Werden Frauen immer männlicher?

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34 Antworten

Geschlecht ist eine biologische Eigenschaft. Sie setzt sich zusammen aus der Anatomie (männlich, weiblich, inter) und der Gehirnvernetzung:

  • Wer eine weibliche Anatomie und ein weibliches Gehirn hat, ist nun mal weiblich.
  • Wer eine männliche Anatonie und ein männliches Gehirn hat, ist nun mal männlich.
  • Wer nicht in eine dieser Schubladen passt, ist inter oder trans.

Soweit die biologischen Fakten. Warum man dazu soziale Rollen, Pflichten und Erwartungen erfindet, verstehe ich nicht.

In alten Zeiten, vor der Industrialisierung, hatte die Trennung in soziale Geschlechterrollen noch einen Sinn. Die Kindersterblichkeit war so hoch, dass eine Mutter zehn Kinder aufziehen musste, um später zwei erwachsene Nachkommen zu haben. Deshalb hatten Frauen immer Kleinkinder und waren oft schwanger. Darum konnten nur Männer auf dem Feld oder im Bergwerk ackern.

Seit der Industrialisierung und der medizinisch-technologischen Neuzeit gibt es keinen schlüssigen Grund mehr, die soziale Rolle am Geschlecht festzumachen. Die biologischen Fakten bleiben natürlich. Aber daraus Erwartungen über Verhalten, Beruf, Kleidung, Lebensplanung etc. herzuleiten, ist totaler Quatsch.

Das heißt, ganz sicher ist noch keine Frau "weniger weiblich" geworden. Es ist auch noch kein Mann "weniger männlich" geworden. Die biologischen Fakten sind angeboren und bleiben, der Rest ist ohnehin vom Kulturkreis frei erfunden.

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Kommentar von Machtnix53
22.11.2016, 11:11

Gute Antwort, bis auf die Gehirne. Das Denken ist nicht nur das Ergebnis von Gehirntätigkeit, das Gehirn ist auch das Ergebnis des Denkens. Wenn jetzt Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Gehirnen festgestellt werden, kann das auch an den unterschiedlichen Geschlechterrollen liegen.

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Die Frage ist doch: was ist weiblich?

Wenn ich mich als Frau fühle.... wer hat dann zu bestimmen, ich wäre männnlich, weil ich vielleicht einen Männerberuf habe oder kurze Haare? Das hat doch nichts mit dem Geschlecht und dem Empfinden zu tun!

Eine Frau kann für Gleichberechtigung kämpfen, lieber Hosen tragen und nen "Männerberuf" ausüben und dennoch gern eine Frau sein!

Sind Menschen der Meinung, man ist nur eine richtige Frau, wenn man Männern gefallen möchte (lange Haare, kurze Röcke), zuhause bleibt, um 2,1 Kinder großzuziehen und hilflos ist, wenn mal kein Mann in der Nähe ist, haben sie einen sehr engen Horizont.

Man sollte sich seine eigene Weiblichkeit nicht vo der Gesellschaft und irgendwelchen Normen vorschreiben lassen!

Es ist doch eigentlich auch schön, wenn ich als Frau nicht mehr auf einen Mann als Versorger angewiesen bin, sondern mich frei entscheiden kann, mit wem ich zusammen sein und mein leben teilen möchte.

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Es ist irgendwie nicht so ganz in meinem weiblichen Sinn wenn du schreibst: "dass man sie in Männerberufen arbeiten lässt"... Das impliziert schon das Denken: die Männer bestimmen wer wo und was darf. Frauen sind Menschen 2. Ordnung, dürfen nicht selber wählen. Genau so daneben finde ich es im Umgekehrten Sinn wenn so über Männer in "Frauenberufen" gesprochen wird.

Als Frau in der heutigen Zeit ist es nicht einfacher geworden, Ist man "nur" Mutter wird gelästert wie schön die es doch hat, geht sie arbeiten ist sie eine Rabenmutter und würde besser auf das Kind aufpassen. Gibt sie die Karriere auf ist es genau so schlecht wie wenn sie mit Kind weitermacht. 

