Wird Jesus im Alten Testament erwähnt?

18 Antworten

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Es gibt über 300 erfüllte Prophezeihungen auf Jesus im Alten Testament.

Wenn Sie das interessiert empfehle ich den Vortrag hier:

https://youtu.be/b0MARvpClYo

welcher mit 3 Teilen sehr ausführlich ist.

Ich hatte auch einmal ein Pdf mit eben diesen Prophezeihungen welches ich jedoch auf die Schnelle nicht finde. Sofern ich es finde hänge ich es als Kommentar an.

Das sind keine Beweise, sondern nur Hoffnungen und Wunschdenken.

Und wie soll er sonst erwähnt werden? Niemand kann in die Zukunft schauen, also ist das nächstbeste echt Immanuel.

Ergo: Nein, er wird nicht auf eine Art erwähnt, die dich zufrieden stellen würde.

dann nehme ich lieber den Morgenstern aus der Offenbarung, das ist im alten Testament zwar der Satan - aber macht nix - niemand kann in die Zukunft schauen ...

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Ja.

(Jesaja 9,5)

"Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst. "

Die Geburt von Jesus wurde von dem Propheten vorhergesagt.

(Jesaja 40)

Vers 3: "Die Stimme eines Rufenden [ertönt]: In der Wüste bereitet den Weg des HERRNebnet in der Steppe eine Straße unserem Gott!"

Vers 5: "Und die Herrlichkeit des HERRN wird sich offenbaren, und alles Fleisch miteinander wird sie sehen; denn der Mund des HERRN hat es geredet."

Hier wird das Kommen von Jesus vorhergesagt. Im Kapitel 53 des Buches Jesaja kann man auch nachlesen, dass von Jesus die Rede ist. Lies Kapitel 53, ab V. 1.

Jes40 bezieht sich auf Gott-Vater.

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@aookel

Die "Stimme des Rufenden" war die von Johannes dem Täufer, der in der Wüste predigte. Er ebnete die Straße für Jesus (er kündigte Jesus als Messias an und taufe Jesus).

Deshalb passt es schon sehr gut, dass mit Jesaja 40,3 Jesus (= Gott) gemeint ist).

In der MacArthur-Studienbibel steht zu Jesaja 40,3: "Eine prophetische Ermahnung forderte Israel auf, sich auf die Offenbarung der Herrlichkeit des Herrn bei Ankunft des Messias vorzubereiten. Die Bibel zeigt Johannes den Täufer als denjenigen, der diese Rolle erfüllt (Mt 3,3; Mk 1,3; Lk 3,4-6; Joh 1,23)."

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Nein, außer den an Weihnachten üblicherweise zitierten zwei Stellen im AT bei Jesaja und Micha, in denen ein kommender Messias erwähnt wird, gibt es keine weiteren Hinweise.

In beiden Fällen wird jedoch von der Kanzel nicht erzählt, dass im weiteren Text sowohl bei Jesaja als auch bei Micha erwähnt wird, dass dieser Messias zu der Zeit kommen wird, wenn Assur (Assyrien) über Juda herfällt und Juda dann retten wird.

Micha und Jesaja lebten in Juda im 8. Jahrhundert v.u.Z., also in der Zeit, in der Juda mehrere Kriege gegen Assysrien führte, wovon es den Krieg 701 v.u.Z. trotz eines Bündnisses mit Ägypten gegen den assysrischen König Sanherib verlor, der dann große Teile Judas besetzte und Jerusalem belagerte.

Rund 70 Jahre später wurde dann Joschia (in der Bibel auch als Josia, Joschiahu vorkommend) von ca. 640 - 609 König von Juda, beseitigte den assyrischen Kult, machte den JHWH-Kult wieder zur Staatsreligion, baute den Tempel in Jerusalem wieder auf und fand dabei die 5 Bücher Mose. Zu dieser Zeit wurde auch wie bei Jesaja und Micha angekündigt Assyrien nahezu vernichtet, da 612 in der Schlacht bei Ninive, Hauptsatdt Assyriens, das assyrische Heer von den Babyloniern vernichtend geschlagen wurde.

Der Namen Joschia bedeutet wörtlich aus dem hebräischen übersetzt "JHWH heilt".
Der Namen Jesus ist die griechische Form der hebräischen Namen Jehoschua, Jeschua, Jeschu und bedeutet "JHWH mit uns".

