Wie kann man einem 6monatigen Hund das exzessive Beißen an Stühlen abgewöhnen?

14 Antworten

Mein Tipp an Dich für Deinen beißwütigen Hund:

Erziehungstraining mit  s a n f t e r  Gewalt:

Vorbereitung:
Nimm eine PET-Flasche, gebe ein paar (wenige) kleine Plastik-Kugeln oder ähnliches, wie zBsp.kleine Keiselsteine in die Flasche. Beim Schütteln der PET-Flasche sollte es kräftig klappern / ratschen. Achte darauf, dass die Teile nicht scharfkantig sind und nach längerem Gebrauch die Flasche aufreißen könnten. Deckel draufschrauben nicht vergessen.

Dann bindest du eine reißfeste Schnur mit einer Länge von 2 Metern an den Flaschenhals. In einem kleinem Zimmer wäre die Länge eben kürzer ... für draußen wesentlich länger ... ausprobieren! Nun umwickelst Du den Flaschenhals (inklusive Flaschenöffnung) mit Panzerklebeband. Erstens, dass der Deckel sich nicht öffnen kann und zweitens, damit das Klebeband die Schnur umschließt. Die PET-Flasche wird nun zu Deinem verlängertem Arm!


Falls der Hund in ein Möbelstück beißt oder in einer anderem Situation, die Du ihm abgewöhnen möchtest,

dann schiebst Du in einem bestimmt sicheren, aber nicht schreienden Ton ein "NEIN!" in Richtung Hund. Er soll ja von Herrchen keine Angst bekommen. ...

und dann wirfst Du ihm sofort (!) mit der einen Hand die PET-Flasche vor die Füße! Nicht auf Körper oder Kopf zielen und oder den Hund sogar treffen (!). Die andere Hand hält die Schnur am Anfang fest. Mit ihr ziehst Du die PET-Flasche wieder an Dich heran.

Der Hund soll sich nur kurz erschrecken!

Dann, wenn der Hund vom Möbel abgelassen hat oder eine andere unerwünschte Situation beendet hat, rufst Du deinen Hund zu Dir und lobst ihn, dafür, dass er zu Dir gekommen ist.

Und wichtig:
Du bringst ihn zum Schlaf- / zum Liegeplatz oder zur Hütte (je, was bei Euch angesagt ist) . Dieser Platz ist sein Rückzugsort, wo er sich sicher fühlen kann und wo ihn der Rudelführer (Du) gerne sieht, wenn er nicht da ist.

Gib dem Hund nach dem Platznehmen kein Leckerlie!
Sonst lernst er: "wenn ich beiße oder Sche.ße bau, krieg ich was zum Naschen" - Das möchte man ja gerade verhindern!

Wenn der Hund die Befehle "Sitz" >> "Platz" >> "Bleib" kennt, wende diese so an, wie er es von Dir gewohnt ist.


Warum bin ich für diese Methode der  s a n f t e n  Gewalt?

Der Hund weiß jetzt, dass es ordentlich Krach macht, wenn er "unartig" ist.

Und viel wichtiger:
weil Du ihm als sein RUDELFÜHRER nicht direkt (durch Klapsen, Stoßen oder beiseite Drücken) weh tust - sondern so ein DING, was da rappelt oder ihn doch trifft - bist Du immernoch der Gute; der Beschützer. So schadet es nicht der BINDUNG, die Du mit dem Hund aufgebaut hast. ... oder noch aufbauen möchtest.

Wenn Du diese Methode "NEIN" = KLAPPERN = "Rudelführer ist unzufrieden" einige Tage (oder länger) mit deinem Hund übst, hast Du dein Ziel erreicht ... nämlich, dass er beim "NEIN" zu Dir kommt oder er zum Liegeplatz hingeht.

Nach diesem Training verbindet er Stühleknabbern mit Aua (!) und wird dies nicht mehr tun. Und er wird Dein "Nein" als Zurechtweisung durch den Rudelführer, der Du ja sein möchstest, verstehen. Hat einfach mit Rangfolge und Beziehung untereinander zu tun.

Es reicht nach dem Training auch schon, dass Du von Weitem mit der PET-Flasche klapperst (!) ... kein "NEIN!" mehr und keine unnötige Berührung. Wenn er das Klappern hört, ist Hütte angesagt.

Übringens:
man soll den Hund nicht vermenschlichen und ihn nicht als gleichberechtigten Partner sehen, sonst ist die Hunde-Führung durch den Menschen nicht nehr gegeben. Die Rolle des Hundes im Rudel ansich ist dem Hund sehr wichtig, damit er weiß, wer das Rudel führt und welche Rangfolge er inne hat.

