist kein Muss.

Was man jedenfalls (natürlich) rational nicht nachvollziehen kann sind die Ursachen und Wirkungen aller Handlungen .. denn die müssen nicht unmittelbar sein.

Es schließt übrigens auch das ein was man nicht tut, unterlässt zu tun, auch dies kann negative oder positive Resultate haben.

Karma ist eher so zu verstehen wie ein pflanzen von Samen, die dann irgendwann aufgehen können wenn andere Umstände dabei mithelfen.

Zudem wird 3-fach unterschieden nach Gedanken, Worten und Werken (Handlungen).

Schau Dir mal den Anfang dieses Videos an (ist auf Englisch), die erste Frage und ihre Beantwortung behandelt genau diese Frage

https://youtu.be/KrBwQQSCxtQ

Ebenso wird dieses Thema in diesem Video gut erläutert, kannst du Dir auchmal ansehen.

https://www.youtube.com/watch?v=oqcFJIOhQlM

Gruß

Wissenschaftliche Belege ?- Mit Sicherheit nicht, es ist ein rein spirituelles, bis hin in den meisten Fällen religiöses Konzept.

Gegenüber der "westlichen Auffassung" eines solchen Begriffes ist die wichtigste Kernaussage das diese eine natürliches Ursache-Wirkungs-Prinzip darstellt und nicht der Beurteilung eines richtenden Bedarf (da Moral je nach Erziehung eine andere Auffassung dazu gäbe und diese Objektiv verhalten müsse).

Die Gängingste Auffassung ist dass, das Karma die treibende Kraft der Reinkanation darstelle. Daher könne keiner dir auf deine Frage nach einer Ursache in Folge einer konkretten Handlung antworten, da sich das Karma erst auf die Reinkanierte Form auswirkt und diese von dieser Handlung keine konkrette Kenntnis haben kann. Das "höchste Ziel" ist es auch nicht gutes Karma, sondern überhaupt keines zu erhalten um dem Kreislauf der Wiedergeburt auszubrechen. Die Folge für alles Leid ist dabei der Lebenswille und der Ergeiz auf Anspruch, Reichtümer, sozialer Anerkennung etc., diese gilt es demnach zu sich zu erziehen, da die Wiedergeburt nur eine weitere körperliche Existens produziert und daher gilt oft der Verzicht als Bevorzugtes Ideal um "Erlösung" zu erfahren. Wissen und Nichttätigkeit (bzw. Nichtstreben) ist das bevorzugte propagierde Ziel im Hinduismus. Im Buddhismus gilt das zu erstrebensde Ziel dem Gleichgewicht der Sorten an Karma, hier gilt viel stärker als im Hinduismus die Haltung zur Absicht einer Tat, da selbst negative Folgen einer guten (angenommen) guten Tat sich auch mit positivem Karma ran reifen kann. Die drei wichtigsten Wege der Karmareinigung sind demnach Bescheidenheit, Gütiges handeln und Einsicht. Sie ähnelt eher der "westlichen" Vorstellung von Karma als im Hinduismus. Doch auch hier ist die stärkste Hoffnung daraus auszubrechen und entgegen jeglichen Strebens aus dem Kreislauf zu brechen und Erlösung zu finden. Es ist zu erstreben nicht zu haften an "weltlichen Erscheinungen" und keine Verstrickungen zur Umwelt an zu streben.

Ich halte von diesem Konzept im einzelnen persönlich nicht viel und der westlichen Auffasung nach gute Taten für gute Ursachen im Leben halte ich für Naiv, falsch rausgelesen aus den ursprünglichen Definitionen und fragwürdig. Belegbar oder Bewesibar, bzw. einen empirischen oder wiederholbaren Studie lässt sich darauf nicht aufbauen, geschweige den es seih ein zu erwartendes, messbares Ergebis zu erwarten. Daher ist es in keiner Weise je der Inhalt einer wissenschaftlichen These.

Hattet ihr mal was schlechtes gemacht und euch ist dann auch schlechtes widerfahren, und dabei an Karma gedacht?

Ich bin Buddhist und denke, dass es da Missverständnisse gibt, zumindest was das buddhistische Verständnis des Karma angeht..

Das Konzept des Karma ist keine ausgleichende Gerechtigkeit, bei der gute Taten belohnt und böse bestraft werden. Karma hat überhaupt nichts mit Moral zu tun.

Es ist auch kein "unabwendbares Schicksal", dem man unterworfen ist.

Karma ist das Prinzip von Ursache und Wirkung. Jede Handlung wird zu einer Ursache und hat eine Wirkung, die sich auch auf uns selbst auswirken kann.

Da es im Buddhismus keinen Gott gibt, existiert auch keine Entität, die irgendwelche "böse" Taten bestrafen, oder vermeintlich "gute" Taten belohnen würde.

Karma ist kein Belohnungs/Bestrafungsmodell.

Wenn wir die Umwelt zerstören und dann trifft uns Hochwasser, würde niemand vernünftiges eine göttliche "Strafe" darin sehen - es ist nur die natürliche Folge unserer Handlung.

Glaubt ihr an Karma

Ich "glaube" nicht an Karma, sondern sehe es täglich wirken.

Hier habe ich mal mit einer Geschichte das Karma des Geistes, des Wortes und der Tat erklärt: https://www.gutefrage.net/frage/glaubt-ihr-dass-alles-im-leben-aus-einem-bestimmten-grund-passiert?foundIn=list-answers-by-user#answer-277936937

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Seit mehr als 30 Jahren praktizierender Buddhist

Du musst es auf ewig sehen.
Gott ist ewig und Karma ist das Sühnen. Neue Seelen/unser Funken von Gott, sind noch unbewusst. Dieser Gottesfunken hat schon immer irgendwo in der Natur inkarniert. Immer weiter aufwärts. Jetzt sind wir schon im Menschen.

Wenn du noch nichts vom Karma merkst, dann hast du wohl noch nen neueren Gottesfunken. Dann bekommst du das minusKarma wahrscheinlich erst im nächsten Leben.

Verstehst du jetzt, weshalb es Behinderte gibt? Wir suchen uns unser Leben selbst aus, um noch das zu lernen, was wir noch brauchen, bis wir gottgleich sind. Jeder und alles hat den Gottesfunken/Bewusstsein in sich. Wir sind alle einunddasselbe Gott. Materie sind nur die Gefäße für das Bewusstsein/Gott. Ist unser Gefäße/Körper verbraucht, verlassen wir es und suchen uns ein neues aus zum Inkarnieren.

Wenn du deine Seele aber in Liebe, Bewusstheit für Mitgefühl, hoch erschaffst, dann merkst du Karma in 2 Wochen. Danach geht es noch schneller. Dann denkst du nur noch plus und bekommst alles, was du dir wünschst. (Liebe hat nichts mit Geschlecht zu tun. Das ist nur der Fortpflanzinstinkt und begehren, deshalb ist verliebt blind. Weitverbreiteter Irrtum im Westen. Im fernen Osten weiss man was Liebe ist.) Liebe ist sehend in voelliger Klarheit. Liebe ist Wahrheit. Liebe und Wahrheit gehören zusammen.

Falls du was nicht verstehst, dann frage bitte. Ich bekomme Karma sofort. Da ich es merke, gebe ich nur plus weiterhin. Minus hatte ich vor 15 Jahren ausgeglichen.

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