Warum vermisst man Menschen, die einem nicht gutgetan haben?
Ich habe schon lange darüber nachgedacht Warum vermissen wir oft Menschen die uns verletzt, ausgenutzt oder emotional zerstört haben?
Ich war in einer Beziehung, in der ich ständig mit Worten mit Schweigen mit Machtspielen herabgesetzt wurde. Und doch denke ich immer noch an die guten Zeiten, das Lachen die Nähe, das Gefühl von Zuhause.
Manchmal denke ich ich werde verrückt. Wie kann man jemanden vermissen, der einen nicht wirklich geliebt hat oder nicht gut für einen war? Geht es noch jemandem so? Ist das nur ein emotionaler Rückfall? Oder hängen wir manchmal mehr an dem Gefühl, gebraucht zu werden, als an der Person selbst?
Was denkst du? Hast du so etwas schon einmal erlebt? Und wie bist du da herausgekommen?
10 Antworten
Das ist eine starke und ehrliche Frage. Oft vermissen wir nicht unbedingt die Person, sondern das Gefühl, das wir mit ihr verbunden haben auch wenn es uns langfristig geschadet hat. Heilung braucht Zeit. Du bist nicht allein damit.
Man vermisst nicht die Personen, man vermisst die guten Zeiten. Das ist relativ normal. So gut wie jeder hat solche Erfahrungen gemacht.
Zumindest ich kann es nachvollziehen.
Negative Erfahrungen werden von unserem Unterbewusstsein gespeichert, um uns vor künftigen Gefahren zu schützen. Aus diesem Grund sind auch toxische Beziehungen viel prägender, was man nicht mit "vermissen" verwechseln sollte. Bei toxischen Beziehungen sollte man schnell beenden, weil es sonst nur noch mehr unnötiges Leid gibt.
Naja man vermisst eher die Zeiten und außerdem mochte man die Menschen ja.
Ich kenne das auch . Ich denke , es gibt eben bei Erfahrungen mit Menschen sowohl gute als auch schlechte Seiten/ Zeiten .
Ich selbst vermisse dann nicht explizit die Person , sondern die Gefühle in diesem schönen Moment . Klar , man assoziiert damit dann evtl. auch die Person . Doch diese vermisse ich nicht . Ich erinnere mich an eine schöne Erfahrung und das Gefühl, was ich in diesem Moment durchlebt habe .
Schätze, das ist normal und nicht beunruhigend . Oft kommt das auch , wenn man die negativen Geschehnisse verarbeitet hat und die Person , egal was sie getan hat, nicht mehr hasst. Denn dann nimmt man auch die Dinge wahr, die eben nicht negativ waren .
Dazu muss man erst begreifen, dass man sich in einer toxischen Beziehung befindet. Wenn man in einer tox. Familie aufwächst, sucht man sich sehr wahrscheinlich tox. Partner, denn man braucht dieses "Komm her, geh weg" - Gefühl.