Wieviel Schuld tragen die Lehrer?

15 Antworten

Von Experte Brain300 bestätigt

Die allerkleinste.

Ein großes Problem sind die Schüler selber. Schau dich doch mal um, was hier so an Fragen gestellt wird. Penis hier, f*cken dort, "Macht mal meine Hausaufgaben" da drüben. Und das von Nutzern in genau dem Alter, was regelmäßig für diese Studie herangezogen wird. Da fehlen Kreativität, Engagement, Eigeninitiative und Fleiß. Stattdessen wird über die neue Fortnite-Season geredet oder über den GTA-6-Trailer. Viele hängen nur noch vor ihren mobilen Endgeräten herum, und wenn man sie fragt, was sie einmal werden wollen oder wofür sie lernen, kommt keine Antwort oder ein "mal sehen..." - absolut indiskutabel. Und anständige und respektvolle Kommunikation findet auch nicht mehr statt. Wenn ein neuer Azubi zu meinen Kollegen und mir in die Gruppe kommt, kommt da kein "Guten Morgen" mehr und auch kein "Ich heiße xyz, ich bin abc". Nö, da wird sich auf den nächsten Stuhl geworfen, das Handy mit der Steckdose verbunden und erstmal "gechillt" und auf TikTok Müll angeschaut. Aufnahmefähigkeit gleich null.

Dann kommen die Eltern. Und zwar die Eltern vom Typ Helikopter. "Mein Kind ist so toll, mein Kind macht nichts falsch." Und wenn das Kind was falsch gemacht hat, dann wird die Verantwortung abgenommen und der Bengel kommt ungestraft und ohne Lerneffekt davon. Die können doch nicht mehr gerade stehen für den Bockmist, den sie selber verzapfen. Können nicht mehr die Folgen ihres Handelns einschätzen, nicht mehr zwei Minuten voraus denken. Müssen sie ja auch nicht, denn Mama macht schon.

Und natürlich auch das Handy. Beispiel Verkehr: Früher haben die Kinder von der Rückbank im Auto mit nach vorne geschaut und gelernt, wie der Verkehr funktioniert. Haben im Straßenatlas verfolgt, wo man ist, und so gelernt, gute Wege zu finden und Entfernungen zu schätzen (ein Punkt, der in der Studie explizit kritisiert wurde!). Heute gibt man nur noch Start und Ziel ein und verlässt sich aufs Navi. Aber wehe, das hat mal einen Fehler! Dann landet man mit dem Auto auf einem Feldweg und kommt nicht mehr von dort weg.

Eine kurze Zusammenfassung der Hauptursachen, was den Jugendlichen fehlt:

  • Respekt
  • Kreativität
  • Wille
  • Engagement
  • Denkvermögen
  • Konzentration
  • Einschätzungsvermögen

Diejenigen, die am meisten darunter leiden, sind die zukünftigen Generationen. Wie sollen die einmal von den jetzigen Jugendlichen finanziert werden, Stichwort "Generationenvertrag"? Wer soll handwerkliche Leistungen erbringen? ChatGPT? Dass ich nicht lache.

Und ganz besonders leiden die Lehrer unter der Inkompetenz von Schülern und Eltern. Die tun mir persönlich ganz besonders sehr leid.

Woher ich das weiß:Hobby – Ich beschäftige mich gerne mit aktueller Innen- & EU-Politik

"Und ganz besonders leiden die Lehrer unter der Inkompetenz von Schülern und Eltern. Die tun mir persönlich ganz besonders sehr leid."

Das ist echt übel von dir, dass du die Schuld dafür den Eltern allein gibst. Als wenn Schule gar keine Verantwortung hat! Es gibt viele sehr engagierte Eltern, tu mal nicht so, als wär das das Problem. Und: hast du dich schon mal gefragt, warum Schüler abgelenkt und gelangweilt sind von Schule.. Schule kann SO wie sie immer praktiziert wird, ganz schön ätzend und langweilig sein!

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@55yxc

Guck dir die dummen Lehrer teils doch an, die Null-Bock, die uralten Prinzipien, Lehrpläne, Lernmethoden oder die jungen schlecht ausgebildeten, keine Ahnung von Kindern und Pädagogik. Kann Schule auch mal Eigeninitiative zeigen und andere Lernmethoden einbringen? Oder taugen die Lehrer nur was für 0815? Dann ist das PISA Ergebnis kein Wunder.

