Wie steht ihr zum Thema Gleichstellung?
58 Stimmen
8 Antworten
Ich unterscheide zwischen Gleichberechtigung und Gleichstellung. Gleichberechtigung heißt, dass alle das Recht haben, einen bestimmten Beruf zu ergreifen – das ist die rechtliche Basis.
Gleichstellung heißt dann, dass man in der Praxis auch dafür sorgt, dass Männer und Frauen die gleichen Chancen haben, diesen Beruf auszuüben, etwa durch faire Arbeitszeiten oder transparente Beförderungsmöglichkeiten.
Beides gehört für mich zusammen: gleiche Rechte als Grundlage, gleiche Chancen in der Realität.
Gleichberechtigung ist extrem wichtig. Direkte Gleichstellung als staatlich durchgesetztes Konzept lädt dazu ein, dass schwachsinnige Entscheidungen und Cherry Picking Oberhand gewinnen. Das ist im Grunde dasselbe wie die Vergabe von Subventionen bei dünner Informationslage - nur dass Menschen unmittelbar diskriminiert werden können. Zumindest so die Praxis bisher.
Faire Arbeitszeiten sind m.E. keine Gleichstellung i.e.S., zumindest nicht direkt. Das ist in erster Linie ein arbeits-/sozialpolitisches Instrument.
Das beweist doch nur, dass die falschen Menschen die Entscheidungen zu Gleichstellung und -berechtigung treffen.
Arbeitszeiten war auch nur ein Beispiel. Man könnte hier mit Gehalt und Aufstiegschancen (...) die Liste fortführen.
Unterscheidung- Gleichberechtigung → Alle haben formal die gleichen Rechte
- Beispiel: Im Gesetz darf es keinen Unterschied geben, ob Mann oder Frau ein bestimmtes Gehalt oder eine Führungsposition bekommt.
- Gleichstellung → Man sorgt aktiv dafür, dass die Chancen und Ergebnisse in der Praxis wirklich vergleichbar sind
- Beispiel: Maßnahmen gegen die „gläserne Decke“, Frauenquote in Vorständen, gleiche Aufstiegsmöglichkeiten trotz Elternzeit, gleiche Bezahlung bei gleicher Arbeit.
Da kann man gut rauslesen, dass beides positive soziale Aspekte vertritt. Aber klar: Dinge wie die Frauenquote können natürlich ins negative ausarten.
Das beweist doch nur, dass die falschen Menschen die Entscheidungen zu Gleichstellung und -berechtigung treffen.
True.
Ich kann deinem Gedanken folgen. Aber es ist kompliziert. Die folgende Nebenbedingung ist m.E. entscheidend, damit es nicht zu Diskriminierung kommen kann:
Im Gesetz darf es keinen Unterschied geben, ob Mann oder Frau ein bestimmtes Gehalt oder eine Führungsposition bekommt.
Das folgende hört sich erstmal gut an:
gleiche Aufstiegsmöglichkeiten trotz Elternzeit, gleiche Bezahlung bei gleicher Arbeit.
Aber wie will man das durchsetzen? Es ist extrem schwer das in einen Gesetzestext zu überführen. Und wer soll das kontrollieren und überwachen? Wie operationalisiert man sowas? Man muss ja nachweisen können, dass eine Beförderung tatsächlich nicht auf Mehrleistung sondern wegen fehlender Elternzeit erfolgt ist.
Maßnahmen gegen die „gläserne Decke“, Frauenquote in Vorständen
Quoten verletzen jedoch direkt die oben definierte Nebenbedingung. Leute die bestimmte Merkmale nicht haben (Geschlecht, Herkunft, what ever), werden automatisch diskriminiert bei gleicher Eignung.
Quoten verletzen jedoch direkt die oben definierte Nebenbedingung. Leute die bestimmte Merkmale nicht haben (Geschlecht, Herkunft, what ever), werden automatisch diskriminiert
Das sehe ich anders.
Sagen wir, ich möchte die Differenz zwischen Männern und Frauen im Unternehmen verringern. Also klassisch IT: Ein paar mehr Frauen oder Diverse einstellen. Dann kann ich das so umsetzen, ohne dabei andere zu diskriminieren. Beispielsweise Anreize in Form von längerem bezahlten Urlaub bei Schwangerschaft, Angebote zur Kinderbetreuung (vor allem für alleinerziehende Mütter ein Problem) oder anderes.
Ich will damit nur sagen: Es gibt genug Möglichkeiten, Leute zu locken, ohne dabei durch strikte Rahmen andere auszuschließen. Man muss die Quote nicht so nutzen: "Ab jetzt nur noch behinderte Leute, für die Quote." Man kann sie auch so nutzen: "Wir sehen aktuell einen deutlich höheren Anteil an Männern, schaffen wir ein paar Anreize für die Frauen und Diversen, ohne Nachteile für Männer."
Aber ja, du hast Recht: In der Realität macht sich keiner "diese Mühe" und setzt das neutral um. Da enden solche Quoten immer im Drama. Ich wollte nur sagen: Möglich ist es :D
Das sehe ich anders.