Seit 3 Jahren habe ich jetzt einen Doggenlabrador. Tolle Mischung! Ich hab ihn aus einem Tierheim geholt und bin super zufrieden mit ihm. Er ist nur lieb und kennt kein Beißen in Möbel oder Menschen. Habe nur Geduld mit Deinem Hund(!) - lass ihm aber nichts durchgehen!

Hunde aus dem Heim brauchen viel Zuneigung ... aber eine klar definierte Rangfolge. Beides muss man in Einklang bringen, sonst sonst erzieht der Hund den Menschen und nicht anders herum.

Ich bin auch in meiner Bewegung etwas eingeschänkt. Hatte 2012 'ne Begegnung mit einem Blitz. Der Schlag hatte gesessen! Seitdem spüre ich den boden unter mir nicht mehr, sonder nur den Druck meines Gewichtes auf den Untergrund. Bin einer Lähmung gerade noch ausgewichen, dafür hab ich mir ne schwere Polyneurophatie eingefangen und bin von jetzt auf gleich EU-Rentner geworden (Bearbeitungsdauer des Rentenantrags weggerechnet).

Gassi-Gehen macht keinen Spaß mehr bei langen Strecken, denn ich kann Untergrund nicht einschätzen. Ob Stein, Waldweg, Wiese oder Teppich - es fühlt sich alles gleich an - so richtig bescheiden schön! Aber - zum Glück - habe ich einen lauffaulen Hund und ein paar tausend qm großes Grundstück. Genügend Auslauf also ...

Nachtrag:
kann natürlich sein, dass das Wachsen der Zähne
Deinem Hund zu schaffen macht. ...

Das ändert aber nichts daran, dass er erzogen werden muss.

Wie Du das machst, bleibt Dir überlassen.
Hole Rat bei einer Hundeschule oder kaufe Literatur von Rütters.

Und wenn es nur Sitz / Platz / Bleib ist, was er beherrschen sollte. Ohne diesem "Hundewissen", was Dein Hund besitzen sollte, bist Du verloren und der Hund macht mit Dir, was er will. ...

"Das hat er doch noch nie gemacht" zieht nicht bei jedem Gebissen!

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Hi, ich würde tippen das ihm eure Anwesenheit stresst. Dürfte ich mal fragen, was das für ein Hund ist? Bei der Beschreibung würde ich denken das ihr den Hund womöglich überfordert er weiss vielleicht gar nicht welches Verhalten euch auch gefällt, das passiert, wenn man mehr auf negatives Verhalten eingeht, anstatt das zu unterstützen was er richtig macht. Hunde unterscheiden nicht so wirklich zwischen empörter Aufmerksamkeit oder wohlwollender, für ihn zählt nur das ihr reagiert. Dadurch das ihr dann nur noch reagiert, macht ihr euch dann noch schwächer, weil ihr ihm das Spielfeld überlässt. Er denkt dann er muss auf euch aufpassen, weswegen er auch hinterher läuft, egal wo man in der Wohnung hin will. Das anbeissen des Stuhlbeims hat so für ihn den Vorteil das er Aufmerksamkeit bekommt und er auch Frust ablassen kann. Würde euch empfehlen eine gute Hundeschule aufzusuchen um aus diesen Kreislauf wieder rauszukommen. Sollte es zudem noch ein Hütehund zB sein, so solltet ihr schon mal nach ein Hobby euch umschauen um ihn auslasten zu können, zB Dogdancing, Trickdogging oder bei guter Gesundheit auch Agility. 

Kann es sein, dass Dein Hund Schmerzen hat, weil er mitten im Zahnwechsel ist? Probier es mal mit der hier erwähnten Torgas Wurzel und, falls es Dein Hund zulässt und mag, mit einer Massage des Zahnfleischs.

Dass Du den Hund nicht ins Wohnzimmer lassen kannst, weil er alles umreißen würde, finde ich allerdings bedenklich. Was macht der Hund, wenn Du ihn ins Wohnzimmer lässt- also wie sieht "umreißen" konkret aus? Was hast Du für einen Hund? Wie sieht der Tagesablauf aus? Weißt Du, wie Du ein Abbruchsignal aufbauen kannst?

Hallo,
Das ist komplett normal. Aber wie du selber sagst, es muss nicht sein das er das macht. Wenn man sich genug mit dem Hund befasst, und man auch merkt das du Hund sogar die Hände vom Herrchen in den Mund nehmen will, fehlt es an Ordnung. Du musst ihm klar machen was er darf & was nicht. Er ist 6 Monate sagst du, da wird er das nicht mehr vergessen was du ihm sagst. Also streng sein & ihn mit erneutem beißen bestrafen, zb mit Verachtung & platzverweiß.

Erziehen... Kennt dein Hund ein Abbruchkommando? Wie nein. Lass das, oder whatever?

Bring ihm das bei. Dann biete ihm eine alternativ die ihm zusagt wie eine Kauwurzel

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