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@55yxc

Sämtliche Lehrer, die ich kenne, sind motiviert und haben Lust, ihren Schülern etwas beizubringen. Und es sind die selben Lehrer, die vor 10, 15 Jahren noch hervorragende PISA-Ergebnisse hervorgebracht haben - ebenso wie das selbe Schulsystem. Das einzige, was sich verändert hat, sind Schüler und Eltern.

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@Kris, UserMod Light

Sorry aber wenn du das so siehst, bist du von gestern. Es gibt mittlerweile viele Berichte darüber, solltest du dir anschauen. Denn was sich auch verändert hat, ist der Alltag, die Lebensweisen, die Berufsbereiche, die Forschung mit samt ihren auf weite Bereiche Einfluss nehmende neue Erkenntnisse. Entwicklung eben. Und nicht nur Schüler und Eltern, das ist kurzsichtig und einseitig.

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@55yxc
wenn du das so siehst, bist du von gestern

Das nehme ich als Kompliment. "Gestern" waren die Schüler ja auch noch besser und die PISA-Ergebnisse gut.

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@Kris, UserMod Light

"Das nehme ich als Kompliment. "Gestern" waren die Schüler ja auch noch besser und die PISA-Ergebnisse gut."

Jetzt mal im Ernst. Du bist einseitig und echt unfair Schülern und Eltern gegenüber. Jeder weiß, wie wenig Gelder und Mittel das Bildungswesen in den letzten Jahrzehnten von der Politik bekommen hat und dass es darum logischerweise schwächelt und deshalb nicht mehr mit dem sich entwickelnden Alltag von Schülern und überhaupt Menschen mithalten kann. Klar, dass da Schule langweilig wird.

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@55yxc

Ich bin auch erst "vor kurzem" noch zur Schule gegangen. Ich habe in der 11. und 12. Klasse Schülern aus der 5. und 6. Nachhilfe gegeben. Ich habe im Rahmen dessen selber mit einigen Eltern reden dürfen. Und das sind genau diejenigen, deren Kenntnisstand jetzt abgefragt wurde.

Und wenn ich an diese Zeit zurückdenke, dann frage ich mich allen ernstes, was mich damals geritten hat, mir so etwas anzutun. Und das Ergebnis der Studien von jetzt überrascht mich keinesfalls.

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@Kris, UserMod Light

Und? Das hat doch aber nichts damit zu tun, dass Schulen und das gesamte Bildungswesen jahrzehntelang sträflich vernachlässigt wurde. Wen wundern denn da diese Ergebnisse? Da kann man doch nicht die ganze Schuld den "bösen" Kindern und Eltern zuschieben. Derjenige hat die Komplexität des Themas nicht verstanden.

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@55yxc
dass Schulen und das gesamte Bildungswesen jahrzehntelang sträflich vernachlässigt wurde

Richtig, das Bildungssystem wurde schon vor 30 Jahren kaputtgespart. Aber bis vor Corona hat es doch trotzdem recht gut funktioniert. Die Ergebnisse haben gestimmt. Und das einzige, was sich seitdem verändert hat, sind Schüler und Eltern. Alles andere - Lehrer, Ausrüstung, Schulsystem, Lehrstoff - ist mehr oder weniger gleich geblieben. Nicht, dass das weiterhin so bleiben sollte. Aber durch diese Konstanz ist es ausgeschlossen, dass diese Faktoren einen (nennenswerten) Einfluss auf Studienergebnisse haben.

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@Kris, UserMod Light

Nein die Ergebnisse haben auch vor Corona nicht gestimmt, auch die Tatsache, daß sich ein Fachkräftemangel entwickelt hat, der jetzt zum Tragen kommt. Und das liegt eindeutig an mehreren Faktoren wie oben bereits erläutert.

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Und dein ChatGPT - das ist die nächste Generation, die für dich alle IT Aufgaben mit tollen hocheffizienten Ergebnissen, die auch der Wirtschaft zugute kommen, übernimmt, wovon du in deinem Alter später keine Ahnung mehr haben wirst. Nennt sich auch Entwicklung.

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@55yxc

ChatGPT kann also Aufgaben im Handwerk übernehmen? Krass. Und btw: Sämtliche Informationen, die ChatGPT ausspuckt, stammen von Menschen...