Ich glaube der Sinn ist nicht eine Unabhängigkeit zu schaffen zwischen den Geschlechtern, sondern ein Miteinander, so dass es für Männlein und Weiblein stimmt. Die Weiblichkeit wird mitnichten beraubt in Männerberufen, ebenso findet auch keine "Verweiblichung" der Männer in Frauenberufen statt.

Leider ist eine Konkurrenz zu spüren. Anstatt auf Fähigkeiten und Kompetenzen zu achten wird auf das Geschlecht geschaut. Es ist mir egal wer in der Regierung, der Verwaltung, der Leitung sitzt, Hauptsache fähig!

Ich persönlich finde, der Kleidungsstil der 50er und 60er ist der weiblichste den es gibt. Kurze Haare machen Frauen nicht männlicher als lange Haare Männer weiblicher. Es gab eine Zeit, da trugen alle Männer lange Haare und eine Art "Röcke".

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Kommentar von Miamia1988
18.11.2016, 13:46

Danke für deine Antwort. Ja da stimme ich dir in vielen Punkten zu. vorallem was Kindererziehung und Beruf angeht. 

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Einige Frauen - Gott sei Dank nicht alle - haben sich meines Erachtens tatsächlich von dieser Welle anstecken lassen. Klar liegt es an der Emanzipation, welche wie alles neben einiger Vorteile auch ihre Schattenseiten hat.

REINHARD MEY - "Annabelle"

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Die traditionellen Geschlechterrollen verlieren allmählich an Bedeutung. Dadurch werden aber nicht die Frauen männlicher und die Männer weiblicher, sondern beide werden menschlicher.

Sie stecken nicht mehr in der Zwangsjacke, dass Männer nur als "männlich" definierte Eigenschaften haben dürfen und Frauen nur als "weiblich" definierte Eigenschaften. Jeder darf so werden, wie er sein möchte. Und das ist gut so.

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Kommentar von Beutelkind
22.11.2016, 11:23

Hoffentlich behältst Du Recht...!

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Das heteronormative Geschlechtsmodell ist und bleibt ein Trugschluss.

Weiblich ist, was ein weibliches Gehirn/Identität hat. Nicht, ob eine Frau einen Rock und superlange Haare trägt, und die Vollzeithausfraumama spielt. Das sind soziale Erwartungshaltungen, die sich leider eingebürgert haben.

Ich hatte einst in der Pubertät eine verhaltensweibliche Maske getragen, mich hübsch gemacht, versucht mich fürs Shoppen zu interessieren und mich in weibliche Klamotten gezwungen, weil ich dachte, die anderen Frauen zwingen sich das auch einfach auf, da diese Interessen rational gesehen (z.B weibliche Kleidung ist viel unbequemer als männliche, da sie generell enger ist) für mich gar keinen Sinn ergaben.

Jetzt bin ich einfach mich selbst, eine Frau mit langen Haaren, die ihre Nerd-T-Shirts jeden Tag mit Freude anzieht, sich wohlfühlt, unkompliziert ist und keinesfalls vermännlicht. Meine Hobbys sind ausschliesslich typische Männerhobbys. Macht mich trotzdem nicht weniger weiblich, nur weil die Gesellschaft das als "nicht weiblich" erachtet. Ich hatte letztens das Kompliment erhalten, dass ich die perfekte Frau wäre, weil ich all die typisch negativen Aspekte von Frauen nicht besitze. ...was aber im Grunde kein nettes Kompliment war, weil es viele Frauen einfach in denselben Topf wirft.

Frauen werden also nicht immer männlicher, sondern Menschen ausserhalb des heteronormativen Spektrums trauen sich heutzutage generell einfach mehr, sich selbst zu sein. 

