Weshalb Kindern auf Augenhöhe begegnen?

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Ich würde dazu gerne einen Beitrag zitieren, den ich vor kurzem zu einer anderen Frage verfasst habe und ich finde der passt hier gut rein:

Viele Lehrer [...] gehen davon aus, man könne Respekt erzeugen mit [...] autoritärem Verhalten, aber es ist eine Illusion.  Dieser Respekt ist nicht echt. Im schlimmsten Fall beruht dieser falsche Respekt auf Furcht und im besten Fall ist er nicht vorhanden und was sich zeigt ist lediglich anerzogenes höfliches Verhalten, was absolut  nichts mit echtem Respekt zu tun hat. In der Sekunde, in der solche Lehrer das Klassenzimmer verlassen, bricht die Illusion und über den Lehrer wird sich genauso lustig gemacht, wie über jeden anderen, der aufgrund seiner Machtposition dem Irrglauben unterliegt, er könne Respekt einfordern ohne das Gegenüber respektvoll zu behandeln.
Man kann keinen Respekt erzwingen, sondern höchstens respektvolles Verhalten. Respekt verdient man sich nicht durch Alter, nicht durch Stellung, nicht durch autoritäres Gehabe und vor allem nicht dadurch, dass man gesiezt wird.  Respekt verdient man sich primär, indem man respektvoll ist.
[...] Niemand profitiert von dieser künstlich erzeugten Distanz und Hierarchie zwischen Lehrer und Schülern.

Wenn man von einer Begenung auf Augenhöhe spricht, dreht sich dabei aus meiner Sicht alles um gegenseitigen Respekt. Meiner eigenen Erfahrung nach, lässt der Respekt vieler Lehrer gegenüber ihrer Schüler, deutlich zu wünschen übrig, nur um sich dann anschließend darüber zu wundern und aufzuregen, wie wenig Respekt die Schüler hätten.

Diese Lehrer müssen deswegen nicht mal zwangsläufig autoritär und unfreundlich sein. Man kann auch ehrlich freundlich und dabei trotzdem respektlos sein, in der Art wie man Kinder und Jugendliche behandelt.

In Kindern ist schon alles drin. Neugier, Talent, Wissensdurst. Man muss es nur raus kitzeln. Das kann man am besten, wenn man sie respektiert. Eben auf Augenhöhe.

Lieber GLEICH berechtigt als spaeter.

Wichtig ist der Respekt und verstaendnissvolle Verhalten untereinander. Natuerlich sind der Sache altersgemaess Grenzen gesetzt, was man erwarten kann und geben kann, aber mit gutem Konfliktmanagement, Motivation, Neugierde, Geduld .... naehert man sich untereinander auf Augenhoehe heran

Eine Mitentscheidung ist sicher in vielen Fällen eine schöne Sache. Letztlich entscheiden aber die Erwachsenen, weil Kinder Gefahren, Gesetze, Nachteile, sogar Unterschiede in Religion und auch das Verständnis für Geld noch gar nicht absehen bzw haben können. Wichtiger ist da wahrscheinlich die Differenzierung auf "altersgemäß", wobei auch hier nicht alle Kinder in einem bestimmten Alter das gleiche altersgemäße Denken Bildungsniveau und Handeln haben. In vielen Fällen können Kinder noch gar nicht auf Augenhöhe von Erwachsenen denken, so behandelt werden oder sogar entscheiden.

Kindern auf Augenhöhe zu begegnen, heißt nicht, ihnen alles durchgehen zu lassen. Sondern es heißt, dass die Beziehung reversibel sein muss. Das, was ich zum Kind sage, darf es auch zu mir sagen. Ich sage also zu einem Kind nicht: "Du bist so doof, aus dir wird nichts." weil es das zu mir auch nicht sagen darf, etc...sondern das Kind wird wertgeschätzt und respektiert, so wie ich auch Wertschätzung und Respekt erwarten darf.

Dem Kind auf Augenhöhe zu begegnen, heißt nicht, dass man ihm keine Anweisungen geben darf und keine Grenzen setzen soll.

Wie sollen Kinder bei Fächern mitentscheiden? Sie sind die Lernenden und die Erwachsenen im besten Fall die Lehrenden.

Wenn ich hätte im Unterricht mit entscheiden dürfen, wäre ich in Mathe über die vier Grundrechenarten - wenn überhaupt - nie hinausgekommen.


Inkognito-Nutzer   13.03.2024, 15:59

Mit in der Schule mitbestimmen meine ich, dass man scho früher Fächer, die man gerne mehr vertiefen möchte, wählen kann.