Wieso raten die meisten einen davon ab zur Bundeswehr zu gehen?

14 Antworten

Viele Leute (und auch meine Familie) sagten mir die Bundeswehr ist schlecht. Wenn man dann genauer nach hakt sind es mehr Ängste. Die Angst einen Freund oder ein Familienmitglied zu verlieren.

Aber auch die Unwissenheit macht vielen zu schaffen. Viele wissen nicht was man in der Bundeswehr macht. Da durch entstehen Gerüchte und Vorurteile,welche selten wahr sind.

Meine Eltern meinten, ich solle doch Polizist werden. Das sei deutlich ungefährlicher. Ironischerweise hat man ein paar Tage nach dieser Aussage einem Polizisten eine Machete in den Kopf gerammt (der Angreifer wurde von dessen Kollegen erschossen, der Polizist überlebte).

Es ist also die Angst und Unwissenheit. Das ganze hat aber auch eine gewisse Berechtigung. Nicht alles bei der Bundeswehr ist einfach, nicht alles ist nur Camping. Auch mir war manchmal der Gedanke gekommen-man, dass ist ziemlich gefährlich. Ich hab immer noch Respekt vor Handgranten oder GMWn.

Ganz ehrlich-jeder muss selbst wissen was er will und ob die Bundeswehr seins ist. Man kann innerhalb der ersten 6 Monate ohne Probleme aufhören, für manche der bessere Weg. Ich bin mit der Bundeswehr zufrieden, ich mach das gerne. Aber auch ich habe bemerkt, dass ich mich schon verändert habe. Ob das positiv ist, wer weiß.

Geh deinen Weg und such dein Glück selbst. Solange du dich im Rahmen von Recht, Gesetz und Moral bewegst ist alles ok!

Soldat zu sein, bedeutet Verantwortung für das Land, für seine Kameraden, für sich selbst zu tragen.

Als Einsatzveteran weiß ich wovon ich spreche.

Das ist eine Entscheidung die Dein Leben für immer verändern kann und sicher auch wird.

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1. Du verpflichtest Dich nicht lebenslänglich. Du verpflichtest Dich auf Zeit und nur bei Eignung und guten Beurteilungen durch die Vorgesetzten kannst Du Berufssoldat werden - wenn es denn auch der Stellenplan erlaubt. 

2. Als Soldat ist es nicht Deine Aufgabe, an Paraden teilzunehmen, sondern auf Befehl (Auftrag, Parlamentsbeschluss) den Willen der politischen und militärischen Führung durchzusetzen, also auch zu töten; das ist die originäre Aufgabe des Militärs und damit des einzelnen Soldaten. 

3. Ein Soldat kann natürlich auch getötet oder, noch schlimmer, schwer verwundet werden (Gliedmaßen abgetrennt, Verbrennungen, aber auch psychische Belastungen durch Angst, durch den Anblick von Toten, von herausquellenden Gedärmen usw.). Dann ist es nichts mehr mit Disko, schnellen Autos und schnellen Frauen. Das schreckt die nicht leistungsbereite Jugend ab, die ja auch körperlich und geistig nicht das nötige Rüstzeug hat. 

4. Wenn ältere Herren über den Krieg reden, meinen sie den Zweiten Weltkrieg, und nein, schon da war es war nicht wie ein Videospiel. Es war blutig - in echt - und grausam und niemand hat sich um die Soldaten nach Ende des Krieges und/oder Gefangenschaft gekümmert. OK, das ist heutzutage besser geworden. 

5. Ob "die meisten" Leute von der Bw abraten, kann ich nicht sagen. Früher waren es die grünen Müslifresser, die gegen die Bw waren. Nachdem sie aber in der Politik mitbestimmen dürfen, haben sie ja auch Kriegseinsätzen zugestimmt. 

6. Es gibt natürlich auch Stimmen, die sagen, Deutschlands Freiheit wird eben nicht am Hindukusch verteidigt. Und wenn man weiß, dass Deutschland im Nahen Osten alle Kriegsparteien mit Waffen beliefert - sogar Saudi Arabien, das wiederum Al-Kaida und den IS unterstützt -,und Waffengeschenke in Milliarden-Euro-Höhe (also unsere Steuergelder) in Krisengebiete liefert, kann man sich schon fragen, ob man militärische weltweite Interventionen gutheißen und damit auch wirklich vertreten kann. 

7. Es ist ein Unterschied, für eine Armee zu sein, die den Auftrag der Landesverteidigung hat oder für eine Armee zu stimmen, die sich auf Zuruf in irgendwelche Streitereien einmischt, deren Gründe man nicht immer nachvollziehen kann. 

Das Leben ist nun einmal nicht schwarz-weiß und jede Seite hat sicher mal gute Argumente für ihre Sicht der Dinge. Die solltest Du Dir also mal ganz in Ruhe anhören und die Standpunkte vergleichen. Das kann Dir niemand abnehmen. 

Aufgrund welcher Erfahrung wurde die Antwort verfasst?

(Ich habe diese Frage aus Interesse gestellt. Meine eigene Erfahrung weicht da schon gravierend von ab. Meine Frage soll also kein Angriff darstellen.)

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@KBAGV

"Aufgrund welcher Erfahrung wurde die Antwort verfasst?"

Berufs- und Lebenserfahrung, Tätigkeit in der militärischen und zivilen Fliegerei (nein, kein Pilot; ist auch für den Wissenserwerb unwesentlich), Bundeswehrzeit, Interesse an militärischen Themen, eigene Recherche - natürlich nicht bei GF.

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@ramay1418

Danke für die schnelle Antwort.

Ich war selbst Soldat und in verschiedenen Einsätzen.

Einzig bei Punkt vier hast du ja wohl bessere Erfahrungen gemacht wie ich.

Ansonsten kann ich mich hinsichtlich der anderen Antworten fast zu 100 Prozent anschließen.

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Lebenslänglich verpflichtet man sich ganz gewiss nicht bei der Bundeswehr.
Man kann sich für mehrere Jahre verpflichten. Und in der Zeit kann es auch sein das du ins Ausland geschickt wirst (aber so genau weis ich das nicht).
Bei der Bundeswehr hat man sogar rech gute Chancen auf einen beruflichen Aufstieg. Man kann nämlch z.B. auf Kosten der Bundeswehr studieren.

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