Wieso trennen sich viele nach vielen Jahren Ehe und scheinbar perfekter Beziehung nach dem sie Kinder bekommen haben?
Und dann so plötzlich, was ist die Ursache? Oft trennen sich Leute wenn sie gerade Kinder bekommen haben und die Kinder einige Monate bis Jahre alt sind. Liegt das an der Veränderung durch die Kinder?
8 Antworten
Manchmal dient (auch unbewusst) für das Paar ein Kind als Mittel zum Zweck, eine zwar oberflächlich betrachtet "perfekte" Beziehung, die es aber tatsächlich hinter verschlossenen Türen nicht ist, retten zu wollen. Dann sollen Kinder die Beziehung festigen oder ihr auf eine neue Ebene verhelfen, obwohl das Fundament längst bröckelt. Aber häufig geht es schief. Der dazugekommene Stress und die größere Verantwortung erweisen sich sogar als Trennungsbeschleuniger von im Grunde fast schon zerrütteten Beziehungen.
Ja, also, das ist schon eine Sache, die man echt oft hört.Das viele Paare sich nach, sagen wir mal, einer ganzen Weile Ehe und so, quasi aus dem Nichts trennen, und das, obwohl sie gerade ein Baby bekommen haben oder das Kind halt noch total klein ist. Das wirkt auf den ersten Blick echt krass und total plötzlich, aber die Gründe dafür, die sind eigentlich super komplex und schleichen sich oft langsam ein.
Der Hauptgrund dafür, ist ganz klar die massive Veränderung, die ein Kind mit sich bringt. Was vorher, naja, eine, sagen wir mal, „perfekte“ Beziehung war, die wird durch diese neue Situation so richtig auf die Probe gestellt.
Der Fokus verschiebt sich eben total: Vorher war man ja quasi nur zu zweit, und die Beziehung stand im Mittelpunkt. Jetzt, naja, geht es halt nur noch um das Kind. Die ganze Zeit und die Energie, die man früher für sich hatte, die braucht man jetzt eben für das Baby. Das ist schon ein riesiger Unterschied.
Man ist einfach nur noch müde: Die ersten Monate mit einem Baby, das ist ja wohl klar, sind einfach nur anstrengend. Man kriegt kaum Schlaf, und da wird man natürlich schnell reizbar. Kleinigkeiten, die früher echt kein Problem waren, können da plötzlich zu riesigen Streits führen. Das ist schon echt heftig.
Man verliert sich irgendwie selbst: Man ist nicht mehr nur Partner, sondern plötzlich "Mama" oder "Papa". Viele verlieren da so ein bisschen die eigene Identität, und das kann zu einem Gefühl von Leere führen. Man fühlt sich einfach nicht mehr so wie die Person, die man früher mal war.
Man ist sich nicht mehr so einig: Klar, man hat vorher über Erziehung geredet, aber im Alltag ist das alles doch ganz anders. Es gibt da plötzlich andauernd Konflikte, zum Beispiel, wann das Kind ins Bett soll oder wie man es am besten tröstet.
Man redet einfach nicht mehr miteinander: Es gibt einfach so viel zu tun, dass man kaum noch die Zeit findet, über die eigenen Gefühle zu sprechen. Man lebt so ein bisschen nebeneinander her, und das ist ja, ehrlich gesagt, der Anfang vom Ende. Die Probleme stauen sich dann so lange an, bis es irgendwann einfach nicht mehr geht.
Die Trennung wirkt dann eben so überraschend, weil man nach außen hin ja irgendwie die perfekte Familie sein will. Man redet nicht über die Schwierigkeiten und hofft, dass sich das alles von alleine wieder regelt. Aber wenn es dann zur Trennung kommt, ist das für Freunde und Familie natürlich ein Schock, dabei ist es in Wahrheit nur die Folge von all diesen gesammelten Problemen und der emotionalen Distanz. Das Kind ist also nicht der Auslöser, sondern eher der Katalysator, der die Risse in der Beziehung erst so richtig sichtbar macht.
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Alle Achtung!
Viele Menschen unterschätzen, wie sehr Kinder eine Beziehung oder Ehe auf die härteste Probe stellen. Das liegt oft daran, dass sie selbst noch nicht gereift sind.. sie verhalten sich im Inneren wie Kinder, manchmal sogar unbewusster und unreflektierter als ihre eigenen Kinder es später tun. Aus solchen Konstellationen kann keine tragfähige Stabilität erwachsen.
Hinzu kommt, dass viele Eltern in Wahrheit nicht frei entscheiden, sondern aus verborgenen inneren Verletzungen heraus handeln. Kinder werden dann unbewusst zu einem Mittel der Kompensation: ein Versuch, eigene Leere zu füllen, ungelösten Schmerz aus der Kindheit zu überdecken oder unbewältigte Sehnsucht nach Nähe und Liebe auszugleichen. Kaum jemand würde das offen eingestehen und doch prägt es viele Familienstrukturen bis ins Fundament.
Ein Kind aber ist keine Projektion, kein Ersatz für innere Heilung, sondern ein eigenständiges Wesen mit einer Aufgabe in der Welt. Es verlangt volle Verantwortung, wache Aufmerksamkeit und seelische Präsenz. Gerade in unserer Zeit, in der Arbeit, Konsum und ständige Ablenkung den Alltag zerreißen, wird diese Verantwortung noch schwerer zu tragen. Ohne bewusstes Planen, inneres Reifen und klare Prioritäten ist es kaum möglich, dieser Aufgabe gerecht zu werden.
Man sollte auch langsam verstehen, dass man nicht mehr so wie vor 60 Jahren eine Familie gründen kann. Ich bin überzeugt, dass das vorbei ist..
Das liegt an der radikalen Veränderung von Geld und Arbeit. Künstliche Intelligenz automatisiert immer mehr Tätigkeiten, während das bestehende Geldsystem instabiler wird. Wer nur „einen Job“ sucht, lebt ständig im Risiko, ersetzt oder entwertet zu werden. Kinder in eine Welt zu setzen, ohne sich mit diesen Kräften auseinanderzusetzen, ist kurzsichtig.
Gerade heute muss jeder Mensch klären, ob seine Arbeit wirklich Berufung ist.. ob sie aus dem eigenen inneren Auftrag kommt und Sinn trägt. Nur eine Tätigkeit, die aus der eigenen inneren Überzeugung.. aus dem, was man wirklich ist und wofür man innerlich steht.. kann auch in einer KI-durchdrungenen Wirtschaft Bestand haben..
In dieser Zeit des Umbruchs ist die Suche nach Berufung nicht Luxus, sondern eine existentielle Notwendigkeit.. für sich selbst, für die Kinder und für die Zukunft der ganzen Gesellschaft...
LG
Sandy
Es gibt soviele unterschiedliche Gründe, warum Beziehungen zerbrechen, wie es unterschiedliche Menschen gibt, wie z.B.
Arbeitslosigkeit
Überarbeitung
Suchterkrankungen
Geldprobleme & Schulden
Fremdgehen
Zu wenig Kommunikation
Fremdverliebtheit
Sexprobleme
Unterschiedliche Entwicklungen
Fettleibigkeit / Essstörungen
Teilweise werden schon auch die Veränderungen im Zuge des Kinderkriegens mitschuld sein, aber ich bezweifle, dass das der Hauptgrund ist.
Manche Menschen (vorallem Männer) suchen einfach nur eine Frau die ihm Kinder schenkt, jedoch keine Partnerin fürs Leben. Gibt natürlich auch viele andere Gründe aber dieser Grund ist mir besonders aufgefallen…