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@Kris, UserMod Light

Ich hab nicht gesagt, dass es Handwerk kann. Aber du tust so, als wenn wir nur Handwerker brauchen. Momentan wohl vermehrt aber dann soll sich Politik gefälligst fragen, was sie die letzten Jahrzehnte falsch gemacht hat und Schülern bessere Schulen bieten, ganz einfach. Dass das Bildungssystem bankrott ist und somit logischerweise auch die Ergebnisse des Unterrichts, sollte klar sein. Und wenn Politik da kein Geld für ausgeben will (soll sich schämen), dann soll man gefälligst bessere Lernmethoden anpeilen, das wäre noch eine fast kostenlose Verbesserungsmöglichkeit.

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@55yxc
Aber du tust so, als wenn wir nur Handwerker brauchen.

Wir brauchen in der Arbeitswelt aktuell vor allem Menschen, die anpacken. Vermeintliche und tatsächlich Intellektuelle haben wir schon genug. Die quatschen den ganzen Tag dumm rum und zersitzen ihre Schreibtischsessel, aber einen Mehrwert für Gesellschaft und Wirtschaft haben sie nicht.

Es wird so viel geredet von wegen "Wie KI unserer Wirtschaft helfen kann", es ist gar von einer "Industriellen Revolution 5.0" die Rede. Die wird aber nicht kommen. Denn die Sesselfurzer, deren Aufgaben - wenn überhaupt - von einer KI übernommen werden können, kann man für nichts anderes gebrauchen.

Wir brauchen vernünftig ausgebildete Arbeitskräfte - ach was, wir brauchen überhaupt erst einmal Arbeitskräfte und nicht so ein Laberrhabarber, der da halbjährlich aus den Unis heraus plätschert.

Wenn man etwas am Schulsystem ändern sollte, dann ist das eine Quote, wie viele Schüler pro Jahrgang maximal Abitur machen dürfen, wie in der DDR. Die können sich dann gerne zur Bildungselite zählen, und die guten Leute lernen stattdessen einen Beruf und verdienen Geld.

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@Kris, UserMod Light

Und was können Eltern und Schüler dafür, dass wir Fachkräftemangel haben, weil Politik Familien/Kinder nicht genügend unterstützt, Arbeitszeitmodelle hinken, Familie&Karriere kaum möglich und der Mindestlohn zu niedrig ist? Selbst Schuld, dass es jetzt zu wenig Fachkräfte gibt. Aber statt diese Missstände zu beheben, auch die des Bildungswesens, holt man sich lieber Millionen Andere ins Land und beschwert sich dann über perspektivlose und deshalb gefrustete Schüler, Jugendliche und Eltern. Super..

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@55yxc

Eltern haben die Verantwortung, ihren Nachwuchs zu erziehen. Das passiert schonmal nicht mehr. Da gibt es keine Konsequenzen mehr für ein Fehlverhalten, da wird der Nachwuchs gepampert und bekommt hunderte Euros Taschengeld im Monat, um sich unnötigen Mist zu kaufen. Die denken doch, das Geld wächst irgendwo auf den Bäumen!

Und wenn man dann 18 wird und auf einmal für sich selber sorgen muss/müsste, dann bleibt man eben im Hotel Mama und lässt sich weiterhin umsorgen.

Nochmal: Es hat sich in den letzten Jahren auf politischer Ebene nichts ins Negative verändert. Elternteilzeit steht auch Vätern zu, Kindergeld ist mehr geworden, der Mindestlohn wurde überhaupt eingeführt und dann stetig erhöht. Eltern haben mehr Zeit als bspw. vor 10 oder 15 Jahren, die sie mit ihrer Familie verbringen können.

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@Kris, UserMod Light

Sorry aber deine einseitige unfaire und unrealistische Sichtweise ist mir fremd. Sie berücksichtigt nur einen einzigen Faktor und das ist - sorry - Bullshit, denn das Ganze ist viel komplexer, auch wenn du das nicht sehen willst, es ist vieles miteinander verbunden und hat ganz komplexe Auswirkungen.

Ich wünsche dir dennoch einen schönen Tag und hoffe, du studierst nicht gerade auf Lehramt..

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Offiziell fehlen 12.000, wahrscheinlich sind es sogar über 40.000 Lehrer in Deutschland. Wieso sollten sie schuld haben?

