Braucht Deutschland einen besseren Niedriglohnsektor?
Wir müssen konkurrenzfähiger werden. Ich schlage vor: Neuer Niedriglohnsektor. Mit Erlaubnis der Bundesregierung sind sogar nur 9€ pro Stunde möglich.
31 Stimmen
12 Antworten
Ja oder 50 Cent die Stunde! Warum gleich 9€? Machen wir 50 Cent draus und geben den Chinesen mal einen richtigen Bieterkrieg.
Dann schaffen wir das Bürgergeld ab und erreichen endlich die Obdachlosigkeitsquote von 30%, weil sich niemand in diesem Lohnsektor mehr eine Wohnung leisten kann.
Dann werden diese Chinesen schon sehen...
Du darfst gern für 9€ die Stunde arbeiten.
Alle anderen wollen von ihrer Arbeit aber wenigstens halbwegs anständig leben.
Wie lässt sich die Abwesenheit von etwas noch steigern?
Ich wäre jedenfalls stolz wenn bei Einführung dieses Konzepts das Profil SchnorrMeister im Duden genannt wird!
Neja, ich würde einfach bei 'weder die Frage noch die 20€-Aussage macht Sinn' bleiben.
Es ist das exakte Gegenteil. Wenn wir konkurrenzfähiger werden wollen, müssen wir den Niedriglohnsektor so gut es geht beseitigen.
Eine geringere Armut erhöht die Kaufkraft, was die Wirtschaft ankurbelt, während die Kriminalität abnimmt.
Das wäre eine Win-Win-Win-Situation.
So ist es.
Natürlich muss man sagen, dass man da mit Billiglohnländern nicht konkurieren kann, aber einerseits werden wir das als sozialer Rechtstaat sowieso nie können und andererseits sollten wir das auch gar nicht als Zielsetzung haben.
Kleiner Tipp:
Wer glaubt, Deutschland brauche einen größeren Niedriglohnsektor, denkt das Problem falsch herum. Statt Menschen in Armut zu drängen, sollte man gerechtere Rahmenbedingungen schaffen, z. B.:
- Erbschaftssteuer -> hohe Vermögen stärker besteuern, kleine und mittlere Erbschaften schonen
- Vermögenssteuer einführen -> Superreiche stärker beteiligen, um öffentliche Investitionen zu finanzieren
- Lohnsteuer anpassen -> Entlastung niedriger Einkommen, höhere Progression bei sehr hohen Einkommen
- Sozialabgaben gerechter verteilen -> z. B. auch auf Kapitalerträge, nicht nur auf Arbeit
- Mindestlohn realistisch gestalten -> kein Wettbewerb über Armutslöhne, sondern über Innovation und Qualität
Sozialabgaben gerechter verteilen -> z. B. auch auf Kapitalerträge, nicht nur auf Arbeit
Glaubst du doch selber nicht. Das wäre ja Doppeltbesteuerung.
Schau, nimm zwei Leute, ja?
- Person A geht arbeiten, verdient 3.000 €. Davon gehen Steuern und Sozialabgaben runter (Rente, Krankenkasse, Pflege, Arbeitslosenversicherung...)
- Person B hat ein dickes Aktiendepot und kassiert auch 3.000 € Dividende. Da geht aktuell nur Steuer runter – aber keine Sozialabgaben
Am Ende zahlen beide Steuern, aber nur der Arbeitnehmer zahlt zusätzlich noch in die Sozialkassen ein. Genau das meine ich mit fairer verteilen. Nicht doppelt, sondern gleiches Spiel für beide Einnahmequellen.
Nein wir müssen mit den Sozialabgaben runter. Dann hat man mit Mindestlohn auch mehr Geld
Unmöglich mit der SPD. Die regieren dieses Land noch zugrunde.
Das ist sehr klug, denn damit lösen wir gleichzeitig das Wohnungsproblem.