Alte katze ist krank einschläfern?

15 Antworten

Wenn ein Tierarzt nichts feststellen kann, würde ich an Deiner Stelle noch einen zweiten Tierarzt zuziehen, oder besser die Katze in die Tierklinik bringen, falls Du sowas in der Nähe hast. Deine Katze könnte taub oder dement sein und das wäre kein Grund, um sie zu erlösen und ob sie vor Schmerzen schreit, sollte ein Tierarzt feststellen können..

Es ist noch kein Jahr her, da mussten wir unseren alten Kater von 14 Jahren einschläfern lassen. Die Parasiten, die ihn befallen hatten, konnten nicht beseitigt werden, er war austherapiert. Als er nicht mehr fraß, nicht mehr trank und sich zurückzog, habe ich mit dem Tierarzt sofort einen Termin vereinbart, um ihn zu erlösen. Er ist sogar von selbst die die Transporttasche gegangen . . . aber es war die richtige Entscheidung! Man darf kein Tier leiden lassen und gerade bei Katzen erkennt man lange nicht, wenn sie erkrankt sind. Aber wenn sie es zeigen, so wie deine, dann muss man handeln! Wenn du deine Katze liebst, dann erlöst du sie von ihren Schmerzen und bleibe bei ihr.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich arbeite an einer Universität, habe Familie und Tiere

Klar. Die Katze ist alt und macht Arbeit und Sorgen - also weg mit. Was würdest Du sagen, wenn man bei Dir so handeln würde? Die Katze ist gesund, hat der TA festgestellt. Sie ist alt, hat vielleicht Demenz, ist einfach ein Omchen/Opachen. Da gleich ans Erlösen denken ist doch verfrüht.

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Meine Ansicht: Lass sie erlösen, und erspar ihr den ganzen weiteren Tierarzt-, Medikamenten-, oder gar Operations-Stress. Mit 17 kann sie sicher auf ein langes, erfülltes Leben zurückblicken.

Eine meiner Katzen ist auch 17. Wenn der Tierarzt nichts feststellen kann,dann muss sie auch nicht erlöst werden. Bei Katzen kommt es heufig vor,das-wenn sie taub werden oft lange und viel schreien. Ersteinmal höhren sie sich selbst ja nicht und zum Anderen ist es Unsicherheit,die ihr verloren gegangen ist. Bei alten Katzen ist es wichtig: Viel Zuneigung und Streicheleinheiten,ROUTINE, keine Partys oder wechselnder Besuch. Fellpflege,da die Katze ja nicht mehr so gut überall drankommt. Und nochwas-für eine Einschläferung würde ich immer eine Zweite Meinung anhören,wenn es nicht wirklich offensichtlich ist. Alles Gute

Sorry, wieso gleich erlösen?! Eine zweite Meinung solltest du dir immer einholen ==> am besten in einer Tierklinik; die haben dort mehr Möglichkeiten. Und nicht erst morgen, sondern unverzüglich beim tierärztlichen Notdienst! - Warum unverzüglich? Wegen ihres offenbar schon länger anhaltenden, schlechten Fressverhaltens, was stets ein Alarmzeichen ist und alles Mögliche zur Ursache haben kann.

Was erschwerend hinzukommt: Nahrungsentzüge bedeuten eine ernstzunehmende Gefahr für Katzen! Schlimmstenfalls können sie dadurch eine hepatische Lipidose (Fettleber) erleiden. - Wie entsteht eine Fettleber? Wenn dem felinen Körper zu lange Zeit Nahrung entzogen wird oder er stark abmagert, entsteht ein Energiemangel. Dadurch werden Fettdepots mobilisiert und gelangen in die Leber. Im Gegensatz zum Hund oder zum Menschen besitzt die Katze jedoch kein Enzym, das diese Fette in Energielieferanten umwandelt. Folge: Sie dringen in die Leberzellen ein, vernichten sie und beeinträchtigen die Leberfunktion auf massive Weise. Das Fatale: Die Leberverfettung löst Appetitlosigkeit aus, weshalb sie sich weiter verschlimmert.

