Wie stand Atatürk zum Islam?

16 Antworten

Ja das stimmt, denn Atatürk dachte fortschrittlich, so wie das viele junge Menschen heutzutage in der Türkei auch tun. Sie ehren den Islam sicherlich als Teil ihrer Kultur und Herkunft, aber leben ihn nicht so wie man das von, Freu einem "strikten" Muslim erwartet. Sie wollen auch in Szenekneipen gehen, Tanzen gehen, Musik hörennd/Freundin haben ohne gleich heiraten zu müssen. Frauen möchten sich keinesfalls verschleiern oder in Burka, Kaftan und Co. durch das Leben rennen. Sie wollen berufstätig sein und gleiche Rechte wie der Mann haben.

Atatürk sah dies auch voraus und wollte den Islam an den allgemeinen Fortschritt adaptieren und kritisierte diejenigen die meinten, dass man den Islam noch so leben kann und soll wie 620 n. Christus...man sieht heutzutage deutlich, dass strikte, islamische Länder, zurückentwickelt sind, Bildungsmissstände hoch drei aufweisen, Frauen keine Rechte haben etc.!

Und das ist so, weil man den Islam 1:1 lebt und umsetzt und auf Gesetze, Gleichberechtigung, Fortschritt und Adaption schimpft. Entwicklung generell verpönt um es milde auszudrücken.

Wäre der Islam ein reiner Glabue, würde sich nicht politisch einmischen und nicht versuchen, jede Sekunde eines jeden Tages seiner Anhänger zu kontrollieren, Grausamkeiten wie Steinigungen etc. bedingen, wäre der Islam heute einfach eine Religion und hätte sicher nicht den desolaten Ruf den er durch Menschen hat, die Islam "extrem" propagieren!

Atatürk war ein blitzgescheiter Mensch, vor allem aber offen und fortschrittlich!!

Er stand dem traditionellen Islam sehr kritisch gegenüber.

Nicht nur,dass er das Kalifat abgeschafft hat, er hat auch vieles geãußertt, wofür er heute in islamischen Lãndern wegen Beleidigung de Propheten belangt werden würde. Ich habe mal eine Liste gesehen, was manihm alles vorwirft und diese Liste war lang.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Koranschule und 20 Jahre praktische Erfahrung

Atatürk nannte Mohamed einen unethischen Beduinen. Er führte aber keinen Kampf gegen den Islam als Religion, sondern gegen den Islam als totalitäre Gesellschaftsideologie (zb verbot des Senussi Ordens). Sein Ideal war eine "laizistische" Türkei. Lange Zeit wachte die türkische Armee darüber. Jetzt strebt Erdogan eine Re-Islamisierung der Türkei an.

Also ich weiß nur, dass Atatürk und Erdogan sich inhaltlich widersprechen.. was Staat und Religion anbetrifft....

Definitiv kann ich Deine Frage NICHT beantworten... aber meine Ansicht darf ich sagen, oder ?

OK, ich finde, dass Atatürk seiner Zeit weit voraus war, und die eigentliche religiöse Idee ganz gut rüberbrachte:

wir Menschen brauchen eine staatliche Ordnung... und .. WER WILL, darf eine Religion haben, sofern diese unsere staatliche Ordung nicht stört....

.. so habe ich es seither verstanden, bin aber neuen Erkenntnissen egenüber offen.....

Ja das stimmt

Atatürk bezeichnete den Islam als einen Kadaver von einen Wüstenbeduinen (gemeint ist der Prophet Muhammed) der in der Neuzeit nichts zu suchen hat. Er hat den Islam mit den Arabern verbunden und da er die Araber gehasst hat aufgrund des Verrates an den Türken, indem sich einige (nicht alle) arabischen Stämme mit den Briten verbündet hatten (allen voran die Saud-Dynastie in Saudi-Arabien) um nicht unter "türkischer Herrschaft" stehen zu wollen. Er hat das Sultanat sowie Khalifat aufgelöst und dem osmanischen Reich das Ende gesetzt. Danach hat er in der Türkei eine starke Säkularisierung der Gesellschaft erzwungen, indem er die arabische Schreibweise verboten hat und sie in lateinische Schrift ersetzte, damit die Menschen kein Quran lesen können. Außerdem war es verboten den Quran zu lernen und auch Unterricht zu geben deshalb hat er viele Quran-Exemplare in Museen aufgestellt als Touristenattraktion. Der Gebetsruf (Ezan) wurde auf türkisch gemacht usw. was nicht in Übereinkunft zum islamischen Glauben steht.

Du siehst also er hat sehr starke anti-islamische Politik geführt und wird auch von religiösen Klerikern stark kritisiert sogar geht es soweit das sie sagen er war kein Muslim. Er gilt für einige auch als Freimaurer der den "Illuminaten" unterstellt war und auch in derem Sinne Politik geführt hat.

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