Was ist jetzt Volt und was ist Ampere in einer Schaltung?

10 Antworten

Kurz und knapp:

Nimm einen Wasserhahn, der an das Wassernetz angeschlossen ist. Das Ventil dieses Hahnes ist der Widerstand.Auf diesen Wasserhan drückt nun das Gewässer (Spannung). Das Ventil ist geschlossen und damit der Widerstand hoch. Wenn du das Ventil öffnest, quasi den Widerstand verringerst, fließ Wassert aus dem Hahn (Strom) und zwar abhängig vom Druck (Spannung) und Stellung des Ventils (Widerstand).

wer so fragt sollte mal ein wenig praxis machen,dann bleibt auch was hängen.sonst wird die erklärung zu umfangreich

Woher ich das weiß:Beruf – Sehr lange in dem Bereich berufstätig

Volt ist die Spannunggseinheit. Spannungen mißt man zwischen zwei Punkten einer Schaltung, die man mit den beiden Pole eines Voltmeters verbindet.

Ampere ist die Stromeinheit. Wenn man einen Strom in einer Leitung mit einem Amperemeter messen will, dann muß man die Leitung dort auftrennen und das Amperemeter als Verbindung dazwischenschalten.

Schließlich: Das mit den Elektronen, die es zwar gibt, kannst Du vergessen. Die hat noch niemand gesehen geschweige denn gezählt oder gar ihre Geschwindigkeit beobachtet.

Eine Spannung ist ein Potentialunterschied. Den kann man zwischen beliebigen Punkten der Schaltung messen. Möchte man die Quellspannung wissen, misst man natürlich zwischen Plus und Minus der Quelle. Man kann aber auch den Spannungsfall über einen Widerstand messen in dem man ein Voltmeter parallel zum Widerstand anschließt, das ist dann an das Potential vor und hinter dem Widerstand angeschlossen und misst die differenz die über den Widerstand entsteht.

Ein elektrisches Potential kann man sich eigentlich genau wie ein Höhenpotential vorstellen. Und genau wie bei Höhen hat man in der Elektrotechnik einen Bezugspunkt eingeführt. Bei Höhen auf einer Landkarte benutzt man wenn nichts anderes angegeben ist "Normal Null", die Höhe über den Mittleren Meeresspiegel. Und in der Elektrotechnik ist das die Masse. Man muß nicht von Masse oder "Normal Null" aus messen. Ein Haus misst man ja auch nicht von Dach zu Meereshöhe sondern von Dach zu Boden. Und genau so kann man auch Spannungen messen die nicht an Masse als "0" angelegt sind sondern ein Potential gegenüber Masse haben - so wie ein Haus auch durchaus auch auf einen Berg stehen kann.

Strom ist das fließen von etwas. Das kann ein Fluß sein (der hat Strömung) oder eben Elektronen in einem Leiter. Ampere ist definiert durch wie viele Elektronen pro Sekunde eine Stelle in einem Leiter durchqueren. Ein Ampere bedeutet ca. 6242000000000000000 Elektronen pro Sekunde.

Übrigens erzeugt jedes "soundovielte" Elektron das durch eine Leuchtdiode geht ein Photon. Das "Soundsoviel" hängt von der Effizienz der LED ab. Damit ist der Strom proportional zur Helligkeit der LED.

Wie hängt Strom und Spannung zusammen. Stell Dir einen Stausee vor. Die Höhendifferenz zwischen Wasseroberfläche und Turbine ist der Potentialunterschied, also die Spannung auf der Turbine. Die Turbine setzt dem Wasser einen Widerstand entgegen, es kann nicht beliebig viel Wasser durch laufen, das ist der Widerstand. Und der Strom ist wie viel Liter Wasser pro Sekunde durch die Turbine gehen. Und Spannung (druck) mal Strom (Durchflußmenge) ist die Leistung der Turbine. He höher der Wasserstand oder desto geringer der Widerstand der Turbine, desto mehr Wasser und damit Leistung geht durch.