Merke: Eine Katze muss nach spätestens 24 Stunden fressen, eine übergewichtige sogar nach 12 Stunden (notfalls auch ungesundes Trockenfutter) - tut sie es nicht, könnte es ihr Todesurteil sein! Selbst bei beabsichtigter Gewichtsreduktion darf die Energiezufuhr nur 10 bis schrittweise(!) maximal 25% unter dem Erhaltungsbedarf liegen, d. h. unter dem Nahrungsmindestbedarf eines erwachsenen Tieres bei normaler Aktivität. Alles andere, z. B. die Mengen deiner Katze, kommt einer Radikaldiät gleich, die ebenso eine Fettleber auslösen kann! Obendrein verzeichnen selbst intensivmedizinische Behandlungen bei der Diagnose Fettleber nur eine Erfolgsquote von ca. 60%. Der Rest trägt schwerwiegende Leberschäden davon oder verstirbt an Leberversagen, was leider häufig der Fall ist.

Siehe bitte auch unter Behandlung und Prognose des folgenden Links: https://www.enpevet.de/Lexicon/ShowArticle/40874/Fettlebersyndrom.

Wichtig: Nahrungsentzüge und schlechtes Fressverhalten zählen zu den Frühsymptomen einer Fettleber! Weibliche Tiere sind häufiger betroffen. Höchstwahrscheinlich muss sie dringend hochkalorisch ernährt werden, um eine eventuelle Fettleber in den Griff zu bekommen oder eine sich anbahnende rechtzeitig abzuwenden. Denn Fakt ist: Bei Fettlebern beschränkt man sich i. d. R. auf Verdachtsdiagnosen, z. B. Inappetenz, Abmagerung, Erbrechen, Blutwert-Veränderungen oder Untersuchungen per Ultraschall (==> diese zeigen ggf. eine vergrößerte, formveränderte und strukturverdichtete Leber). Die Entnahme von Lebergewebe mittels Tru-Cut-Biopsie, d. h. die zuverlässigste Diagnosemethode, wird nur in Ausnahmefällen vorgenommen (==> zu hohes Narkoserisiko für erkrankte Tiere).

Anbei: Sollte eine Fettleber vorliegen, muss Ursachenforschung betrieben werden (ohnehin muss es das!). Begründung: Sehr häufig gehen der Fettleber behandlungsbedürftige Krankheiten voraus, z. B.

  • eine Bauchspeicheldrüsenentzündung oder CNI (chronische Niereninsuffizienz), denn beide lösen Appetitlosigkeit aus
  • Zahnerkrankungen, z. B. eine Zahnfleischentzündung oder FORL (==> nur mittels Gebiss-Röntgenaufnahme erkennbar)
  • ein Schnupfen (==> durch schlechtes Riechen lockt das Futter weniger)
  • Herzschwäche
  • eine Gastritis (Magenschleimhautentzündung)
  • Übergewicht
  • oder Wurmbefall.

Auch missglückte (da nicht wirklich akzeptierte) Futterumstellungen sowie Medikamentengaben können ursächlich sein.

Bedenke bitte: Gerade Katzen leiden oft lange still vor sich hin, ehe man einen Verdachtsmoment hat. Dies ist auf ihr Sicherheitsbedürfnis in freier Wildlaufbahn zurückzuführen, denn wenn Feinde ihre Schwäche aufgrund Schmerzensschreie bemerken, werden sie leichter angreifbar. Du hingegen hast Verdachtsmomente, und zwar schlechtes Fressverhalten und Schmerzenschreie. Also ==> zum Arzt bitte! Faktor Zeit ist bei mangelnder Nahrungszufuhr und möglichen Entzündungsherden in mehrerlei Hinsicht alles entscheidend (Stichwort nahrungsentzugsbedingte Leberschäden, austrocknungsbedingte Nierenschäden + entzündungsbedingte Herzschäden, die lebensbedrohlich werden können). - Ganz zu schweigen von den Kosten, die umso höher ausfallen je länger du wartest, wenngleich das eher unwichtig sein sollte …!

