Wollt/Wolltet ihr so wie eure Eltern werden?

8 Antworten

Nein. Nicht falsch verstehen, ich schätze meine Eltern sehr und bin dankbar für alles, was sie für mich getan haben und immer noch tun... aber: als Vorbild habe ich sie nie direkt gesehen. Wenn ich sie sehe, ihre Ziele und Lebensart... Nee, da sah ich mich nie drin (vielleicht noch als Kind, als man noch nicht über den Tellerrand hinausgeschaut hat...) Ich schätze sie sehr, es sind meiner Wahrnehmung nach total tolle Menschen, wirklich, aber um ein wirkliches Vorbild zu sein, da fehlt ihnen das gewisse etwas... zumindest mir, um sie als solche zu betrachten...

Bei meinen Großeltern ist das ganz anders: sie waren immer, teilweise bis heute, meine Vorbilder, noch vor allen anderen. Vielleicht weil ich als Kind oft bei ihnen war, dadurch haben sie mich in meiner frühen Entwicklung sehr geprägt. Außerdem weil sie (in meinen Augen) so immens viel erreicht haben. Da bin ich echt stolz drauf, auch wenn es nicht meine persönlichen Erfolge sind, die sie auf die Beine stellten. Sie waren aber nicht nur persönlich erfolgreich, sondern auch für ihre Mitmenschen eine große Bereicherung. Einfach tolle Persönlichkeiten, die die Welt einen kleinen Teil besser gemacht haben. Erfolgreich sowohl auf menschlicher, als auch auf "karriere" Ebene. Das, was ich jedoch "karrieremäßig" mache ist keineswegs auch nur im Ansatz deckungsgleich mit dem, was meine Großeltern gemacht haben. Muss es aber auch nicht sein. Dennoch, wenn ich einmal so werde wie meine Großeltern... dann wäre ich mehr als zufrieden! Wobei ich natürlich meiner eigenen Linie treu bleibe und trotz der Inspiration von Vorbildern mein eigener Mensch bin/werde.

Nein, meine Mutter hatte Affären und mein Vater hat es mehr oder weniger ignoriert. Meine Eltern waren beide arbeiten,das fand ich toll, so blieb nicht so viel Zeit für uns,aber wir haben viele Hobbys gehabt. Ansonsten haben sich meine Eltern nur gestritten,das war nervig. Wir waren viel im Urlaub,das war toll, dabei wurde aber auch oft gestritten. Zumindest wusste ich als Kind, arbeiten ist gut,damit man sich was leisten kann.

Gewisse Aspekte hab ich schon übernommen, aber mein eigenes Ich gebildet. Allerdings waren meine Eltern auch Vorbilder für mich, hatte eben echt gute.

Danke für die Bewertungen.

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Also, wie meine Eltern wollte ich nicht sein. Mein Vater ist so ein Geizhals und duscht so kalt wie er es aushalten kann, nur weil er zu geizig ist Strom zu zahlen für warmes Wasser.

Beim wöchentlichen Einkauf fährt meine Mutter viele Läden an, nur weil ein Produkt in einem Laden 3 Cent billiger ist. So fährt sie die gängigen Läden an und spart vielleicht 1-2€ die Woche, aber verballert mit ihrem Audi Q3 SUV wieder genug Diesel.

Ich finde die spinnen ein bisschen.

Sie haben aber ein eigenes Haus. Das Bad hat auch eine Wanne. Wir Kinder durften Fürher mal Baden, aber nur 1/3 voll mit Wasser in der Wanne. Sonst nur schnell duschen.

Wenn man zu lange geduscht hat und sich unter dem kühlen heissen Nass entspannt hat wurde gegen die Tür gehämmert, weil es so viel Strom kostet für Warmwasserversorgung...

Also, geizig waren sie schon.

Sie hatten auch einen uralten Rasenmäher, der gestunken hat wie nochwas, aber der bleibt bis zu letzt in Betrieb.

Und laut war er.

Das ganze Wohngebiet hat gewusst, wann wir rasen gemäht haben.

Später durften wir nicht mehr vor 10 Uhr am Samstag mähen, weil die Nachbarn ausschlafen wollten...

Und: Heizung wurde immer nur auf 15° eingeschaltet. 1x habe ich mir einen Heizlüfter aus dem Bad geholt in mein Zimmer und das war Weltuntergang für meine Geizhals Eltern.

Also, wenn ich kein Geld hätte würde ich mich entscheiden ob ich Kinder will oder lieber das Geld für mich und mein Haus ausgeben will.

Ich schäme mich, dass meine Eltern so geizig waren und immer noch sind.

Nun meine Mutter hatte sich praktisch mein ganzes Leben lang, selbst in den schwersten Zeiten, für uns aufgeopfert. Als vorbildlich würde ich ihr Durchhaltevermögen und ihre Hartnäckigkeit bezeichnen. Sie ist auch für mich der einzige Mensch auf der Welt, der mir etwas bedeutet.

Bei meinem Vater ist das anders. Er hatte Drogenprobleme und war gewalttätig. Er verließ uns, als ich 4 Jahre alt war. Bis heute habe ich keine Ahnung was aus ihm wurde. Und es interessiert mich auch nicht. Als Vorbild betrachte ich ihn jedenfalls nicht.

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