DH! Ob das mit der Elektronenanzahl pro Sekunde stimmt, zähle ich gerade nach ... ;-)

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@smatbohn

Der Wert ist fast richtig. Er errechnet sich aus dem Kehrwert der Elementarladung.

Elektronen sind die kleinsten Ladungsträger. Sie haben eine elektrische Ladung von -1,602 mal 10 hoch 19 Coulomb = As (Ampere-Sekunde). Der genaue Wert 1,6021917 mal ....

1 A gleicht demnach einem Durchtritt von 6,241450383246900 x 10 hoch 18 (= 6 241 509 650 000 000 000) Elektronen pro Sekunde.

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@Sorbas48

Der Wert in Klammer sollte natürlich lauten:

6 241 450 383 246 900 000 (da hatte sich ein Kopier-Teufel eingeschlichen)

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@Sorbas48

und natürlich ist die Elementarladung -1,602 mal 10 hoch minus 19 Coulomb!

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@Sorbas48

Ich schrieb ja "ca."

Auch Eure Zahlen sind noch sehr ungenau. Man braucht die Elementarladung auf mindestens 19 Nachkommastelen genau um die genaue Anzahl von Elektronen pro Sekunde ausrechnen zu können.

Denn ich glaube nicht daran, dass in der Natur irgendwas auf glatte 100,000 hinaus raus kommt!

Außerdem ist meine Zahl per Taschenrechner mit der Elementarladung als im Kopf gemerkte Konstante entstanden, dafür finde ich meine Zahl als ziemlich gut!

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Hallo, nun man kann elektrische Spannung und den daraus resultierenden Strom nur teilweise mit Wasser vergleichen. Bei Wasser würde ich den Druck(Bar) und die Durchflußmenge(Liter) messen mit der Spannung(Volt) und den Strom(Ampere) gleichsetzen. Das heißt für Laien die Spannungshöhe ist der Druck mit dem die Elektronen anstehen. Beim Wasser der Druck der auf einer Leitung ansteht. Der elektr. Strom ist eine Einheit die die Anzahl der Elektronen definiert die bei einem Stromkreis frei fließen können. Beim Wasser hast du z.B. den Druck der Pumpe der das Wasser mit seinem Turbinenrad in eine Leitung drückt und an einer Öffnung fliesst das Wasser aus dieser Leitung die dann in Liter(oder m³) gemessen wird. Nur da hört schon der Vergleich auf. Alles weitere sind dann rein Pysikalische Vorgänge die ich mal wie folgt erkläre: Wenn der Strom in einer Leitung zu groß wird, erwärmt sich diese durch Reibung der Elektronen im Leiter. Ist die Spannung zu hoch, dann versucht sich diese über die Isolierung zu entladen und die Spannung springt über. Bei Wasserleitungen ist dies ähnlich, nur dort ist es meist so, das die Erwärmung nur minimal ist bei herkömmlichen Wasserdruck und die "Spannung" die dort als Druck bezeichnet wird läßt bei zu hohem Anstieg die Leitung oder den Schlauch platzen. Den Begriff Masse den man oft noch hört ist aus alten Tagen und kommt aus der KFZ-Technik und wird in der E-Technik eigentlich nicht mehr verwendet. Man nennt es Bezugspotenzial, das heißt den Bezugspunkt den man zum messen nimmt. Das kann in der Energietechnik ein ganz anderer sein; als in der Kommunikationstechnik. Ebenso sind Spannungen und Ströme sehr unterschiedlich in den genannten Bereichen. So wie es eben auch Gleichspannungen und Wechselspannungen gibt. Bei Wasserleitungen hast Du immer nur ein in eine Richtung fliessendes Druckverhältnis. Falls noch Fragen sind kann ich Dir gerne noch näheres erklären.

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