die Gründe warum man Atommüll nicht ins Meer entsorgen kann.

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Wurde bereits von einigen Staaten gemacht, ist aber umstritten. Dass das Meer radioaktiv Verseucht werden würde ist so nicht haltbar. Die Menge an Abfällen in Relation zum Wasser, dass sich im Meer befindet, ist schon ziemlich unterschiedlich groß,. Wahrscheinlich würden die Stoffe so stark Verdünnt werden, dass es auf dem Kubikmeter Meerwasser sehr unwahrscheinlich scheint, dass radioaktive Partikel enthalten sind.

Die Sache ist die, dass man diese Abfälle nicht im Falle des Falles zurückholen könnte und die Dichtheit der Behälter nicht genau geprüft werden kann. Sekundär muss man sagen, dass Länder, die eher in der Meeresströmung liegen, an der die Abfälle beispielsweise deponiert wurden, eher betroffen wären, falls doch radioaktive Stoffe austreten sollten. Die USA haben mal südlich vom Kamtschatka in Richtung Japan, in japanischen Hoheitsgewässern radioaktive Abfälle entsorgt. Das ist ein kleiner Streitpunkt bis heute und deshalb im großen Maßstab erst recht nicht durchsetzbar. Zwar gibt es auch gesunkene Atom-Unterseeboote, deren Reaktoren heute noch auf dem Meeresboden liegen, bei denen wurden aber bereits die Reaktoren so gebaut, dass sie im Falle eines Sinkens des U-Bootes dicht bleiben, sekundär werden die meisten davon unregelmäßig überwacht. Die werden aber auch früher oder später geborgen, eben weil das unberechenbar ist. Gleiches gilt übrigens auch für die Verwendung von radioaktiven Abfällen in das Weltall.

Als letztes muss man sagen, dass ein großer teil der Abfallmengen hausgemacht sind, da einige Staaten nicht auf die Wiederaufbereitung setzen und so noch brauchbares Material auf die Deponie bringen. Sekundär könnte man die Abfälle noch weiter behandeln und Transmutieren. Das macht Russland im experimentellen Maßstab im BN-600, im pseudo-kommerziellen Maßstab im BN-800 und im kommerziellen Maßstab im BN-1200.

Zu den bereits im Meer versenkten Abfällen:

  • Die Schweiz lagerte in 3600 bis 4750 Metern Tiefe zwischen 1969 und 1982 insgesamt 2308 Kubikmeter schwach radioaktive Abfälle mit einer Alphaaktivität von 4318 GBq und einer Gammaaktivität von 44158025 GBq im Nördlichen atlantischen Ozean ein - der Abfall war aufbereitet.
  • Belgien lagerte in 65 bis 5200 Metern Tiefe zwischen 1960 und 1982 insgesamt 15765 Kubikmeter schwach radioaktive Abfälle im Nördlichen atlantischen Ozean ein - der Abfall war aufbereitet.
  • Die USA lagerten in 11 bis 5289 Metern Tiefe zwischen 1949 und 1967 insgesamt 8600 Kubikmeter schwach radioaktive Abfälle im Nördlichen atlantischen Ozean ein - der Abfall war aufbereitet.
  • Die USA lagerten in 896 bis 5487 Metern Tiefe zwischen 1946 und 1962 insgesamt 14000 Kubikmeter schwach radioaktive Abfälle im pazifischen Ozean ein - der Abfall war aufbereitet.

Das sind die Länder, die dazu angaben machen, wie viel genau eingelagert wurde, was und wo. Neben diesen lagerten folgende Länder ohne spezifische Anlagen in Ozeanen radioaktive Abfälle:

  • Frankreich
  • Deutschland (BRD, DDR nicht)
  • Italien
  • Niederlande
  • Neuseeland
  • Schweden
  • Vereinigtes Königreich

Wer die genauen Orte erfahren will mit Koordinaten, der kann sich dieses Dokument ab Seite 31 Ansehen, dort sich die genauen Orte mit Koordinaten gekennzeichnet: http://www-pub.iaea.org/MTCD/publications/PDF/te_1105_prn.pdf

Die Lagerung ist seit dem 20. Februar 1994 im Meer verboten.

@NuklearTV: Sehr guter Beitrag, vor allem mit Quellen-Angaben und Fakten. Leider ist es hier, in diesem Forum, eher selten, dass jemand seine Quellen mit zu seinen Aussagen angibt. Das ist sehr schaden da die anderen Leser auch gerne nachvollziehen möchten, wie man zu einem Wissens-Schluss kommt. Sehr oft bleibt den anderen nur noch das Glaskugel-Lesen, um gewisse Aussagen nachzuvollziehen.

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