Beweise Bibel?

23 Antworten

Hallo BridgeWay,

zunächst einmal ist es in unserer Zeit auffallend, dass viele gerade nicht an die Bibel glauben. Viele halten sie sogar eher für ein Märchenbuch. Millionen andere aber glauben an sie und sehen in ihr das Wort Gottes. Die Frage ist also: Ist die Bibel glaubwürdig oder nicht? Und gibt es irgendwelche Beweise (nach denen Du ja auch fragst)? Hier sind einige Fakten, über die es sich lohnt, einmal nachzudenken.

Die Bibel ist zweifellos ein ganz besonderes Buch, das so gut belegt ist wie kaum ein anderes Buch des Altertums. Obwohl sie einen langen Überlebenskampf hinter sich hat (im Mittelalter war es z.B. unter Todesstrafe verboten, die Bibel zu lesen oder zu besitzen) ist sie heute das meist übersetzte und am weitesten verbreitete Buch. Die Bibel hat eine Auflage von 5 Milliarden erreicht und wurde bislang in über 2800 Sprachen übersetzt. Damit ist sie der Weltbestseller schlechthin, denn kein anderes je geschriebenes Buch hat auch nur annähernd eine solche Auflagenstärke erreicht. Spricht nicht allein das schon für ihre Glaubwürdigkeit?

Wie in einem Nachschlagewerk zu lesen ist, hat die Bibel auch einen enormen kulturellen Einfluss gehabt. Dort heißt es, sie habe "die westliche Kultur immens beeinflusst, nicht nur was Glaubenslehre und -ausübung betrifft, sondern auch was Kunst, Literatur, Gesetzgebung, Politik und zahllose weitere Gebiete angeht“ (The Oxford Encyclopedia of the Books of the Bible) . Wäre von einem Buch, das von Gott stammt, nicht zu erwarten, dass es eine solche enorme Verbreitung und einen solch gewaltigen Einfluss hat?

Was macht die Bibel denn noch zu etwas so Besonderem? Einer ihrer Schreiber, der Apostel Paulus, brachte es einmal auf den Punkt als er schrieb: "Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit,  damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk" (2. Timotheus 3:16,17). Was meinte der Apostel Paulus mit der Formulierung "von Gott inspiriert"? Die Bibel ist schließlich ein Werk, an dem insgesamt 40 menschliche Schreiber, die zu unterschiedlichen Zeiten lebten, beteiligt waren. Nun, Paulus gebrauchte hier das griechische Wort theópneustos, was soviel wie "gottgehaucht" bedeutet. Dieser griechische Ausdruck bringt zum Ausdruck, dass Gott der Urheber und Verfasser der Heiligen Schrift ist. Auch wenn Gott den Schreibern in den meisten Fällen nicht Wort für Wort diktierte und ihnen die Freiheit eigener Gedanken und eines eigenen Schreibstils einräumte, so ist das Ergebnis doch eindeutig göttlichen Einflusses zuzuschreiben. Dass dies keine leere Behauptung ist, zeigen einige Merkmale, die die göttliche Urheberschaft deutlich belegen.

Da ist zunächst einmal die Genauigkeit zu nennen, die die Bibel durchgehend auszeichnet, und die von einem Werk, das von Gott stammt, auch erwartet werden kann.

Hier ein Beispiel: Für Leser der Bibel ist König David kein Unbekannter; sein Name kommt darin nämlich 1138mal vor. Bis vor etwa 20 Jahren gab es jedoch keinen außerbiblischen Beweis für die Existenz dieses Davids und manche mögen ihn für eine fiktive Gestalt gehalten haben. Doch im Jahre 1993 entdeckten Archäologen unter der Leitung von Professor Avraham Biran auf einem alten Schutthügel im nördlichen Teil Israels einen Basaltblock. Auf diesem Stein standen u.a. die Worte "Haus Davids" und "König von Israel". Diese Inschrift datiert aus dem 9. Jahrhundert v.Chr. und könnte ein Teil eines Siegesdenkmals der Aramäer gewesen sein. Über diesen Fund hieß es in der Zeitschrift Biblical Archaeology Review : "Zum ersten Mal wurde damit der Name David in einer außerbiblischen alten Inschrift gefunden".

Ein anderes Beispiel ist das der in der Bibel erwähnten Stadt Ninive. Viele Jahre zogen Bibelkritiker in Zweifel, dass diese Stadt je existiert hat. Doch im Jahre 1849 legte Sir Austen Henry Layard die Ruinen des Palastes des König Sanheribs frei. Später stellte sich dann heraus, dass dieser Palast zu der alten Stadt Ninive gehörte. Interessant ist auch ein Wandrelief dieses Palastes, auf dem die Inschrift zu lesen ist: "Sanherib, König der Welt, König von Assyrien, saß auf seinem Thron und musterte die Beute aus Lachis". Dies gibt den Bibelbericht der Einnahme der Stadt Lachisch durch König Sanherib wieder, wie er in 2. Könige 18:13,14 zu lesen ist. Über seine Entdeckung schrieb Layard: "Wer hätte es vor diesen Entdeckungen für wahrscheinlich oder möglich gehalten, unter dem Erd- und Schutthaufen an der Stelle Ninives die Geschichte des Krieges zwischen Hiskia [König von Juda] und Sanherib zu finden, die — niedergeschrieben zu ebenjener Zeit, da Sanherib ihn führte — den Bibelbericht sogar bis in alle Einzelheiten bestätigt?" (Sir Austen Henry Layard, Nineveh and Babylon, 1882, S.  51-2).