Wenn man also die Prophezeiungen bei Jesaja und Micha mal ganz neutral und vollständig liest und analysiert, wurden diese bereits mit König Joschia von Juda vollständig erfüllt.

danke, schwerer Tobak!

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Wenn man also die Prophezeiungen bei Jesaja und Micha mal ganz neutral und vollständig liest und analysiert, wurden diese bereits mit König Joschia von Juda vollständig erfüllt.

Das ist wohl ziemlich falsch. Wer wurde denn geheilt? (Jes 35,5-6) Wer wurde denn von den Juden abgelehnt? (Jes 53,3) Wem wurde ein Grab bei den Gottlosen gegeben? (Jes 53,9)

Abgesehen davon gibt es nicht nur Micha und Jesaja, die Prophetien bezüglich Jesus machten.

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@wiele

Da findet mal wieder der typische apologetische Mechanismus statt, dass nur Halbsätze aus dem Zusammmenhang gerissen werden und so hingebogen werden, bis sie passen. Will das nur an einem Beispiel verdeutlichen, an Jes 35,5-6:

Da steht wohl im ersten Halbsatz etwas von Wunderheilungen, das man auf Jesus ummünzen könnte, aber der zweite Halbsatz gibt die Begründung für die Heilungen an:

."...denn es werden Wasser in der Wüste entspringen und Ströme in der Einöde. 7 Die trügerische Wasserspiegelung wird zum Teich und das dürre Land zu Wasserquellen. Wo zuvor die Schakale wohnten und lagerten, wird ein Gehege für Rohr und Schilf sein."

Der wird aber natürlich weggelassen, denn da wird nichts von einem wunderheilenden Messias gesagt und ansonsten passt das nun auf Jesus auch überhaupt nicht. Nirgendwo hat Jesus eine Wüste durch neue Quelllen oder gar Ströme fruchtbar gemacht.

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@Hamburger02

Der Punkt dabei ist doch der, dass DU behauptet hast, das sei schon erfüllt. DESWEGEN habe ich gefragt, um in Erfahrung zu bringen wo das denn schon erfüllt war!

Die Frage hast Du mir nicht beantwortet.

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@wiele

Da wo ist klar: durch König Joschija in Juda.

Man muss sich da etwas mit der biblischen Prophetie beschäftigen. Her nur ein kurzer Abriss dazu. Die Bibel gibt erstaunlich viele Hinweise, wie die Prophetie, also das Empfangen des Wort Gottes funktioniert:

Die Juden machten auch nichts anderes, als alle anderen Völker um sie herum. Sie gingen von dem in der Antike allgemein gültigen Grundsatz "Oben wie unten" aus und versuchten, aus dem Verlauf der Gestirne den Willen Gottes herauszulesen. Zu Anfang der israelitischen Geschichte traten neben die Sternenschau laut Bibel noch Traumdeutung, Würfeln (laut Bibel Urim und Thummin genannt) und Naturbeobachtungen, um den Willen Gottes zu ermitteln. Später verschob sich der Schwerpunkt fast ausschließlich auf die Astrologie.

Der Unterschied liegt in der Art, wie Astrologie betrieben wurde. Während der babylonische Kulturkreis eine Stundenastrologie betrieb, betrieben die Juden eine Mundanastrologie, deren Grundzüge sie von den Ägyptern übernommen hatten.

1. Unterschied Wahrsager/Propheten

Propheten gehen wissenschaftlich vor und sind als Weise anerkannt. Sie betreiben die Astrologie, die damals zusammen mit Astronomie und Mathematik die wichtigsten Wissenschaften darstellten, nach allgemein anerkannten Regeln. Wahrsager arbeiteten dagegen nach anderen Regeln, die nicht allgemein anerkannt waren. Wahrsager war in dem Sinne auch abwertend gemeint.

Bei den Israeliten wurden solche Wahrsager abgelehnt, siehe 5. Mose 13,1 ff weiter unten.

2. Berufspropheten

An den diversen Königshöfen gab es Berufsastrologen die nach den jeweils gültigen astrologischen Regeln in die Zukunft blicken sollten um dem König Entscheidungshilfen geben zu können. Dabei müssen diese Propheten nicht Anhänger von JHWH sein. Auch in anderen Religionen, z.B. der Baalreligion bzw. in der ägyptischen Religion gab es laut Bibel Propheten.

