Das Auslandsjahr in den USA ist einfach zu teuer?

6 Antworten

Grade bei sowas würde ich nie versuchen, billig billig zu machen, sondern dafür, dass es dein Absoluter Traum ist, könntest du schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Geh neben der Schule arbeiten o.ä.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Abitur 2016

Die Kosten sind fixiert durch den Betrag, den das Visum kostet. Das sind beim J-1 Visum für den Highschool Aufenthalt zwischen ca. $5000 und $6000.

Darum kommst du nicht herum. Es ist also nicht möglich, einen Aufenthalt in den USA unter dem J-1 zu machen, der nicht so um die 10000€ kostet.

Du brauchst ja noch den Flug, Versicherungen, Vorbereitung, Taschengeld, usw.

Bedenke, Gastfamilien in den USA bekommen nie Geld für ihre Aufnahme eines ATS.
Gerade 2020/21 wird es durch die aktuelle wirtschaftliche Krise, extrem wenig Familien geben, die Schüler aufnehmen.

Selbst Schüler, die schon gebucht waren, und bezahlt haben, wurden auf das Jahr 2021/22 verschoben, da es dieses Jahr nicht klappen wird.

http://schueleraustausch-usa.e2make.com/

https://j1visa.state.gov/programs/secondary-school-student/

Das reine J1-Visum kostet nur 160€. (https://www.visum-usa.de/j1-visum/)

Die 10.000€ gehen vor allem drauf für:

  • Versicherungen
  • Flugtickets
  • Organisation in Deutschland
  • Organisation in den USA

Und dabei bekommen die Schule und die Familie kein Geld!

Wenn du nicht alles selbst organisierst (was möglich ist !) wirst du unter den 10.000€ nicht rauskommen.

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@SEBHH
According to regulations in 22 C.F.R. Part 62 of the U.S. Bureau of Citizenship and Immigration Services (formerly, the office of Immigration and Naturalization Services), a person with a J-1 or J-2 visa may attend school tuition free. However, federal law does not mandate that a public school district admit and educate students on J-1 or J-2 visas without payment of tuition. Ohio law, specifically Ohio Revised Code Section 3313.64 (G), states that after approving admission of an exchange student, the local board of education may waive tuition for these students.
The decision about whether to admit the foreign exchange student and educate him or her tuition free is a local district decision.

Quelle

Öffentliche Schulen sind gesetzlich verpflichtet ein angemessenes Schulgeld zu erheben.
Je nach Schulbezirk beträgt dies zwischen $ 4,900 und $ 12,500 pro Jahr. Ein glaubwürdiger Nachweis über die Zahlung des Schulgeldes muss vorliegen, bevor das Visum ausgestellt wird.

Die wenigsten Highschool muten es ihren Taxpayers (und die Schulen werden direkt von den Steuern der im District lebenden Steuerpflichtigen bezahlt), dass Exchange Students gratis zur Schule gehen, wenn sie angemessenes Schulgeld verlangen können.

Das läuft in die Programmkosten mit rein. Richtig ist, dass Gasteltern kein Geld bekommen dürfen, nur bei F-1 Programmen.

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Abgesehen von den anderen Antworten füge ich hinzu, dass du

1) ein halbes oder ganzes Jahr später gehen könntest

2) in ein günstigeres Land gehen könntest

Prüfe mal, ob für Dich Bafög infrage kommt. Wenn die Eltern kein hohes Einkommen haben, wärest Du berechtigt.

Wer kann gefördert werden?

  • Schüler/innen ab der 10. Klasse mit ausreichenden Englischkenntnissen, die nach dem Auslandsaufenthalt die Schulbildung an einer deutschen Schule fortsetzen.

Länge der Förderung

  • Gefördert wird ein Aufenthalt von mindestens 6 Monaten und maximal einem Jahr.

Höhe der Förderung

  • Der Förderungsbetrag richtet sich nach dem Einkommen der Eltern. Der maximale Betrag liegt bei derzeit 465 € monatlich. Hinzu kommt eine Reisekostenzulage von bis zu 1000 €.

Antrag

  • Die BaföG Anträge sind spätestens 6 Monate vor Beginn des Auslandsaufenthaltes beim zuständigen Amt einzureichen.

https://www.auslandsbafoeg.de/auslandsbafoeg/antragstellung/

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"Absoluter Traum"...

Das kann ich gut nachvollziehen. Als ich in deinem Alter war, hatte ich genau diesen Traum auch, aber leider kam es anders: meine Eltern gerieten in einer finanziellen Schieflage, wofür sie nichts konnten, und sie konnten den Aufenthalt nicht finanzieren. Stipendien gab es damals für soetwas nicht, zumindest nicht für die USA. (Ich lebte damals in den Niederlanden).

Ich war am Boden zerstört, war verzweifelt, wollte partout nach "Amerika". Erschwerend kam dazu, dass ich an einer Privatschule war, umgeben von "höheren Töchter" die natürlich alles verwirklichen konnten was ihnen in den Sinn kam.

So nam ich mir vor, wie du, zu sparen. Ich sparte jeden Cent, und ging arbeiten: Um 5 Uhr morgens Zeitung austragen, danach 6-8 Stunden Schule, danach vier Stunden Tankstelle, Putzen, Pferde versorgen etc. Abends fiel ich KO ins Bett, hatte Hände wie ein Bauarbeiter, magerte ab und hatte alsbald schlechtere Schulnoten.

Ich gehöre aber nicht zu der Sorte Mensch die ihre Ziele aus dem Auge verlieren. Ich hielt durch, und nach einem Jahr hatte ich den Betrag zusammen. Mein Traum konnte in Erfüllung gehen.

Aber dann: der Traum war weg. Einfach verflogen. Ich stand da mit dem hart verdienten Geld, dem kleinen Vermögen und was geschah: plötzlich war mir das Geld zu schade, um es für einen Aufenthalt in den USA aus zu geben.

Ich habe es benutzt um Segelkurse zu machen, bis hin zum Hochsee-Skipper, und machte alle Funkscheine und Patente die für das Geld möglich waren. Seitdem kann ich jederzeit in die USA fahren: auf tollen Segelyachten und erhalte 250 Euro am Tage, für etwas was mir die größte Freude bereitet.

Was ich damit sagen will: Investiere nicht in kurzfristige Gelüste oder Träume die keinen bleibenden Gewinn bringen. Investiere deine Zeit in Bildung, Bildung, Bildung. Dann kannst du später so lange du willst in den USA leben oder auch sonst wo auf der Welt. (Was ich übrigens auch gemacht habe, denn ich habe 6 Jahre in Washington DC gelebt).

Was zunächst wie eine Enttäuschung aussieht, kann durchaus ein Gewinn werden.

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