Wie ist Wrestling zu verstehen?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wrestling polarisiert. Man sieht es zum ersten Mal und ist entweder fasziniert oder man reagiert wie der Fragesteller. Da geht es nicht darum, "welche Spezies von Mensch" das ist, der Wrestling mag, die Fragestellung klingt ja fast schon so, als ob man sich dessen schämen müsste... keineswegs! Bei Actionfilmen u den entsprechenden Szenen gibt es bestimmte Kniffe mit Kameras, Soundeffekten etc. um das Gesehene dramatischer erscheinen zu lassen, die Schauspieler und Stuntmen können den Vorgang zudem mehrere Male wiederholen, bis es dem Regisseur passt, den Rest macht der Kameraschnitt oder Bildbearbeitung. Beim Wrestling ist der Live-Effekt größer, der Actionfilm findet vor den Augen des Publikums statt und die Wrestler "haben nur einen Take". Den meisten Wrestlingfans ist auch bewusst, dass es sich um Entertainment handelt u nicht um reale Differenzen, das haben wir sogar vielen Fans von TV-Formaten wie Bachelor, DSDS, Perfektes Dinner, Germanys next Topmodel, Bauer sucht Frau usw. voraus um ehrlich zu sein, auch wenn wir von Nicht-Fans diesen Satz oft als Erstes hören. ;-) 

Es kommt immer darauf an, mit welchen Augen man es sieht. Sieht man Wrestling z. B. im Kindesalter als Sport bzw. Wettkampf u findet dann zwangsläufig irgendwann heraus dass es sich um ein Entertainmentprodukt handelt, mag die Leidenschaft gerne mal verblassen. Sieht man es jedoch von vornherein als Unterhaltung, mit den gleichen Augen wie man sich Filme, Serien, Theaterstücke etc... dann ist die Sachlage anders.

Das Ziel beim Wrestling ist es, dass das Publikum diese Barriere zumindest für eine kurze Zeit verliert und beginnt, mitzufiebern. (man kennt das ja auch bei Filmen... die ja im Grunde ebenso Fake sind) Beim Wrestling geht es, siehe auch hier Filme, um das klassische Gut gegen Böse. Die Charaktere der Wrestler werden danach aufgebaut. Im Kino ist es jedoch so, dass das Ende des Films einen Abschluss darstellt, die Charaktere beim Wrestling bestehen am Ende einer gescripteten Story jedoch weiter und müssen auch danach entsprechend weiter Verwendung in den wöchentlichen Shows finden. Wrestling ist da storymäßig IMO sogar komplexer als z. B. GZSZ, bei der sich oft die gleiche Story in groben Zügen wiederholt oder sogar parallel stattfindet. Dies liegt vor allem daran, dass die Charaktere nicht gleichgestellt sind, sondern durch die Titel (vergleichbar mir den Gürteln beim Boxen) ein gewisses Ranglistensystem vorherrscht.

Bei Wrestling-Charakteren bzw. Fachausdruck "Gimmicks" können sogar verschiedene Film-Genres bedient werden, sei es die Komödie (zugegeben, bei WWE etwas eigenwillig), Horror, Psycho-Thriller usw. Und dies reiht sich in der Show aneinander. Langjährigen Fans, sogenannten Smartmarks, ist die Charakterbildung eines Wrestlers in den Shows bzw. deren Potenzial im Ring wichtiger als die Hackordnung, welche von den Schreibern in den Shows auferlegt wird. Wird ein talentierter Wrestler aufgrund seines Gimmicks nicht weiter in der Rangliste gefördert bzw. wird schlecht eingesetzt, dann ist das Gesprächsthema Nummer eins in der Fanszene.

Auf die Frage "Warum gefällt dir Wrestling" kommen die unterschiedlichsten Antworten von Fans. Ob man nun honoriert, welch gesundheitliches Risiko Wrestler eingehen um die Fans zu unterhalten, ob man fasziniert ist von der Athletik/Akrobatik der Protagonisten, ob man diverse Gimmicks einfach cool findet, ob man mitfiebern will, ob man sich berieseln lassen will, ob man die Stadionatmosphäre in der Halle geil findet und Teil davon sein will, ob man (was wohl der Hauptgrund für die steigende Anzahl weiblicher Fans ist) Wrestler A hübsch findet und so weiter und so weiter. Es gibt viele Gründe Wrestling zu mögen wenn man dieses bewiesene Entertainment-Produkt auch "an sich ranlassen" möchte. 

