Kann man ein schlechtes Karma haben?

12 Antworten

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1. Manche Menschen haben eine höhere Wahrscheinlichkeit auf Missgeschicke, oder anderes, weil siez.B unachtsamer als ander sind oder nicht so gut mit anderen Menschen können. Dabei hat man dann eigentlich nur ein Hauptproblem, was dann aber weitere Probleme schafft.

2. Es gibt etwas Namens Wahrscheinlichkeit. Am Wahrscheinlichsten ist es, dass man so viel Glück wie der Durchschnitt hat, es ist zwar weniger Wahrscheinlich , dass man weniger oder mehr Glück hat, trotzdem tritt das natürlich bei 7 Milliarden Menschen auch auf. Und manche haben dann halt auch mega Pech oder Mega Glück. Ungefähr so, wie die Wahrscheinlichkeit dass du den Hauptgewinn beim Lotto gewinnt nur halt negativ. Irgendwenn erwischt es dann doch mal.

Der Begriff Karma kommt ja aus dem Hinduismus. Und dort bedeutet es eigentlich nicht, dass man bei schlechtem Karma ständig Pech hat - sondern, dass man je nach Karma später einmal als was besseres oder schlechteres wiedergeboren wird.

Natürlich gibt es Menschen, die vom Pech verfolgt sind.
Aber ich denke das liegt eher am Charakter dieser Menschen. Manche Menschen neigen auch sehr dazu sich selbst zu manipulieren.

Kann man ein schlechtes Karma haben

Ich bin Buddhist und meiner Meinung nach gibt es viele Missverständnisse zum Konzept des Karma, weshalb ich mich hier äußern möchte.

Das folgende ist natürlich nur meine persönliche Meinung aufgrund buddhistischer Lehren und so kann natürlich jeder andere Ansichten hierzu haben.

Karma ist kein unabänderliches "Schicksal", auch wenn der Begriff im allgemeinen Wortgebrauch häufig auf genau diese Weise verwendet wird.

und

Karma ist keine "höhere Gerechtigkeit", die gute Taten belohnt und schlechte bestraft. Tatsächlich hat Karma überhaupt nichts mit Moral zu tun.

und

Karma ist auch kein "Punktekonto", bei dem eine möglichst neutrale Bilanz zwischen Plus und Minus erreicht werden soll, um glücklich zu sein.

Karma ist einfach das Gesetz von Ursache und Wirkung - jede unserer Handlungen hat eine Folge, die zur Ursache weiterer Folgen wird.

Dabei gibt es Handlungen des Geistes (Gedanken), der Sprache (Worte) und der körperlichen Tat (Handlungen). Sie alle sind Ursache und Wirkung.

Wenn wir Umweltzerstörung betreiben und es folgt ein Hochwasser, wird niemand ernsthaft an eine "Strafe" glauben - es ist einfach die Folge unserer Handlung.

Das ist eben "Karma".

und vom Pech verfolgt sind

Wenn im Leben eines bestimmten Menschen scheinbar besonders viele Probleme auftauchen, kann das natürlich verschiedene Ursachen haben.

Meiner persönlichen Meinung nach ist scheinbar sehr "negatives" oder besonders "positives" Karma häufig eine Frage der geistigen Haltung.

Wir alle nehmen die Realität gefiltert wahr, sie wird dualistisch bewertet anhand unserer Konzepte durch Erziehung, Kultur, Lebenserfahrung usw.

Wenn man jetzt die Dinge mit einer bestimmten Geisteshaltung betrachtet, beeinflusst das unsere Wahrnehmung - das Glas ist dann zB immer "halb leer".

Diese negative Grundhaltung vermitteln wir durch Körpersprache, Tonfall usw. nach außen und unsere Umgebung reagiert auf diese Signale entsprechend.

Es gibt beispielsweise bei der Partnersuche kaum etwas unattraktivieres. als jemand der den Eindruck erweckt, es verzweifelt unbedingt nötig zu haben.

Wer dann auch so sehr mit sich und seinen "Problemen" beschäftigt ist, hat weniger Achtsamkeit für die Umwelt - und erleidet daher womöglich eher Unfälle.

Da es zudem psychosomatische Erkrankungen gibt, hat unsere geistige Verfassung auch einen Einfluss auf unsere Gesundheit und unser wohlbefinden.

Wer also entweder in Negativität versinkt, oder sie durch ständig "positives Denken" verdrängt, muss damit rechnen, dass diese Wirkung eben Folgen haben wird.

Es geht also auch nicht darum, sich auf "Positivität" zu programmieren, denn damit verdrängt man lediglich bestimmte Aspekte seiner Persönlichkeit.

Natürlich gibt es auch andere Ursachen, etwa eine lange Familiengeschichte mit ähnlichen Vorerkrankungen, die eine genetische Disposition begünstigen könnte.

Das Wesentliche an "Karma" ist, dass es letztlich absolut nichts bringt, groß darüber zu spekulieren und irgendwo nach der ultimativen Ursache zu suchen.

Es gibt dafür das buddhistische Gleichnis vom Giftpfeil.

In dieser Geschichte wird ein Fürst von einem vergifteten Pfeil getroffen, verweigert jedoch zunächst jede medizinische Hilfe durch seinen Leibarzt.

Der Fürst will zunächst wissen, wer geschossen hat, aus welche Kaste der Schütze stammt, welches Holz benutzt wurde, ob die Sterne astrologisch günstig stehen...

Schließlich stirbt er vor Ort an der Vergiftung, weil er sich nicht um das konkrete Problem gekümmert hat, sondern mit unsinnigen Grübeleien beschäftigte.

Genau so macht also Karma-Grübelei nicht wirklich Sinn - wir können lediglich beschließen, unser Verhalten zu hinterfragen, alte Muster ablegen und neu beginnen

Ich hoffe, diese Antwort war hilfreich.

Glaub bitte nicht an so einen esoterischen Bullshit.

Ja es gibt Dinge, die wir noch nicht erklären können aber die Wissenschaft arbeitet unermüdlich daran, auch diese Dinge zu erklären.

Vor Ewigkeiten dachten die Menschen auch, dass Feuer "Magie" wäre, weil man es halt nicht verstehen konnte. Es gibt in dieser Welt nichts Übernatürliches, nur Dinge die noch nicht erklärt sind.

Nein, denn es gibt sowas nicht, wie Karma. Dennoch ist der Mensch für alle seine Taten verantwortlich und wird am jüngsten Tag Rechenschaft ablegen müssen vor Gott.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Autodidakt Islam seit 2010 und Online-Studiengang Tauhid

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