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Eine sehr interessante Frage. Man hat aber, denk ich, die Frauen nicht um ihre Weiblichkeit gebracht. Frauen sind einfach nur selbstbewusster und selbstständiger geworden im Gegensatz zu früher, wo nur Familie und Haushalt zu ihren Aufgaben gehörten und sie sonst teils sogar nicht arbeiten durften.

Heute findet man Frauen in allen möglichen Berufen, weil sie es eben auch können. Deswegen bleiben sie aber trotzdem Frauen und weiblich.

Einziger Unterschied, das ist meine Meinung dazu, ist, dass Frauen heute oft meinen, dass sie über den Männern stehen. Dass sie die Männer nicht oder nur noch sehr wenig brauchen. Eigentlich eine traurige Entwicklung. Aber nicht alle sind - Gott sei Dank - so.

Und was das Thema kurze Haare und maskuline Kleidung angeht: das ist wohl einfach nur eine Frage des Geschmacks und manche Frauen meinen, dass sie dadurch respektvoller behandelt werden, weil sie so unnahbar damit aussehen.

Ich persönlich finde es heute noch schön, wenn mir ein Mann die Tür aufhält, ich werde mich ewig weigern, meine langen Haare abzuschneiden und auf weibliche Klamotten zu verzichten und ich bin auch der Meinung, dass ich nicht alles können MUSS, sondern dass mein Partner mir auch gerne einige Dinge im Haushalt und im Leben abnehmen darf, einfach, damit er sich weiter als Mann, der (fast) alles kann, fühlen darf :-) . Ich hoffe, dir hat meine Ausführung etwas geholfen und bin gespannt, was andere noch so auf deiner Seite zu diesem Thema schreiben.

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Kommentar von Miamia1988
18.11.2016, 13:19

Danke für deine Antwort.  Ja da sind wir beide uns sehr ähnlich. 

Mein Kumpel hat diese Sache zum Thema gemacht und ich wollte einfach gerne wissen wie andere darüber denken. 😊

Ansatzweise musste ich ihm auch recht geben. Wie du schon sagst, wenn sich Frauen für etwas besseres halten und den Mann dominieren wollen.  nicht alle natürlich 😉

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Die Frauen werden nicht männlicher schau dich doch mal um.

Die Frau ist selbstbewußter und behauptet sich auch in Männerpositionen. Aber das macht sie nicht männlicher

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Eine Frau kann kein Mann sein, es gibt biologische unterschiede.

Die Emanzipation ist eine "gewollte" form von vielen Frauen. Dies hat nichts damit zu tun ob sie eher zum Mann werden.

Ebenfalls ist es nicht korrekt, dass viele Frauen, Männerberufe ausführen. (Es gibt keine Frauenquote in Produktionsuntnehmen (Siehe Gießerei/ Bergbaubetriebe))

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Das kommt dir nur so vor. 

Die Kerle werden immer weicher. Man hat ihnen die Weiblichkeit aufgezwungen. 

Allgemein fällt auf, dass sowohl Frauen als auch Männer in immer höhere Altersgruppen eigentlich nur noch als Kinder zu bezeichnen sind. 

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Kommentar von Miamia1988
18.11.2016, 13:49

Als Kinder zu bezeichnend sind?

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warum sollte frau immer männlicher werden und warum sollte man sie irgendwas machen lassen. jede frau entscheidet selbstbestimmt wie ihr leben abläuft: dazu gehört der werdegang in der schule, welche ausbildung und wie es dann weitergeht. das bestimmt kein mann oder sonst wer, sondern frau ganz allein für sich und wenn sie kfz-mechanikerin werden will, wird sie es. wenn sie soldatin werden will, dann eben das.

mann und frau sind gleichberechtigt zu sehen. wenn du das als konkurenz siehst, dann fehlt da irgendwas bei dir gehörig. bevor frau sich mit mann einlässt plant sie selbständig ihr leben aus - da geht ihr kein stück weiblichkeit dran verloren. denn in erster linie ist frau einfach nur selbständiger mensch.

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Nein..