Die biblischen Propheten waren nicht fest angestellt, arbeiteten sozusagen freiberuflich. Darüber gibt die Bibel erstaunlich viele Auskünfte:

Wenn ein Prophet das Wort Gottes empfangen wollte, begab er sich des Abends oder in der Nacht auf seine Sternwarte und beobachtete den Himmel.

"Auf meine Warte will ich treten und mich stellen auf den Turm, damit ich erspähe und sehe, was er mir sagen wird und was für eine Antwort ich auf meine Klage bekommen werde" (Hab 2.1)

Dabei galt aber nur, was tatsächlich gesehen werden konnte und nicht etwa das, was an Sternenkonstellationen berechnet werden konnte.

"Was verborgen ist, ist des HERRN, was offenbart ist, gilt für Israel als Gesetz.." (5. Mose 29,29)

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@wiele

Teil 2:

Die Sterne waren bei den Israeliten nicht selber Götter wie teils bei den Nachbarn, sie waren Engel und zeigten den Willen Gottes an. Das war in allen Gegenden der Antike so: die Gestirne dienten zum einen astronomischen Zwecken, um den Kalender zu justieren und z.B den richtigen Zeitpunkt für die Aussaat zu finden. Sie wurden aber auch gleichzeitig astrologisch genutzt, um in die Zukunft blicken zu können. Dass die Sterne die Zukunft anzeigen, galt in der gesamten Antike und bei allen Völkern als selbstverständlich. Beide Zwecke werden schon in der Genesis genannt.

"Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Ausdehnung des Himmels, um den Tag von der Nacht zu scheiden, und sie seien zu Zeichen und zur Bestimmung von Zeiten und Tagen und Jahren;" (1. Mose 1,14)

Was dem Propheten bei der Betrachtung des Sternenhimmels in den Sinn kam, konnte dann evtl. das Wort Gottes gewesen sein, das er ins Hirn des Propheten eingibt, bzw. ihm in den Mund legt.

"Nicht im Himmel, nicht jenseits des Meeres, es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust." (5. Mose 30, 11 ff)

Dieser Grundsatz galt auch bei den Divinationstechniken (Weissagungen) außerhalb der Astrologie. Wer als Erleuchteter anerkannt war und behauptete, dies und jedes habe ihm Gott eingegeben, wurde als Verkünder des Wortes Gottes und seine Verkündigung als Wort Gottes akzeptiert.

Nun gäbe es ja bei der Methode die Möglichkeit, dass das Prophezeite gar nicht Gottes Wort ist sondern eine Idee des Propheten. Für den Fall stellt Mose fest, dass man einfach nur abwarten muss, ob sich die Prophezeiung erfüllt oder nicht, dann weiß man das.

"Wie können wir merken, welches Wort der HERR nicht geredet hat? 22 dann wisse: Wenn der Prophet im Namen des HERRN redet, und es wird nichts daraus und trifft nicht ein, so ist es ein Wort, das der HERR nicht geredet hat; der Prophet hat aus Vermessenheit geredet, darum erschrick nicht vor ihm!" (5. Mose 18,21 ff)

An anderer Stelle fordert Mose sogar dazu auf, Propheten zu töten, deren Prophezeiung nicht eingetreten ist, denn sie haben nur Gottes Wort vorgetäuscht. Das hatte allerdings erhebliche Nebenwirkungen, denn es blieben nicht viele israelitische Propheten übrig. Von solchen Prophetenverfolgungen wird in der Bibel an mehreren Stellen berichtet. Jedenfalls starben die israelitischen Propheten so langsam aus, sodass Elias um 800 v.u.Z sich schwer darüber beklagte, der letzte der Propheten zu sein und ebenfalls verfolgt zu werden.

Damit nun keiner aus eine anderen Religion daher kommen kann und behauptet "was ich prophezeit habe, ist eingetroffen und war daher das Wort meines Gottes.", beugt Mose vor:

"Wenn unter euch ein Prophet oder Träumer aufstehen wird und dir ein Zeichen oder Wunder angibt, und das Zeichen oder Wunder eintrifft, davon er dir gesagt hat, indem er sprach: «Lasset uns andern Göttern nachwandeln, die ihr nicht kennt, und laßt uns ihnen dienen!» so sollst du den Worten eines solchen Propheten oder Träumers nicht gehorchen;" (5. Mose 13,1 ff)

Nachdem man also abgewartet hatte, ob die Prophezeiung eintrifft, wusste man, dass wenn sie eintraf, dass der Prophet Gottes Wort verkündet hatte. Daher wurde auch nur das anschließend schriftlich von Menschen festgehalten. Nicht erfüllte Prophezeiungen wurden nicht niedergeschrieben, denn sie waren ja nicht Gottes Wort.