Aber zurück zur "Spezies" ;-): Ich bin 31, stehe beruflich mitten im Leben, bin verheiratet, und ja, mir gefällt Wrestling. Warum? Zum einen finde ich die Kraft, Akrobatik und Athletik der Wrestler von kleinauf faszinierend, und auch welche gesundheitlichen Risiken eingegangen werden um das Publikum zu unterhalten. (Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=eFXZ4xMy6Uo) Zum anderen faszinierte mich seit jeher, wie die Charaktere aufgebaut und geschliffen werden, um vom Publikum angenommen zu werden (bejubelt oder man liebt es ihn/sie zu hassen). Aber ist nur meine Meinung.

Natürlich bringt zudem die "Wrestling-Welt" auch ihre eigene Logik in Storylines zutage. Wenn Wrestler A vom Chef gemobbt wird, würde man im normalen Leben wohl kündigen, im Wrestling fordert man ihn oder einen Vertreter seinerseits zum Kampf beim nächsten Großereignis... ist halt eine Eigenheit des Business... in Filmen ist oft auch ein Real-Life-Logikfehler enthalten ;-)

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dankeschön deine antwort hat meine frage komolett beantwortet. mir ist nun wirklich klar wie diese welt zu verstehen ist. deine antwort ist die hilfreichste zu diesem thread!

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Wrestling wirkt zum Teil sehr überzogen, da gebe ich dir Recht. Man darf es nicht als reinen Sport sehen. Es ist auch eine Show, die man geboten bekommt.

So ganz tölpelhaft, wie du die Wrestler darstellst, sind sie allerdings nicht. Ohne Übung würdest du wahrscheinlich die meisten Aktionen, insbesondere die vom Seil, nicht hinbekommen.

Schauspielerei müssten wir gerade in Deutschland eigentlich gewöhnt sein. Da muss man sich nur mal Fußball anschauen. Da rempelt einer einen anderen an und der Rempler geht schreiend zu Boden. Was hat das mit Sport zu tun? Außerdem fallen immer wieder die Skandale um Schiedsrichterbestechungen auf. Was ist denn das, wenn keine Show, die nur abgeliefert wird?

Die Zuschauer haben nicht hauptsächlich Interesse am Sport. Sie wollen entertaint werden. Hooligans finden in dem Sport einen wunderbaren Grund, Stress zu initiieren.

Oder gucke dir mal die Vorberichte zum Boxen an. Da wird sich gegenseitig beschimpft und eingeschüchtert. Was soll das? Wenn die labern wollen, sollen sie Politiker werden.

Wrestling ist sogesehen eine reglementierte sportliche Performance. Also so zu verstehen, dass der reine Sport konkret geübter Handgriffe und Handlungen bedarf. Sonderlich brutal ist dieser Sport auch nicht. Es sind halt dort besonders geübte Muskelpakete mit rein DIESEN Sportregeln unterwegs. MMA wäre was vergleichbar härteres...nicht rein die Kämpfer...die stark gelockerten / bis nicht vorhandenen Wettkampfregeln. MMA ist halt in "D" zu Recht unerwünscht. Beim Wrestling soll kein Blut fliessen. Aber halte mal eine Horde testosterongeladener Pumas ( Männlein wie Weiblein ) dabei immer im Zaum der Regeln. Wrestling ist schon richtiger Sport mit Regeln. Allerdings etwas anders als echtes Ringen, Boxen oder Kickboxen jeweils für sich mit entsprechenden Regeln. Wrestling vereint diese Sachen im Sport als kombinierter Handlungsablauf derart, dass kein Wrestler bei korrekt ausgeübter Performance dann ernsthaft verletzt werden sollte. Spielverderber ( Spoil Sports ) gibt es leider fast überall. Ausraster zählen ( inzwischen wissenschaftlich belegt ) dort auch in Richtung " Steroid / Hormon "...

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