Viele Männer/Jungs (meist U 20 Jährige) kleiden und benehmen sich wie Mädchen (tragen enge Karottenhosen, Leggins, sind zickig und weinen zu oft bzw. schnell). Wenn man diese Mann-Mädchen mit normalen Frauen vergleicht, entsteht halt der Eindruck das Frauen männlicher wirken. ^^

 


 

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Kommentar von Miamia1988
18.11.2016, 14:17

😂 stimmt jetzt wo du es sagst 

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Nein. Frauen und Männer waren schon immer Antagonisten und werden es bleiben - das dient der Erhaltung der Art...^^

"Ihrer Weiblichkeit beraubt" werden Frauen in Ländern, in denen Genitalverstümmelung praktiziert wird...^^
Haarschnitt oder Kleidung verändern keine Geschlechtsmerkmale.

Zum Mann wird eine Frau durch eine Geschlechtsumwandlung - kundige Ärzte vorausgesetzt...^^

...Fragen sind das heute wieder haarerauf...^^
Nina Hagen - Unbeschreiblich Weiblich (Live)

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Du redest von Beraubung
Ich finde man kann von Glück sprechen dass die Frau immer selbstständiger werden darf und wird
Und ich würde nicht sagen dass es "männerjobs" gibt. Das ist auch wieder so ne Sache, wie man das sieht
Grundsätzlich können wir Frauen ja nicht nur kochen, putzen und Stricken
Dadurch dass Frauen auch immer mehr Möglichkeiten haben einen starken und kräftigen Körper zu bekommen, find ich kann man nicht die Berufe einteilen nach Mann und Frau

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Letztens hat einer gefragt ob Männer immer weiblicher werden. Leute. Ehrlich. Ein Mann ist ein Mann aufgrund seines XY-Chromosoms. Eine Frau ist eine Frau aufgrund ihres XX-Chromosoms. Alles andere ist doch alter Käse 🙇

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Kommentar von Miamia1988
18.11.2016, 14:12

Aber diese Fragen kommen ja nicht von ungefähr 

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Kommentar von nilisi1
18.11.2016, 14:22

👍👍👍

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Wäre die Frage zu stellen, was unter Männlichkeit so alles fällt. Selbstbewußter sind die Frauen schon geworden, das kann man nicht übersehen. Manche betreiben Bodybuilding und Kampfsport, die werden wohl mehr oder minder maskulinisiert sein. Meist aber ist eine gewisse Vermännlichung bei bestimmten Kleidungsstücken festzustellen und zwar bei der 08/15 Einheitshose den Blue Jeans.

Ansonsten ist anzumerken, dass das Interesse der Frauen am männlichen Geschlecht ziemlich nachgelassen hat, von den jungen Mädchen mal abgesehen.

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Das einzige Problem ist maskuline Kleidung die mittlerweile bedauerlicherweise weit verbreitet ist.
Ist doch klar, dass Männerberuf spannender ist als zB zahlen und co und einen Rechner einzutippen oder irgendwelche Kundentermine ausmachen im Büro.
Eine Frau kann genauso Karriere machen wie ein Mann. Wenn dir das nicht passt dann geh nach Saudi arabien.

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Nur weil eine Frau in "männlichen" Berufen arbeitet, vielleicht kurze Haare hat und sich nicht sexy kleidet, wird Sie nicht Ihrer Weiblichkeit beraubt.

Sie werden auch nicht zu Konkurrenten. Das ist meiner Meinung nach eine von Männern aufgestellte Behauptung, die sich schwer tun, Frauen in gewissen Berufen zu akzeptieren

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Wenn Frauen männlicher werden, liegt das nicht an der Emanzipation. Der
Emanzipation kann man sich entziehen. Wenn Frauen männliche Züge an sich haben, sind sie entweder lesbisch oder in den Wechseljahren, weil sie zu viele männliche Hormone haben.

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Was ist männlich, was weiblich?
Vllt. Würden Frauen nur unterdrückt und dürfen heutzutage endlich ihre "normale" Natur rauslassen. Wär eine Idee oder😆

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