Und so kommt es zwangsläufig Jahrhunderte später zu folgender Aussage von Jesaja:

"Das Wort des HERRN, das er Israel verkündet hatte, ist alles erfüllt worden" (Jes 21,45):

Dass auch Jesaja der Regel des Mose folgte, dass man erst mal abwarten muss, ob die Prophezeiung eintritt oder nicht, um entscheiden zu können, ob es eine göttlich inspirierte Prophezeiung war, die den Weg in die heiligen Schriften finden durfte, schreibt er selber: 

„Das Frühere habe ich längst schon verkündet. Aus meinem Mund ist es hervorgegangen, und ich habe es hören lassen; plötzlich tat ich es, und es traf ein“ (Jesaja 48,3)

Er hat diesen Satz also definitv erst geschrieben, nachdem die Prophezeiungen eingetroffen waren.

Das Alte Testament wurde während der babylonischen Gefangenschaft von einer kleinen Gruppe fundamentalistischer Juden geschrieben und redaktionell bearbeitet. Die konnten daher im 6. Jahrhundert durchaus beurteilen, welche Prophezeiungen eingetreten waren und in das AT aufgenommen werden sollten und welche nicht. Die Erfüllung durch Joschia lag nur kurz davor.

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@Hamburger02
Da wo ist klar: durch König Joschija in Juda.

Wen hat er denn geheilt?
Wurde er von den Juden abgelehnt?
Wurde er in Bethlehem geboren?
Wurde er zur Rettung seines Volkes getötet?
Wurde ihm ein Grab bei Gottlosen gegeben?

Zeig mir, dass durch ihn all diese Prophetien erfüllt waren.

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@wiele

Wo steht in der zitierten Stelle was von Bethlehem? Wo wurde denn Joshia geboren? Bist du dir sicher, dass die Stellle mit Bethlölöehem bei Micha nicht später eingefügt wurde, so wie das beim Taufbefehl und Kirchenbefehl offensichtlich ist? Wo wurde denn mit Jesus die Prophezeiung erfüllt, dass Quelllen in der Wüste sprudeln?

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@Hamburger02
Wo wurde denn mit Jesus die Prophezeiung erfüllt, dass Quelllen in der Wüste sprudeln?

Das steht noch aus.

Bezgl Bethlehem bezog ich mich auf Micha 5,1.

Wo wurde denn Joshia geboren?

Das wollte ich doch von Dir wissen. Du hast doch gesagt, dass das durch ihn erfüllt wurde.

Bist du dir sicher, dass die Stellle mit Bethlölöehem bei Micha nicht später eingefügt wurde

Mir ist nicht bekannt, dass das später eingefügt wurde. Hast Du diesbezüglich Quellen, die das belegen?

Mit Jesus wurde die Prophezeiung erfüllt, dass er in Bethlehem geboren ist, dass er Nachkomme Davids ist, dass er nicht Nachkomme Jojakims ist, dass er Kranke heilte, dass er zur Rettung seines Volkes getötet wurde, dass er geschlagen wurde und praktisch nicht mehr erkennbar war und viele weitere.

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@wiele

Er ist aber nie auf den Thron Davids gelangt, wie es ebenfalls für den Messias prophezeit wurde, weshalb die Juden immer noch auf ihn wartennicht als den in ihren Schriften prophezeiten anerkennen und die müssen es wissen, es sind ja ihre Schriften, die später von den Katholiken nur übernommen wurden.

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@Hamburger02
Er ist aber nie auf den Thron Davids gelangt, wie es ebenfalls für den Messias prophezeit wurde

Noch nicht, das stimmt. Aber er kommt ja nochmal wieder - und dann als König. Er hat auch noch nicht die Feinde Israels geschlagen, aber auch das kommt noch.

Die Juden haben zwei Messiase postuliert, einen der für sein Volk stirbt und einen, der siegreich gegen die Feinde vorgeht und sein Königreich aufrichtet. Mit der Möglichkeit, dass es dieselbe Person ist, die stirbt und aufersteht, hatten sie nicht gerechnet.

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