Woher wusste Mose von der Geschichte über Adam und Eva, er hat sie ja aufgeschrieben?

16 Antworten

Die gesamte Schöpfungsgeschichte muss mit geringen Variationen verbreitet gewesen sein und ist nur irgendwann niedergeschrieben und dem Mose zugeordnet worden. Solche Geschichten wurden nur selten aufgeschrieben, die Sänger jener Zeit hatten ein gutes Gedächtnis (wie bei uns in der Nicht-römisch-griechischen Welt auch. Nochmals früher auch in der römisch-griechischen)

So hat man im Gilgamesch-Epos eine ähnliche Sintflut-Geschichte (die man zufällig aufgeschrieben fand), und der Kampf der Himmlischen Mächte findet sich auch in vielen Religionen.

Die theologische Aussage all dieser Geschichten ist: Es gibt einen Gott, der alles geschaffen und und Gebote gegeben hat und wir müssen uns hüten, von ihm abzufallen. War Staatsraison, so, wie wir heute "auf dem Boden des Grundgesetzes" zu stehen haben. (obwohl es damals keinen Staat, sondern Stämme gab - Regeln fürs Zusammenleben sind immer notwendig)

Die 7-tägige Schöpfungsgeschichte ist in ihrem Rhythmus neu, sie führt die 7-Tage-Woche ein, die bei den Juden damals einzigartig war.

Nach römischer Katholischer Lehre handelt es sich hier um Urgeschichte .

Diese Bücher Genesis , haben keinen Anspruch darauf  Historische Realität oder gar  Naturwissenschaftlicher Rapport der Enstehungsgeschichte der Erde und der Menschen zu sein .

Sondern hier wird lediglich  etwas ausgesagt über die Beziehung zwischen Gott und Mensch und der  Tatsache, dass Gut und Böse bereits von Gott festgelegt ist,und daran soll der Mensch in seiner Freiheit die er in  sich hat ,besser nicht rütteln und zwar zu seinem eigenem Besten .

Den Rest können wir getrost seriöser Naturwissenschaft überlassen ,zu der ich persönlich einen Dawkins nicht zählen kann .

Ich gehe davon aus, dass die Geschichte über Adam und Eva sich so zugetragen hat, wie sie in der Bibel berichtet wird. Nach dem Sündenfall wurden sie aus dem Garten Eden vertrieben und die Schöpfung verändert ("gefallene Schöpfung").

Die Bibel sagt, dass die biblischen Schreiber von Gott inspiriert wurden: "Die ganze Schrift ist von Gott eingegeben [inspiriert; wörtlich: von Gott ausgehaucht, gottgehaucht] und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit" (2. Timotheus 3,16).

In 2. Petrus 1,21 steht: "Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet."

Die Bibel beschreibt  durch die Geschichte von Adam und Eva im 1. Buch Mose, dass die ersten Menschen am Anfang im Garten Eden in quasi paradiesischen Zuständen gelebt haben. Sie hatten aber schon die Freiheit, die wir heute auch haben: Mit oder ohne Gott leben zu wollen. Irgendwann haben sie sich dazu entschieden, ihr eigenes Ding zu machen und ohne Gott leben zu wollen (bzw. sie wollten sein wie Gott). Auch wenn das nicht ganz einfach zu verstehen ist und durchaus viele Fragen bleiben, aber alles Negative und Böse wie Tod, Krankheit, Schmerz, Leid usw. war das Ergebnis dieser Entscheidung und gewollten Trennung von Gott.

Trotzdem hat Gott die Menschen nicht verlassen, obwohl das vielleicht verdient gewesen wäre. Er hat einen Rettungsanker ausgeworfen, dass sie Menschen, die an ihn glauben, wieder zu ihm finden können. Dafür ist Jesus Christus am Kreuz gestorben, dass die, die an ihn glauben und um Vergebung ihrer Sünden bitten, erlöst werden und das ewige Leben geschenkt bekommen. Wenn man überlegt, dass das Leben nach dem Tod ewig und für immer dauert, sind vielleicht die negativen Dinge, die wir hier erleben, nicht mehr ganz so schlimm (wenn natürlich noch schlimm genug). Aber auch hier zwingt Gott wieder niemanden: Jeder kann entscheiden, ob er nach dem Tod bei Gott sein möchte oder nicht...

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Woher hatte Moses den Stoff für die Genesis?

Die in der Genesis beschriebenen Ereignisse spielten sich alle vor der Geburt Mose ab.

▶ Es könnte sein, daß Moses den Aufschluß darüber direkt durch göttliche Offenbarung erhielt. Daß jemand (entweder er selbst oder jemand vor ihm) über das, was vor der Erschaffung des Menschen geschah, auf diese Weise Aufschluß erhalten haben muß, liegt auf der Hand (1Mo 1:1-27; 2:7, 8).

