Was passiert mit dem Auto vom Notarzt?

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Der Notarzt hat in der Regel einen Assistenten dabei der dann den Wagen fährt.

Alles klar, danke 👍

0

Ganz einfach, Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF), sind wie der Rettungswagen (RTW) oder Krankentransportwagen (KTW), ebenfalls immer mit mindestens zwei fachlich geeigneten Personen besetzt, im Falle des NEF mit einer Ärztin oder einem Arzt mit der ärztlichen Zusatzbezeichnung Notfallmedizin (Notärztin oder Notarzt) und eben einer weiteren fachlich geeigneten Person, die je nach Landesrecht (Rettungsdienstgesetze -RDG- der Bundesländer) Notfallsanitäter, Rettungsassistent oder Rettungssanitäter sein muss. In manchen Bundesländern (Hessen), muss ein RS über eine mindestens zweijährige Berufserfahrung in der Notfallrettung auf dem RTW verfügen, um das NEF besetzen zu dürfen.

Wenn der Notarzt also einen Notfallpatienten aufgrund seines medizinischen Zustandes im RTW während dem Transport begleiten muss, dann wird das NEF von dessen "Fahrer" hintergefahren. Rettungsfahrzeuge sind niemals nur mit einer Person besetzt, da es in Einzelfällen auch vorkommen kann, dass das NEF vor dem RTW am Notfallort eintrifft und dann brauchen die Notärzte auch jemanden, der sie unterstützt (Vorbereitung/ Assistenz bei den Maßnahmen, Übernahme auf Delegation der Ärztin oder des Arztes).

Mfg.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

In den allermeisten Fällen hat das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) einen eigenen Fahrer und der Notarzt ist Beifahrer.

Das NEF fährt dann auf dem Weg zum Krankenhaus hinter dem Rettungswagen (RTW) hinterher, falls es einen weiteren Notfall gibt und der Notarzt dem RTW-Team zutraut, den Patienten auch ohne ihn sicher in die Klinik zu bringen. Ganz viele Patienten mit Notarztbegleitung brauchen diesen nicht wirklich. In diesem Fall steigt der Notarzt wieder ins NEF um und fährt zu dem anderen Notfall.

Diese Möglichkeit ist übrigens der wichtigste Grund für das teure System aus zwei Fahrzeugen, das unter dem Namen Rendezvous-System bekannt ist. Auf diese Weise ist die teuerste Ressource, nämlich der Notarzt, am flexibelsten einzusetzen.

Es gibt aber in ländlichen Gebieten durchaus noch vereinzelt Notärzte, die selbst fahren. Die den Notarztdienst z.B. neben ihrer Hausarztpraxis betreiben und dafür eben auch ein eigenes Fahrzeug haben. Dieses System ist allerdings unflexibel und macht nur in entlegenen Regionen Sinn, wo ein zweiter Notfall ganz besonders unwahrscheinlich ist. Deshalb ist es am Aussterben. Wir hatten im Landkreis bis vor zwei Jahren einen solchen Notarztstandort, wo jetzt ein reguläres NEF steht.

Aber in solchen Fällen wird dann eben eine Lösung gefunden, wie der Notarzt wieder zu seinem Auto kommt. Vielleicht fährt der RTW ohnehin wieder in die Richtung zurück und kann eben kurz bei dem Auto anhalten. Oder man schickt einen FSJler mit einem Dienstfahrzeug los. Oder man ruft tatsächlich ein Taxi.

Woher ich das weiß:Beruf – Ich arbeite im Rettungsdienst

Der Notarzt fährt meist das NEF nicht selber, die Besatzung eines NEF besteht im Regelfall aus einem Notarzt und einem Notfallsanitäter bzw. Übergangsweiße noch mit einem Rettungsassistenten.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Bin bereits viele verschiedene Autos gefahren

Das Rendevous-System im Rettungsdienst in weiten Teilen Deutschlands ist so, das bei einem Notfall ein RETTUNGSwagen (RTW) einer Berufsfeuerwehr oder Hilfsorganisation zum Patienten fährt. Je nachdem was vorliegt, wird direkt ein Fahrzeug (NEF) mit einem Notarzt (m w d) mitgeschickt oder von der Rettungswagenbesatzung nachalarmiert.

Es gibt aber immer eine Person die fährt, die Nortfallsanitäter ist und am Einsatzort mit anpackt. Somit ist auch klar wer das Fahrzeug zum Krankenhaus oder zur Dienststelle zurück fährt. Der Arzt fährt nicht selber um sich auch schon mal auf den Einsatz vorzubereiten...

Es gibt auch Rettungswagen wo der Arzt direkt mitfährt, die heißten dann NAW

Kein geheimnis, eine ganz einfach Lösung ;-)

Was möchtest Du wissen?