Außer diesen beiden Beispielen gibt es noch viele weitere Artefakte, die den biblischen Bericht oftmals bis ins kleinste Detail bestätigen. Erwähnen möchte ich noch den berühmten, 3000 Jahre alten Mesa-Stein, der östlich des Toten Meeres gefunden wurde und heute im Louvre- Museum in Paris zu besichtigen ist. Auch hier ist die Inschrift in genauer Übereinstimmung mit dem Bericht der Ereignisse aus der Bibel (nachzulesen in 2. Könige, Kapitel 3).

Ein Beleg für den göttlichen Ursprung ist auch die Übereinstimmung der Bibel mit wissenschaftlichen Tatsachen und Erkenntnissen. Natürlich ist die Bibel kein wissenschaftliches Buch, doch wenn sie wissenschaftliche Themen berührt, dann ist sie erstaunlich genau und dem Wissen ihrer Zeit weit voraus.

Erwähnenswert sind hier ihre Aussagen auf medizinischem Gebiet. Während in Urkunden der alten Ägypter medizinische Ratschläge nachzulesen sind, die zum einen völlig unwissenschaftlich waren und zum anderen zum großen Teil auf Magie beruhten, geben einige Texte der Bibel, die aus der gleichen Zeit stammen, medizinische Anweisungen, die noch immer mit den Kenntnissen der modernen Medizin übereinstimmen. Zum Beispiel wurden im "Gesetz Mose" den Israeliten Hygienevorschriften gegeben, die auf einem Wissen beruhen, das die Menschen der damaligen Zeit einfach noch nicht haben konnten. Zum Beispiel besagte eines ihrer Gesetze, dass Exkremente außerhalb des Lagers Israels vergraben werden mussten (siehe 5. Mose 23:13). Diese äußerst sinnvolle Maßnahme war der Gesundheit aller dienlich, da es dazu beitrug, dass das Wasser nicht verseucht und der Ausbreitung von Krankheiten entgegengewirkt wurde.

Auch eine Reihe anderer Hygienemaßnahmen verhinderten, dass sich bestimmte Infektionskrankheiten massiv ausbreiteten. Wer beispielsweise eine ansteckende Krankheit hatte bzw. ein Verdacht dieser Krankheit bestand, musste in Quarantäne (siehe 3. Mose 13:1-5). Oder wer eine Leiche berührte, galt als unrein und musste sich gründlich reinigen, bevor er sich wieder anderen Menschen nähern durfte.

Worauf lassen diese genauen Reinigungsvorschriften und Hygienemaßnahmen der Israeliten schließen? Nun, Moses, durch den das Volk das Gesetz bekam, war weder Arzt noch sonst wie in medizinischen Fragen bewandert. Das Wissen, das hinter all den beschriebenen Maßnahmen stand, musste von einer höheren Quelle stammen und kann daher als ein weiterer Beleg für den göttlichen Ursprung der Schriften der Bibel gesehen werden.

Wie Du also siehst, gibt es schon zahlreiche Belege für die Zuverlässigkeit und Genauigkeit der Bibel. Wenn man auch nicht in der Lage ist, die Wahrheit jeder einzelnen Erzählung der Bibel nachzuprüfen, so zeigt die Bibel doch insgesamt, dass ihr Inhalt nicht menschlicher Phantasie entstammt, sondern göttlichen Ursprungs ist.

LG Philipp

Wahrheit und Recht - das sind Werte, die die Bibel hochhält. Wie sieht es dagegen in der Welt aus? Gibt es da Gerechtigkeit? Wenn man darüber nachdenkt, erkennt man eigentlich von selbst, wer hinter diesem Geist stehen muß - ein genialer Schöpfer.

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@Ente222

Hallo Ente!

Die Ungerechtigkeit dieser Welt geht vornehmlich von Leuten aus, die die Bibel vor sich hertragen wie Wurstmaxe seine Wurstkiepe!

In einem hast Du recht! Wenn man denn mal konsequent sein wollte (was so einige Gottesknechte nicht sind), so steht der "geniale Schöpfer" hinter allem Unsinn in dieser Welt!

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@666Phoenix

Richtig, der Mensch ist an dem ganzen Elend schuld nicht Gott, wir haben uns zu sehr von ihm entfernt und meinen jetzt er sei der böse, er gucke nur zu usw. Ich kann sowas nicht mehr hören. Schlimm :(

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Man kann sich alles schön reden, wenn man genug religiösen Unsinn zur Hand hat! Die gedruckte Menge eines Buches sagt überhaupt nichts über seinen Inhalt, seinen Sinn bzw. Unsinn aus! Steuererklärungen werden definitiv mehr gedruckt!