…, da der Platz leider nicht reichte:

Situativ kann ich dir in punkto Nahrungsverweigerung (nebst Tierarzt!) folgendes anraten:

  • Biete ihr Leckerlis an, und zwar soviel sie mag! Teilweise ist es so, dass sich Katzen (trotz möglicher Schmerzen) gerade noch zu deren Verzehr durchringen können, weil sie etwas Besonderes sind. Eine gute Wahl sind Knabberstangen (natürlich nur die mit hohem Fleischanteil sowie frei von Zucker, Getreide und pflanzlichen Eiweißextrakten).
  • Besorg deiner Katze die Aufbaukur von K_ttovit (erhältlich im Zoofachhandel). Sie hat mit 8% einen höheren Rohfettanteil als gewöhnliches Katzenfutter.
  • Mag sie auch Milch? Natürlich keine Katzenmilch; diese ist zwar laktosereduziert, enthält jedoch Zucker. Besser (da gesünder) ist laktosefreie Milch aus dem Handel. Jene ist zuckerfrei und obendrein um ein Vielfaches günstiger. Außerdem wirkt sie sich positiv auf ihren Flüssigkeitslevel aus, der im Moment ja sehr im Argen liegt.
  • Besorg deiner Katze appetitanregende und kalorienreiche Pasten, z. B. N_tri-Cal (==> 338 kcal / 100 g) oder C*lo-Pet (==> 480 kcal / 100 g). Natürlich entsprechen sie durch den hohen Gehalt an Kohlehydraten, Zucker und anderen Stoffen nicht dem Nährstoffprofil einer Katze, doch sie können helfen, jene zum Fressen zu motivieren. Wichtig: Sprich die Gabe mit dem Tierarzt ab, da beide Pasten viel Vitamin A enthalten, was besonders für CNI-Katzen schädlich sein kann (denn CNI ist ja nicht auszuschließen, solange die Ursache unbekannt ist).
  • Versuch am besten auch, sie mit der Hand zu füttern. Mitunter fressen Katzen dann besser.

Alles Gute für deine Katze!

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Dass eine Katze nach 12 bzw. 24 Stunden Fasten stirbt, ist doch Unsinn. Meinst Du, dass die Mäuse auf einem Bauernhof so pünktlich vorbeikommen wie die S-Bahn?! Bei den meisten Katzenhaltern hat sich bei der Fütterung in der Regel ein gewisser Zeitplan eingespielt. Den fordert die daran gewöhnte Katze natürlich ein.

Jedes jagende Tier erlebt Phasen, in denen ihm Beuteerfolg versagt bleibt. Bei Großkatzen ist das manchmal eine Woche und mehr.

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@mychrissie

@mychrissie: Sorry, Unsinn ist höchstens deine Fehl-Ableitung daraus, zumal du meinen Text nicht richtig liest. Nirgendwo habe ich geschrieben, dass sie nach 12 bzw. 24 Stunden stirbt, sondern dass sie nach spätestens diesem Zeitraum fressen muss. Der Tod tritt (Leberverfettung vorausgesetzt) meist erst nach Tagen oder Wochen ein, je nach Schwere der Vorerkrankung (==> die dem fast immer vorausgeht). Die Funktionstüchtigkeit der Leber nimmt dabei peu à peu ab. Was hinzukommt: Die Vorerkrankungen, die vielfach lauten Zahnbeschwerden, Übergewicht, Diabetes oder CNI, sind zumeist hausgemacht, Stichwort Fehlernährung durch Trockenfutter oder zucker- und getreidelastiges Nassfutter ==> derart ungesunde Kost fressen jagende Tiere nicht; demzufolge haben sie gesündere Zähne, seltener Diabetes und sind sehr schlank bis dünn. Anders ausgedrückt: Nahrungsentzüge würde die Leber einer dünnen Katze gar eher verkraften als die einer übergewichtigen, da ein übergewichtiges Tier mehr Fett abbaut, das dann in der Leber landet und aufgrund eines fehlenden Enzyms kaum bis gar nicht verstoffwechselt wird - was in Leberversagen münden und somit tödlich enden kann. Aufgrunddessen muss ein übergewichtiges Tier entsprechend früher fressen.