Quote bedeutet Bevorzugung einer Gruppe. Und Bevorzugung einer Gruppe bedeutet automatisch Benachteiligung der anderen Gruppe (-> Nebenbedingung verletzt).
Sagen wir, ich möchte die Differenz zwischen Männern und Frauen im Unternehmen verringern.
Wer möchte das? Das Unternehmen, der Staat, die Medien, Aktivisten?
Also klassisch IT: Ein paar mehr Frauen oder Diverse einstellen. Dann kann ich das so umsetzen, ohne dabei andere zu diskriminieren. Beispielsweise Anreize in Form von längerem bezahlten Urlaub bei Schwangerschaft, Angebote zur Kinderbetreuung (vor allem für alleinerziehende Mütter ein Problem) oder anderes.
Das ist dann doch für Unternehmen der direkte Anreiz, Männer einzustellen. Wenn es ein Gesetz gäbe, dass Frauen oder Diverse mehr Urlaubsanspruch haben, würde ich als Unternehmer vermeiden, Frauen oder Diverse einzustellen. Einfache kaufmännische Rechnung.
Kurzum: Direkter Nachteil für Frauen und Diverse, wenn es so ein Gesetz gäbe, weil die Unternehmen das versuchen möglichst zu vermeiden.
Gleiches Thema bei diesem diskutierten Sonderurlaub bei Regelschmerzen. Das benachteiligt direkt Frauen.
Da enden solche Quoten immer im Drama.
Auf jeden Fall. Allgemeingültige Quoten auf Millionen Sonderfälle anzuwenden richtet immer Schäden an. Genauso wie Subventionen, die nicht durchdacht sind.
Ich wollte nur sagen: Möglich ist es :D
Ich gebe dir definitiv Recht bei dem Punkt:
Angebote zur Kinderbetreuung (vor allem für alleinerziehende Mütter ein Problem) oder anderes.
Wenn der Staat das gewährleistet, wird Recruiting-Diskriminierung ziemlich wahrscheinlich abnehmen. Das sehe ich aber bei der öffentlichen Hand, nicht beim Unternehmen. Das Unternehmen zieht keinen Nutzen daraus.
Quote bedeutet Bevorzugung einer Gruppe
Nein, Quote bedeutet Statistik. Was man mit dieser Statistik macht, ist jedem das Seine.
Wer möchte das?
Zitat von mir: "Sagen wir, ICH MÖCHTE ...."
Das ist dann doch für Unternehmen der direkte Anreiz, Männer einzustellen. Wenn es ein Gesetz gäbe, dass Frauen oder Diverse mehr Urlaubsanspruch haben, würde ich als Unternehmer vermeiden, Frauen oder Diverse einzustellen
Du hast anscheinend meine Aussage überlesen:
"schaffen wir ein paar Anreize für die Frauen und Diversen, ohne Nachteile für Männer."
Soziale Unternehmen werden sich dort Anreize ausdenken. Und das wird auch mit Sicherheit die Ein oder Andere anlocken.
Kurzum: Direkter Nachteil für Frauen und Diverse, wenn es so ein Gesetz gäbe, weil die Unternehmen das versuchen möglichst zu vermeiden.
Wieso denn ein Gesetz? Wer redet von einem Gesetz? Ich habe nie gesagt, dass das in ein Gesetz soll. Deswegen schrieb ich ja auch: "Sagen wir, ich möchte" - soziale Unternehmer werden das von alleine tun.
Was ins Gesetz sollte, ist sowas ähnliches wie zur Gleichberechtigung, was einen groben Rahmen gibt, aber keine direkten Maßnahmen vorschreibt. Sollte man dem nicht nachkommen, verstößt man gegen das Gesetz -> Strafe. Verstößt man gegen Gleichberechtigung -> Strafe
Antichristen ermorden Christen, die Antichristen gleichstellen zu wollen ist darum WAHNSINN. Wir Christen sind den Antichristen nicht gleich und daher kann es keine Gleichchstellung mit den Antichristen geben. Anstatt einer etwaigen "Gleichstellung" der Antichristen bin ich dafür die Antichristen sofort für immer abzuschieben ! https://rumble.com/v596w71-was-steckt-hinter-der-islamischen-gewalt-was-jeder-wissen-muss.html?e9s=src_v1_ucp_a
Gleichstellung ist mist.
Gleichberechtigung bin ich voll dabei.
Aber Gleichstellung klingt schonwieder so in die Richtung als ob man alles exakt gleich bügeln will. Und ne, da geh ich voll dagegen.
Wir sind nicht gleich sondern jeder Mensch ist individuell, und genau so ist es auch gut.
Gleichstellung nicht aber Gleichberechtigung
Wie kann man gegen gleiche Rechte für alle sein?
Antwort: wenn man ein rechtes A*loch ist. Stimmt's? Und wenn man nix drauf hat, aber alle Vorteile genießen möchte und dafür gern andere hinten an stellt. A*loch also.
Gleichstellung bedeutet in der Praxis, das Quoten eingeführt werden oder Menschen aufgrund bestimmter Merkmale bevorzugt behandelt werden.
(=die Leute, die die Merkmale nicht aufweisen, werden diskriminiert)