Welches Bein sollte im Kampf vorne stehen?

7 Antworten

Im Boxen, Kickboxen, Muay Thai steht man mit der schwachen Hand (Führhand) vorn und der starken Hand (Schlaghand) hinten. Im Taekwondo und Leichtkontaktkarate sind häufige Auslagenwechsel typisch, die als Finten und zur höheren Flexibilität bzw. zum schnelleren Kontern genutzt werden. Im Judo und Ringen steht man mit dem starken Bein vorn, um (Ringen) schneller die Schrittarbeit zu bewerkstelligen, die mit beispielsweise Double Leg Takedowns einhergeht oder sich (Judo) schneller in die Würfe eindrehen zu können.

Im MMA, das ein Schmelztiegel verschiedener Stile und damit auch ein gutes Anschauungsmodel dafür ist, was außerhalb ostasiatisch angehauchter Kampfkunstfantasien funktioniert und was nicht, nutzen die meisten die Auslage wie im Boxen, einige wechseln die Auslage ständig (insb. die aus dem Karate) und Ronda Rousey als olympische Bronzemedaillengewinnerin im Judo ist ein Bsp. für eine MMA-Kämpferin, die ihren Stand ihrem Judo angepasst hat, also starkes Bein vorn. Für die meisten dürfte also gelten: Linksauslage als Rechtshänder, also linkes Bein nach vorn. Das macht man im Falle eines Angriffes, indem man das rechte Bein nach hinten setzt, das ist alles und ein Boxer macht das automatisch.

Das man sich in einem Kampf dem Gegner anpassen muss oder eine Auslage nicht beizubehalten sei, ist Unsinn. Es gibt sehr viele Techniken der Beinarbeit, mit denen das möglich wird. Lediglich im Clinch (Umklammerung) und in voller Montur im militärischen Häuserkampf haben Auslagen keine Funktion mehr.

Körper um 45 bis 90 Grad zum Angreifer Positionieren...Rechtshänder, linkes bein nach vorne um mit Körperdrehung (Hüfte)einem möglichs langen Beschleunigungsweg für die rechte Faust haben. Durch die Position ist man flexibler beim vor und rückwärts laufen als parallel vor dem Angreifer zu stehen.

Meine Meinung :)

Das kommt ganz auf den Stil an, den Du ausübst.

In meinem Stil richtet man sich nach dem Gegner. Man steht so vor ihm, dass er keine Chance hat dir zwischen die Beine zu treten.

Soll heißen, wenn er das rechte Bein vorne hat, hast Du es auch vorne. Mit dem linken eben andersrum.

Stand und Schrittarbeit sind aber Dinge, die bei jeder Kampfkunst unterschiedlich sind. Der eine Stand ist nicht besser als der andere. Aber der eine Stand passt eben nur in Verbindung mit der einen Kampfkunst.

Ich persönlich würde empfehlen, darauf zu achten, was der Gegner tut, wodurch man sich dann darauf einstellen kann. Wenn Du es aber genau wissen willst, musst Du es lernen.

Woher ich das weiß:Hobby – Trainiere jetzt seit ein paar Jährchen WingTsun

Das ist eine Frage von und für Leute, die nicht kämpfen. Schulhofkabbelleien betrachte ich hier natürlich nicht als echte Straßenkämpfe.

Ein echter Kampf/Schlägerrei ist dynamisch. Da BEWEGT man sich und hat gar keine Zeit sich zu überlegen, wie man steht. Man STEHT in einem Kampf nicht. Es wird auch kaum getreten.

Vorher stehst Du, wie es sich gerade ergibt. Da bist Du aber sowieso noch nicht in Kampfdistance, wo Du den Anderen erreichen könntest oder er dich. Die Schrittarbeit beginnt mit Erreichen des Gegners. Wer da immer dasselbe Bein vorne hat, der läuft nicht.

Oft weiß man auch gar nicht, dass der Andere tatsächlich schlagen/ kämpfen will. Vielleicht sitzt man an der Bar neben ihm und dann macht der Stunk. Sicher steht man da auf, aber genauso sicher geht man nicht in irgendeine Kampfstellung.

Beweg dich instinktiv. Ist meistens am besten.

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