▶ Moses könnte aber diesen und den übrigen Aufschluß auch durch mündliche Überlieferung erhalten haben. Da die Menschen damals sehr lange lebten, hätte die Übermittlung dieses Aufschlusses von Adam bis Moses nur fünf Menschen als Bindeglieder erfordert: Methusalah, Sem, Isaak, Levi und Amram.

▶ Eine weitere Möglichkeit wäre, daß Moses den in der Genesis
enthaltenen Aufschluß großenteils durch bereits vorhandene
Aufzeichnungen oder Urkunden erhielt.

Diese Ansicht vertrat der niederländische Gelehrte Campegius Vitringa schon im 18. Jahrhundert, wobei er davon ausging, daß in der Genesis (nach der King James Version) zehnmal die Äußerung „dies sind die Geschlechter“ und einmal „das ist das Buch der Geschlechter“ vorkommt (1Mo 2:4; 5:1; 6:9; 10:1; 11:10, 27; 25:12, 19; 36:1, 9; 37:2).

Das Wort „Geschlechter“ in dieser Äußerung entspricht dem hebräischen Wort tōle·dhṓth, das besser mit „Geschichte“ oder „Ursprung“ übersetzt wird. Zum Beispiel kann die Wendung „die Geschlechter des Himmels und der Erde“ kaum passend sein, wogegen man sich unter den Worten „die Geschichte des Himmels und der Erde“ eher etwas vorstellen kann (1Mo 2:4).

Damit in Übereinstimmung steht in der Elberfelder Bibel, der französischen Übersetzung von Crampon und in der spanischen von Bover-Cantera der Ausdruck „Geschichte“ wie in der Neuen-Welt-Übersetzung.

So, wie die Menschen heute an einer genauen Geschichtsschreibung interessiert sind, waren sie es bestimmt schon von Anfang an. Aus diesem Grund haben Vitringa und seither auch andere unter dem Begriff tōle·dhṓth — wo immer er in der Genesis vorkommt — eine bereits vorhandene
historische Urkunde verstanden
, über die Moses verfügte und durch die er hauptsächlich den in der Genesis enthaltenen Aufschluß empfing.

Sie nehmen an, daß die unmittelbar in Verbindung mit diesen „Geschichten“
namentlich erwähnten Personen (Adam, Noah, Noahs Söhne, Sem, Terach,
Ismael, Isaak, Esau und Jakob) entweder die Schreiber oder die
ursprünglichen Besitzer jener schriftlichen Urkunden waren.

Das läßt natürlich immer noch die Frage offen, wie Moses in den Besitz dieser Urkunden kam. Auch bleibt die Frage ungeklärt, wieso Urkunden von
Männern, die sich nicht als treue Anbeter Jehovas erwiesen (wie Ismael
und Esau), als wichtige Quellen des verwendeten Aufschlusses hätten
dienen sollen.

Es ist durchaus möglich, daß der Ausdruck „dies ist die Geschichte“ lediglich eine Einleitung ist, durch die die verschiedenen Teile des langen, umfassenden Geschichtsberichts passenderweise voneinander abgegrenzt wurden. Matthäus gebrauchte in der Einleitung seines Evangeliums einen ähnlichen Ausdruck (Mat 1:1; siehe SCHREIBEN).

Man kann also zu keiner endgültigen Schlußfolgerung gelangen, was die unmittelbare Quelle betrifft, durch die Moses den von ihm aufgezeichneten Aufschluß empfing.

▶ Vielleicht erhielt er ihn nicht nur auf die e i n e der erwähnten Arten, sondern auf alle drei — zum Teil durch direkte Offenbarung, teilweise durch mündliche Überlieferung und zum Teil durch schriftliche Urkunden.

Wichtig ist dabei, daß Jehova Gott den Propheten Moses leitete und dieser somit unter göttlicher Inspiration schrieb (2Pe 1:21).

Der Inhalt sollte künftigen Generationen als göttliche Richtschnur dienen. Er sollte der Nation Israel immer wieder vorgelesen werden (5Mo 31:10-12; 2Kö 23:2, 3; Ne 8:2, 3, 18), und ihre Könige sollten sich davon leiten lassen (5Mo 17:18, 19).

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Quelle:

Bibellexikon "Einsichten über die Heilige Schrift", Stichwort "Genesis", auf jw.org (bearbeitet)

Die Beweislast, dass Moses gelebt habe, liegt natürlich bei jenen, die es behaupten. Weil es KEINE wissenschaftlichen Belege dafür gibt, verzichten sie auf diesen Weg.

Man muss andererseits nicht beweisen, dass jemand nicht gelebt hat.

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