Adverbien&Adjektive?

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4 Antworten

Dein Problem ist wahrscheinlich, dass sich im Deutschen Adverbien der Art und Weise nicht von dem gleichlautenden Adjektiv unterscheiden, wenn sie prädikativ verwendet werden.

Der Zug ist schnell. (Wie ist der Zug? > "schnell" ist hier ein Adjektiv.)
Das ist ein schneller Läufer. (Wie ist der Läufer? > Adjektiv; außerdem wird ein Adjektiv verändert, wenn es attributiv gebraucht wird wie hier.)

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Der Zug fährt schnell.
Der Junge läuft schnell.

"schnell" ist hier in beiden Fällen ein Adverb. Du fragst: Wie wird etwas gemacht? Es geht also nicht um die Eigenschaft des Subjekts, sondern darum, wie die Tätigkeit ausgeführt wird.

Im Englischen siehst du den Unterschied deutlicher, da man bei einem Adverb in der Regel ein "-ly" an das Adjektiv angehängt wird.

The runs quickly. (Adverb)

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Zusammenfassend:

Beim Adjektiv fragst du "Wie ist etwas?" Es geht also um eine Eigenschaft.
Beim Adverb fragst du "Wie mache ich etwas?"

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Kommentar von adabei
19.08.2016, 10:46

Dankeschön. ☺

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Kommentar von adabei
19.08.2016, 10:52

Korrektur: The boy runs/is running quickly.

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Adverbien heißen (im Umkehrschluss – der für meine Erklärung grade besser passt) so, weil sie immer im Adverbiale stehen. 

Das Adverbiale (= adverbiale Bestimmung) ist ein Satzglied, das ein Verb näher bestimmt. Dieses Satzglied kann mit Verschiedenem gefüllt werden:

Ich gehe nach Hause. (Präpositionalphrase)

Ich gehe mit ihm. (Präpositionalphrase)

Ich gehe jeden Sonntag. (Adverbialer Akkusativ)

Ich gehe deswegen. (Kausaladverb = Adverb d. Grundes)

Ich gehe dort. (Lokaladverb = Adverb d. Ortes)

Ich gehe morgen. (Temporaladverb = Adverb d. Zeit)

Ich gehe schnell (Modaladverb = Adverb d. Art und Weise)

Die Adverbien, die dir leicht fallen, sind schon ursprünglich welche: deswegen, dort, morgen, …

Adverbien der Art sind oft ursprünglich Adjektive:

– Das schnelle Auto (attributiv)

– Das Auto ist schnell (prädikativ)

– Das Auto fährt schnell (adverbial)

Das Adjektiv schnell zum Beispiel kann wie ein Adverb verwendet werden; man spricht von adverbialem Gebrauch. Dass es noch wie ein Adjektiv aussieht, macht es schwerer, es zu erkennen.

Treffender wäre es, von einer Adverbalisierung zu sprechen. Denn nichts anderes geschieht auch bei der Substantivierung. Nur ist es bei der leichter zu erkennen, da Substantive immer großgeschrieben werden:

Ich ging gestern nach Hause.

--> Das Gestern ist Vergangenheit.

Ich war schnell.

--> Ich ging schnell nach Hause.


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Da muss man ein bisschen zwischen dem Deutschen und anderen Sprachen
unterscheiden, was die Abgrenzung von Adverben zu den Adjektiven angeht.

Grob gesagt sind solche Wörter Adverben, die unflektierbar
(unveränderlich) sind und alleine das sog. Vorfeld besetzen können
(=allein vor dem gebeugten Verb stehen können). Beispiele wären:

  • Heute geht Tom in den Zoo.
  • Ich trinke morgens immer Kaffee.
  • Vielleicht kommt er später.

Adjektive hingegen, auch Wie-Wörter oder Eigenschaftswörter genannt,
kann man daran erkennen, dass sie flektiert (gebeugt) und (meist)
gesteigert werden können:

  • der schnelle Läufer
  • das lautere Auto
  • meine Mama kocht am besten

Man spricht immer von Adjektiven, wenn diese Eigenschaften gegeben sind.
Auch wenn die Adjektive unflektiert vorkommen, sind und bleiben sie
dennoch Adjektive! Es gibt drei Verwendungsweisen von Adjektiven:

  • attributiv: das schnelle Auto
  • prädikativ: das Auto ist schnell
  • adverbial: das Auto fährt schnell

Es handelt sich bei allen 3 Verwendungsweisen aber immer noch um Adjektive; zumindest im Deutschen! In anderen Sprachen erfolgt bei der adverbialen Verwendungsweise oft eine morphologische Veränderung in Form einer angehängten Nachsilbe (-ly im Englischen beispielsweise), dann kann man von einem Wortart-Wechsel sprechen. im Deutschen ist das aber unnötig. Das ist aber hauptsächlich eine Sache der Festlegung. Man hielt es einfach für unnötig, von einem Wortartwechsel zu sprechen, da in adverbialer Verwendung ja nur die (unveränderte) Grundform des Adjektivs benutzt wird.

(Man muss allerdings beachten, dass es vereinzelte Adjektive gibt, die nicht gesteigert oder gebeugt werden können. Z.B. prima oder ursprünglich einige Farb-Adjektive wie lila. Es sind trotzdem Adjektive, keine Adverben!)

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Kommentar von adabei
17.08.2016, 15:52

Ich würde in deinem dritten Satz "Das Auto fährt schnell." "schnell" dennoch als Adverb bezeichnen. Du sprichst ja auch von einem adverbialen Gebrauch.

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Hei, nomeliaa444, die Adverbien sind unveränderlich: Grün bleibt grün, lieb bleibt lieb, sauer bleibt sauer u.s.w. Das heißt, sie nehmen kein Geschlecht und keinen Fall an. Und die Wie-Frage stellst du mit dem Verb: Wie streicht der Maler das Haus an? Er malt das Haus grün = Verb mit Adverb also: Grün malen; er umarmt dich lieb: Wie umarmt er dich? Verb mit Adverb also: Lieb umarmen ; und Fall drei: Die Bonbons schmecken sauer; wie schmecken die Bonbons? Also Verb mit Averb sauer schmecken. Das hier sind Adverbien der Art und Weise. Steigern kannst du sie sehr wohl. Beispiel: Der Sohn wächst schneller als die Schwester; Adverb: schneller; Frage: Wie wächst er? Antwort: Er wächst schneller. o.k.? Viel Erfolg! Grüße!

P.S.: Englisch sind das die Wörter mit -ly, französisch mit -ment am Ende (quick ~ quickly, rapid ~ rapidement). Und so.

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