Wie kann man sein Leben auf die Reihe bekommen?


08.11.2020, 15:16

Schlaf: 2-5 Stunden, da ich nicht schlafen kann.

Bei der Ernährung schaut es genauso wild aus. Tendiere eher zur Mangelernährung, da der Körper nichts annehmen möchte.

7 Antworten

Als erstes solltest du das mit der Hygiene in den griff bekommen weil das so die erste Voraussetzung ist. Mir hilft es immer mir eine Checklist zu schreiben, und die dann zu bearbeiten. Ich hoffe ich habe dir ein bisschen geholfen :)

Ich weiß, in welcher Spirale du dich befindest.

Du solltest dich in erster Linie nur auf dich konzentrieren. Fange wieder damit an, dich ausreichend zu pflegen, damit du dich in deinem Körper wohler fühlst. Räume deine Wohnung auf und sorge für Ordnung. Deine Umgebung kann ein Spiegel deiner inneren Einstellung sein. Beginne auf jegliche Suchtmittel zu verzichten. Ernähre dich einigermaßen gesund - versuche wenigstens auf Tiefkühlfraß zu verzichten. Traue dich nach und nach an die Außenwelt, triff Freunde und gehe in Bars. Fange an Sport zu treiben, dann wird es dir bald schon blenden gehen. Blicke auf vergangene Erfolgserlebnisse zurück und versuche herauszufinden, was dich damals angetrieben hat. Gehe deinen Hobbys nach oder suche nach Aktivitäten, die dir Spaß bereiten könnten. Melde dich irgendwo an.

Du musst deine Komfortzone verlassen, denn sie ist wie totes Ackerland wo nichts wachsen kann!

Viel Glück.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Danke für die Tipps, ich versuche sie nachzugehen 💪

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@Bibiundtinitus

Solltest du dies wirklich tun, dann wirst du dich später mit Freude an diesen Kommentar zurückerinnern. 😉

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Hey, das klingt für mich sehr nach einer depressiven Episode.

Versuche dir eine Tages Strukturen anzueignen, je nachdem wie viel Kraft du an dem Tag ab arbeitest.

Beispielsweise das du immer zu einer gewissen Zeit aufstehst und dein Bett machst ( wenn du noch Energie hast duschen) und auf jeden Fall zumindest etwas kleines isst.

Du wirst nach einiger Zeit merken ob es dir reicht dem Tag eine grobe Richtung zu geben oder ob du es in sehr kleine Schritte einteilen solltest. Immer wenn du etwas erreicht hast kannst du Stolz auf dich sein, aber mach dich nicht verrückt wenn es am Anfang nicht so klappt wie du es dir vorgenommen hast .

Als nächstes würde ich mich jemandem anvertrauen. Entweder Freunden, deiner Familie, deinem Trainer, deinem Chef - einfach jemandem bei dem du dich sicher fühlst. Wenn du niemanden hast in seinem Umfeld hast würde ich mich nach einem Therapie-Platz umsehen ( auch wenn du jemanden hast kann es sehr helfen einer ausgebildeten Person zu sprechen, das kann dir auch helfen dein Trauma besser zu verarbeiten )

Die Suche nach einer passenden Therapäut*in kann frustriert sein, da man teilweise lange auf einen Platz warten muss und auch nicht jeder Therapäut*in zu einem passt, aber es lohnt sich.

Mach dir keine Vorwürfe wenn es nicht so leicht ist jemanden zu finden und trau dich zuzugeben, wenn du dich bei einer Person nicht wohl fühlst.

Es wird besser und solange du in dieser Phase bist, solltest du versuchen dich in kleinen Schritten vor anzutasten

Wichtig ist das du machst was sich für dich richtig anfühlt.

Wenn was ist schreib mir gerne

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Einen Schritt nach dem anderen.

  • Fang wieder an, dich um dich selbst zu kümmern, kochen, Hygiene etc.
  • Setze dir ein Ziel. Das muss zu Beginn nichts großes sein, ansonsten kann es sein, dass du dich übernimmst und die Motivation verlierst. Belohne dich für das erreichen eines Zieles
  • Niemand kann es jemandem vorwerfen, wenn das Leben grade aus den Fugen läuft aber du solltest auch deinen Mitmenschen ggü. so ehrlich sein wie du es willst und wenn du nicht ins Detail gehen willst, dann empfehle ich die politische Lösung: Ich muss mein Leben gerade wieder in den Griff bekommen.
  • Nimm Rückschläge in Kauf. Egal was wir machen, das Leben kennt immer wieder nette Arten uns ins Gesicht zu schlagen, vor allem dann, wenn wir es nicht kommen sehen. Dann gilt es weiter zu machen, aufzustehen und sich davon nicht unterkriegen zu lassen. Wir lernen aus unseren Erfahrungen, am meisten aus denen, die uns gefordert haben, weil wir unseren eigenen Tiefpunkt kennen gelernt haben und es als Ansporn und Prävention sehen, da nicht noch einmal zu landen.
  • Wiederaufbau von sozialen Kontakten. Lass deine Kontakte wissen, dass du noch da bist. Du musst keine riesen Fete starten, es geht mehr darum dich langsam wieder sichtbar zu machen, nutze dazu für den Einstieg soziale Medien, frag Leute wie es ihnen geht nimm wieder am sozialen Leben teil.
  • Umfeld. Wenn du dich selbst aus dem Chaos ziehst, dann solltest du auch deine Umgebung aus dem Chaos ziehen, auch hier gilt: Einen Schritt nach dem anderen. Arbeite dich langsam aber stetig voran und erlaube dir auch am Ende des Tages zu sagen, dass du es gut gemacht hast oder das es gut aussieht, genieß es ein wenig was du geleistet hast.
  • Psychologische Hilfe. Es kann sinnvoll sein, solltest du nicht alleine da raus kommen Starthilfe bei einem Psychologen zu erhalten, es ist keine Schande, nur manchmal weiß man einfach nicht wo man beginnen soll oder wenn man es weiß wie, die Einsamkeit und das zurückgezogene Leben haben einen immensen Einfluss darauf wie wir uns und unseren Selbstwert definieren. Der ist nun angeknackst, das bedeutet aber nicht, das man ihn nicht wieder aufbauen kann.

Mit den sozialen Kontakten wird es wohl schwieriger werden. Aber ich versuche mich mal an den anderen Punkten, Danke 💪

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@Bibiundtinitus

Gern geschehen, ich drück dir die Daumen, ich war auch schon am Tiefpunkt und hab es da auch wieder rausgeschafft :)

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Tut mir echt leid! Wenn ich schlechte Noten schreibe, ziehe ich mich auch zurück und spreche sehr wenig. Mein Leben ist dann furchtbar! Ich versuche dann mit meinen Freunden darüber zu reden und versuche mich einzukriegen. Du brauchst vielleicht eine Person zum Reden. Wenn du jemanden brauchst, bin ich für dich da. Du kannst mir alles erzählen!

Danke für das Angebot und für die Erzählung aus deiner Situation 💪

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