Deutschland müsste über 44 Milliarden an Schulen investieren, damit der Investitionsstau beseitigt würde. Da können auch die Lehrer nichts ändern.

Wenn die Eltern mit ihren Kindern das vermittelte Wissen nicht vertiefen, können die Lehrer am wenigsten dafür.

Wenn die Kinder nicht mehr in der Lage sind sich zu konzentrieren und Dinge aufzunehmen, die komplizierter und länger als ein Reel sind, können die Lehrer am wenigsten dafür.

Die Probleme sind vielfältig, aber die Lehrer sind arme Schw..., die würde ich außen vor lassen.

Naja nicht ganz, die könnten sich auch mal neue Prinzipien, Lernmethoden, Unterrichtsgestaltung einfallen lassen. Es gibt Schulen in Deutschland, die ganz anders unterrichten als dieses 0815 und diese schneiden in PISA Studien regelmäßig weitaus überdurchschnittlich ab, woran das wohl liegt...

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Kaum bis wenig.

Ich habe gesehen, wie der Unterricht klemmte, als der Lockdown war.

Die Lehrer und Lehrerinnen von meinem Sohn haben sich abgerackert, um den aktuellen Lernstoff in Ordner zu bringen, die dann Zuhause abgearbeitet werden mussten.

Das ganze nur, weil die Schule keinen Fernuntericht per PC zusammengebracht hatte. Ich hab extra für meinen Sohn einen Computer mit Zubehör gekauft.

Wir waren bereit.

Hätten die Lehrerinnen und Lehrer sich nicht so bemüht, dann wäre alles gescheitert.

es ist gescheitert. pisa...

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So einige.

Es gibt zwar einen Personalmangel und Lehrer haben derzeit mehr zu tun als sonst aber es gibt auch andere Möglichkeiten, den zu bekämpfen. Z.b. Schulen, die ganz anders unterrichten als der Rest und solche Veränderungen tun dringend Not. Ganz normale staatliche Schulen, die auch nicht mehr Geld als andere haben. Es müssen aber die Lehrer und natürlich die Schulleitung andere Konzepte erarbeiten, umsetzen, andere tun das nicht. Und das kann jeder Lehrer, jede Schule selbst, dazu braucht es keine Genehmigung (Lehrpläne usw. müssen natürlich eingehalten werden). Aber WIE die Schüler lernen, kann verschieden sein.

Beispiel: staatliche Gemeinschaftsschule im Schwarzwald, 1.-12.Klasse, auch gymnasiale Stufe mit drin. Es lernen Schüler z.b. der 5.-10. Klasse zusammen in mehreren Räumen, die Schüler dürfen sich frei bewegen, dürfen sitzen stehen sogar liegen, an der Heizung, am Tisch, an der Wand, wo auch immer ABER jeder ist beschäftigt, jeder hat seine Aufgaben und die kann er mit anderen zusammen oder alleine erledigen. Selbständig. Mit Hilfe untereinander. Dazu gibt es Schulbegleiter, die bei wichtigen Themen wie Klassenarbeiten, Tests oder emotionalen Problemen mit dem einzelnen Schüler sprechen, um alles im Blick zu haben und zu helfen. Und das Beste: Diese Schule im Schwarzwald schneidet immer weitaus überdurchschnittlich in der PISA-Studie ab! Die Schulleitung sagt, weil es den Kindern Spaß macht, herzukommen, weil es locker und gemütlich ist und eine Gemeinschaft besteht, wo man sofort Hilfe bekommt.

Wieso ist das nicht auch anderswo möglich? Wieso muss Schule immer noch für viele Eltern und Kinder ein Schreck Gespenst sein, weil völlig veraltet? In derzeitigen Situationen, wo Krisen den Alltag bestimmen und das Bildungswesen mittlerweile derart kaputt gespart ist, sollte ganz dringend etwas verändert werden, denn das brauchen die Kinder jetzt und in Zukunft. Das zeigt auch PISA !

Wie hoch die Schuld, kann ich nicht sagen, doch auch sie tragen eine Mitschuld.

Es macht allerdings kein Sinn zu schauen wer mehr Schuld hat.

1. Sind das die Folgen vom lockdown.

2. Gibt es an einigen Stellen Probleme. Es gibt da keine einfache Lösung. Das größte Problem ist immer noch das Bildung einfach an Wert verloren hat.