Braucht Deutschland einen besseren Niedriglohnsektor?

nein 87%
ja 13%

31 Stimmen

12 Antworten

Ja oder 50 Cent die Stunde! Warum gleich 9€? Machen wir 50 Cent draus und geben den Chinesen mal einen richtigen Bieterkrieg.

Dann schaffen wir das Bürgergeld ab und erreichen endlich die Obdachlosigkeitsquote von 30%, weil sich niemand in diesem Lohnsektor mehr eine Wohnung leisten kann.

Dann werden diese Chinesen schon sehen...


Crack  30.08.2025, 15:18
und erreichen endlich die Obdachlosigkeitsquote von 30%, weil sich niemand in diesem Lohnsektor mehr eine Wohnung leisten kann.

Das ist sehr klug, denn damit lösen wir gleichzeitig das Wohnungsproblem.

Du darfst gern für 9€ die Stunde arbeiten.

Alle anderen wollen von ihrer Arbeit aber wenigstens halbwegs anständig leben.


SchnorrMeister 
Beitragsersteller
 30.08.2025, 15:18

Dann gibt es halt 20€ Bürgergeld zum aufstocken

Crack  30.08.2025, 15:19
@SchnorrMeister

Häää?

Deine Frage hatte bisher keinen Sinn.
Jetzt hat sie überhaupt keinen...

SchnorrMeister 
Beitragsersteller
 30.08.2025, 15:20
@Crack

Wie lässt sich die Abwesenheit von etwas noch steigern?

DrLubinski  30.08.2025, 15:21
@Crack

Kann man 'keinen' steigern? Gibt es sowas wie Minus-Sinn?

SchnorrMeister 
Beitragsersteller
 30.08.2025, 15:22
@DrLubinski

Ich wäre jedenfalls stolz wenn bei Einführung dieses Konzepts das Profil SchnorrMeister im Duden genannt wird!

DrLubinski  30.08.2025, 15:31
@SchnorrMeister

Neja, ich würde einfach bei 'weder die Frage noch die 20€-Aussage macht Sinn' bleiben.

nein

Es ist das exakte Gegenteil. Wenn wir konkurrenzfähiger werden wollen, müssen wir den Niedriglohnsektor so gut es geht beseitigen.

Eine geringere Armut erhöht die Kaufkraft, was die Wirtschaft ankurbelt, während die Kriminalität abnimmt.

Das wäre eine Win-Win-Win-Situation.


ThM3344  30.08.2025, 15:32

So ist es.
Natürlich muss man sagen, dass man da mit Billiglohnländern nicht konkurieren kann, aber einerseits werden wir das als sozialer Rechtstaat sowieso nie können und andererseits sollten wir das auch gar nicht als Zielsetzung haben.

nein

Kleiner Tipp:

Wer glaubt, Deutschland brauche einen größeren Niedriglohnsektor, denkt das Problem falsch herum. Statt Menschen in Armut zu drängen, sollte man gerechtere Rahmenbedingungen schaffen, z. B.:

  • Erbschaftssteuer -> hohe Vermögen stärker besteuern, kleine und mittlere Erbschaften schonen
  • Vermögenssteuer einführen -> Superreiche stärker beteiligen, um öffentliche Investitionen zu finanzieren
  • Lohnsteuer anpassen -> Entlastung niedriger Einkommen, höhere Progression bei sehr hohen Einkommen
  • Sozialabgaben gerechter verteilen -> z. B. auch auf Kapitalerträge, nicht nur auf Arbeit
  • Mindestlohn realistisch gestalten -> kein Wettbewerb über Armutslöhne, sondern über Innovation und Qualität

SchnorrMeister 
Beitragsersteller
 30.08.2025, 15:42
Sozialabgaben gerechter verteilen -> z. B. auch auf Kapitalerträge, nicht nur auf Arbeit

Glaubst du doch selber nicht. Das wäre ja Doppeltbesteuerung.

DasFloYT  30.08.2025, 15:47
@SchnorrMeister

Schau, nimm zwei Leute, ja?

  • Person A geht arbeiten, verdient 3.000 €. Davon gehen Steuern und Sozialabgaben runter (Rente, Krankenkasse, Pflege, Arbeitslosenversicherung...)
  • Person B hat ein dickes Aktiendepot und kassiert auch 3.000 € Dividende. Da geht aktuell nur Steuer runter – aber keine Sozialabgaben

Am Ende zahlen beide Steuern, aber nur der Arbeitnehmer zahlt zusätzlich noch in die Sozialkassen ein. Genau das meine ich mit fairer verteilen. Nicht doppelt, sondern gleiches Spiel für beide Einnahmequellen.

Nein wir müssen mit den Sozialabgaben runter. Dann hat man mit Mindestlohn auch mehr Geld