Wie soll man reagieren, wenn die eigene Einfahrt zugeparkt wird und man muss mit dem Auto weg?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ja, das ist erst einmal eine reine zivilrechtliche Angelegenheit, nennt sich Besitzstörung (§ 862 BGB). Du könntest auf eigene Kosten das Fahrzeug abschleppen oder umsetzen lassen, und diese Kosten dann vom Halter zurückfordern. Zuvor musst Du allerdings einiges unternommen haben, um den Halter ausfindig zu machen, damit er das Fahrzeug wegsetzt.
Damit hat die Polizei tatsächlich nichts zu tun, genauso wie mit Autounfällen, die lediglich Blechschäden verursachen, wenn die Unfallstelle nicht gerade eine Gefahrenstelle für andere Verkehrsteilnehmer ist.
Denkbar wäre allerdings eine Anzeige wegen Nötigung. Allerdings läuft diese meist ins Leere bei solchen Vorfällen.

klar, weil der Tatbestand der Nötigung nicht erfüllt ist!

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@EddiR

Vom Grundsatz her schon, nur der Vorsatz ist schwer nachzuweisen.

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Warum will die Rennleitung nicht kommen? Hast Du gejammert, daß Deine Einfahrt zu geparkt ist oder hast denen gesagt, daß Du Anzeige erstatten willst?

Die haben gefälligst zu kommen um den Halter zu ermitteln und versuchen zu erreichen. Jetzt stell Dir mal vor, du bist zB Dialysepatient und kommst nicht rechtzeitig zu Deinem Termin. Willst warten bis der Gnädige Herr / die gnädige Frau oder sonst was wieder nach dem Kaffeekränzchen kommt und die Kiste weg stellt?

Anzeigen wegen Besitzstörung (§ 862 BGB) ggf Landfriedensbruch... Nur wohl nicht wegen Nötigung. Die liegt da, soweit ich weiß, nicht vor!

Landfriedensbruch ist wirklich klasse.

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Anzeige erstatten auf Nötigung und Kostenerstattung und ein alternatives Verkehrmittel nehmen.

Versuche es doch mal mit

https://www.park-collect.de

Hilft zumindest beim nächsten Mal!

In der privaten Einfahrt vor unseren beiden Einzelgaragen stand auch schon ein Audi A6 Avant, als ich nachts von einem Treffen mit meiner besten Freundin nach Hause kam und noch, bevor ich unsere Einfahrt einsehen konnte, das automatische Garagentor geöffnet habe.

Die Fahrerin hat, Gott sei Dank, noch rechtzeitig reagiert.

Allerdings machte sie anschließend eine Riesenwelle. Die Dame war der Meinung, wäre durch das sich öffnende Garagentor ihr Fahrzeug beschädigt worden, hätte ich die Kosten zu tragen.

Ich war zu diesem Zeitpunkt noch der Meinung, da sie sich auf meinem Grundstück befunden hat und dies auch klar ersichtlich war, wäre das nicht mein Problem.

Die Rechtssprechung sieht das aber leider anders!

Nun haben wir zwischen unseren beiden Einzelgaragen ein Schild "Privatgrund" und "Garagentor öffnet automatisch" angebracht und damit ist die Sache rechtlich klar!

War bei mir auch mal ähnlich der Fall, nur das der Fahrer des Fahrzeuges nicht im Auto saß, das Auto aber, und jetzt festhalten, auf meinem grund und Boden in MEINER Garage stand, als ich vom Dienst kam. Wohlbemerkt, auf meinem Grund und Boden. Ich habe dann das Garagentor geschlossen, und mein Fahrzeug dahinter gestellt, und gewartet bis jemand an meiner Türe läutet. Das hat tatsächlich den ganzen Nachmittag gedauert.
Die Herrschaften kamen dann vom Shoppen, mit der Polizei im Schlepptau.
Der Grund: Sie wollten Anzeige erstatten wegen Freiheitsberaubung.
Nicht die Beamten, sondern ich habe sie dann aufgeklärt das Freiheitsberaubung nur für Menschen und nicht für PKW oder andere Sachen gilt, und sie waren ja augenscheinlich nicht in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt.
Ich muss dazu sagen, die Beamten kannten mich, die haben wohl schon bei der Halterermittlung meines Fahrzeuges gesehen, wenn sie da aufsuchen.
Ich arbeite beruflich sehr eng mit der Polizei zusammen.

Nachdem ich die Herrschaften über die Begriffe Besitz und Eigentum aufgeklärt hatte, durften sie dann kleinlaut, ohne ein Wort der Entschuldigung, ihres Weges ziehen.
Dreister geht immer.

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Alternativen suchen und finden, so jedenfalls die Gerichte hier bei uns.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

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