Ich selber kenne auch einen Kater, dessen Magen in den Kniekehlen hing, als er gefunden wurde. Er war abgemagert, besann sich aber wieder - vermeintlich! Bis er dann Wochen später morgens tot im Körbchen lag: Leberversagen! - Natürlich gibt es auch Katzen, die nach Abmagerungen oder starken Nahrungsentzügen gesund bleiben, dennoch würde ich nie darauf bauen. Fakt ist: Nahrungsentzüge sind aus medizinischer Sicht absolut nicht wünschenswert.

Insbesondere ein Zeitraum von 12 Stunden steht auch hier geschrieben http://cliou-barf.jimdo.com/einstieg/rund-ums-fressen/

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@Kathy34

Katy ich kann dir nur zustimmen.. hatte im letzen jahr eine junge katze im wald gefunden ,( habe auch dazu ne frage eingestellt) ziemlich unterernährt , weil zum wirklichen jagen wohl noch viel zu jung. sie fraß natürlich bei mir zuhause gut und wurde auch innerhalb weniger stunden zahm . bei einem sofortiger tierarztbesuch wurde sie entwurmt . aber leider --am nächsten morgen lag sie total entspannt aber tod in ihrem warmen körbchen -- meine kleine semina -- sie hatte wohl auch leberversagen -- der kot war hellgrau .

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@eggenberg1

@eggenberg: Das mit der kleinen Semina tut mir sehr leid. - Noch ein Grund mehr, immer wieder aufzuklären ;-(

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@eggenberg1

Die hat aber sicher länger gehungert als 12 Stunden, wenn sie so extrem abgemagert war.

Also meine Kittie hat es in Ausnahmefällen schon erlebt, dass ich sie morgens um 8:00 Uhr gefüttert habe, aber wegen unaufschiebbarer Termine erst um 22:00 Uhr nach Hause kam und sie wieder füttern konnte (es war auch nicht möglich, von unterwegs einen Nachbarn zu aktivieren). Sie hatte also 14 Stunden "gehungert", ist aber heute (ein Jahr danach) noch putzmunter und der Tierarzt hat ihr rundum beste Gesundheit bestätigt.

Diese 12- bzw. 24-Stundenregel mag für junge oder kranke Katzen zutreffen. Wenn aber alle gesunden erwachsenen Katzen nach einem Tag Beuteverzicht einige Zeit später an Leberschäden versterben würden, wären unsere Gärten ja voll von Katzenkadavern.

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@mychrissie

@mychrissie: Sicher hat sie länger als 12 Stunden und vermutlich sogar Tage gehungert, gerade weil sie abgemagert war. Eben deshalb schrieb ich in punkto Fettleberentstehung „Wenn dem felinen Körper zu lange Zeit Nahrung entzogen wird oder er stark abmagert, …“, wenn du richtig gelesen hättest. Und wie gesagt: Sehr häufig gehen der Fettleber Krankheiten voraus, die deine Katze wohl glücklicherweise nicht hat.

Allerdings: Das Fettleberrisiko forderst du mit 14 Stunden Nahrungskarenz auch losgelöst von Krankheiten heraus. Mehr noch: Dadurch können sich Katzen aufgrund des großen Hungers leicht überfressen, was Erbrechen begünstigt. Erbrechen bedeutet Nahrungsentzug - und gleichzeitig das Ergebnis, dass der Zeitraum sich bis zur nächsten Nahrungsaufnahme weiter verlängert. Am besten sind feste und gut über den Tag verteilte Fütterungszeiten bei 3-4 Portionen. Und wie erwähnt: Ich sprach auch von Ausnahmen, wie z. B. die deiner Katze, auf die ich aber nicht bauen würde.

Besser wäre, du liest die Texte und beigefügten Links sorgfältig; dann wäre dir sicher auch nicht entgangen, dass entgegen deiner Annahme vor allem ältere Tiere betroffen sind bzw. jagende Tiere für gewöhnlich sehr schlank und hausgemachte Krankheiten kaum entwickeln. Ferner ist keinem Tierbesitzer damit gedient, sich Ausnahmefälle heranzuziehen, die wichtigsten Fakten zu übersehen und das Ganze mit Katzenkadavern in Gärten zu dramatisieren.

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