Hier ein Zitat von einem Wissenschaftler, dem man eine gewisse Genauigkeit noch weniger absprechen kann als dem Märchenbuch "Bibel":

Von Norbert Jessen in „Die Welt“ 01.11.1999.

(Zitat) Tel Aviv - Eine "Zeit"-Bombe ließ die Tageszeitung "Ha'aretz" in ihrer Wochenendbeilage platzen. Der Sprengstoff ist Jahrtausende alt. Der Zünder schwelt schon seit Jahrzehnten. "Die Wahrheit des Heiligen Landes" erschien als Titelstory - eine Zusammenfassung von Professor Ze'ev Herzog über die Ergebnisse sieben Jahrzehnte intensiver archäologischer Ausgrabungen im Heiligen Lande. 

Sein Fazit: Und die Bibel hat nicht Recht. Damit erschüttert der Archäologe aus Tel Aviv auch die akademische Stellung seiner Disziplin. Denn wie kein anderes Fach wurde die Spaten- wissenschaft in Israel betrieben, um die Authentizität der Bibel im Sinne aktueller Ansprüche zu beweisen.

Alle Geschichten biblischer Urzeit, nicht nur der mythologische Garten Eden, auch Abraham, Isaak und Jakob, der Auszug aus Ägypten, die kriegerische Eroberung des Landes Kanaan - sie alle gehören laut Herzog ins Reich der Legenden. "(Zitat Ende)

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Es gibt einiges an der Bibel was historisch nachvollziehbar ist. Ganz sicher gilt dies nicht für alles, aber eben für einiges. Anderes hingegen, wie beispielsweise dass man glücklicher wird, wenn man nach Werten wie Hilfsbereitschaft, Vergebungsbereitschaft und Nächstenliebe lebt oder dass man Zusammenhänge und die Liebe Gottes zu erkennen beginnt, wenn man im Einklang mit Nächstenliebe, Anerkennung Gottes und der Entscheidungsfreiheit anderer und mit aufrichtigem Glauben, dass Gebete erhört, beantwortet und erbetene Hilfe gewährt wird, kann man auch ohne historische Beweise, sondern aus eigenem Erlebnis zu erkennen beginnen.

Die Bibel besteht aus literarischen Texten. Es sind Glaubenszeugnisse.

Sie enthalten die Überzeugungen der Autoren. Sie erklären
Zusammenhänge. Geben unvorstellbaren Dingen ein Bild oder Bilder, eine
Vorstellung.

Daher enthalten sie Wahrheiten – nicht unbedingt messbar,
aber überzeugend.

Manche Teile sind aber auch auf einer x-Ebene (das sind
messbare Aussagen und Fakten im Sinne von nachprüfbar – empirisch zu prüfen) angesiedelt.

Die meisten Inhalte gehören zur y-Ebene (religiöse,
menschliche Ebene wie Gefühle, Überzeugungen etc.). Trauer, Hoffnung, Liebe werden zum Beispiel Thema.

Völlig außerhalb einer Überprüfbarkeit sind die
Glaubenszeugnisse (z-Ebene). Wenn Mose zum Beispiel sein Volk befreien will, fühlt er sich dazu berufen.

Visionen brauchen wir Menschen, auch wenn der Kanzler H. Schmidt
meinte, wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.

Politiker und Unternehmer und Wissenschaftler haben oft eine Idee, wie es weiter gehen soll und entwickeln Modelle, die Dinge zu erklären. Auch wissenschaftliche Vermutungen sind Modelle (Modelle gelten so lange als richtig, bis ein neues Modell stimmiger ist). Sonst ist nur Mathematik beweisbar.

Auch Märchen gehören zur Gruppe der Deutungen der Welt.
Daher sind sie wertvoll. Wahr oder falsch sind keine passenden Begriffe.

X – das Auto fährt 100 km/h (messbar)

Y – ein Freund hilft einem anderen, weil er ihn mag
(Erfahrung)

Z – Petrus heilte Kranke (Glaube, Überzeugung, Erklärung)

Günter Lange hat sich unter anderem mit den Schichten von
Glaubenszeugnissen beschäftigt (x,y,z Dimensionen).

Auch Märchen gehören zur Gruppe der Deutungen der Welt.
Daher sind sie wertvoll.

Ich stimme zu.

Wahr oder falsch sind keine passenden Begriffe.

Hier stimme ich nicht zu. Solange die Mythen antiker Glaubensschriften herangezogen werden um Menschen im Hier&Jetzt Vorschriften zu machen, dann sind diese Begriffe meines Erachtens von enormer Bedeutung.

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@Meatwad

Teile der Bibel sind sicherlich Mythen, schon allein weil sie in eine Zeit gehören, in der Mythen die landläufige Form der Weitergabe von Lebens- und Glaubenserfahrungen waren.

Aber es gibt schon auch Teile der Bibel, die sind nicht im Bereich der Mythen anzusiedeln. Z.B. hat Jesus mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wirklich gelebt und vieles von dem, was in den Evangelien berichtet wird, ist wahrscheinlich von der Kernaussage her authentisch.

Schwierig ist halt bloß zu sortieren, was auf der mythischen Ebene zu verstehen ist und was nicht.

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